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Ich

Ich (ego), Nach der Psychoanalyse von Freud der Kern der Persönlichkeit, der bewusst oder unbewusst deren Erlebnisse und Handlungen steuert. Danach ist das Ich neben dem Es (Triebwünsche) und dem Über-Ich (moralische Forderungen) eine der drei Persönlichkeitsinstanzen (Instanzenmodell) des Menschen. Durch ständige Vermittlung zwischen Impulsen aus dem Es und dem Über-Ich passt sich die Persönlichkeit…

Ideal

Ideal (ideal), griech. idea „Idee“; vielseitig gebrauchter Begriff: Erstreben von Vollkommenheit, Leitbild, Vorbild, stabile Einstellung, die die „eigenständige Position und wertende Beziehungen zu gesellschaftlichen Zielvorstellungen und individuellen Zukunftsabsichten beinhaltet“ (Müller, in Schnabel & Thieß, 1993, S.408). Ideale sind ethische oder moralische Werte, die dem Handeln eine Richtung geben. Sie sind aber mehr ein Leuchtturm, kein…

Idealgewicht

Idealgewicht (ideal weight), wünschenswertes Körpergewicht ohne Über- bzw. Untergewicht (→Body-Mass-Index). Dazu werden im Internet zahlreiche Hinweise gegeben und Berechnungstabellen angeboten (s.u.a. Creff-Formel: https://www.elle.de/idealgewicht-berechnen-mit-creff-formel - Zugriff 17.08.2019). Diese Quellen sind allerdings äußerst zweifelhaft, da sie ohne irgendwelchen Hintergrund einfach nur nackte Zahlen und Größen ins Verhältnis setzen. Das Idealgewicht bzw. Wohlfühlgewicht sollte demnach keine festgelegte allgemeingültige Norm…

Idealisierung

Idealisierung (idealisation), griech. idea „Idee“; Schlüsselbegriff der Entwicklungspsychologie und Soziologie, wonach eine Person oder ein Sachverhalt idealisiert dargestellt und so oft Schwächen oder Fehler übersehen werden, z.B. die Idealisierung. der Kinder durch ihre Eltern und umgekehrt oder durch den Zustand der Verliebtheit. „Die Idealisierung ist ein unbewusster Prozess und findet überall dort statt, wo es…

Idealtechnik

Idealtechnik (ideal technique), Technikleitbild, →Zieltechnik

Identifikation

Identifikation/Identifizierung (identification), lat. identitas „Wesenheit“ und facere „machen“; Nachahmung, Imitation, anerkennende Position als Qualitätsstufe der Einstellung. In der Psychologie bewusst oder unbewusst in die Rolle eines anderen schlüpfen. Identifikation spielt in der Beziehung des Nachwuchssportlers zu seinen sportlichen Vorbildern eine große Rolle, indem bewusst oder unbewusst Eigenschaften und Verhaltensweisen prominenter Sportler übernommen (verinnerlicht) werden. Im…

Identität

Identität (identity),lat. īdem ‚derselbe‘, ĭdem ‚dasselbe‘; In Psychologie und Soziologie die Summe aller Merkmale, die eine Person von anderen Menschen unterscheidet; bewusst sein, wer und was man ist (Wörterbuch Psychologie, Compact München, 2004). Identität ist Produkt und Ziel der Sozialisation, entfaltet sich also in der Auseinandersetzung des Menschen mit der gesellschaftlichen Umwelt. Folglich hat sie…

Identitätskrise

Identitätskrise (identity crisis), psychischer Zustand, der durch den Verlust identitätsstiftender Faktoren (→Beziehungen, Arbeitsplatz, Anerkennung) oder Krankheiten wie Schizophrenie als Verunsicherung erlebt wird und zu Zweifel am „Ich“ führt. →Identität, →Identitätssuche Wenn sich Identität wie im Spitzensport über Leistung definiert und der zweite immer der erste Loser ist (Ausspruch Sven Hannawald), droht letztlich der leistungsorientierte Glaubenssatz…

Identitätssuche

Identitätssuche (search for identity), Suche nach dem „Ich“. In der heutigen globalen und multikulturellen Welt stark strapazierter Begriff, der besonders im Jugendalter eine große Rolle spielt, da Jugendliche immer mehr durch die Erfahrungen mit den körperlichen Veränderungen in der Pubertät, der erlebten Geschlechtlichkeit und der Anpassung an Schule/Berufsausbildung zur Selbstreflexion in der Lage sind. →Identität,…

Ideomotorik

Ideomotorik (ideo-motorics) →Training, ideomotorisches  

Idol

Idol (idol), lat. idolum „Bild, Abbild“, speziell „Trugbild“, „Abgott“; eine Figur/Person zu der man aufschaut, die man „abgöttisch“ liebt, zumeist sehr erfolgreiche Sportler, Popsänger, Schauspieler (Stars). →Vorbild, →Fan Besonders im Nachwuchssport motivieren erfolgreiche Sportler Kinder und Jugendliche ihnen nachzueifern. Das umso mehr, wenn sie auch in ihrer ganzen Persönlichkeit vorbildlich auftreten. Exkurs: Der einstige Tennis-Boom…

