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Stabfalltest
Stabfalltest (staff-drop-test), einfacher Reaktionstest (Reaktionsschnelligkeit), indem ein mit einer Zentimeterskala versehener, senkrecht in der Hand gehaltener Rundstab plötzlich losgelassen und sofort wieder ergriffen wird. Die Fallstrecke des Stabes zählt als Maß der Reaktionszeit. →Schnelligkeit
Stabilisierung
Stabilisierung (stabilisation), lat. stabilis „feststehend, standhaft, dauerhaft“; In vielen Bereichen gebraucht für Festigung, Sicherung, Verstärkung, z.B. Stabilisierung des Gesundheitszustandes, der sportlichen Form. In der Sportwissenschaft versteht man unter Stabilisierung in der Bewegungslehre ein Merkmal der dritten Lernphase, die durch die Weiterentwicklung bereits vervollkommneter Bewegungshandlungen gekennzeichnet ist. Unter motorischem Aspekt ist das Erreichen der variablen Verfügbarkeit…
Stabilisierung der Feinkoordination
Stabilisierung der Feinkoordination (stabilization of the fine co-ordination) →variable Verfügbarkeit
Stabilisierungsübungen
Stabilisierungsübungen (stabilisation exercise), Übungen zur Festigkeit bestimmter Eigenschaften und Fähigkeiten. Im Rahmen der Trainingsmethodik vor allem auf den Bereich der allseitig athletischen Ausbildung bezogen, so gymnastische Übungen zur Stabilisierung (Kräftigung) des Halte- und →Bewegungsapparates um die allgemeine Belastbarkeit zu verbessern. Diese Übungen sind besonders wegen des relativ weichen Binde- und Stützgewebes in der vorpuberalen und…
Stabilität
Stabilität (stability), lat. stabilis „feststehend, standhaft, dauerhaft“; Standfestigkeit; die Eigenschaft eines Systems, seinen Zustand auch bei Störungen nicht oder kaum zu ändern. Für den Sport relevant sind z.B. eine stabile Technik, „wettkampfstabiles“ physisches Leistungsvermögen, eine hohe Kohäsion der Gruppe usw. Im Schwimmen wird eine Technik mit einer stabilen dynamischen Struktur angestrebt, d.h. um eine hohe…
Stadium der variablen Verfügbarkeit
Stadium der variablen Verfügbarkeit (stage of the variable availability) →variable Verfügbarkeit
Staffel
Staffel (relay), militärische Einheit, im Sport eine Gruppe von Sportlern, die gemeinsam im Wettkampf gewertet wird. Im Schwimmen versteht man unter Staffel einen Wettbewerb, bei dem mehrere Schwimmer einer Mannschaft die Gesamtstrecke in Teilstrecken absolvieren. Staffeln sind besonders beliebt im Nachwuchsbereich und können im Interesse der Vielseitigkeit sehr variabel geschwommen werden (→Wettkampf, kindgerechter). Im Olympischen…
Staffelablösung
Staffelablösung (relay change), Wechsel zwischen zwei Staffelschwimmern einer Mannschaft, wobei bei Anschlag des ankommenden Schwimmers der ablösende Schwimmer startet. Erfolgt der Start (Lösen der Füße vom Block bzw. der Hände vom Startgriff beim Rückenstart), bevor der ankommende Schwimmer angeschlagen hat, wird die Mannschaft disqualifiziert. Vor dem Start muss dem Schiedsrichter oder einem von ihm Beauftragten…
Staffelmeldung
Staffelmeldung (relay message), Eine Staffel kann an einem Wettkampf im Rahmen des DSV nur dann teilnehmen, wenn bis zum Beginn des Staffelwettkampfes dem Schiedsrichter oder einem von ihm Beauftragten, Vor- und Zunamen sowie Geburtsjahr. der Schwimmer mit der Startreihenfolge gemeldet wurden. Änderungen einer bereits vorliegenden Staffelmeldung kann in der Staffelbesetzung sowie Startreihenfolge bis zum Beginn…
Staffelstart
Staffelstart (relay-change- start). Start beim Wechsel der Schwimmer im Rahmen der Wettkampfbestimmungen (die Füße des startenden Schwimmers dürfen den Startblock nicht verlassen, bevor der ankommende Schwimmer angeschlagen hat). In der Vergangenheit wurde vorwiegend der Armschwungstart genutzt, da die Bewegungen beider Schwimmer optimal (→Bewegungsrhythmus, →Timing) aufeiander abgestimmt werden können und die Gefahr eines Frühstarts minimiert ist.…
Standard
Standard (standard), aus dem Englischen = Maßstab, Norm, Richtschnur, Leistungs- und Qualitätsniveau (MEYERS Lexikon). In der Sportwissenschaft oft in Kombination mit anderen Begriffen: u.a. Standardabweichung, Standardbicarbonat, Standardfehler, Standardserie, Standardtrainingsprogramm. In der Zeitschrift für Sportmedizin wird regelmäßig der aktuelle Kenntnisstand in Form sportmedizinischer Standards dargestellt.
