H
172 Einträge
Handy
Handy (engl), tragbares Telefon, inzwischen als Smartphone mittels Apps durch zahlreiche Funktionen und Programme erweitert. Vor- und Nachteile in der Nutzung aus pädagogisch-psychologischer Sicht: →Smartphone Exkurs: Die Zeit, dass Handys nur zum Schwatzen genutzt werden, sind vorbei. Dank entsprechender Apps können sie mehr als nur Selfies. So kann der Schwimmtrainer die Apps zur Technikbeurteilung seiner…
Hantel
Hantel (barbell), Trainingsgerät für das konzentrische Krafttraining als Langhantel mit (Scheibenhantel) und ohne Scheiben oder als Kurzhantel. „Beim Krafttraining der Schwimmer gewinnt die Einbeziehung der ganzheitlichen Muskulatur an Bedeutung. Konditionell- energetische und koordinative Reize scheinen hier effektiver entwickelt werden zu können als bei Übungen an Kraftmaschinen. Insbesondere das Langhanteltraining sollte unter Einbeziehung komplexer Muskelfunktionsmechanismen hier…
haptisch
haptisch (haptic), griech. haptόs „fühlbar“, haptikόs „zum Berühren geeignet“; den Tastsinn betreffend, aktiv greifbar (dementgegen passive Wahrnehmung mechanischer Reize = taktile Wahrnehmung) mit folgenden Wahrnehmungsaspekten: haptische →Sensitivität (Bestandteil der Oberflächensensibilität, Wahrnehmung mechanischer Reize in Form von Druck, Vibration und Gewebsdehnung) Propriozeption (Tiefensensibilität, Fähigkeit die Stellung der Gliedmaßen und die Lage des eigenen Körpers im Raum…
Harnstoff
Harnstoff (urea), Molekül, Endprodukt des Eiweißstoffwechsels (→Eiweiße), das als Urin ausgeschieden wird (→Urinstatus). Ansteigende Serumkonzentration für Harnstoff verweist auf zu hohe Trainingsbelastung mit ungünstiger Stoffwechsellage. Deshalb wird Harnstoff als Messgröße zur Beurteilung des Niveaus der Aktivierung des Proteinstoffwechsels in mittleren Höhen genutzt. Ruhewerte über 9 mmol/l treten besonders dann auf, wenn die Kohlenhydratvorräte aufgezehrt sind…
Hass
Hass (hatred), sehr starke und tiefe Abneigung gegen Menschen oder Zustände. Der Tiefenpsychologe Fromm (2004) unterschied reaktiven Hass, wenn tiefe und lang andauernde seelische (bis physischer) Verletzungen nicht abgewehrt und/oder bestraft werden können, von charakterbedingtem Hass, wenn der Hass zum Charakterzug eines Menschen wird. Hass ist ein stärkeres Gefühl als Ärger oder Wut. Hass macht…
Hauptfehler
Hauptfehler (major fault), das Qualitätsmanagement in der Wirtschaft unterscheidet kritische Fehler, Hauptfehler und Nebenfehler. Der Hauptfehler wird dabei zwar als nicht kritisch gesehen, kann aber zum Ausfall führen. Beim Erlernen sportlicher Bewegungen stellt der Hauptfehler das wesentliche Hindernis dar, da er die Grundstruktur der Bewegung beeinflusst. Er kann verursacht werden durch eine falsche Vorstellung von…
Hauptphase
Hauptphase (main phase), Meinel & Schnabel (2004) gliedern jede sportliche Bewegung in drei Phasen: Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase (bei zyklischen Bewegungen Überleitungsphase), die jeweils eine bestimmte Funktion erfüllen und zugleich durch funktionelle Beziehungen miteinander verknüpft sind. Die Hauptphase ist dabei das Grundelement des Bewegungsaktes zur Lösung der eigentlichen Aufgabe (Meinel & Schnabel, 2004). →Phasenstruktur Im…
Hauptschwimmart
Hauptschwimmart (HS) (major swimming stroke), Schwimmart, die ausgehend vom Leistungsziel und damit von der Veranlagung des Sportlers, aber auch aus taktisch-strategischen („Marktlücke“) oder trainingsmethodischen Erwägungen die gesamte Trainingskonzeption bestimmt. Damit kann von einer HS erst mit beginnender Spezialisierung (ab Anschlusstraining) gesprochen werden. Der Anteil am Schwimmtraining ist aber je nach Schwimmart und Typ (viel- oder…
Hauptwettkampf
