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Phaseneinteilung (im Schwimmen)

Phaseneinteilung der Schwimmbewegung (phase structuring in swimming), Ehemals (DSSV der DDR) gebräuchliche, aus kinematografischen Untersuchungen abgeleitete biomechanische Betrachtungsweise der Schwimmbewegung, die auf dem Vergleich der relativen horizontalen Extremitätengeschwindigkeit zur Schwimmgeschwindigkeit beruht. Ein Bewegungszyklus = einleitende Phase (ePh) + Hauptphase (Hph) + überleitende Phase (üPh) + vorbereitende Phase (vPh). Lediglich in der Hauptphase ist die relative…

Phasenstruktur

Phasenstruktur (phase structure) →Bewegungsstruktur

Phasenstrukturquotient

Phasenstrukturquotient (quotient of phases structure), auf der Basis kinematografischer Untersuchungen berechneter Quotient aus der Zeitdauer der Hauptphase zur Zeitdauer der einleitenden + überleitenden + vorbereitenden Phase der Arm- oder Beinbewegung in Prozent. Er gibt Auskunft über die Effektivität der Hauptphase im Verhältnis zu den Hilfsfunktionsphasen und ist als effektiv zu werten, wenn er kleiner wird…

Phasenverschiebung

Phasenverschiebung (reflection phase change), in der Physik gegeneinander verschobene Sinusschwingungen. Bei einer Vielzahl sportlicher Bewegungen „Differenz in Form einer zeitlichen Verschiebung der Teilbewegungen, die vom Rumpf aus nach den Endgliedern verläuft.“ (Meinel & Schnabel, 2004, S.120). Typisches Beispiel sind die Beinschlagbewegungen im Schwimmen. →Kette, kinematische Beispiel: Mit einer sensorbasierten Messmethode erfassten Köhler et al. (2015)…

phasisch

phasisch (phasic), in regelmäßigen Abständen (Phasen) wiederkehrend; auf die Muskulatur bezogen unterscheidet man tonische (Halte-) und phasische (Bewegungs-) Muskulatur. Die phasische Muskulatur ist schlechter durchblutet, ermüdet schneller und neigt nicht zur Verkürzung. Wird sie nicht regelmäßig gekräftigt, verkümmert (atrophiert) sie schnell (Gehrke 1999). Mehr zum Thema: https://www.shtv.de/wp-content/uploads/2015/09/Tonische-und-phasische-Muskulatur.pdf (Zugriff 23.09.21)

Phlegmatiker

Phlegmatiker (phlegmatic type), griech. phlégma „Hitze, Flamme, Entzündung, Schleim“; auf HIPPOKRATES zurückgehender Temperamentstyp, der durch einen langsamen, gleichgültigen Gefühlsablauf („immer mit der Ruhe“), aber beständiges Handeln charakterisiert wird. Vorzüglich für den öffentlichen Dienst hinter Schaltern geeignet. Dem Phlegmatiker werden folgende Eigenschaften zugeschrieben: anpassungsfähig, geduldig, tolerant, schüchtern, beständig, diplomatisch, vermittelnd, humorvoll, verbindlich, beherrscht, zurückhaltend, friedlich, ausgeglichen,…

Phobie

Phobie (phobie), griech. φόβος, „Furcht“; psychische Störung, die durch extreme Furcht vor einem Objekt oder einer Situation gekennzeichnet ist (Platzangst, Angst vor Spinnen, Angst vor Aufenthalt in engen Räumen usw.). Die Liste der Phobien ist endlos (Merkle, R.: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Phobien), da die gesellschaftliche Entwicklung immer neue Ängste heraufbeschwört. Phopie schränkt das Verhalten stark ein und sollte…

Phosphagen-Speicher

Phosphagen-Speicher (phosphagen depot), Energiespeicher bestehend aus Adenosintriphosphat (ATP) als kleinerer und Kreatinphosphat (KP) als größerer, jederzeit verfügbarer Speicher für energiereiche Phosphatverbindungen im Muskel. Ihre Energiemenge reicht etwa für 20 maximale Muskelkontraktionen aus und muss dann resynthetisiert werden (Graf & Höher, 2009, S.183). Das phosphagene System ist in den Typ II Muskelfasern stärker ausgeprägt als in…

Phosphor

Phosphor/Phosphat (phosphorus), Mineralstoff, der in einer Menge von etwa 700g im Körper des Erwachsenen enthalten ist. Als Bestandteil des Adenosintriphosphats (ATP) ist Phosphat wichtiger Energielieferant. Es sichert gesunde Knochen sowie Zähne und das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt (→Puffersystem). Phosphat wird ausreichend mit der Nahrung zugeführt, besonders mit proteinreichen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch), so dass ein Mangel (Rachitis,…

Photogrammetrie

Sportwissenschaft Photogrammetrie/Fotogrammetrie (photogrammetry), Mess- und Auswerteverfahren, um aus Bildern (Foto/Film) die räumliche Lage oder dreidimensionale Form eines Objektes zu bestimmen, vereinfacht Bildmessung. Auf der Grundlage mehrerer, von verschiedenen Standpunkten aus aufgenommer Bilder nutzt die Photogrammetrie den Parallax-Effekt. "Die digitale Photogrammetrie extrahiert die geometrischen Informationen eines zweidimensionalen Bildes. Mehrere Bilder werden zusammengefasst, um ein dreidimensionales Modell…