Standardabweichung
Standardabweichung (standard deviation), Statistischer Index, der die Variabilität (Streuung) von Merkmalen (Daten) innerhalb einer Grundverteilung (Population) beschreibt, anders gesagt die durchschnittliche Entfernung aller gemessenen Ausprägungen eines Merkmals vom Mittelwert. Beispiel: Gemessen wird die Körperhöhe von 36 dreizehnjährigen Schwimmern, die am DSV-Jugendmehrkampf teilnehmen. Der Durchschnitt (Mittelwert) liegt bei 167,7 cm. Der größte dieser Schwimmer misst 181,0…
Standardfehler
Standardfehler (SE) (standard error), richtiger: Standardmessungenauigkeit; statistisches Maß, das die Schwankung des Mittelwerts von Zufallsstichproben (→Stichprobe) um den wahren Mittelwert einer Population beschreibt. Zur Berechnung des Standartfehlers wird die Standardabweichung einer Stichprobe durch die Wurzel der Stichprobengröße geteilt. Der Standardfehler gibt die theoretische Streubreite des Stichprobenmittelwerts an, im Gegensatz zur Standardabweichung, die die reale Streubreite…
Standardserie
Standardserie (basic series; standard series), Serie von Produkten, z.B. Werkzeugteilen, die einer bestimmten Norm (DIN) entsprechen. In der Trainingsmethodik für eine Belastungszone repräsentative Serie, deren regelmäßige Wiederholung (wöchentlich bis einmal pro Makrozyklus) bei Einhalten weitgehend gleicher Bedingungen (→Belastungsfaktoren) eine Aussage über die Wirksamkeit des Trainings für die betreffende Fähigkeit (→Trainingsbereiche wie GA/SA/S/WA usw.) ermöglicht. …
Standardtrainingsprogramm (STP)
Standardtrainingsprogramm (STP) (standard training program), Training über einen beschränkten Zeitraum (z.B. drei Wochen) nach festen, wiederholbaren Programmen. Im Gruppentraining bei Kindern lässt sich mit dieser Methode an Hand der unterschiedlichen Entwicklungsraten deren Anpassungsfähigkeit an das absolvierte Training einschätzen, wobei von der Hypothese ausgegangen wird, dass talentierte Schwimmer auf gleiche Belastungsreize mit höheren Entwicklungsraten reagieren. Eine…
Standdreisprung
Standdreisprung (standing triple jump), Dreisprung ohne Anlauf. Ehemals im Olympischen Programm ist dieser Sprung heute Bestandteil von Fitnesstests. Er besteht wie der Dreisprung aus „Hop“- „Step“ -"Jump“, die Ausgangsstellung wird auf dem Absprungbalken (oder einer entsprechenden Markierung) eingenommen und der Anlauf entfällt. Im Gegensatz zum „Dreierhop“ beginnt man auf dem Absprungbrett und schwingt beide Arme.…
Standortsicherung
Standortsicherung ( ensuring of locations), handelsstrategische Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Entwicklungsfähigkeit der Geschäftsflächen an einem Standort (Wirtschaftslexikon). Für den Bereich des Sports die „Sicherstellung der Finanzierung von Spezialtrainingsstätten in Schwerpunktsportarten an einem Standort, der im Bundesvergleich eine herausragende Stellung im täglichen Training der A-C-Kader oder bei zentralen Maßnahmen der Spitzenverbände einnimmt.“ (Stützpunktkonzept des…
Standweitsprung
Standweitsprung (standing long jump), allgemeiner motorischer Test zur Überprüfung der Sprungkraft, von 1900 bis 1912 olympische Disziplin. In Deutschland haben sich Kinder und Jugendliche von 1976 bis 2006 um 14% verschlechtert. Erwachsene Schwimmer sollten 2,45 m (weiblich) bzw. 2,85 m (männlich) überbieten. →Fähigkeit, motorische Video: https://www.youtube.com/watch?v=3TFsuSKMOhk