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Maximalkraft, statische
Maximalkraft, statische (maximal strengh, static), konditionelle Fähigkeit, größtmögliche Kraft bei statischer Arbeitsweise der Muskulatur (auch: muskuläre Leistung). In der Trainingspraxis der allgemeinen Kraft die Grenzlast bei einer Wiederholung (Repetition Maximum). →Maximalkraft, isometrische,
Maximalkrafttraining
Beitrag ansehen Maximalkrafttraining (maximal strengh training), Training zur Steigerung der Maximalkraft bei Widerständen von 60% (Anfänger) bis 90% der individuellen Maximallast (Fortgeschrittene), da sonst kein Zuwachs (Muskelhypertrophie) erreicht wird. Je nach Zielstellung werden Muskelquerschnittsmethoden von neuronalen Aktivierungsmethoden (IK-Training) unterschieden, dabei sollte in jeder Trainingseinheit bis zur muskulären Erschöpfung gearbeitet werden. Die Lasten können konstant oder…
Mechanik
Mechanik (mechanics), griech. mechané „Maschine, ‚Kunstgriff‘, Wirkungsweise“; als Lehre von der Bewegung von Körpern sowie den dabei wirkenden Kräften ein Teilgebiet der Physik, auf das sich die Biomechanik bezieht, um Ursachen und Wirkungen sportlicher Bewegungen zu untersuchen. Die Mechanik wird in die Kinematik und die Dynamik unterteilt. Während die Kinematik die Bewegungen beschreibt, erklärt die…
Mechanobiology
Mechanobiologie (mechanobiology), Bereich der Biomechanik, der sich auf die Fähigkeit menschlicher Zellen stützt, mechanische Signale wahrzunehmen und im Sinne einer biochemischen Antwort verarbeiten zu können. Obwohl diese Eigenschaft (Mechanosensitivität) seit langem bekannt ist, war unklar, wie mechanische Kräfte in Zellen verarbeitet werden, da die Kräfte auf molekularer Ebene sehr klein und daher schwer zu messen…
Mechanorezeptoren
Mechanorezeptoren (mechanoreceptors), griech. mēchanē „Werkzeug, Maschine, (Hilfs-)Mittel“, lat. receptor „Aufnehmer“; sensible Sinneszellen (Sensoren), die auf mechanische Reize reagieren und diese weiterleiten, z.B. Rezeptoren im Muskel, im Ohrlabyrinth oder in der Haut. Sie informieren über die Stellung der Gelenke sowie über Richtung, Ausmaß und Geschwindigkeit von Bewegungen. Folglich spielen sie eine große Rolle für die Wahrnehmung…
Medi-Taping
Medi-Taping (engl.), „Heilpflaster“. Aus der japanischen Medizin („KINESIO-Taping) weiterentwickeltes Verfahren der physikalischen Therapie zur Behandlung von muskulär bedingten Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Dazu werden eigens dafür entwickelte elastische Tapes (Bänder/Pflaster) mit speziellen Anlegetechniken verwendet, um. die Muskelfunktion zu verbessern sowie Gelenkkinematik, Lymphabfluss und Schmerzregulation zu unterstützen. Medi-Taping wird zunehmend auch im Sport als Alternative zu Schmerzmitteln…
Medien
Medien (media), lat. medium „Mitte, Mittelpunkt“; Mittel zur Kommunikation, einmal als Massenmedien wie Fernsehen, Zeitungen, Rundfunk, zum anderen als Lehrmittel. →Massenkommunikationsmittel Medien und Sport sind im modernen Leistungssport eine Symbiose eingegangen, die für beide Seiten von existentieller Bedeutung ist. Für den Sport sind die Medien notwendige Transmissionsriemen zum Ruhm und zur Ehre der eigenen Botschaften…
Mediendidaktik
Mediendidaktik (media didactics), Umgang und Gebrauch (Didaktik) von Medientechnik als Teilbereich der Medienpädagogik. Der Einsatz von Medien im Leistungssport betrifft vor allem zwei Ebenen, einmal den audiovisuellen Medieneinsatz zur Unterstützung individualisierter Lehr-Lern-Prozesse, zum anderen das Erlernen des Umganges mit den Medien und zur kritischen Reflexion von Medieninhalten (Altenberger, in Röthig & Prohl, 2003, S.359). →Massenkommunikationsmittel,…
Medientechnik
Medientechnik (media technics), im Sport vor allem der Einsatz von Technologien für die visuelle Wahrnehmung von sportlichen Handlungen, die räumliche und zeitliche Erfassung von Bewegungen. Aufgabe ist einmal die Präsentation von Bewegungen, zum anderen deren Registrierung und Speicherung. Die Erfassung erfolgt im Rahmen komplexer Messplätze. Allerdings kann die Technologie allein noch nicht den Lernvorgang verbessern,…
Medikament
