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Minderjährigkeit
Minderjährigkeit (nonage), Rechtszustand einer Person bis zum Eintritt der Volljährigkeit (in Deutschland mit 18 Jahren). Der Minderjährige steht unter besonderem Schutz und hat eingeschränkte Rechte und Pflichten. So haftet er bis zur Erreichung der Volljährigkeit nur, soweit er sein Unrecht einsehen kann. Im Sport können Minderjährige ab 16 Jahre als Übungsleiter tätig sein, wenn sie…
Minderwertigkeitsgefühl
Minderwertigkeitsgefühl/-komplex (inferiority feeling,- complex), „Erlebnis tiefgehender seelischer oder körperlicher Unzulänglichkeit“ (DORSCH 2004), das sich als Komplex verfestigt hat, letztlich eine "Selbstentwertung". Im Sport kann der Minderwertigkeitskomplex zum Abbruch der sportlichen Laufbahn führen. Ursachen können wiederholte Niederlagen sowie unerklärliche Leistungsstagnation und damit verbundene mangelnde Anerkennung sein. Das Grundgefühl des „minder wert seins“ wird zumeist im Kindesalter…
Mineralstoffe
Mineralstoffe (mineral substances), als Nährstoffe anorganische, lebensnotwendige Baustoffe des Skeletts, als Komponenten von Hormonen und Enzymen und als Bestandteil biologisch wirksamer Verbindungen (z.B. Hämoglobin). Je nach Konzentration unterteilt man in Mengenelemente (>50mg/kg Körpergewicht wie Natrium, Kalium, Kalcium, Magnesium, Chlorid) und Spurenelemente (<50mg/kg Körpergewicht wie Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Mangan). Der normale Bedarf an Mineralstoffen wird…
Minijob
Mini-Job (minijob),geringfügige Beschäftigungen mit höchstens 450 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr. Durch fehlende Beiträge zu den Sozialversicherungen sichern Minijobs sozial nicht ab. Aber nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz gelten Minijobber als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben damit im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte (https://www.arbeitsagentur.de/lexikon/minijob - Zugriff 30.07.20). Auch:…
Mischfinanzierung
Mischfinanzierung (mixing financing), Übernahme der Kosten von mehreren Aufgabenträgern, z.B. ein Mix aus öffentlichen und privaten Geldern. In Deutschland sind die Durchführung, Organisation und Finanzierung des Sports grundsätzlich eine Angelegenheit seiner autonomen Organisationen (Position der Bundesregierung). Diese können aber die zunehmenden Kosten nicht mehr allein schultern. Das führt zu kaum noch überschaubaren Finanzierungsmodellen bei Trainern…
Missbrauch, sexueller
Missbrauch, sexueller (sexual abuse), sexuelle Handlungen vor, an oder mit einem Kind (§ 176 StGB) oder Jugendlichen, die gegen Entgelt stattfanden oder wenn die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung des Jugendlichen fehlt und der Erwachsene dies ausnutzt (§ 182 StGB). Beim Trainer-Sportler-Verhältnis würde eine sexuelle Handlung mit jugendlichen Sportlern nach § 174 StGB als sexueller Missbrauch…
Misserfolgserlebnis
Misserfolgserlebnis (failure, experience of), Erfahrung, ein selbst gestecktes Ziel (eigenes Anspruchsniveau) nicht erreicht zu haben, was je nach Gefühlslage zu Enttäuschung, Verzweiflung, Verärgerung, Wut oder Resignation führen kann. Der Misserfolg kann im positiven Fall aktivieren („Nun erst recht“) im negativen antriebshemmend wirken (lustlos bis zur Aufgabe). Besonders im Leistungssport kann sich das Misserfolgserlebnis durch Zuschauer-…
Mitochondrium
Mitochondrium (mitochondrion), Bestandteil der Zelle, in deren Doppelmembran die Enzyme des Citratzyklus und der Atmungskette Adenosintriphosphat (ATP) produzieren, der deshalb auch „Kraftwerk der Zellen“ genannt wird. Ohne die 1890 erstmals beschriebenen Mitochondrien könnte der Mensch nicht existieren. Er braucht das ATP, um zu atmen, zu sprechen, sich zu bewegen, zu denken sowie für den Transport…
