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„Wettkampfwildwuchs“
„Wettkampfwildwuchs“ (competition uncontrolled growth), umgangssprachlich für die Tendenz der zunehmenden Vielfalt an Wettkämpfen, die besonders Topschwimmer durch Start- und Preisgelder zu einer Vielzahl von Starts verleiten, worunter oft der methodische Aufbau (Rückgang der Leistungsvoraussetzungen) erheblich leidet, zugleich für Topschwimmer bei entsprechender Strategie inzwischen eine gute Einnahmequelle sein kann. →Erfolg, →Trainingsplanung, →Professionalismus Exkurs: Als Trainer…
Wachstum
Wachstum (physical growth), Zunahme an Größe, Umfang, Menge oder Intensität; in der Biologie „unumkehrbare Vergrößerung einer Zelle oder eines Organismus bis zu einer genetisch festgelegten Endgröße als eine Grundeigenschaft des Lebens“ (MEYERS LEXIKON). Da sich das Kind bzw. der Jugendliche im Gegensatz zum Erwachsenen im Wachstum befinden (Wachstumsalter), ergeben sich für das Nachwuchstraining wachstumsbedingte Besonderheiten.…
Wachstumsfaktoren (GF)
Wachstumsfaktoren (GF) (growth factors), In der Biologie Wachstum auslösende oder fördernde Stoffe wie Nährstoffe, Wachstumshormone und Proteine mit stimulierender Wirkung auf die DNA-Synthese (ROCHE-Lexikon) In der Sporttraumatologie zeigte die Anwendung von autologen (körpereigenen) Wachstumsfaktoren gute klinische Resultate, wie schneller Wiedereinstieg in den Wettkampf oder deutliche Schmerzlinderung (Klein, 2010). Andererseits erhoffen sich Sportler durch die Anwendung…
Wachstumshormon (GH)
Wachstumshormon (GH) (growth hormone), auch Somatropin (HGH); „Im vorderen Hypophysenlappen gebildetes Hormon, das das Längenwachstum und speziell das Wachstum der langen Röhrenknochen stimuliert. Wachstumshormon steht auf der Dopingliste. Während einer aktuellen körperlichen Aktivität wird die Abgabe von Wachstumshormon gesteigert, wobei längerfristiges körperliches Training allerdings dann wieder zu einer Abschwächung dieser Reaktion führt“ (Kent & Rost,…
Wachstumskurve
Wachstumskurve (growth curve), Grafische Darstellung der Entwicklung des Wachstums eines Heranwachsenden im Verhältnis des Wachstumsverlaufs Gleichaltriger in einem Koordinatensystem nach Perzentilen. In dieses Diagramm trägt man die aktuelle Körperhöhe und Körpermasse ein und kann so die persönliche Wachstumsentwicklung des Kindes erkennen, besonders wenn die Messungen in größeren Zeitabständen wiederholt werden. Wachstumskurven sind ein wichtiges Hilfsmittel…
Wachstumsperiode
Wachstumsperiode,-phase (growthperiod:-phase), allgemein in der Biologie Vegetationsperiode; in der Humanbiologie die grobe Einteilung des Wachstums von der Geburt bis zur Erwachsenenreife (→Maturität), besonders unter dem Aspekt des Breiten- und Längenwachstums: erstes Breitenwachstum (0-4 Jahre), erstes Längenwachstum (0-9/10 Jahre), zweites Breitenwachstum (9/10-11/14 Jahre), zweites Längenwachstum (11/14-15/18 Jahre), drittes Breitenwachstum (ab etwa 15/16 Jahre). Gebräuchlicher ist der…
Wachstumsschub
Wachstumsschub (growth spurt), hormonell bedingte Beschleunigung der Entwicklung von Körperhöhe und Körpermasse während der Wachstumsperiode, wobei so genannte Streckungs- und Füllphasen wechseln (→Gestaltwandel), verbunden mit Proportionsunterschieden (→Wachstum). Durch den puberalen Wachstumsschub haben die Mädchen in der biologischen Entwicklung einen Vorlauf (→biologisches Alter), weswegen sie in dem Alter oft so belastbar sind wie die Jungen. Diese…
WADA
WADA (World Anti-Doping Agency), 1999 gegründete Agentur zur Bekämpfung des Dopings im Sport mit Sitz in Montreal. Die Regeln sind im weltweit gültigen und sportartenübergreifenden Anti-Doping- Regelwerk „Anti-Doping Code (WADC)“ festgeschrieben. (http://www.nada.de/de/recht/anti-doping-regelwerke/wada-code/). →Dopingliste, →Dopingkontrolle, →Dopingstrafen Exkurs: In seinen letzten repräsentalen Zuckungen unterzeichnete Trump ein Gesetz ("Ratschenkow-Gesetz"), das amerikanischen Ermittlungsbehörden ermöglicht, Doping weltweit strafrechtlich zu verfolgen,…
