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Neurotizismus

Neurotizismus (neuroticism), abgeleitet von Neurose; Persönlichkeitsmerkmal, eine emotionale Erregbarkeit, die auf der Intensität und Kontrolle emotionaler Reaktionen beruht (emotionale Stabilität). Die Unterschiede zwischen stabilem und labilem Verhalten liegen in der Erregbarkeit eines bestimmten Hirnareals (Limbisches System), das bei neurotischen Menschen überempfindlich reagiert. Neurotiker sind besonders empfindlich gegenüber Stress und tendenziell Burnout gefährdeter. Neurotizismus ist eins…

Neurotransmitter

Neurotransmitter (neurotransmitter), griech. neuron „Sehne, Nerv“ und lat. transmittere „übertragen“; biochemische Substanz, die in der Synapse eines Neurons freigesetzt wird, um ein anderes Neuron oder eine Muskelfaser zu aktivieren. →Transmitter Studien, die den Einfluss körperlicher Belastung auf die Gehirnkonzentrationen von Noradrenalin, Serotonin und Dopamin untersucht haben, zeigen Veränderungen in Synthese und Abbau der Monoamine (organisch-chemische…

Nieder-Hochsprung

Nieder-Hochsprung (drop jump) →drop jump

Niederlage

Niederlage (defeat) →Misserfolgserlebnis

Nikotin

Nikotin (nicotine), aus der Tabakpflanze gewonnener Stoff, der in kleinen Mengen kurzfristig aktiviert, Reaktionszeit und Konzentration verbessert, in größeren Mengen Blutdruck und Cholesterinspiegel erhöht. Nikotin zählt neben Alkohol als Volksdroge Nr.1. Durch die stärkere Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin wirkt es anregend und führt zur Abhängigkeit. Es wird in Deutschland ausschließlich durch Rauchen zugeführt, das…

Nominierung

Nominierung (nomination; selection), lat. nominare „(be)nennen“; Kandidaten für eine bestimmte Sache aufstellen oder benennen. Im Sport Berufung von Sportlern und Trainern für eine bestimmte Maßnahme wie Wettkämpfe, Lehrgänge oder in einen Kaderkreis (→Kadernorm) durch die Fachwarte, Bundes- oder Landestrainer entsprechend der Nominierungsprinzipien der Verbände. Die Nominierung erfolgt in der Regel nach der sportlichen Leistung, der…

Nominierungswettkampf

Nominierungswettkampf (trial; qualifying competition), Wettkampf, dessen Ergebnisse auf der Grundlage von Nominierungsprinzipien zur Nominierung von Sportlern und Trainern (zumeist) für den Hauptwettkampf eines Makrozyklus (z.B. Kurzbahn-EM) oder eines Jahres (EM, WM, OS) herangezogen werden. Mehr zum Thema: http://www.dsv.de/schwimmen/nationalmannschaft/nominierungs-richtlinien/- Zugriff 24.01.21

Non-profit-Organisation

Non-profit-Organisation (non-profit-organization), →Sportverein, →Gemeinnützigkeit

Nonresponder

Nonresponder (nonresponder), engl. non „nicht“ und to respond „antworten, reagieren“; auf medizinische Maßnahme nicht oder nur unzureichend reagierende Person. Übertragen auf den Sport: Sportler, bei dem Trainingsreize (z.B. Höhentraining) nicht oder unzulänglich anschlagen. Da anzunehmen ist, dass sich unter sogenannten Non-Respondern auch eine hohe Anzahl falsch-positiv diagnoszitierter Personen befinden, sollte auch in der Trainingspraxis gründlicher…

Nonstoptraining

 Nonstoptraining (nonstop training), wiederholtes Üben bestimmter Trainingsformen ohne Unterbrechung, z.B. zur Stabilisierung der Wettkampfform. Bei konsequenter Auslegung des Begriffes eine Variante des Ausdauertrainings: →Dauermethode, →Langzeitausdauer. Im deutschsprachigen Raum kaum verwendet.

