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Habituation

Habituation (habituation), lat. habituari „mit etwas behaftet sein“, allmähliches Verschwinden einer durch einen Reiz ausgelösten Reaktion, das Nachlassen instinktiver Antwortreaktionen (Clauß, 1976, S. 220) und somit erlernte Verhaltensunterdrückung. Ein gutes Beispiel ist der Brillenträger, der seine auf der Nase sitzende Brille sucht. Gegensatz: →Potenzierung, →Sensibilisierung Habituation ist eine Grundlage des einfachen Lernens sportlicher Bewegungen (→Lernen,…

Habitus

Habitus (constitution), lat. „Stellung, ‚Verhalten“; →Haltung, Aussehen, →Konstitution

Haftreibung

Haftreibung (static friction) →Reibungskraft

Haftung

Haftung (liability), „Schuld (d.h. Verbindlichkeit), insbesondere die Verpflichtung zum Einstehen für fremde Schuld oder Verantwortlichkeit für den Schaden eines anderen mit der Folge, dass dem Geschädigten Ersatz zu leisten ist“ (MEYERS LEXIKON). Im Sport lässt sich Haftung aufteilen in die des Trainers für eigenes Handeln und die des Vereins/Verbandes für fremdes Handeln. Dabei kann es…

Halbfinale

Halbfinale (semi-final), vorletzte Runde in einem Turnier, auch B-Finale. Bei Schwimmwettkämpfen der Start der 16 besten Schwimmer aus den Vorläufen in zwei Läufen, wovon die acht Zeitschnellsten das Finale bestreiten (http://www.dsv.de/fileadmin/dsv/documents/schwimmen/Amtliches/Wettkampfbestimmungen-Fachteil_Schwimmen_2018_12_14.pdf - Zugriff 18.06.2019). →Zwischenlauf, →Laufeinteilung

Halbkniebeuge

Halbkniebeuge (semi-squat), Übung zur Kräftigung der Beinstreck-Muskulatur, aus einer Kniebeuge (Beugewinkel von 90°) als Übung im Krafttraining des erwachsenen Sportlers, wobei je nach Last (Scheibenhantel), Wiederholungszahl und Bewegungstempo entweder in Richtung Maximalkraft, Schnellkraft oder Kraftausdauer gearbeitet werden kann. Bei größeren Lasten ist ein Lendengurt und die Führung der Hantelstange (→Hantel) zu empfehlen.→Langhantel In der Halbkniebeuge können…

Hallendisziplin

Hallendisziplin, (still water event), Rettungssportliche Wettkampfdisziplinen, die im 50 m Schwimmbecken ausgetragen werden, bei den Staffelwettbewerben besteht eine Mannschaft aus 4 Wettkämpfern. →Hallenwettbewerb (Text von Harald Rehn)  

Hallenwettbewerb

Hallenwettbewerb (pool event), Wettkämpfe im Rettungssport, die in einem Schwimmbecken ausgetragen werden. →Hallendisziplin (Text von Harald Rehn)

Halo-Effekt

Halo-Effekt (halo-effect), Beurteilungsfehler in der Psychologie, der entsteht, wenn von einer dominanten Persönlichkeitseigenschaft (→Persönlichkeit) auf andere Eigenschaften geschlossen wird, ausgeprägt im Bereich der sozialen Wahrnehmung (Wer lügt, der stiehlt auch). So werden gern bei Vorstellungsgesprächen gleich zu Beginn die eigenen Vorzüge möglichst unauffällig betont („Heiligenscheineffekt“). →Vorurteil, →Beobachtungsfehler Besonders bei der Auswahl von Sportlern in Leistungsgruppen,…

Halsumklammerung

Halsumklammerung (neck grip), Befreiungsgriff (Folge von Griffen in der Reihenfolge Ansatz, Hebel, Lösung und Fixierung), der zur Lösung des Festhaltens am Hals durch einen Rettungsschwimmer anzuwenden ist, dabei wird in der Folge der Griffe durch den Ansatz von vorn oder von hinten unterschieden. Mehr dazu: AHB Rettungsschwimmen der DLRG  (https://shop.dlrg.de/Produkt-Katalog/Ausbildung/Print-Medien/Ausbilderhandbuch-Rettungsschwimmen) (Text Harald Rehn)

Halswürgegriff

Halswürgegriff (neck stranglehold), Befreiungsgriff (Folge von Griffen in der Reihenfolge Ansatz, Hebel, Lösung und Fixierung), der zur Lösung eines Würgegriffs am Hals durch einen Rettungsschwimmer anzuwenden ist, dabei wird in der Folge der Griffe durch den Ansatz von vorn oder von hinten unterschieden. Mehr dazu: AHB Rettungsschwimmen der DLRG (https://shop.dlrg.de/Produkt-Katalog/Ausbildung/Print-Medien/Ausbilderhandbuch-Schwimmen) (Text Harald Rehn)