Photosynthese

Photosynthese (photosythesis), (griech. φῶς phōs „Licht“ und σύνθεσις sýnthesis „Zusammensetzung“); biochemischer Vorgang in der Natur, bei dem mithilfe von Lichtenergie aus energieärmeren Stoffen energiereiche Biomoleküle erzeugt werden. Damit ist die Photosynthese der wichtigste bio-chemische Prozess überhaupt, ohne den weder pflanzliches noch tierisches Leben denkbar wäre Bei der Photosynthese wird zunächst mit Hilfe von den lichtabsorbierenden…

Phylogenese

Phylogenese (phylogenie), griech. phýlon ‚Stamm‘ und génesis ‚Ursprung‘; Stammesentwicklung, Entstehung der Lebewesen im Laufe ihrer erdgeschichtlichen Entwicklung. Häckel (1866) hat die Biogenetische Grundregel aufgestellt, wonach die Ontogenese die Phylogenese rekapituliert. Das logisch konstruierte und kohärente Verfahren zur Rekonstruktion der Stammesgeschichte (Phylogenie) und zur Darstellung dieser rekonstruierten Phylogenie in der fortlaufend niedergeschriebenen Klassifikation wird als phylogenetische…

Physical working capacity

Physical working capacity (PWC) (engl.), Parameter zur Bewertung der Arbeitskapazität (working capacity) in Watt auf dem Fahrradergometer, normiert auf eine bestimmte Herzfrequenz, z.B. 130/150/170 Schlägen/min. Damit kann die submaximale Leistungsfähigkeit beurteilt werden ohne eine Ausbelastung zu fordern oder zu erreichen, eine besonders unter klinischem Aspekt bevorzugte Methode. Üblich ist die Angabe der PWC pro Kilogramm…

Physiologie

Physiologie (physiologie), griech. physiologica „Naturkunde“; als Teilgebiet der Biologie die Wissenschaft von den Lebensvorgängen, als Leistungsphysiologie eine wichtige Grundlage der Trainingswissenschaft. Umgangssprachlich steht physiologisch für normal, gesund, im Gegensatz zu pathologisch. →Sportphysiologie Beispiel: Der Blutdruck ist eine Funktion des Herzzeitvolumens und des peripheren Gefäßwiderstands. Personen, die einem chronischen Ausdauertraining ausgesetzt sind, erreichen einen höheren Belastungs-systolischen…

Physiotherapie

Physiotherapie (physio-therapy), griech. phýsis „Natur“/"Körper" und therapeía „das Dienen“ = Pflege des Körpers; medizinische Verfahren zur Vorbeugung, Behandlung und Wiederherstellung mittels physikalischer und manueller Therapie, Naturheilverfahren und der Balneo- und Klimatotherapie. Die Physiotherapie wird interdisziplinär in den verschiedenen medizinischen Fachgebieten eingesetzt u.a. auch in der Sportmedizin. Leitbild der Physiotherapeuten im DOSB (2016): https://cdn.dosb.de/user_upload/Leistungssport/Bilder/Poster_Leitbild_Physio_DINA2_20160907_Ansicht.pdf Oberstes Ziel…

Physis

Physis (physique), griech. physis „Naturbeschaffenheit“; Bild der äußeren Erscheinung (Form) und der Leistungsfähigkeit (Funktion). Wenn von physischen Eigenschaften die Rede ist, dann sind körperliche Eigenschaften in Abgrenzung zu seelischen (psychischen) Eigenschaften gemeint. →Konstitution, →Somatotyp

Pilates

Pilates (nach PILATES) - von dem Deutsch-Amerikaner Pilates (1880-1967) übernommene Gymnastik ohne und mit speziell entwickelten Geräten als Mixtur aus Körperbeherrschung, Tiefenatmung und Entspannung, die kräftigt, ohne Masse anzusetzen. Pilates soll dem Menschen helfen, einen optimalen biomechanischen Zustand zu erreichen und betrachtet den Körper in seiner Gesamtheit. Durch ein sehr individuelles Training werden die Anatomie…

Pille

„Pille“ (pill,) Medikament in Form einer Tablette oder Kapsel (Kugel) zur oralen Einnahme. Umgangssprachlich ein Mittel zur Verhütung einer Schwangerschaft ("Antibabypille"). → Kontrazeptiva. Die Betonung liegt auf Medikament, das bekanntlich nicht von Nebenwirkungen frei ist. So steigt das Risiko für Thrombosen und – wie eine neuere Studie aus Dänemark zeigt – auch zu Depressionen, wobei…

PISA-Studie

PISA-Studie (program for international student assessment), Messung der Leistung (Lesekompetenz, mathematische Grundbildung, fächerübergreifende Kompetenzen) 15-jähriger Schüler/innen durch die Organisation für wissenschaftliche Zusammenarbeit (OECD) für ihre 32 Teilnehmerländer. Exkurs: Die ersten Ergebnisse lösten in Deutschland eine Bildungsdebatte aus, die noch nicht abgeschlossen ist. Die Kritiker bemängeln eine kurzatmige Schulpolitik, die meist auf das Ziel ausgerichtet sei,…

PIV-Methode

PIV-Methode (Particle image velocimetry), Methode zur Messung von nichtstationären Strömungen, die Geschwindigkeits-Felder um bewegte Körper sichtbar macht und gleichzeitig die Impulsbeträge (im Schwimmen im Nachlauf von Händen und Füßen) berechnet. Mit der PIV-Methode können die Orte des Zentrums und der Grenze des Wirbels auf der Basis des Geschwindigkeitsfeldes identifiziert werden (→Vortex).  →http://www.dlr.de/as/desktopdefault.aspx/tabid-183/251_read-12796/ Zugriff 4.11.21 Mehr…