Noradrenalin

Noradrenalin (noradrenaline), Hormon aus der Gruppe der Katecholamine, dessen Synthese sowohl in den Vesikeln der Nervenendigungen von Neuronen, die Noradrenalin als Neurotransmitter freisetzen, als auch im Nebennierenmark erfolgt. Zusammen mit Adrenalin zählt es zu den Stresshormonen. Noradrenalin verengt die Blutgefäße und steigert damit den Blutdruck. Als Neurotransmitter steuert es über das Zentralnervensystem Aufmerksamkeit oder Wachsamkeit.…

Nordic Walking

Nordic Walking (nordic walking), Gehen mit Stöcken, das sich als Trendsportart in den letzten Jahren durchgesetzt hat und auch wegen des Armeinsatzes und der Schonung des Bewegungsapparates (besonders der Kniegelenke) für ältere Menschen gegenüber den sonstigen Formen des Gehens/Wanderns überlegen ist. Dabei ist aber eine richtige Ausführung vorauszusetzen: leicht nach vorn geneigte Körperhaltung, weitgehend gestreckte…

Norm

Norm (standard), lat. norma „Richtschnur, Maßstab, Regel, Vorschrift“; 1. verbindliche Regel des Zusammenlebens (soziale N.);  2.  Sollgröße im Sinne der Regel des Durchschnitts (= normal), die empirisch bzw. statistisch aus Tests (→Leistungsdiagnostik) ermittelt (statistische Norm) oder von Topsportlern oder theoretischen Modellen abgeleitet (ideale Norm) werden. Normwerte sind eine wichtige Grundlage der Trainingssteuerung, da so über…

Normalkraft

Normalkraft (normal force; standard force), Komponente einer senkrecht auf eine Fläche einwirkenden Kraft. Damit für schiefe Ebenen zutreffend, ansonsten Normalkraft = Gewichtskraft. Das Produkt aus Normalkraft und Reibungskoeffizient ergibt die Reibungskraft (Wick 2005).  Mehr zum Thema: http://www.spektrum.de/lexikon/physik/normalkraft/10425 - Zugriff 26.01.21

Normalverteilung

Normalverteilung (normal distribution), ein ursprünglich von Carl Friedrich Gauß (1777-1855) zur Beschreibung von Messfehlern entwickeltes Verteilungsmodell für „kontinuierliche Zufallsvariablen“, auch Gaußsche Kurve genannt. Sie unterstellt eine symmetrische Verteilungsform in Form einer Glocke, bei der sich die Werte der Zufallsvariablen in der Mitte der Verteilung konzentrieren und mit größerem Abstand zur Mitte immer seltener auftreten. Die…

Normativ

Normativ (standard), von Norm, lat. „Winkelmaß, Richtschnur, Regel“; „vorgegebener Richtwert zur Quantifizierung bzw. Bewertung einzelner Vorgänge nach einheitlichen Grundsätzen bzw.Vorgaben, ungeachtet individueller Besonderheiten“ (Thieß 1993, S. 604). Im Sport sind Normative vor allem auf Leistungsnormen (→Norm) orientiert, wie z.B. normative Leistungsprofile in der Talentidentifikation. →Landesvielseitigkeitstest Exkurs: Der Ehrenkodex der Trainer entspricht in hohem Maße normativ-ethischen…

Normzeiten

Normzeiten (standard time), von Norm, lat. „Winkelmaß, Richtschnur, Regel“; Leistungsnorm (Wettkampfzeit, „Pflichtzeit“), die zur Teilnahme an bestimmten Wettkämpfen oder zur Aufnahme in einen bestimmten Leistungskader oder eine Mannschaft (z.B. Nationalmannschaft) berechtigt. Damit sind Normzeiten wichtige Führungsgrößen in der Trainingsplanung und der Motivation der Schwimmer, die je nach Realitätsnähe motivierend oder demotivierend sein können. Die Normzeiten…

Nullhypothese

Nullhypothese (H0) (null hypothesis), in der Statistik die Annahme, dass zwischen den Mittelwerten zweier Stichproben kein statistisch nachweisbarer Unterschied besteht, wenn z.B. die Testergebnisse einer Kadergruppe sich nach einer längeren Trainingsphase von denen des Ausgangstests nicht gesichert (signifikant) unterscheiden. Damit bezeichnet die Nullhypothese die Gleichheit von Sachverhalten, d.h. zwischen den Testergebnissen oder Gruppen besteht kein…

Nutrition

Nutrition (nutrition) →Ernährung, lat. nutrio „säugen, ernähren, aufziehen“; Prozess der Aufnahme von Nährstoffen. Als Public Health Nutrition (PHN) eine noch recht junge Teildisziplin der Gesundheits- und Ernährungswissenschaften, die Elemente der Medizin, der Epidemiologie, der Soziologie und der Statistik mit den klassischen Ernährungswissenschaften kombiniert (WIKIPEDIA). →Wettkampfernährung

nutritiv

nutritiv (nutritive), lat. nutrimen „Nahrung“; die →Ernährung betreffend, nahrhaft.