Mittelstreckler
Mittelstreckler (middle distance swimmer), Ausdauersportler, im Lauf für Strecken von 600m bis 1609m (englische Meile). Im Schwimmer mit Spezialisierung auf eine Wettkampfstrecke im Bereich der Mittelzeitausdauer (2-10 min) = 200-800m Disziplinen
Mittelwert
Mittelwert (mean value), in der Statistik die Durchschnittsbildung von Zahlenwerten (arithmetisches Mittel). Liegen von einem Merkmal n Beobachtungen vor, errechnet sich der Mittelwert der Stichprobe als Aus der Leistungsdiagnostik im Schwimmen wie auch in anderen Sportarten ist bekannt, dass nur Ausnahmeathleten, die bei den Leistungsvoraussetzungen deutlich über die Mittelwerte herausragen, den Anschluss an die Weltspitze…
Mittelzeitausdauer
Mittelzeitausdauer (medium-term endurance), Kategorie der spezifischen Ausdauer bei einer Belastungsdauer von 2 bis 10 Minuten und damit sehr unterschiedlicher Energiegewinnung (vorrangig anaerob-glykolytisch bei 2 min bis zu dominant aerob bei 10 min). Entsprechend der Belastungsdauer entfallen etwa 20% der Wettkampfdisziplinen im Schwimmen auf den MZA-Bereich. Leistungsbestimmend sind damit sowohl die aerobe Kapazität als auch Laktattoleranz,…
Mittelzeitintervallmethode
Mittelzeitintervallmethode (medium-time interval method), Variante des Intervalltrainings nach der Belastungsdauer (2-8 min) auf der Basis der Mittelzeitausdauer bei vorrangig glykolytischem Stoffwechsel. Die Pausen bis zu einer Minute bei höherer (intensive Mittelzeitintervallmethode.) oder darunter bei mittlerer Intensität (extensive Mittelzeitintervallmethode). Für Kurzstreckler zur Entwicklung der allgemeinen Grundlagenausdauer, für Mittelstreckler und besonders Langstreckler nahe Wettkampfgeschwindigkeit (= Belastungszonen 3…
Mobilisation
Mobilisation (mobilization, mobility), lat. mobilis „beweglich“ und movere „bewegen“; Maßnahmen (→Mobilisationstechniken) in der Pflege (Physiotherapie) zur Verbesserung oder Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit ("mobil machen"). Im Training einmal nach dem Aufwärmen das gezielte Eingehen auf jene Bereiche, die dann beim Training benötigt werden (→Vorbelastung), zum anderen die maximale Ausschöpfung der psycho-physischen Leistungsfähigkeit („gib alles!“), in der Regel…
Mobilisationsfähigkeit
Mobilisationsfähigkeit (mobilizational capacity), “ Fähigkeit des Menschen, sich zum Erreichen höherer Leistungen zusätzlich zu aktivieren. Sie kann reaktiv durch eine veränderte Motivationslage als auch durch stimulierende Selbstbefehle erfolgen“ (Mathesius, in Schnabel & Thieß, 1993, S. 583). → Mobilisation, →Motivation, →Stehvermögen
Mobilisationstechniken
Mobilisationstechniken (mobilization technique), physiotherapeutische Methoden zur Muskelentspannung u. -dehnung, Normalisierung des Muskeltonus u. Verbesserung der Beweglichkeit wie Bewegen unter Traktion (Ziehen), Gleitmobilisation usw. (aufgeführt unter Quelle s.u.) Mehr zum Thema: http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/mobilisationstechniken Video (Hinweise zur Chiropraxis): https://www.youtube.com/watch?v=Tacipwa-tqw&list=PL_4Y-0DCGd7f7ZyhKqjE6uRZN51kqY2dJ - Zugriff 13.08.20
Mobilität, soziale
Mobilität, soziale (mobility), Wechsel in eine andere soziale Position, der horizontal (Wechsel in eine andere Sportart), vertikal (Auf- oder Abstieg) oder territorial (Ortswechsel) erfolgen kann. Mobilität ist besonders im Trainerjob eine wichtige Voraussetzung, da langfristige Anstellungsverhältnisse Mangelware sind. Aber auch der Leistungsschwimmer muss bestehende Interaktionssysteme aufgeben, wenn im Interesse seiner sportlichen Karriere ein Wechsel zu…