IK-Training

IK-Training (IC-training) →Koordinationstraining, intramuskuläres

Illusion

Illusion (illusion), lat. illudere "verhöhnen, täuschen, betrügen“; „Sinnestäuschung oder „fehlerhafte Einschätzung einer Situation oder einer anderen Person im Sinne einer Beschönigung“ (Wörterbuch Psychologie 2004). Exkurs: Bei Trainern und Sportlern oft im Vorfeld von Wettkämpfen anzutreffen, indem weniger eine realistische Einschätzung der Trainingsergebnisse, sondern mehr Wünsche und Hoffnungen das Ziel bestimmen. Wenn der DOSB zu den…

im Wechsel

„Im Wechsel“ (Alternate) →alternierend (“abwechselnd“);  typischer Begriff aus der Trainingspraxis im Schwimmen zum Wechsel zwischen Trainingsübungen und -methoden, wie der Wechsel zwischen  Schwimmarten (z.B. Kraul/Rücken) Teilbewegungen (z.B. "Arme/Beine/Ganze) Atmungsvarianten (z.B. Einer-/Dreieratmung) Armzugvarianten (z.B. "normal", Hand über Hand) der Zugzahl und/oder Zykluslänge, Zugfrequenz der Schwimmgeschwindigkeit(GAI/GAII) der Streckenlänge (50/200 oder 100/400 usw. bis zur Pyramide) der Nutzung…

Imitation

Imitation (imitation), lat. imitatio „Nachahmung“ oder „Nachbildung“; auch Nachvollziehung, beabsichtigte oder unbeabsichtigte Nachahmung von Verhaltensweisen als wesentliche Grundlage zum Erwerb sozialen Verhaltens. Die Imitation ist besonders bei Kindern bedeutsam, um die Sprache zu erlernen. Ein ausgeprägtes Nachahmungsbedürfnis hilft beim Erlernen elementarer Bewegungsformen. Imitation ist abhängig von der Häufigkeit der Verhaltensbeobachtung, der emotionalen Beziehung zur imitierenden…

Imitationslernen

Imitationslernen (imitation learning), Bewegungslernen durch Nachahmen. Imitation mittels Imitationsübungen. Nach Roth (2011) beeinflussen das Nachahmen optische Informationen am effektivsten, gefolgt von taktilen und akustischen Informationen (→Sinnesorgane).  Bei entsprechenden Lernvoraussetzungen können im Schwimmen in der Anfängerausbildung auf Anhieb gelernt (nachgemacht) werden: ·          Raddampfer, Ruderboot und Hubschrauber (Beschreibung bei Reischle „swim stars“) ·          Grobkoordination Rücken ·          Rolle…

Imitationsübung

Imitationsübung (imitational exercise), der Struktur der Zieltechnik (z B. einer Schwimmtechnik) angenäherte Übungsform. Durch Imitieren der Schwimmbewegung an Land kann die Lernzeit beim Erlernen/→Korrigieren von Schwimmtechniken verkürzt werden. An Geräten können bestimmte Phasen des Bewegungsablaufs zur Verbesserung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten (→Kraft, →Abdruck, Zuggeschwindigkeit) verbessert werden. Dabei ist im Sinne der Imitation eine hohe…

Immundefekt

Immundefekt, Immundefizienz, Immuninkompetenz (immunodeficiency) →Immunschwäche

Immunglobulin

Immunglobulin (immunoglobulin) Träger der immunologischen Abwehr im Blut (→Antikörper), man kann sie als „Gesundheitswächter“ des Körpers bezeichnen (veraltet Gammaglobuline). Diese Eiweiße verbinden sich mit dem zu bekämpfenden Fremdkörper und docken an körpereigene Zellen an. Diese vernichten die Fremdkörper und schützen so den Organismus vor Infektionen. Die Blutwerte für Immunglobuline sind keine Standard-Parameter in der sportmedizinischen…

Immunmodulatoren

Immunmodulatoren (immunomodulators), Pharmakologische Substanzen, die das angeschlagene Immunsystem unterstützen und damit die Abwehrkraft stärken. Einige Heilpflanzen und auch Cannabis wirken ebenfalls immunmodulierend. Immunmodulatoren werden im Hochleistungssport zunehmend eingesetzt. Durch die Medikation mit einem pflanzlichen Immunmodulator konnte bei Leistungssportlern der Frühjahrsinfekt vermieden werden (Pelzl & Wendlandt, 1993). Der Immunmodulator AM3 wird wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung als…