Medikament (medicine), lat. medicamentum „Heilmittel, Arznei“; Arzneimittel bei bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit (doccheck). Viele Sportler meinen noch, mit zum Teil rezeptfreien Medikamenten ihre Leistung und ihr Befinden beim Sport verbessern zu können. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention verweist darauf, dass das wissenschaftlich nicht gesichert und deshalb zu unterlassen…
Medikamentenmissbrauch
Medikamentenmissbrauch (drug abuse), Einnahme von ein dem deutschen Arzneimittelgesetz unterliegendem Medikament zum Zwecke der Leistungssteigerung ohne medizinische Indikation oder in Überdosen; vorwiegend Schlaf- und Beruhigungsmittel, Appetitzügler und Abführmittel. Im Sport werden missbräuchlich Medikamente zum „Gewicht machen“ und zur Leistungssteigerung (→Doping) verwendet. Dabei verweisen Untersuchungen vorwiegend auf leistungssteigernden Medikamentenmissbrauch größeren Ausmaßes im ambitionierten Breitensport, insbesondere im…
Medizin
Medizin (medicine), lat. medicina bzw. ars medicina „ärztliche Kunst“ die „Heilkunde“; als Humanmedizin die Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen und seiner Heilung. Sie stützt sich auf die Naturwissenschaften Biologie, Physik und Chemie, ergänzt durch Psychologie und Sozialwissenschaften. Die Medizin ist nach der Weiterbildungsordnung vom März 2008 in 33 Fachgebiete aufgeteilt. Die Sportmedizin ist (im…
Medizinball
Medizinball (medicine ball), gymnastisches Handgerät, mit Tierhaaren oder Korkgranulat gefüllter 0,8-10 kg schwerer Vollball aus Leder in unterschiedlichen Größen und Gewichten. Medizinbälle sind gut geeignet für Kleine Spiele und allgemeine Kräftigung. Mit dem Medizinball können Hochgeschwindigkeits-Kraftbewegungen durchgeführt werden, die das Training der sportspezifischen Bewegungen bei höheren Leistungsabgaben auf dem Kraft-Geschwindigkeits-Kontinuum unterstützen (Earp & Kraemer, 2010).…
Meeresdisziplinen
Meeresdisziplinen (open water events), Aus dem Commonwelth hervorgegangene Wettkampfdisziplinen im Rettungssport. (Text Harald Rehn)
Mehrarbeit
Mehrarbeit (additional work), Arbeit, die der Arbeitnehmer über die gesetzlich, tariflich oder vertraglich geregelte Arbeitszeit hinaus leistet (Überstunden). Vorauszusetzen ist eine klare Regelung, was beim Trainer unter Arbeitszeit fällt, z.B. die Betreuung der Sportler in Training und Wettkampf, sowie sonstige mit der Trainertätigkeit verbundenen Aufgaben, z. B. die Teilnahme an Mannschafts- /Vorstandsbesprechungen, Trainingsplanung und –…
Mehrjahresplan
Mehrjahresplan (multi yearly plan), Trainingsplan für langfristige Vorbereitung auf Wettkampfhöhepunkte im Hochleistungstraining, zumeist für den Zeitraum einer Olympiade (→Vierjahresplan), aber auch als Zweijahresplan zur Vorbereitung auf Welt- oder Europameisterschaften. Verschiedentlich wird der Begriff gleichgesetzt mit dem langfristigen Leistungsaufbau im Nachwuchstraining (Madsen 1998). Der Mehrjahresplan ist eine wichtige Grundlage des strategischen Vorgehens eines Verbandes zur Realisierung…
Mehrkampf
Mehrkampf (multi event; combined event), Wettkampf, bei dem mehrere Sportarten oder Disziplinen absolviert und gewertet werden. Im DSV z.B. die Kombination von 100m in allen vier Schwimmarten + 200m Lagen, 50/100/200m in einer Schwimmart, 100m „Beine“ + 100m „Arme“ + 100m „Ganze“ usw. Wesentliches Ziel des Mehrkampfes ist die Überprüfung eines vielseitigen Ausbildungsstandes. Im Aufbautraining…
Mehrsatztraining
Mehrsatztraining (MST) (multi-set training), Trainingsform des Krafttrainings, bei der pro Übung zwei oder mehrere Sätze in einem zeitlichen Abstand von minimal 30 Sekunden angewandt werden. Pro Muskelgruppe können mehrere Übungen durchgeführt werden (Preuss et al. 2006). Der Streit zwischenüber die Effektivität von Mehrsatz- oder Einsatztraining mutiert inzwischen zum Dauerbrenner und wird weniger wissenschaftlich belegt (Alt…
Meinungsfreiheit
Meinungsfreiheit (freedom to form and express one’s own opinions), Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu äußern, das im Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 5 Absatz 1 gewährleistet ist. Im Gegensatz dazu war bis 2008 lt. § 51 Absatz 3 der Olympischen Charta…