Halte- und Bewegungssystem

Halte- und Bewegungssystem (postural and locomotor system) →Bewegungsapparat

Haltearbeit

Haltearbeit (static work; sustained holding), im Bau Arbeit bei dauernder Anspannung der Muskulatur (statische Arbeit). Im Sport vor allem im Krafttraining  die "Versteifung" der Gelenke in einer bestimmten Körperstellung, z.B. beim Halten einer Last oder Druck (Krafteinsatz) gegen einen nicht nachgebenden Widerstand (isometrisches Krafttrainuing). Die Muskelkontraktion führt also nicht zu einer Körperbewegung. →Kontraktionsform

Halteposition

Halteposition (static position), „statisches Moment der Bewegungshandlung, bei dem motorische Gleichgewichtszustände gegenüber äußeren und inneren Kräften eingenommen werden“ (Polster in Schnabel & Thieß, 1993), Sportartspezifisch unterschiedliche Nutzung, von der Halteposition bei der Starthaltung im Schwimmen bis zum Bewertungskriterium im Geräteturnen/Wasserspringen oder bei motorischen Präzisionsleistungen (Halten des Gewehrs im Schießsport). →Gleichgewicht

Haltung

Haltung des Körpers und des Geistes sind oft "zwei verschiedene Schuhe". Beispiel: Der Leistungssport gibt dem Trainer öfters Anlass „aus der Haut zu fahren“ (Versagen von Aktiven, Kampfrichterurteil, Organisationsmängel). Besonders in seiner Vorbildrolle gegenüber den Sportlern kommt es darauf an, das innere Gleichgewicht zu wahren. Wird der Trainer von den Sportlern als „Fels in der…

Haltungsfehler

Haltungsfehler (posture defect), a. anatomisch - Fehlhaltung, eine noch korrigierbare Abweichung von der Normalhaltung der Wirbelsäule als Folge schlechter Gewohnheitshaltung oder durch Stütz-/Bindegewebsschwäche (→Bindegewebe). Von einem Haltungsfehler spricht man, wenn es nicht gelingt, sich bewusst durch Anspannung seiner Muskeln aus einer erschlafften zu einer normalen Haltung aufzurichten. Markante Haltungsfehler sind: totalrunder Rücken, hohlrunder Rücken und…

Haltungsgefühl

Haltungsgefühl (postural sensation), Fähigkeit, Informationen über die Stellung von Körpergliedern wahrzunehmen und regulierend an die Muskulatur weiterzugeben. Dabei sollte ein optimales Gleichgewicht zwischen Skelett und muskulären Kräften (einschließlich Schwerkraft) der bestimmende Faktor sein Durch die sportlichen Techniken und Belastungsreize unterliegt der Stütz- und →Bewegungsapparat des Sportlers Einflüssen, die dieses Gleichgewicht immer wieder beeinträchtigen. Ein typisches…

Haltungsgymnastik

Haltungsgymnastik (postural gymnastic); Übungen zur Kräftigung und Dehnung der Haltemuskulatur. Da die Haltung aber nicht nur von der „Haltevorrichtung“ (→Muskeln und →Bänder), sondern auch von der erblichen Veranlagung, dem Alter und der seelischen Verfassung abhängt, sollten neben Maßnahmen der Entspannung, Dehnung und Kräftigung Veränderungen der haltungsschädlichen Alltagsgewohnheiten den Vorrang haben. Letztlich ist die Haltungsgymnastik das…

Haltungsschaden

Haltungsschaden (postural deformity), (orthop.) sekundäre, fixierte (und meist nicht korrigierbare) Fehlhaltung infolge verspäteter oder unvollkommener Korrektur eines Haltungsfehlers, begünstigt durch angeborene Störungen der Skelettentwicklung oder Erschöpfung, auch durch pubertäres Längenwachstum (nach ROCHE - Lexikon). Haltungsschäden zählen in Deutschland inzwischen zu den Volkskrankheiten, hier vorrangig Rückenschmerzen. Als Korrektiv wird mehr Bewegung empfohlen. Aber ein Mehr an…

Haltungsschwäche

Haltungsschwäche (postural weakness, postural dysfunction), „Missverhältnis zwischen dem Skelettwachstum und dem Wachstum der Muskulatur“ (Groher in Röthig & Prohl, 2003), das besonders in Phasen verstärkten Körperwachstums zwischen dem 5. und 7. sowie dem 11. und 14. Lebensjahr auftritt. Man versteht darunter die Unfähigkeit, die Wirbelsäule im Stand und mit horizontal vorgestreckten Armen länger als 30…