Wadenmuskel, dreiköpfiger
Wadenmuskel, dreiköpfiger (m. triceps surae), aus zwei Muskeln (Zwillingswadenmuskel – m. gastrocnemius und Schollenmuskel – m. soleus) bestehender Muskel an der Rückseite des Unterschenkels, der die Bewegung im Knie- und Fußgelenk beeinflusst. Dieser Muskel ermöglicht besonders die für die Beinbewegung im Schwimmen wichtige Plantarflexion des Fußes und den „letzten Abdruck“ bei Start und Wende. Seine…
Wahlreaktionstest (WRT)
Wahlreaktionstest (WRT) (choice-reaction test), psychomotorischer Test mit dem Genauigkeit und Schnelligkeit von Reaktionen (→Reaktionsschnelligkeit) bei der Beantwortung verschiedener Reize mit unterschiedlichen Handlungen erfasst werden. Kombiniert mit Videomaterial können besonders im Sport (vor allem in Spiel- und Kampfsportarten) Entscheidungsschnelligkeit/-genauigkeit, Konzentrationsvermögen, taktisches Verhalten (→Taktik), Willenseigenschaften getestet werden (Matthesius, in: Schnabel & Thieß, 1993, S. 937).
Wahrnehmung
Wahrnehmung (perception), „Aufnahme und Verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem eigenen Körper“ (Psych. Wörterbuch 2004). Die Informationen werden durch verschiedene Sinnessysteme mit unterschiedlicher (z.T. veranlagter) Intensität aufgenommen: sehen (visuell), hören (auditiv), empfinden (kinästhetisch), riechen (olfaktorisch) oder schmecken (gustatorisch). Dabei werden nur die Informationen verarbeitet, die bedeutungsvoll erscheinen, um die Verarbeitungskapazität nicht zu überfordern…
Wahrnehmung, interpersonelle
Wahrnehmung, interpersonelle (perception, interperson), auch Personenwahrnehmung; gegenseitige Wahrnehmung von sich wechselseitig beeinflussenden Personen oder Gruppen. →Fremdbild, →Selbstbild
Wahrnehmungstäuschung
Wahrnehmungstäuschung (perceptive deceipt) oder Sinnestäuschung, fehlerhafte oder verzerrte Wahrnehmung, letztlich Betrug der „Partner Auge und Gedächtnis“. Aber es können alle Sinne betroffen sein. Und Wahrnehmungstäuschungen lassen sich nicht verhindern und sind unabhängig von Eigenschaften wie Leichtgläubigkeit oder Intelligenz. Wahrnehmungstäuschungen können im Schwimmen von bedrohlich (Wassertiefe unterschätzt) bis leistungslimitierend (im Wettkampf) sein, z.B. bei falscher Einschätzung…
Wahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit (p) (probability), Einstufung von Aussagen und Urteilen nach dem Grad der Gewissheit (Wikipedia). in der mathematischen Statistik die Sicherheit (→Signifikanz) mit der ein Ereignis im Rahmen eines Zufallexperimentes eintreten wird. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis der Häufigkeit des Eintretens des Ereignisses (m) zur Gesamtzahl der Probanden (n). Mehr zum Thema: http://de.bettermarks.com/mathe-portal/mathebuch/haeufigkeiten-wahrscheinlichkeiten-und-rechenregeln.html
Waldorfpädagogik
Waldorfpädagogik (waldorf education), von STEINER (1861-1925) entwickeltes Schulkonzept (→Schulform), dass vom Menschen als unverwechselbare und einmalige Individualität (→Individuum) ausgeht. Im Mittelpunkt steht dabei das Spiel, in dem das Kind sein Wesen offenbare und sich durch das sinnliche Tun mit der Welt verbinde. Ferner sind die zeitliche Gestaltung nach einem bestimmten Rhythmus und die Verrichtung von…
Ware
Ware (im Englischen keine Entsprechung; goods), Produkt menschlicher Arbeit zur Bedürfnisbefriedigung. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung unterliegt der Sport auch den Gesetzen des Marktes, er wird selbst zur Ware, so auch der Sportler, der als Produkt die sportliche Leistung anbietet. Sein Gebrauchswert äußert sich in der Befriedigung der Interessen der Zuschauer und ist damit stark an…