Hauptwettkampf (major competition), Wettkampf, der als Höhepunkt einen Olympiazyklus, ein Trainingsjahr oder einen Makrozyklus beendet. Je nach Leistungsstand des Sportlers reicht die Palette von Olympischen Spielen über Welt- und Europameisterschaften, Deutschen Meisterschaften, Altersklassenmeisterschaft bis zur Vereinsmeisterschaft. Kennzeichnend ist ab Anschlusstraining die Vorbereitung auf den Hauptwettkampf durch eine unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) oder eine Taperphase. Exkurs: Im…
Haus der Athleten
Haus der Athleten (house of the athletic), Einrichtung zur Förderung von Kadersportlern mit den Elementen Sportinternat (mit Wohnmöglichkeit für Kadersportler im Schuljahr) und Wohnheim (mit Wohnmöglichkeit für Kadersportler nach Schulabschluss). Grundvoraussetzung ist die Anerkennung einer Eliteschule des Sports im unmittelbaren Einzugsbereich durch den DOSB (s. Grundsätze für die Bundesförderung von Häusern der Athleten vom 3.2.04…
Hausaufgaben
Hausaufgaben (schoolwork), vom Lehrer gestellte Aufgaben, die zu Hause vom Schüler zu lösen sind (s. Hausaufgabenerlass der einzelnen Bundesländer). Sie können nachbereitend oder vorbereitend sein. Die sollten in einem für den Schüler erkennbaren Zusammenhang mit dem Unterricht stehen und ihn zur Selbsttätigkeit anregen (→Selbstständigkeit). Sie sind folglich mehr als nur Wiederholen des Unterrichtsstoffes und werden…
Hautfaltenmessung
Hautfaltendicke/-messung (skinfold measurement), anthropometrischer Indikator zur Bestimmung der Unterhautfettmasse, indem an definierten Messpunkten (z.B. am Trizeps, am Rücken unterhalb des Schulterblattes) die Hautfaltendicke gemessen wird und mittels Regressionsgleichungen der Gesamtkörperfettanteil annähernd ermittelt wird. Zur diagnostischen Bestimmung des Untergewichtsverlaufs (→Gewichtsreduktion) wird die Hautfaltendicke mit einem Kalipermeter an 4-12 Stellen gemessen. So sind bei Männern Werte unter…
Head-up-Modul
Head-up Modul (engl.), abgeleitet vom Head-up-display (HUD) aus der Technik, wobei Informationen in das Sichtfeld des Nutzers (Pilot, Rennfahrer) projiziert werden. Im Schwimmen ein an der Schwimmbrille oder am Hinterkopf befestigtes Bauelement, bei dem im Vergleich zu bereits vorhandenen Produkten (z. B. Bahnenzähler, Stoppuhren) dem Schwimmer die relevanten Daten visuell (Display in der Brille) und…
Hebel
Hebel (lever), stabförmiger Körper, der um eine Achse drehbar ist und dem Hebelgesetz unterliegt. Da durch Hebel Größe, Richtung und Angriffspunkt einer Kraft verändert werden kann, spielt der ökonomische Einsatz der Hebel in sportlichen Bewegungshandlungen eine große Rolle. Während z.B. die Ruderer und Kanuten durch die starren Paddel/Riemen die Kraft unmittelbar auf das Paddelblatt übertragen,…
Hebelgesetz
Hebelgesetz (principle of the lever), Gesetz der Physik: an einem Hebel (als um eine Achse drehbarer Körper) herrscht Gleichgewicht, wenn die Summe der Drehmomente aller an ihm angreifenden Kräfte gleich Null ist: Last mal Länge des Lastarms = Kraft mal Länge des Kraftarms („goldene Regel der Mechanik“). Bei einarmigen Hebeln wirken diese Kräfte nur auf…
Heberboden
Heberboden (weight-lifting platform), aus Holz gefertigte Fläche in den Mindestmaßen von 4 x 4 m zum allgemeinen Krafttraining mit Langhanteln. →Kraftraum
Hebesitz
Hebesitz (lifting seat), Vorrichtung für Schwimmbecken und als Alternative zu Leitern für behinderte Personen vor allem im Rehabilitations- und Breitensport, die nur sitzend ins Schwimmbecken ein- und wieder aussteigen können. Der Lift kann hydraulisch oder mit anderen Techniken bewegt werden und benötigt immer einen Helfer, der dem Sportler zur Verfügung steht. Vor allem Leistungsschwimmer mit…
Heimstärke
Heimstärke (home-strength), psychologischer Vorteil bei Wettkämpfen durch bessere Kenntnis des Umfeldes, Unterstützung von Anhängern, günstigere Betreuungsmöglichkeiten und traditioneller Verbundenheit mit dem Verein (Ort/Land…). Der Heimvorteil ist im Fußball statistisch belegt. Nach einer Analyse der FIFA gewannen Heimmannschaften 50 Prozent der Spiele, Auswärtsteams nur 25% (inkl. Unentschieden). Bei zu großem Erwartungsdruck kann aber auch der Start…