Kraft
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Abdruck
Abdruck (push-off), Abdrücken eines härteren Gegenstandes von einem weicheren, Abdruck einer Druckform oder eines Bildes (Printmedium); im Wasser eine dynamische Einflussgröße des Vortriebes im Schwimmen, hier als Einheit von Zug und Druck der Armbewegung. →Bewegungsstärke, →Abdruckflächen, →Abdruckweg Da im Wasser der für Kraftwirkungen feste Stütz fehlt, muss der Schwimmer die hydrodynamischen Gesetzmäßigkeiten nutzen, um einen…
Aktin
Aktin (actin), griech. aktis „Strahl“; Strukturprotein, das zusammen mit Myosin Aktinfilamente bildet, die nach der Gleitfilamenttheorie die Muskelkontraktion bewirken ("Ursprung der Bewegung"). Dabei wird die Größe der Kraft des kontrahierenden Muskels durch die Menge der Aktinfilamente (bis zu 3.000 pro Myofibrille) bestimmt, die an den Myosinköpfen haften. →Myofibrillen, →Muskelfaser Unmittelbar nach intensiver körperlicher Anstrengung werden…
Aktivierungsfähigkeit, willkürliche
Aktivierungsfähigkeit, willkürliche (activation capability,arbitrary), das Zusammenwirken von Rekrutierung und Frequenzierung im Sinne einer maximalen Kraftentfaltung (Schmidtbleicher, 1987) und damit neben dem physiologischen Muskelquerschnitt und der Muskelfaserstruktur einer der drei begrenzenden Faktoren der Maximalkraft. Die höchste willkürliche Aktivierungsfähigkeit wird bei 90% der Maximalkraft erreicht. Als Maß für die willkürliche Aktivierungsfähigkeit (intramuskuläre Koordination) bei Maximalkraftentfaltung wird in…
Anfangskraft
Anfangskraft (initial force), biomechanisches Prinzip, wonach der Kraftwert zu Beginn einer Bewegung erhöht wird, indem eine gegenläufige Bewegung vorgeschaltet wird, z.B. Ausholbewegung der Extremitäten bei Sprung und Wurf (Hochmuth, 1967). Dabei sollten der Bremsstoß der einleitenden Bewegung und der Beschleunigungsstoß der eigentlichen Bewegung optimal aufeinander abgestimmt sein. Da die Anfangskraft von der zur Verfügung stehenden…
Arbeit
Arbeit (W) (work), in der Hauptsache zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des Menschen. In der Biomechanik als mechanische Arbeit das Produkt aus Kraft und Weg (W = F∙ s) bei gleicher Richtung, berechnet in Joul (1J = 1Nm). Die Arbeit ist ein Maß der Trainingsbelastung im spezifischen Krafttraining an Armzuggeräten. Neben der Armzugkraft spielt hierbei die Länge…
Beweglichkeit, aktive
Beweglichkeit, aktive (flexibility,active), maximales Bewegungsausmaß eines Gelenkes durch eigene Muskelkraft. Die aktive Beweglichkeit wird somit maßgeblich von der Kraft des/der Synergisten und der Entspannungsfähigkeit des/der Antagonisten bestimmt. →muskuläres Gleichgewicht. Bei 10-15jährigen Schwimmern wurden z.B. positive Assoziationen zwischen Beweglichkeit im Schultergelenk (Hypermobilität) und aktiver horizontaler Schulterabduktion gefunden (Junge et al. 2016). Aktive Beweglichkeit ist für die…
Bewegungsstärke
Bewegungsstärke (movement strength), als Bewegungsmerkmal die „Maßbezeichnung des Krafteinsatzes“ (Meinel & Schnabel, 2004). Die Bewegungsstärke äußert sich in der Spanne von „zu gering und fehlerhaft“ (Grobkoordination) über „näherungsweise angepasst“ (Feinkoordination) bis zu „kontrolliert mit impulsgenauem Krafteinsatz“ (Stabilisierung), in der Sportpraxis in der Schärfe eines Wurfes oder der Härte eines Schlages. Dabei geht es in der…
Bodenkontaktzeit
Bodenkontaktzeit (ground contact time), Stützzeit beim Nieder-Hochsprung (→drop-jump), die als Ausdruck elementarer azyklischer Schnelligkeit mit Kontaktmatten gemessen wird. →Sprungkraft, →Leistungsdiagnostik
Body-tupe
Body-tupe (engl) elastisches Seil („Körperband“) aus der Physiotherapie, das für die verschiedensten Übungen zur Stärkung nahezu aller Muskelgruppen verwendet werden kann. Als preiswertes und zugleich ziemlich effektives (einfach zu transportierendes) Trainingsgerät kann es gut in Ermangelung geeigneter Kraftgeräte (z.B. bei Lehrgängen) genutzt werden. Übungen (Video): https://www.youtube.com/watch?v=x0t2kG65u2Y
Bogenspannung
Bogenspannung (arc position; bow tension), (Biomechanik) „Kurzzeitige Einnahme einer bogenförmigen Körperhaltung mit Vordehnung einer Muskelschlinge an der Vorderseite des Rumpfes, die sich in der Regel nach unten in die Muskulatur eines oder beider Beine, nach oben in die Muskulatur eines oder beider Arme fortsetzt und der optimalen Vorbereitung großer Muskelgruppen für eine schnellkräftige Kontraktion dient“…
