N
80 Einträge
Nachahmung
Nachahmung (imitation), eine Handlung, die bewusst oder unbewusst fremde Verhaltensweisen nachvollzieht, wobei die Häufigkeit der Verhaltensbeobachtung, die emotionale Beziehung zu der nachahmenden (imitierenden) Person und deren Autorität bedeutsam sind (Psychologisches Wörterbuch 2004). Nachahmung ist ein angeborener Lernmechanismus („Nachahmungstrieb“, "Lernen auf Anhieb", bestes Lernalter) und orientiert sich an einem Modell (Vorbild). →Imitation Beim «Vorzeigen und Nachmachen»…
Nachatmung
Nachatmung (post-dive breathing), Verfahren in der Leistungsdiagnostik zur Bestimmung dar Atemgaswerte (→Spirometrie) im Schwimmbecken durch näherungsweise Bestimmung von Funktionswerten (Extrapolation) aus der unmittelbaren Nachbelastungsphase. Diese Methode hat den Vorteil, dass das Schwimmen durch die Apparate nicht beeinflusst wird und damit auch die physiologischen Bedingungen bei Wettkampfgeschwindigkeiten ermittelt werden können. Nach Höltke et al. (2003) erwiesen…
Nachbelastung
Nachbelastung (afterload,; warm down), eigentlich finanztechnischer Begriff (Nachgebühr); in der Physiologie die Arbeit des Herzens die Wandspannung, die den enddiastolischen Aorten- bzw. Pulmonalisdruck (bzw. Widerstand) zu überwinden vermag. In der Trainingspraxis gebräuchlich als eine nach einer Belastung erfolgenden Entlastung ("nach der Belastung“), die passiv oder aktiv erfolgen kann, wie z.B. durch Ausschwimmen. Für die Trainingssteuerung…
Nachbrennwert
Nachbrennwert/-effekt (EPOC) (excess postexercise oxygen consumption), auch "Afterburn-Effekt". Darunter wird die Sauerstoffmehraufnahme nach Arbeitsende verstanden, in der Sportphysiologie die Mehraufnahme an Sauerstoff über den Ruhebedarf hinaus nach einer körperlichen Belastung. Damit werden Sauerstoffverbrauch in Ruhe, Trainingsdauer und Sauerstoffanforderung der Trainingseinheit (VO2) in Zusammenhang gebracht. Die verschiedentliche Bezeichnung als Sauerstoffschuld ist inkorrekt, da die nachgeatmete Sauerstoffmenge…
Nachdrücken
Nachdrücken (press down), allgemein für ein weiteres Mal Druck ausüben; in der Schwimmpraxis gebräuchlich für eine betonte Bewegung der Hände gegen die Schwimmrichtung („letzter Abdruck“) am Ende der Hauptphase in den Schlagschwimmarten, die zu einem langen Zyklusweg beiträgt.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit (sustainability), ein Prinzip „nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ (Duden); ursprünglich in der Bedeutung „längere Zeit andauern oder bleiben“. Nachhaltigkeit ist unverzichtbar für die Regenerationsfähigkeit vieler Systeme. In dem Sinne wird Nachhaltigkeit im Sport vor allem auf den Erhalt der Umwelt beschränkt. Sie…
Nachwuchskader
Nachwuchskader (NK) (Junior squad), Gruppe von besonders qualifizierten Personen, die in einer Organisation für weitere (höhere) Aufgaben berufen werden. Im Sport (DOSB) werden Athleten, die sich aus dem bisherig vom Spitzenverband benannten C-Kader rekrutiert haben, dem Nachwuchskader 1 (NK 1) zugeordnet; Athleten, die sich aus dem bisherig vom Spitzenverband benannten DC-Kader rekrutiert haben, dem Nachwuchskader…
Nachwuchskonzeption
Nachwuchskonzeption (age group conception), übergeordnetes Planmaterial, das Einheitlichkeit und Systematik des Trainings in den Ausbildungsetappen Grundlagentraining, Aufbautraining und Anschlusstraining im Sinne des langfristigen Leistungsaufbaus zum Ziel hat. Die Nachwuchskonzeption ist die Grundkonzeption für die Rahmentrainingspläne der einzelnen Ausbildungsetappen. Exkurs: Indem einige Trainer Praktikabilität der Nachwuchskonzeption vermissen, wird deren Unverständnis für das Verhältnis von Nachwuchskonzeption und…
Nachwuchsleistungssport-Konzept
Nachwuchsleistungssport-Konzept (new generation achievement sport concept), Konzeption des DOSB zur Entwicklung des Nachwuchsleistungssports, das die inhaltlichen und strukturellen Leitlinien und die Formen der Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung im Kooperationsverbund des deutschen Sports kennzeichnet. „Es beschreibt den sportlichen und persönlichen Karriereverlauf eines/einer Nachwuchssportlers/in. Dies schließt wesentliche Etappen der sportlichen Ausbildung wie die Abschnitte der schulisch-beruflichen Ausbildung und…
Nachwuchstrainer
Nachwuchstrainer (age-group coach), im Bereich des Nachwuchstrainings tätiger Trainer, der mindestens über die C-Lizenz verfügen sollte. „Die erfolgreiche Nachwuchsförderung steht und fällt mit qualifizierten und engagierten TrainerInnen vor Ort (→Kompetenz). Sie sind für die Talente die vordersten affektiven Bindungspersonen im Sport und der Garant für die fachlich versierte sportliche Entwicklung. Ihre langfristige Bindungskraft geht vorrangig…
Nachwuchstraining
