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Meisterlehren

„Meisterlehren“ (master theories), Übertragung des Grundmodells handwerklichen Ausbildungsverhältnisses zwischen Meister (Experte) und Lehrling auf andere Bereiche der Ausbildung (z.B. Kunst und Musik, "Meisterschüler"). Im Sport Trainingskonzeptionen erfolgreicher Trainer, die maßgeblich die Trainingslehre beeinflussten. Nach wie vor sind die Erfahrungsberichte unserer erfolgreichsten Trainer elementarer Bestandteil der Trainerausbildung. Sie zwingen aber auch den Trainer selbst, die wesentlichen…

Meisterschaft

Meisterschaft (championship), 1. Wettkampf zur Ermittlung eines Meisters, 2. der Sieg in einer Wettkampf- oder Spielrunde zur Ermittlung des Meisters. In der Regel regional abgestuft: Vereins-, Stadt-, Landes, Europa-, Weltmeister. (→Deutsche Meisterschaften)  3. Meisterschaft im Sinne von hervorragendem Können.

Melancholiker

Melancholiker (melancholic type), griech. mélas „schwarz“ und cholḗ „Galle“, syn. „Trauerkloß“; auf Hippokrates zurückgehender, inzwischen überholter Temperamentstyp, der als Hypochonder und „Schwärmer“ beschrieben wird. Obwohl die Temperamentstypen in der Psychologie und Persönlichkeitsforschung keine Rolle mehr spielen, bieten die Medien und Gurus verschiedenster Couleur auf Klischeebildern beruhende Ratschläge an. Exkurs: Ungeachtet der Position der Wissenschaft zum…

Meldeergebnis

Meldeergebnis (reporting result), Ergebnis der Meldungen für einen Wettkampf und der Starteinteilung (Bahnverteilung), sofern die Ausschreibung nicht eine Meldeliste vorsieht. Das Meldeergebnis muss folgende Angaben enthalten: ·          die Namen der teilnehmenden Vereine/SG mit Vereins-ID und Angabe des zugehörigen LSV (LSV - Kennziffer), bei ausländischen Teilnehmern der Nation ·          die Anzahl der Einzel- und Staffelmeldungen je…

Meldegeld

Meldegeld (reporting money), Betrag, der vom Veranstalter eines Wettkampfes erhoben werden kann und dessen Zahlung in Verbindung mit der Meldung zur Teilnahme am Wettkampf berechtigt. DSV und LSV können eine Höchstgrenze für ihren Zuständigkeitsbereich festsetzen. Bei amtlichen Veranstaltungen kann der Veranstalter ein erhöhtes nachträgliches Meldegeld (ENM) fordern, wenn Meldungen oder Zusagen zur Teilnahme nicht erfüllt…

Meldeliste

Meldeliste (reporting list), In der Liste der Meldungen müssen die Meldungen aller Schwimmer für jeden Wettkampf mit der Personen-ID, Namen, Vornamen, Geburtsjahrgang (bei Wettkämpfen der Masters zusätzlich auch die Altersklasse), Verein/SG, Vereins-ID und Meldezeit aufgeführt werden. Ein bescheidener Ansatz der Vereinheitlichung in der Datenerfassung für Melde- und Ergebnislisten sowie für die Erstellung der Bestenlisten ist…

Meldonium

Meldonium (Meldonium), Herz- und Kreislaufmedikament, das einer Minderdurchblutung entgegenwirken soll. Meldonium ist als Arzneimittel in Deutschland nicht zugelassen. In Russland ist es in jeder Apotheke rezeptfrei zu bekommen (Mildronate®). →Doping „Aufgrund eines Monitoring-Programms der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) für den Wirkstoff Meldonium konnte 2014 ein hoher Missbrauch der Substanz in verschiedenen Sportarten festgestellt werden. Es ist zu…

Meldung

Meldung (advice), verbindliche Mitteilung über die beabsichtigte Teilnahme an einem Wettkampf auf amtlichem Formular (Meldebogen, Startkarte, Meldeliste), das mit Schreibmaschine oder in Druckschrift leserlich ausgefüllt werden muss. Es ist auch die computergestützte Datenübermittlung nach DSV-Standard möglich. Eine vollständige Meldung muss enthalten: • die vollständig ausgefüllte Meldeliste bzw. Startkarten, alternativ die EDV-Meldeliste nach DSV-Standard, • den…

Menarche

Menarche (menarche), griech. mên „Mona“‘ und archê „Anfang“; erste Menstruationsblutung, die im Mittel bei Mädchen mit dem 12. Lebensjahr auftritt. Sie kann sich bei zeitiger sportlicher Belastung verzögern, insbesondere wenn diese mit Untergewicht verbunden ist (Pescovitz & Walvoord, 2007). Bei Mädchen, die vor Eintreten der Menarche Leistungssport betrieben haben, tritt gegenüber Mädchen, die erst nach…