Counter-Movement-Jump
Counter-Movement-Jump (CMJ) (engl.), engl. Countermovement “Gegenbewegung”; Vertikalsprung mit Ausholbewegung, der sich vom Squat-Jump (SJ) nur durch den Einsatz der Arme unterscheidet. Die Differenz zwischen beiden Sprüngen sagt etwas über die Nutzung des Armschwungs aus. Im Mittel springen die Schwimmer/innen mit dem CMJ 8 cm höher als mit dem SJ. →Sprunghöhe, →Prinzip der Anfangskraft Nach…
Crunch
Crunch (engl.), auch „Bauchpresse“ – Form des Trainings der Bauchmuskulatur (vorrangig gerader Bauchmuskel und pyramidenförmiger Muskel), die gegenüber Sit-Ups wesentlich schonender und ungefährlicher ist und somit Schädigungen der Wirbelsäule weitgehend vermeidet. Bereits eine kleine Dosis Crunch-Training (1 Tag / Woche) kann ein ausreichender Stimulus sein, um die Ausdauer der Bauchmuskulatur bei ungeübten Jugendlichen zumindest in…
Curling
Curling (engl.) von curl = „aufdrehen“, hier nicht Curling als Wintersportart, sondern als Übungsform für die Kräftigung der Armbeuger mit Kurz- oder Langhanteln Video: https://www.youtube.com/watch?v=rmkvTSitYBQ (Zugriff am 28.12.2018)
Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ)
Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) (Stretch-shortening exercise), Arbeitsweise des neuromuskulären Systems durch Kombination von exzentrischer und konzentrischer Kontraktion. So folgt z.B. beim Niedersprung auf eine kurze exzentrische Phase der Muskulatur (entgegen der Arbeitsrichtung) eine konzentrische Phase. Durch die Voraktivierung wird eine stärkere Muskelspannung und höhere Kraftleistung erreicht. Der DVZ wird dabei maßgeblich von der Elastizität der Sehnen…
Dekontraktion
Dekontraktion (decontraction), lat. contrahere „zusammenziehen“, durch „de“ Gegenteil; Verlängerung eines Muskels oder einer Muskelgruppe, in der Physiotherapie therapeutische Maßnahme zur kurzzeitigen Verringerung des Längendefizits (Verkrampfung) von Muskeln. Man unterscheidet globale Dekontraktion zusammenhängender Muskelverbände und spezifische Dekontraktion einzelner Muskelgruppen. Bei der Dekontraktionsstechnik wird immer die Gegenbewegung zu der belastenden Bewegung ausgeführt (Kräftigung der Antagonisten, Entspannung der…
Dynamic Strength Index (DSI)
Dynamic Strength Index (DSI) (Dynamischer Kraft-Index/dynamisches Kraftdefizit), Unterschied zwischen der maximalen und der explosiven Kraftkapazität eines Athleten. Mit dem DSI wird der Grad der maximalen Kraft gemessen, die eine Person dynamisch aufbringen kann. Er verweist darauf, "ob der Athlet einmaximales Krafttraining, ballistisches Krafttraining oder c ein gleichzeitiges Training (d.h. eine Kombination) als Stimulus in seinem…
Dynamografie
Dynamografie (dynamography), griech. dynamis "Kraft" und graphein "schreiben, zeichnen"; Methode zur Erfassung physikalischer Kräfte bei sportlichen Bewegungen, deren Ergebnis (→Dynamogramm) wichtige Informationen über das Niveau der sportlichen Technik und der spezifischen Kraft geben kann. Die Dynamografie gestaltet sich im Schwimmen wegen des Mediums Wasser und der komplizierten Bewegungsabläufe als außerordentlich kompliziert. →Dynamometrie Exkurs: "Durch die…
Dynamometrie
Dynamometrie (dynamometry), griech. dynamis "Kraft" und metrikos "auf das Maß bezogen"; Messung von Kräften, die durch Muskelkontraktion entstehen, z.B. mittels Handdynamometer in der Sportmedizin, Griffkraft im Eishockey, Tretkraft am Pedal beim Radfahren, Bodenreaktionskräfte beim Sprung usw. Im Schwimmen durch das Fehlen fester Widerlager und der Einhaltung elektrotechnischer Sicherheitsbestimmungen kompliziert zu erfassen und vorrangig auf simultane…
Dynapenia
Dynapenia (dynapenia), Altersbedingter Muskelkraftverlust, der nicht durch eine neurologische oder muskuläre Erkrankung verursacht wird. Dynapenia erhöht das Risiko für funktionelle Einschränkungen und die Sterblichkeit des älteren Menschen und ist unabhängig von Sarkopenie, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme. Entscheidend für den Kraftverlust scheint der Funktionsverlust des nervalen Systems und der intrinsischen (von innen ausgehenden) krafterzeugenden Eigenschaften der Skelettmuskulatur…