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201 Einträge

Pädagogik

Pädagogik (theory and methodology of education, pedagogics), griech. paidagogía „Erziehung, Unterweisung“; Erziehungswissenschaft mit enger Bindung zur Psychologie, die sich vorwiegend mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung beschäftigt.                                                                    Eine auf die Zielgruppe der Sportler ausgerichtete Subdisziplin ist die Sportpädagogik Exkurs: Wenn Erziehung und Bildung der Gegenstand der Pädagogik sind, warum beschäftigt sich die…

Paddelübungen

Paddelübungen (Sculling), an- und auftriebswirksame Armbewegung im Wasser (→Auftrieb) durch die optimale Anstellung der Handflächen. Das Skullen ist beim Schwimmen eine grundlegende Vortriebsaktion mit vier Handbewegungen: Outweep (auswärts), Supination, Insweep (einwärts) und Pronation (Arelano et al. 2014). Bei der Skulling-Bewegung "erzeugt ein geübter Schwimmer große instationäre Strömungskräfte, wenn der Leitkantenwirbel auf der Dorsalseite der Hand…

Paddle

Paddle (paddle), Handbrett, beliebtes wie kritisch zu sehendes Hilfsmittel im motorischen Lernen und Schwimmtraining. Wegen der Gefahr von Schulterverletzungen (→Schwimmerschulter), Abweichungen von der optimalen Schwimmtechnik und „Störungen im Timing“ (Gambril & Bay 1988) sollte der Einsatz von Paddles auf kurze Strecken mit hohen Schwimmgeschwindigkeiten beschränkt bleiben (→spezifische Kraft) und nicht zum „Kilometer-Schwimmen“ missbraucht werden. Unverzichtbar…

Pädiatrie

Pädiatrie (pediatrics), griech. Paidiatriké „die kinderärztliche [Kunst]“, Kinderheilkunde, als Lehre von der Entwicklung des kindlichen und jugendlichen Organismus, heute abgelöst von der Bezeichnung Kinder- und Jugendmedizin. In der Öffentlichkeit ist das Verhältnis zum Hochleistungstraining im Kindesalter immer noch gespalten. Die Spanne geht von Kinderarbeit bis zum Symbol nationaler Identifikation. Leistungstraining im Kindesalter ist aber eine…

Pädophilie

Pädophilie (pedophilia), griech. pais „Knabe, Kind“ und philia „Freundschaft“= „Kinderliebe“; sexuelles Interesse an Kindern. „In der Sexualmedizin spricht man von Pädophilie erst dann, wenn sich ein Erwachsener (oder ein älterer Jugendlicher am Ende der Pubertät) zu Kindern hingezogen fühlt, die selbst noch nicht in der Pubertät sind. Des Weiteren geht man heute davon aus, dass…

Paketsprung

Paketsprung (cannonball jump), Sprung oder Sprungtechnik, die durch Anhocken der Beine und Umfassung dieser mit den Armen eine kompakte Körperhaltung ermöglicht und damit eine geringe Eintauchtiefe durch erhöhten schmerzfreien Eintauchwiderstand hervorruft, wird bei notwendigem Sprung in unbekanntes Gewässer angewendet. Mehr dazu: AHB Rettungsschwimmen der DLRG (Text Harald Rehn)

Palmarflexion

Palmarflexion (palmarflexion), lat. palma „Hand“, flectere „Beugen“, Beugung der Hand in Richtung Hohlhand bzw. Unterarmbeugeseite. →Volarflexion Mehr zum Thema: http://symptomat.de/Palmarflexion - Zugriff 5.03.21

Papierform

„Papierform“ („paper-form“), ausgedruckt (im Gegensatz zu elektronischer Wiedergabe, auch Redeform "schwarz auf weiß"). Im Sport ein auf frühere Zeiten/Platzierungen beruhender angenommener Leistungszustand. →Bestleistung

Paradigma

Paradigma (paradigm), griech. Parádeigma „begreiflich machen“ bis „Weltsicht“; grundlegender Orientierungsrahmen für den Erkenntnisgewinn und Problemlösungen in der Wissenschaft. So geben Erkenntnisse aus Naturwissenschaften (Biomechanik, Sportmedizin, Bewegungslehre) und Gesellschaftswissenschaften (Sportpsychologie, Sportpädagogik, Sportsoziologie) den Rahmen für die Sportwissenschaft als Querschnittswissenschaft, die somit als „multiparadigmatisches Gebilde“ (Drexel 1995) aufgefasst werden kann. Grundlegende neue Erkenntnisse der Basiswissenschaften können so…

Paralleltest

Paralleltest (parallel test), Test gleichen Inhalts wie ein anderer zur Überprüfung der Gütekriterien.  →Testreliabilität und →Testvalidität.

