Öffnet in einem neuen Tab

M

203 Einträge

„Munterschwimmen“

„Munterschwimmen“ (wake-up swims), Begriff aus der Schwimmsportpraxis: kurzzeitiges Einschwimmen von 10-15 min am frühen Morgen des Wettkampftages, um zeitiger „in Gang“ zu kommen. Da besonders bei großen Wettkämpfen bereits in den Vorläufen für die Qualifikation die persönliche Bestleistung erforderlich ist, erscheint dieser Tagesrhythmus günstiger. Das Munterschwimmen sollte aber nicht erzwungen werden.

Macht

Macht („sociology“- power), Vermögen, den eigenen Willen gegenüber anderen durchzusetzen. Soziale Macht ist der Einfluss einer Person auf Einstellungen, Emotionen und Verhalten anderer Personen durch wirtschaftliche oder körperliche bzw. geistig-intellektuelle Überlegenheit oder legalisierte Macht durch Funktion/Amt (Ordnungsmacht). Macht kann um ihrer selbst willen ausgeübt werden, aber auch um andere Personen zu unterwerfen. Die aufgrund von…

Machtmotiv

Machtmotiv/Machtstreben (power motive), Bedürfnis, sich stark und mächtig zu fühlen und sich so selbst zu steuern oder andere zu beeinflussen. Es werden vier Facetten des Machtstrebens beschrieben (McClelland 1978): das anlehnende Machtmotiv. indem man sich an einflussreiche und mächtige Personen oder Gruppen bindet, das selbstbezogene Machtmotiv., indem man Macht über sich selbst ausübt, das eigennützige…

MAD-System

MAD-System (measure active drag), von Huub Toussaint entwickeltes System zur Messung der Armkraft beim Abdruck im Wasser. Das System besteht aus in Reihe (Abstände 1,35m, 80 cm unter Wasseroberfläche) geschalteten Kraftmessplatten („fixed pads“) über eine Strecke von 22 m. Exkurs: Die dynamischen Kräfte im Schwimmen zu messen ist nicht einfach, was schon aus den unterschiedlichen…

Magen-Darm-Katarrh

Magen-Darm-Katarrh (gastroenteritis), Gastroenteritis, vor allem durch bakterielle Infektion ausgelöste Schleimhautentzündung des Magens und Dünndarms. Hauptsymptome sind Erbrechen und Durchfälle, die zum Austrocknen des Erkrankten führen können, weshalb körperliche Belastung reduziert und viel Flüssigkeit zugeführt werden sollte (→Flüssigkeitsbedarf). Durchfallmittel werden erst nach einigen Tagen notwendig und sollten nicht ohne ärztliche Verordnung genommen werden. Mittel, die den…

Magersucht

Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Störung, die sich in starkem Gewichtsverlust äußert, hervorgerufen durch restriktive (eingeschränkte) kalorienverarmte Ernährung und Methoden wie selbst ausgelöstes Erbrechen, Gebrauch von Appetitzüglern oder übertriebene körperliche Aktivität. Folgen sind eine zunehmende Auszehrung (bis zu 30 kg Gewichtsabnahme), die in 5-10% der Fälle zum Tod führen kann. Die Magersucht tritt vorrangig beim weiblichen Geschlecht…

Magnesium

Magnesium (magnesium) (Mg), chem. Element, das als essentieller Faktor zahlreicher intrazellulärer Prozesse (z.B. Membranstabilisierung) für Muskel- und Nervenfunktionen bedeutungsvoll ist. Magnesium wirkt als physiologischer Kalzium-Kanal-Blocker. Es ist in Milch, Milchprodukten, Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse enthalten. Magnesiummangel durch Fehlernährung oder „Gewichtmachen“ kann zu reduzierter Leistungsfähigkeit und einem gestörten Energiestoffwechsel führen. Die Häufigkeit von Magnesiummangel wird bei…

Mahlzeitenrhythmus

Mahlzeitenrhythmus (meal rhythm), Rhythmus der Essenseinnahme im Tagesverlauf, der im Hochleistungssport eine große Rolle spielt und vom Trainer besonders bei der Gestaltung von Lehrgängen beachtet werden sollte. Zur kontinuierlichen Energieversorgung wird ein 5-Mahlzeitenrhythnus empfohlen. Bei wenigen und großen Mahlzeiten besteht eher die Gefahr, dass Energieüberschüsse in Fett umgewandelt und im Unterhautfettgewebe abgelagert werden. Die fünf…

Makrophagen

Makrophagen (macrophages), griech. makrós „groß“ und phagein „essen“ = „Riesenfresszelle“;  aus großen weißen Blutkörperchen (Monozyten) gebildete bewegliche Zellen, die in der Lage sind, Erreger im Bindegewebe und Lymphsystem „aufzufressen“ (phagozytieren, unspezifische Immunabwehr) und die spezifische Immunreaktion als antigenpräsentierende Abwehrzellen anzuregen. Von allen Immunzellen scheinen die natürlichen Killerzellen (NK), Neutrophile und Makrophagen am meisten auf die…

