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Persönlichkeit

Persönlichkeit (personality), Gesamtheit der Eigenschaften und Fähigkeiten eines Individuums, die im Wechselspiel von Anlage und Umwelt entstanden, relativ stabil und einzigartig (individuell), aber über die gesamte Lebenszeit begrenzt wandelbar sind. Aktuell wird das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) von Costa & McCrea (1983, Psych. Wörterbuch 2004) favorisiert, das ein Anhaltspunkt bei der Persönlichkeitsbeurteilung sein kann. Es geht…

Persönlichkeitsanalyse

Persönlichkeitsanalyse/-diagnose (personality diagnosis), Erkenntnisgewinnung über die Persönlichkeitseigenschaften bei Beachtung der Individualität und der sozialen Bedingungen als Grundlage zukünftiger psychoregulativer Maßnahmen. Dabei haben sich folgende diagnostische Verfahren bewährt: Anamnese, Gespräch, Interview, Beobachtung, Selbstbeobachtung, Fragebogen, Experiment, Test und soziometrische Verfahren. Persönlichkeitsanalysen sind ein umstrittenes Thema in der Arbeitswelt und werden von der Selbsteinschätzung über Reiss-Profile bis zur…

Persönlichkeitsdimension

Persönlichkeitsdimension (personality dimension) →Persönlichkeit  

Persönlichkeitsfaktor

Persönlichkeitsfaktor (personality trait), Begriff aus der empirischen Persönlichkeitsforschung „für analytische Einheiten der Persönlichkeit, die durch die Methode der Faktoranalyse gewonnen werden“ (Häcker & Stapf 2004). →Persönlichkeit, →Persönlichkeitsanalyse, →Persönlichkeitsstruktur  "Die Summen unserer Macken machen die Persönlichkeit aus." Raimond Gatter (*1959) Mehr zum Thema: http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/persoenlichkeitsfaktor/11389- Zugriff 18.03.21 Video: https://www.youtube.com/watch?v=GabOP33ZiEs . Zugriff 18.03.21

Persönlichkeitsstruktur

Persönlichkeitsstruktur (personality structure) →Persönlichkeit

Perspektive

Perspektive (perspective), lat. perspicere „hindurchsehen“; a. Betrachtungsweise/-winkel, z.B. der Schwimmtechnik aus der Sicht des Schwimmers (im Wasser) oder des Trainers (außerhalb des Wassers). b. aus der ebenen Darstellung räumlicher Verhältnisse und Gegenstände übernommen als „Zukunftsaussicht“ und in dem Sinne in der Karriereplanung im Sport gebraucht. Dabei wird zwischen ferner, mittlerer und naher Perspektive unterschieden (→Perspektivkader).…

Perspektivkader

Perspektivkader (Perspective squad), im DOSB seit 1.01.2018 ausgewählte Athleten, die sich aus dem bisherig vom Spitzenverband benannten B-Kader und C-Kader (mit herausragender Leistungsperspektive) rekrutiert haben.  "In den Perspektivkader werden Athlet*innen aufgenommen, denen die Prognose zugeordnet werden kann, im laufenden Olympiazyklus in den Olympiakader aufzusteigen. Sie sollten daher über eine erweiterte Finalperspektive für die Olympischen Spiele…

Perzentil

Perzentil (percentile), in der medizinischen Statistik die Teilung einer Stichprobe entsprechend ihrer Rangfolge in 100 Teile (0,01 – 0,99). Beträgt z.B. bei der Körperhöhe das 5. Perzentil 1,58m, dann besagt das: 5% der Stichprobe sind bis 1,58m groß. Das 10. Perzentil ist der Wert, den höchstens 10 Prozent der Stichprobe unterschreiten oder erreichen, während 90…

Perzeption

Perzeption (perception), lat. percipere „erfassen, ergreifen, wahrnehmen“; In der Philosophie das reine sinnliche Wahrnehmen ohne Reflexion als erste Stufe der Erkenntnis. In der Psychologie die (sinnliche) Wahrnehmung (eines Gegenstands) ohne bewusstes Erfassen und Identifizieren (z. B. bei flüchtigem Hinsehen). Quelle: Oxford Languages. Gegenteil →Apperzeption. In der Medizin Aufnahme von Reizen durch Sinneszellen, -organe. Menschliche Wahrnehmung…

Pessimismus

Pessimismus (pessimism), lat. pessimus „schlecht“; von Zweifel und der Betonung negativer Aspekte getragene Lebensauffassung und damit für das Berufsethos des Trainers kontraproduktiv. Gegenteil: →Optimismus Exkurs: Im Geomagazin 2/2017 schreibt Alain de Botton "Was nützt uns in den deprimierenden Stunden des Lebens die aufgedrehte Tonlage der Optimisten? Nichts. Im Gegenteil: Die Gedanken der Pessimisten sind es,…