Paralympics

Paralympics (Paralympics), Olympische Spiele für Sportler mit Behinderung und die zweitgrößte Sportveranstaltung weltweit. Sie finden jeweils in kurzem zeitlichem Abstand nach den Olympischen Spielen am gleichen Ort statt. Paralympische Sportarten sind Bogenschießen, Goalball, Volleyball, Leichtathletik, Judo, Rollstuhlbasketball, Boccia, Gewichtheben, Rollstuhlfechten, Radsport, Segeln, Rollstuhlrugby, Reiten, Schießen, Rollstuhltennis, Fußball, Schwimmen, Tischtennis. Im Schwimmen sind folgende Einzel-Disziplinen ausgeschrieben:…

Paralympisches Jugendlager

Paralympisches Jugendlager (Paralympic Youth Camp), Internationales, integratives Jugendcamp am Rande der Paralympischen Spiele (→Paralympics), um Nachwuchssportlern die Paralympische Idee näherzubringen. Es wird durch die →DBSJ organisiert. (verfasst von D. Paschke)

Parameter

Parameter (parameter), griech. para ‚neben‘ und metron ‚Maß‘; →Kennwert

Parameterspezifikation, direkte

Parameterspezifikation, direkte (DPS) (direct parameter specification), aus der Wahrnehmungspsychologie: auf Reizverarbeitungsprozessen beruhende Handlungen, die ohne bewusstes Erleben oder gewahr werden der Reizseite ablaufen. So laufen im Sport Reaktionshandlungen unter hohem Zeitdruck oft intuitiv ab (Neumann, O. 1989). Indem in bestimmten Situationen nicht bewusst wahrgenommene Informationen unsere Handlungen beeinflussen, wird unser bewußtes phänomenales Erleben  von unserem…

Paraphrase

Paraphrase (paraphrase), griech. paráphrasis "entlehnt"; in der Sprache/Kommunikation eine Umschreibung mit anderen Worten (z.B. mit „das heißt…“ eingeleitet) oder auch die freie Übersetzung in eine andere Sprache. Die Wiedergabe fremder Ideen mit eigenen Worten ist in dem Sinne "indirektes Zitieren".

Parasympathikus

Parasympathikus (parasympathetic nervous system), griech. para – gegen, sympathikos – mitleidend; Teil des vegetativen Nervensystems, als Gegenspieler des Sympathikus für Erholungsvorgänge zuständig. So beschleunigt der Sympathikus die Herztätigkeit, der Parasympathikus verlangsamt sie. Die Übertragung erfolgt durch AcetylcholinModerate Ausdauer und intensives Atmen stärken nicht nur Herz, Kreislauf, Gefäße und Muskeln, sondern auch den Parasympathikus. →Herzfrequenzvariabilität Exkurs:…

Parese

Parese (parese), griech. paresis – Erschlaffung; unvollständige (inkomplette) Lähmung der Muskulatur. →Querschnittslähmung, →Behindertensport Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Parese - Zugriff 06.03.21

Parietallappen

Parietallappen (perietal lobe), Abschnitt des Großhirns, mit somatosensorischen Funktionen und Beteiligung an räumlicher Aufmerksamkeit und Denken sowie visuelle Steuerung von Bewegungen. „Im Parietallappen residiert einerseits die Somatosensorik: Was der Körper fühlt, wo sich eigene Gliedmaßen befinden und in welcher Stellung, dies ist Aufgabe der Propriozeption und des primären somatosensorischen Cortex. Der posteriore Parietallappen setzt diese…

Partialdruck

Partialdruck (partial pressure), Druckanteil eines einzelnen Gases am Gesamtdruck in einem Gasgemisch. Er ist das Produkt des prozentualen Anteils des Gases am Gesamtvolumen und dem aktuellen atmosphärischen Druck. Bei normalen atmosphärischen Druckverhältnissen von 760 mmHg wäre der Sauerstoffpartialdruck 21 (%) x 760 = 160 mmHg. Die Teildrücke der einzelnen Gase wirken sich auf den Organismus…

Partizipation

Partizipation (paricipation), lat. pars: Teil und capere für fangen, ergreifen, sich aneignen, nehmen; Beteiligung, Einbeziehung, Teilhabe, in der Pädagogik die Einbeziehung von Kindern- und Jugendlichen bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen (WIKIPEDIA). Im Sport betrifft es sowohl die Einbeziehung von Migranten und Körperbehinderten (Gleichbehandlungsgesetz) als auch die Mitbestimmung der Sportler am Trainings- und…