Nachwuchstraining (age-group Training), systematischer und langfristiger Leistungsaufbau vom Grundlagentraining bis zum Anschlusstraining als Übergang zum Hochleistungstraining mit dem Ziel, ein stabiles Interesse am Leistungssport und umfassende Leistungsvoraussetzungen für sportliche Höchstleistungen zu schaffen. Das Nachwuchstraining ist auf die Zukunft und nicht vordergründig auf sportliche Höchstleitungen im Kindes- und Jugendalter ausgerichtet. „Nachwuchstraining ist vielseitig und hat Voraussetzungsfunktion…
NADA
NADA (National Anti Doping Agancy), Private Stiftung und unabhängige Einrichtung, mit dem Ziel der unabhängigen Bekämpfung des Dopings in Deutschland fern von institutionellen Interessenkonflikten. Die NADA ist allein dem Ziel der Dopingbekämpfung verpflichtet und bindet alle maßgebenden gesellschaftlichen Kräfte in die Verfolgung des Stiftungszwecks ein, die an der Erhaltung der kulturellen und gesellschaftlichen Rolle des…
Nährstoffe
Nährstoffe (nutrients), lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung wie Kohlehydrate, Fette, Eiweiß sowie Mineralien, Vitamine und Wasser. Die Nährstoffe ermöglichen die Umwandlung biochemischer Energie in Bewegungsenergie (Energieumsatz). Damit ist eine sportgerechte Ernährung eine wesentliche Grundlage zur Steigerung sportlicher Leistungen. Eine gesunde und ausgewogene Kost sollte zu 55-60% aus Kohlehydraten, zu 10-15% aus Eiweißen und zu 25-30% aus…
Nahrungsergänzungsmittel (NEM)
Nahrungsergänzungsmittel (NEM) (supplements), ernährungsphysiologisch bedeutende Stoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren, die den Lebensmitteln und nicht den Arzneimitteln zugeordnet werden. Somit unterliegen sie nicht der Genehmigung durch ein Bundesamt und der Markt wird immer unübersichtlicher, zumal sie über das Internet (zumeist aus USA) bestellt werden können. NEM können zum Beispiel folgende Stoffe enthalten: Vitamine…
Nahrungsmittel
Nahrungsmittel (aliment; foods) Lebensmittel, die vorwiegend der menschlichen Ernährung und nach bisheriger Auffassung nicht dem Genuss dienten. Verschiedentlich wird zwischen Lebensmittel und Nahrungsmittel differenziert (Otto Bruker). Bei dem Hin und Her sollte man sich der einfachen Definition zuwenden, wonach Nahrungsmittel das sind, was Menschen essen oder trinken, um zu leben (google.de). →Nährstoffe, →Nahrungsergänzungsmittel, →Sporternährung Exkurs:…
Nandrolon
Nandrolon (nandrolon), Synthetischer Wirkstoff aus der Gruppe der Anabolika, anabolen Steroide, dessen exakter Nachweis noch recht umstritten ist, da der Wert nach hohen Trainingsbelastungen ansteigt und Urinkonzentration (z.B. Flüssigkeitsentzug bei „Gewicht machen“), hormonbehandelte Nahrungsmittel sowie Eigenproduktion durch Muskelwachstumsreiz, selbst Höhentraining den Wert beeinflussen. Auf dem Markt sind vor allem oral anwendbare Substanzen als Vorhormone (→Prohormone)…
Narkotika
Narkotika (narkotics), griech. narkotikos „betäubend“; Betäubungsmittel, die im Sport unerlaubt wegen ihrer euphorisierenden (das Wohlbefinden steigernden) Wirkung genutzt werden und deshalb seit 1967 verboten sind. Der Opioidkonsum ist unter Sportlern weit verbreitet, besonders in Kontaktsportarten (z.B. National Football League bei 52 %). In den USA wurde eine enge Beziehung zwischen dem Konsum während der Spielerkarriere…
Narzissmus
Narzissmus (narcissism), mythol.: Narziss verliebte sich in sein Spiegelbild; allgemein Verliebtsein in sich selbst bis zum Ausdruck eines gesunden Selbstwertes. In der Psychologie Persönlichkeitsstörung, die gekennzeichnet ist durch mangelndes Einfühlungsvermögen (Empathie) und Kritikempfindlichkeit auf der Grundlage eines geringen Selbstwertgefühls. Nach Aussagen vom Psychologen sind manche Berufsgruppen besonders häufig von narzisstischen Persönlichkeitsstörungen betroffen, neben Topbankern, Politikern…
Nasendusche
Nasendusche (nasal douche), Nasenspülung zur Reinigung der Nase und Nasenschleimhäute gegen trockene Nasenschleimhäute, Erkältungen, Nasennebenhöhlen-Erkrankungen, Allergien, Heuschnupfen und Schnupfen. Die Nasendusche ist bei einer Erkältung ein effizientes Hausmittel gegen Schnupfen, frei von Dopingängsten. Gerade Allergiker können so ihre Symptome erfolgreich in den Griff bekommen, da durch die Spülung auch Pollen entfernt werden. In solchen Situationen wird…
Nasenklammer
Nasenklammer (nose clip), leichte Klammer, die durch einen perfekten Abschluss verhindert, dass Wasser in die Nase eindringen kann. Die stabile und durch einen elastischen Bügel äußerst biegsame Nasenklammer lässt sich gut an die Nase anpassen. Gerade wenn sehr salz- oder chlorhaltiges Wasser in die Nase gelangt, kann das gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Nasenklammern sind…