Pfeiffersches Drüsenfieber

Pfeiffersches Drüsenfieber (Pfeiffer’s disease; glandular fever), mononucleosis infectiosa, weit verbreitete Infektion mit dem Ebstein-Barr-Virus (EBV) (95 % der Erwachsenen haben sich bis zum 30. Lebensjahr infiziert), die vorrangig Kinder und Jugendliche befällt und nach zwei bis drei Wochen zumeist unkompliziert ausheilt. Australische Mediziner konnten diese Immunschwäche, hier besonders den Rückgang an Interferon Gamma, mit Bakterien…

Pflicht

Pflicht (obligation), was man aus moralischen oder rechtlichen Gründen tun muss. Sie unterscheidet sich vom Zwang, indem sie auf einem gesellschaftlichen, rationalen oder ethischen Diskurs einschließlich Findung eines Konsenses beruht (Wikipedia). Im Sport auch für Übungen, deren Ausführungen vorgeschrieben sind (im Unterschied zur Kür). Die haupt- oder nebenamtliche Mitarbeit in Einrichtungen oder Organisationen des Sports…

pH-Wert

pH-Wert (ph-value), Säure-Basen-Gleichgewicht und wichtiges Regulationsziel des Organismus. Maß für den Säuregrad bzw. Alkaligehalt einer Lösung, das im Blut in sehr engen Grenzen (7,38 -7,42) als neutral, darüber alkalisch und darunter sauer definiert wird. Im neutralen Bereich haben die meisten Gewebe und Zellen ihr Funktionsoptimum. Englische Sportwissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass eine Supplementierung mit…

Phänotyp

Phänotyp (phenotype), griech. phaíno „ich erscheine“ und týpos „Gestalt“; Erscheinungsbild des Menschen (eines Organismus), das sowohl durch Erbanlagen (→Genotyp) als auch durch die Umwelt (z.B. durch →Training) geprägt ist. Talentauswahl hat die Einheit von Erbe (Genotyp) und Umwelt (Phänotyp) zu beachten. Dabei liegt die Schwierigkeit in der Bestimmung des Anteils am Talent darin, dass unser…

Phantasie

Phantasie/Fantasie (imagination), griech. phantasía – „Erscheinung“, „Vorstellung“; Vorstellungsvermögen, Einbildungskraft, eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. Ohne Kreativität ist das "Schneller, Höher und Weiter" des Leistungssports nicht möglich, würden sportliche Techniken und Trainingsmethoden nicht weiterentwickelt. Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Albert Einstein). Phantasie ist unerlässlich für konzeptionelle Arbeit, sollte aber immer einen „Draht“…

Phase (im Einzelzyklus)

Phase (im Einzelzyklus) (phase), griech. Phasis „Erscheinung“; Zeitabschnitt innerhalb einer Entwicklung; hier Teile einer sportlichen Bewegung. Meinel & Schnabel (2004) strukturierten azyklische Bewegungen in drei Phasen: Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase. Bei zyklischen Bewegungen nehmen die erste und letzte Phase den Charakter einer Überleitenden-, Zwischen- bzw. Übergangsphase an. →Phaseneinteilung Bei der Vermittlung und Beschreibung von Schwimmtechniken…

Phase, einleitende

Phase, einleitende (phase, introductory), erster Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen bei der die Abdruckflächen in günstige Ausgangsposition gebracht werden. In der Praxis spricht man von "Wasserfassen" (Catch). Die relative horizontale Extremitätengeschwindigkeit ist noch geringer als die Schwimmgeschwindigkeit. Krafteinsatz und Zuggeschwindigkeit werden auf eine optimale Realisierung der folgenden Hauptphase abgestimmt (Walther et al. 1985). →Phaseneinteilung Mehr…

Phase, sensible

Phasen, sensible oder sensitive (sensitive period), der Biologie („Prägung“) entlehnter Begriff, wonach Lebewesen zu bestimmten Zeitspannen über Empfänglichkeiten verfügen, die das gute Heranwachsen erst wirklich ermöglichen. Die Hirnforschung geht auch beim Menschen von kritischen Phasen aus, in deren Zeitraum das Gehirn für bestimmte Erfahrungen und Lernprozesse besonders empfänglich ist (→Lernpsychologie). Verpasst man diese Phasen, können…

Phase, überleitende

Phase, überleitende (phase,leading up), dritter Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen, der in den Schlagschwimmarten über Wasser durch das Herausnehmen der Arme und im Brustschwimmen durch  die Vorbereitung auf die Streckung charakterisiert ist. Die Bewegung der Extremitäten entgegengesetzt der Schwimmrichtung wird beendet. Es überwiegen vertikal nach oben bzw. seitliche Bewegungsrichtungen. Die distalen Teile der Extremitäten bewegen…

Phase, vorbereitende

Phase, vorbereitende (phase, preparing), letzter Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen, bei der die Extremitäten entgegen der Schwimmrichtung über Wasser (außer im Brustschwimmen) gebracht werden Diese Phase sollte entspannt durchgeführt werden, damit sich die Muskulatur kurzzeitig erholen kann. Die relative horizontale Extremitätengeschwindigkeit ist kleiner als Null. →Phaseneinteilung