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Messfehler
Messfehler (measurement error), Messabweichung, In der Messtechnik die Abweichung eines gemessenen vom wahren Wert einer Messgröße, definiert als Differenz Messwert minus Referenzwert (Empfehlung, Norm). Im Sport können die Ursachen für Messfehler mannigfaltig sein. Misst z.B. ein Trainer die Zeit eines Schwimmers, dann kann er den Anschlag verzögert wahrnehmen, zu zeitig oder zu spät stoppen oder…
Messplatz
Messplatz (measuring station), computergestützte apparative Verfahren, die Bildinformation und Messwerte vom Bewegungsablauf liefern und unmittelbar zur Rückinformation (→Feedback) genutzt werden. Mit der stürmischen Entwicklung tragbarer Technologien (Sensoren) verbunden mit dem exponentiellen Wachstum bei der Nutzung und Entwicklung von Computerressourcen wird der Sportler immer mehr selbst zum "Messplatz". →Messplatztraining, →Weareless Im Schwimmen setzt das Medium Wasser…
Messplatz, Start
Messplatz Start (start measuring station), Messstation mit Personalcomputer als zentrale Einheit, an den ein dynamometrischer Startblock sowie Kameras angeschlossen sind. Dadurch ist eine zeitliche Synchronisation zwischen Bild und Kraft-Zeit-Verlauf im Startabschnitt möglich. Zur Beurteilung werden u.a. folgende Parameter herangezogen: Startzeit (7,5m), Reaktionszeit, Blockzeit, 15m-Zeit, Übergangsgeschwindigkeit, Kraftmaximum der horizontalen und vertikalen Komponente, Absprunggeschwindigkeit, Flugzeit, Flugweite. Über…
Messplatztraining
Messplatztraining (training with measurement systems), Einsatz von Feedback-Verfahren, indem computergestützte Bildinformationen oder Messwerte unmittelbar im Training genutzt werden (Feedbacktraining). →Messplatz Im Schwimmen sind dazu Strömungskanäle hervorragende Trainingsmittel, da sowohl Informationen zur Schwimmstruktur (Schwimmgeschwindigkeit, Frequenz, Zyklusweg, sowie Details über Phasen des Einzelzuges) als auch physiologische Parameter (Sauerstoffaufnahme, Laktat, Puls…) ermittelt werden können, woraus Aussagen zur Bewegungsökonomie…
Met-Con-Training
Met-Con-Training (engl. Metabolic Conditioning/dt. metabolische Konditionierung), aus dem Fitnesstraining übernommen für eine Form des Trainings bei dem sehr intensiv über einen längeren Zeitraum trainiert wird, meist als eine Art Zirkeltraining gestaltet. Durch die Einbeziehung vieler Übungen und damit Muskelgruppen kann die Intensität des Trainings konstant hochgehalten werden. Im Crossfit wechseln beim MetCon kurze Intensive Trainingsphasen…
Metaanalyse
Metaanalyse (meta-analysis), Sammelname für eine Reihe von Techniken zur quantitativen Integration von Forschungsergebnissen (→Analyse). Es werden alle bedeutsamen Originalarbeiten gesucht und deren Ergebnisse mit statistischen Methoden zusammengefasst (Überblickstudie). Sie stützt sich auf empirische Daten und wird somit in den Sozialwissenschaften, der Medizin und vielen Naturwissenschaften angewandt, so auch in der Sportwissenschaft. „Wissenschaftstheoretisch fußt die Grundidee…
Metabolismus
Metabolismus (metabolism), griech. metabolismós „Stoffwechsel“; →Stoffwechsel
Metabolit
Metabolit (metabolite), griech. metabolites – umgewandelt „Zwischen- und Endprodukt im →Stoffwechsel“ Beispiele: Um die genetische Veranlagung für Ausdauerleistungen zu identifizieren untersuchten Al-Khelaifi et al. (2019) genetisch beeinflusste Metaboliten, die Spitzensportler von Nicht-Elite-Sportlern unterscheiden. Dazu wurden gemeinsame Varianten metabolischer quantitativer Merkmalloci* (mQTLs) identifiziert, die mit Ausdauerleistungen assoziiert sind. Kreatin werden im Sport oft wahre Wunder unterstellt.…
Methode
Methode (method), griech. methodos „Weg zu etwas hin“; Verfahren zur Lösung theoretischer oder praktischer Aufgaben, die sich auf Planmäßigkeit, Orientierung auf das Wesentliche, Prinzipien und Regeln (Theorien) stützt. Im Training sind Methoden allgegenwärtig (Trainingsmethoden). Sie bestimmen Wege und Verfahren, mit denen Ziele angestrebt und Inhalte vermittelt werden. Sie betreffen das WIE der Trainerarbeit. Der Trainer…
Methode, kontinuierliche
Methode, kontinuierliche (method, continiuous), Trainingsmethode im Bereich des extensiven Ausdauertrainings (Belastungszonen 1 und 2) zur bevorzugten Ausbildung der Grundlagenausdauer, auch als Dauermethode bezeichnet. Ziel ist die Verbesserung von Schwimmgeschwindigkeit und Bewegungsökonomie bei aerober Beanspruchung, sowie die Erhöhung der aeroben Enzymaktivität und der intramuskulären Fettspeicher. Intensiver geschwommen grenzt sie bei notwendig geringerem Belastungsumfang an den aerob-anaeroben Übergangsbereich…