Makrosystem

Makrosystem (nach Bronfenbrenner) (macrosystem), Systemebene nach dem ökosystemischen Ansatz des amerikanischen Psychologen Bronfenbrenner, der die Entwicklung des Menschen als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ versteht (1981, 19). Dabei prägt das Makrosystem die ihm untergeordneten Systeme (Mikro-, Meso- und Exosysteme) und kann als „die…

Makrozyklus (MAZ)

Makrozyklus (MAZ) (macrocycle), längerer Trainingsabschnitt eines Trainingsjahres (6-15 Wochen) mit einer trainingsmethodischen Grundstruktur. Der MAZ ist in verschiedene Mesozyklen unterteilt und endet meistens mit einem Wettkampf und darauffolgender aktiver Erholung. Im Schwimmen hat sich nach anfänglicher Unterteilung des Jahres in drei MAZ eine Zweiteilung (Kurz- und Langbahnsaison) mit jeweils zwei MAZ durchgesetzt, international gibt es…

Management

Management (engl.), lat. „manus“ für Hand, übertragen „etwas handhaben, händeln“; sowohl die Leitung eines Unternehmens als auch die Gruppe der leitenden Angestellten (Manager). Inzwischen ist der Begriff auch im Sport angekommen („Sportmanagement“), wobei das Profil noch ungenau bestimmt ist. Vorrangig geht es um die Bewältigung der ökonomischen Probleme in Sportorganisationen. Man könnte auch von „Betriebswirtschaftslehre…

Mannschaft

Mannschaft (team), Gruppe von Menschen, die in gemeinsamer Tätigkeit ein Ziel anstreben, das im Sport zumeist eine bestimmte Wettkampfleistung einschließt. Mit der Wende wurde das lateinisch (nicht russisch) geprägte "Kollektiv"  "abgewickelt" und in das englisch geprägte "Team" überführt. Da Mannschaften oft von starkem Zusammengehörigkeitsbewusstsein (Teamgeist) geprägt sind, sollte in der Individualsportart Schwimmen der „Erziehungsfaktor Mannschaft“…

Mannschaftsatmosphäre

Mannschaftsatmosphäre (team spirit), Stimmung und Klima in einer Mannschaft, die stark vom gemeinsamen Ziel (z.B. Aufstieg in die DMS-Bundesliga) und von Traditionen bestimmt werden. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind Mannschaften im Schwimmen in der Regel kurzlebige Gebilde (Vorbereitung auf einen Wettkampf) und einer ständigen Fluktuation unterworfen. Gemeinsame Maßnahmen (Lehrgänge) scheitern oft an der individuellen…

Mannschaftsbesprechung

Mannschaftsbesprechung (team discussion) →Gruppengespräch, →Unterricht, sporttheoretischer  

Mannschaftsbildung

Mannschaftsbildung (Teambuilding), Zusammenstellung von Sportmannschaften in verschiedener Weise je nach Sportart, Ausbildungsstufe und Leistungsklasse, wobei auch soziale und mit zunehmendem Leistungsniveau strategisch-taktische Aspekte zu beachten sind (Bundesliga). Der Sportlehrer steht vor der Aufgabe, lässt er die besten oder leistungsschwächere Spieler wählen, verbindet er damit bestimmte erzieherische Aufgaben und teilt selbst ein. Eine weitere Möglichkeit ist,…

Mannschaftskapitän

Mannschaftskapitän (team captain), „Vertreter und Repräsentant einer Sportmannschaft“ (→Mannschaft“) (Schnabel, 1993, S.558), der vom Team gewählt werden sollte. Seine Autorität wird neben kreativem Handeln (→Kreativität) durch die Einbindung in Leitungsstrukturen des Vereins/Verbandes bestimmt. So hat der Mannschaftssprecher der Nationalmannschaft im Schwimmen Sitz im zuständigen Fachausschuss . Sozialpsychologische Untersuchungen im Sport zeigen, dass neben sozialer Kompetenz…

Mannschaftskohäsion

Mannschaftskohäsion (team cohesion), Zusammenhalt einer Gruppe gegen Druck von außen (sportlicher Gegner, Zuschauer, hochgesteckte Ziele usw.). Es wird zwischen aufgabenbezogener (auf das Ziel ausgerichtet) und sozialer Kohäsion (auf soziale Bindung bezogen) unterschieden. →Mannschaft, →Mannschaftsatmosphäre, →Mannschaftskapitän, →Mannschaftsbildung Bei Individualsportarten wie Schwimmen wird die aufgabenbezogene Kohäsion als bedeutsamer für die Leistung angesehen (Alfermann & Strauß, 2001). Nach…

Mannschaftsmeisterschaft

Mannschaftsmeisterschaft (team championchip) →Deutscher Mannschaftswettbewerb im Schwimmen (DMS)

Mannschaftszusammenhalt

Mannschaftszusammenhalt (team cohesion) →Mannschaftskohäsion