Meniskus

Meniskus (meniscus), griech. mēnískos „mondförmiger Körper ‚Möndchen“; sichelförmiger Faserknorpel, der als äußerer (lateraler) oder innerer (medialer)  Meniskus die Nichtübereinstimmung (Inkongruenz) der Kniegelenkkörper ausgleichen. →Kniegelenk, →Meniskusverletzung, →Schwimmerknie Mehr zum Thema: https://www.dr-gumpert.de/html/meniskus.html Zugriff 3.07.20

Meniskusverletzung

Meniskusverletzung (meniscus injury), Verletzung der Menisken im Kniegelenk durch Drehbewegungen oder durch degenerative Vorschäden. Da der mediale Meniskus mit dem medialen Seitenband verwachsen ist, ist er 5-8x häufiger verletzt als der laterale Meniskus. Wenn die Streckung/Beugung nicht behindert ist, ist eine konservative Behandlung möglich, ansonsten eine arthroskopische Operation erforderlich (Arthroskopie = Betrachtung der Gelenkhöhle mittels…

Menopause

Menopause (menopause), griech. mēn „Monat“ und paūsi „Ende“; letzte Menstruationsblutung der Frau, die im Mittel zwischen dem 48. und 52. Lebensjahr angenommen wird. Phase des Klimakteriums. →Menstruation, →Fertilität Zahlreiche Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Bewegungsmangel erheblich zur Verschlimmerung von Wechseljahresbeschwerden beiträgt. Umgekehrt kann sportliche Bewegung Wechseljahresbeschwerden nicht nur lindern, häufig verhindert Sport…

Menses

Menses (menstruation), übernommen aus dem Lateinischen von menses = Plural von mensis  "Monat",  →Menstruation, →Menopause

Menstruation

Menstruation (menstruation),lat. menstruus „monatlich“ zu lat. mensis, „Monat“; Periodisch (etwa 400 mal im Leben einer Frau) erfolgende Abstoßung der Uterusschleimhaut, die mit mehrtägigen Blutungen einhergeht. Der Menstruationszyklus beträgt durchschnittlich 28±4 Tage und wird in die Follikelphase (10-16 Tage nach der ersten Blutung), den Eisprung (Ovulation) und die Gelbkörperphase (Lutealphase, 10-15 Tage nach dem Eisprung) unterteilt.…

mental

mental (mentally), lat. mens „Geist“;, geistig, seelisch, dem →Denken zugehörig. → Training, mentales, →Aktivierung, mentale   „Spitzenleistung ist zu 90% Kopfsache…der Rest ist mental“ Robert Harting, Olympiasieger

Mental Strength performance Indicator (MSPI)

Mental Strength performance Indicator (MSPI) (Indikator der mentalen Leistung), Test der sportpsychologischen Eignungsdiagnostik zur Erfassung der mentalen Stärke mit 110 Items (Fragepunkte) , die acht Dimensionen (Eigenmotivation, Lernbegeisterung, Selbstvertrauen, Ehrgeiz, Zielsetzung, emotionale Kontrolle, Wettkampfkonzentration und Wettkampfstärke) zugeordnet und sportartspezifisch formuliert sind. Der Test zeigt „Ansatzpunkte für ursachenorientierte Maßnahmen und Kompensationsmöglichkeiten und ermöglicht ein individuell abgestimmtes…

Mentalcoach

Mentalcoach (engl.), Spezialist, der mit den Methoden des Mentaltrainings arbeitet, das auf Erkenntnissen der Gehirnforschung beruht und durch die NASA in den 60iger Jahren entwickelt wurde. Mentaltrainer bieten sich als vertrauenswürdige Berater in schwierigen Situationen an und verstehen sich als Analysten spezieller Situationen, Wegweiser und Trainer. →Aktivierung, mentale, →Siegertyp Exkurs: Zunehmend werden Leistungssportler als Zielgruppe auserkoren.…

Merkmale, biomechanische

Merkmale, biomechanische (characteristic, biomechanical), charakteristische Eigenschaften von Kategorien der Biomechanik in Anlehnung an die Mechanik und bei Beachtung des zeitlichen und räumlichen Bewegungsverlaufs. .

Mesosystem (nach Bronfenbrenner)

Mesosystem nach Bronfenbrenner (meso system according to Bronfenbrenner), Mit seiner sozialen Ökologie der menschlichen Entwicklung versteht der amerikanische Psychologe die Entwicklung als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ (Bronfenbrenner 1981, S.19). Er unterscheidet vier miteinander verknüpfte Lebensbereiche, die die menschliche Entwicklung beeinflussen: Makro-, Meso-,…

Mesozyklus (MEZ)

Mesozyklus (MEZ) (meso-cycle), mittelfristiger Trainingsabschnitt, der einem Makrozyklus zugeordnet ist, aus mehreren Mikrozyklen besteht und sich im Laufe eines Trainingsjahres wiederholt. Die Typen der Mesozyklen sind in der Literatur recht unterschiedlich benannt. Nach ihrer Einordnung in den Makrozyklus kann man von einer Rangfolge ausgehen, wonach auf einen MEZ grundlegender Leistungsvoraussetzungen, ein MEZ der Ausprägung und…