Methoden- und Vermittlungskompetenz
Methoden- und Vermittlungskompetenz (method and switching authority), Fähigkeit, Wissen so weiterzugeben, dass es vom Adressaten (Schüler, Kind, Lehrling usw.) nicht nur verstanden, sondern auch umgesetzt (angewendet) wird. →Überzeugung, →Lehren Im Leistungssport verstehen wir darunter Kenntnisse und Fähigkeiten des Trainers in Bezug auf Methoden und Verfahren zur Vermittlung von Trainingsinhalten, zur Planung, Durchführung und Auswertung von…
Methodologie
Methodologie (methodology), griech. μεθοδολογία etwa ‚Lehre über die Vorgehensweise‘; Lehre von den Methoden (im Gegensatz zu Methodik), nach Ducker (2009, S.31) "das Nachdenken über die Wahl der Methoden." Als allgemeine Methodologie ist sie Gegenstand der Philosophie, als spezielle Methodologie handlungsbestimmend in der wissenschaftlichen Forschung der Einzelwissenschaften. Die Sportwissenschaft nutzt als multidisziplinäres Fach die Methodologie der…
Methyltrienolon
Methyltrienolon (methyltrinolone), orale (über den Mund aufgenommene) Variante des anabolen Steroids Trenbolon, das 1963 erstmals synthetisiert und wegen seiner hohen toxischen Nebenwirkungen nicht für die Humanmedizin zugelassen wurde. Ungeachtet dessen wurde 2008 erstmals bei Sportlern die Einnahme von Methyltrienolon. nachgewiesen, u.a. bei dem griechischen Schwimmer Drymonakis, der mit 1:54,16 min über 200m Schmetterling Europarekord schwamm.…
Metrikindex
Metrikindex (MI) (metrics index), Index nach Strömgren (1937) aus Körperhöhe, transversalen und sagittalen Brustkorbdurchmesser zur Beschreibung der leptomorph-pyknomorphen Wuchstendenz nach Conrad (1963). Der Metrikindex eignet sich gut zum Nachweis der unterschiedlichen Ausprägung der Körpermaße bei differenten Körperbautypen (Fröhner & Wagner 2002) und ist sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern altersbezogen anwendbar (Kromeyer & Danker…
MGF
MGF (mechano growth factor), Eiweißsubstanz aus der Gruppe der Wachstumsfaktoren (GF), die bei intensiver Dehnung in den Muskelzellen entsteht und zu Muskelwachstum führt. So hat auch der trainierte Muskel mehr MGF als der untrainierte. MGF ist im Blutserum nachweisbar und verändert sich bei Genmanipulation beträchtlich. Im Sport wird es zu den Dopingmitteln gezählt, in der…
Migration
Migration (migration), lat. migratio „(Aus-)Wanderung, ‚Umzug“; (Aus-/Ein-)Wanderung von Personen oder Gruppen innerhalb oder zwischen Nationen mit beabsichtigter Verlagerung des Lebensmittelpunktes. Kinder wachsen durch die vielen Migranten in Deutschland in einer multikulturellen Gesellschaft auf. Der Sport kann einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Migranten in die Gesellschaft leisten. Deshalb hat der DOSB das Programm "Integration durch…
Mikrosystem (nach Bronfenbrenner)
Mikrosystem nach Bronfenbrenner (micro system according to Bronfenbrenner), hier als sozialer Erfahrungsraum (→Sozialisation). Mit seiner sozialen Ökologie der menschlichen Entwicklung versteht der amerikanische Psychologe die Entwicklung als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ (Bronfenbrenner 1981, S.19). Er unterscheidet vier miteinander verknüpfte Lebensbereiche, die die…
Mikrotrauma
Mikrotrauma (microtrauma), geringfügige Verletzung, die aber bei chronischen Reizzuständen zu Dauerschäden führen kann. Mikrotraumen sind im Sport zumeist die Folge von Fehl- oder Überbelastungen. So verursachen Beschädigung der Z-Streifen der Muskelfasern als Mikrotrauma Faserschwellungen, Wassereinlagerungen und Gefäßverengung, die die Durchblutung des Muskels verschlechtern und eine reflektorische Muskelverspannung (→ „Muskelkater“) hervorrufen. →Sportverletzungen, →Verrenkung Exkurs: Es gibt…
Mikrozyklus
Mikrozyklus (micro-cycle), kleinste in sich abgeschlossene, einem bestimmten Inhalt zugeordnete Einheit in der Hierarchie der Zyklisierung des Trainings. Der Mikrozyklus besteht aus mehreren Trainingseinheiten und umfasst im Schwimmen zumeist eine Woche oder 3-4 Tage, je nach Belastungsrhythmus (jeden 2./3. oder 4. Tag ein Halbtag Ruhe, wobei der durch die Kalenderwoche bestimmte Rhythmus außer Kraft gesetzt…