Öffnet in einem neuen Tab

P

201 Einträge

Partnerschule (des Leistungssports)

Partnerschule des Leistungssports (partner school of the competitive sport), Element des Verbundsystems Schule und Sport ohne Sportklassen/Sportzüge. Das Konzept fußt auf den Partnerschaften von Schulen mit Sportvereinen bzw. Sportverbänden, wobei die Schulform der Partnerschulen keine Rolle spielt (sowohl Gymnasien und Gesamtschulen als auch Real- und Hauptschulen). Es existieren in allen Bundesländern unterschiedlich bezeichnete Lösungen mit…

Partnerübung

Partnerübung (partner exercise), mit einem Partner durchgeführte Körperübung, besonders in der Gymnastik zur Kraft- und Beweglichkeitsschulung sowie zur Unterstützung beim Erlernen technischer Elemente (→Techniktraining). Partnerübungen sind eine große Hilfe in Trainingslagern, bei denen es an Geräten mangelt. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu den allgemeinen Krafttrainingsprogrammen, haben aber den Nachteil, dass die Belastungsintensität nicht genau…

Partnerwahlversuch

Partnerwahlversuch (sociogram), MORENO-Test, Soziometrisches Verfahren zur Darstellung von Gruppenstrukturen (Zu- oder Abneigung von Gruppenmitgliedern) in spezifischen Situationen. Beispiel der Fragekomplexe: Mit wem möchtest Du in einer Staffel schwimmen? (Leistungsorientiert); Wen würdest Du zum Geburtstag einladen (persönliche Beziehung) usw. als Soziogramm, um die Gruppenstruktur („Herdenführer“, Außenseiter, Cliquen) zu erkennen. Mehr zum Thema: http://www.tooltricks.de/wie-kann-ich-ein-soziogramm-erstellen/ - Zugriff 8.03.21

Pass, biologischer

Pass, biologischer (Athlete biological Passport), →Blutpass

Pathogenese

Pathogenese (pathogenesis), griech. páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos“ und génesis „Entstehung, Schöpfung, Geburt“; Entstehung und Entwicklung einer Krankheit als Gegensatz zur Salutogenese. Man unterscheidet formale Pathogenese, die danach fragt wie Krankheiten entstehen und kausale Pathogenese, die nach dem warum fragt. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Pathogenese- Zugriff 8.03.21

Pathologie

Pathologie (pathology), griech. Pathologia „Lehre vom Leiden“; Zweig der Medizin, der sich mit abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper beschäftigt (Krankheitslehre). Sie ist engverwandt mit der Anatomie, der Pathophysiologie und der Zytologie. Der Pathologe hilft klinisch tätigen Ärzten die Entscheidung für die richtige Therapie zu treffen. Damit bewegt er sich an der wichtigen…

pathologisch

pathologisch (morbid), krankhaft, →Pathologie

Pause

Pause (break; interval), lat. pausa „Rast, Stillstand“; Unterbrechung einer Tätigkeit oder eines Vorganges. Element des Prinzips der Einheit von Belastung und Erholung in der Trainingswissenschaft und damit wichtige Komponente der Trainingsbelastung (→Belastungsdichte). Durch Pausen wird die notwendige Erholung gewährleistet. Ihre Dauer wird durch die physiologische determinierte Trainingsaufgabe bestimmt. So kann die Pause bereits vor der…

Pause, aktive

Pause, aktive (rest, active), aktive Pausengestaltung durch Körperübungen (Gymnastik, Entspannungsübungen) im Arbeitsprozess oder in der Schule. So kann relativ einfach mit kurzen aktiven Pausen muskulären Verspannungen oder Muskelschmerzen entgegengewirkt werden. Im Training von Schwimmern konnten wir im DSSV wie auch russische Kollegen (Gilev et al. 2023) nachweisen, dass bei längeren Pausen aktives Verhalten schneller zur…

Pause, lohnende

Pause, lohnende (rewarding rest interval), Pause im Intervalltraining ohne vollständige Erholung (→„vollständige Pause“), die beendet wird, wenn eine Herzfrequenz von 120 pro Minute unterschritten wird und man sich die nächste Belastung wieder zutraut. Es ist allerdings nicht möglich, einen universell gültigen Herzfrequenzwert festzulegen, denn das Herzfrequenzverhalten ist stark von individuellen Faktoren wie Alter, Veranlagung, und…

Pause, mentale

Pause, mentale (break, mental), Unterbrechung eines Vorganges zur psychischen Regeneration („Aufladung →psychischer Energie“). In einer Zeit steter Reizüberflutung braucht jeder einen Ruhepol, eine "Ich-Zeit", eine Zeit zum Abschalten, zur persönlichen Selbstreflexion. Der Sportpsychologe Baumann (2006) vergleicht die Pause mit einer Schleuse, die negative Gedanken, Ängste, Wut, Minderwertigkeitsgefühle auffängt und nur positive Gedanken, neue Energien, positive…

Pause, passive

Pause, passive (passive rest), Pause ohne körperliche Bewegung, z.B. das Verharren an der Bassinwand bei Schwimmserien. Bislang wurde der Vorteil der aktiven Pause besonders mit dem schnellerem Laktatabbau begründet. Das war aber eine zu einseitige Betrachtungsweise. Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei kurzen Pausen die passive Erholung zu besseren Leistungen in den nachfolgenden Belastungen führt (Hutchinson…

Pause, vollständige

Pause, vollständige (incomplete rest interval), Im Intervalltraining eine Pause mit annähernd vollständiger Erholung, indem bei passivem Verhalten die Parameter von Atmung, Herz-Kreislauf und Stoffwechselsystem in die "Ausgangslage“ zurückgehen. Vollständige Pausen (> 3 min) sollen bei intensiven Serien einen Abfall der Schwimmgeschwindigkeit verhindern (BZ 5 und 7/8). Gegensatz →lohnende Pause

Pausenuhr

Pausenuhr (pace clock), allgemein zweiseitige, manuell verstellbare Uhr zum Kennzeichnen von Pausenzeiten. Im Schwimmtraining transportable und weithin erkennbare Uhr mit großem Sekundenzeiger zum Ablesen der Pausenzeiten (Abgangszeiten). Kinder sollten bereits im Grundlagentraining an den Umgang mit der Pausenuhr gewöhnt werden, um einen reibungslosen Trainingsablauf zu sichern.

Peaking

Peaking (engl.) in Fotografie Schärfe einstellen (focus peaking), auf das Training übertragen, Strategie um zur Bestleistung zu gelangen (Goldsmith 2006). Peaking stützt sich zwar auf sportwissenschaftliche, vor allem physiologische Erkenntnisse, ist aber alles andere als ein geradliniger "Lehrbuch"- Prozess. Erfolgreiche Trainer berücksichtigen sowohl den psychologischen als auch den physischen Zustand des Sportlers und beziehen ihn…

Peer-Group

Peer-Group (peer-group), Fachbegriff aus der Pädagogik, Psychologie und Soziologie, eine Gruppe Gleichaltriger und Gleichgesinnter („Gleichrangiger“), zu der das Kind/der →Jugendliche eine besonders enge, oft stärkere Bindung als zum Elternhaus hat, die zum Jugendalter noch zunimmt. Die Peer-Group beeinflusst die Wahl der Sportart, die sozialen Kontakte, die Kleidung bis zum Haarschnitt und zur Sprache. Sie vermittelt…

Peptidhormon

Peptidhormone und –analoge (peptide hormone and -analogue),  physiologische Wirkstoffe, die aus Aminosäuren aufgebaut sind und sich deshalb eindeutig in Ihrer Struktur von den Steroidhormonen unterscheiden. Sie gehören zur Gruppe der Proteine, die auch als Eiweißmoleküle bezeichnet werden. Sie wurden erstmals 1989 auf die Dopingliste gesetzt, wobei Choriongonadotropin (CG), Adrenocorticotropes Hormon (ACTH), Erythropoietin (EPO) und Wachstumshormon…

Perioden, sensitive

Perioden, sensitive (sensitive period) →Phasen, sensible

Periodisierung

Periodisierung (periodisation), griech. períodos „das Herumgehen“; allgemein ein Zeitintervall, z.B. Zeitalter in der Geschichte. Im Sport bezieht sich Periodisierung speziell auf die Ausrichtung des sportlichen Trainings auf Wettkampfhöhepunkte. Häufig werden Periodisierung und Zyklisierung synonym gebraucht. Im Begriff der Zyklisierung findet man aber eine „tiefer gehende Betrachtung des Trainingsaufbaus in fast allen Realisierungsbereichen des sportlichen Trainings"…

Periostitis

Periostitis (periostosis), Reizung der Knochenhaut (periost) durch Gewalt oder Überbelastung der Sehnenansätze nach ungewohnter oder zu intensiver Belastung. Im Sport tritt die Periostitis bevorzugt an der medialen Seite der Schienbeine oder an der Unterseite der Unterarme auf. Eine häufige Ursache ist das Laufen auf zu hartem Boden, z.B. barfüßig auf Fliesen, wie es häufig in…