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Hemiparese

Hemiparese (hemiparesis) →Parese

Hemmung

Hemmung (inhibition), Störung des normalen Ablaufs psychischer oder auch körperlicher Funktionen (Dorsch,2004, S. 397). DerBegriff wird verwendet in der Sprachpsychologie, wenn die Verarbeitung eines Wortes die Verarbeitung eines zweiten nachfolgenden Wortes beeinflusst, falls zwischen beiden Wörtern eine semantische Beziehung besteht (Priming) Biochemie als Hemmung von Enzymen (Enzyme inhibitor) Physiologie als die Abnahme der Erregbarkeit von…

Hennemansches Prinzip

Hennemansches Prinzip (Henneman principle), Prinzip nach dem amerikanischen Neurophysiologen Elwood Henneman, das den Vorgang im Körper beschreibt, bei dem Informationen vom Neuron im Hirn zu den jeweiligen Muskelfaserenden der Skelettmuskulatur gelangen. Es legt die Reihenfolge der Rekrutierung fest. Bei geringen Belastungen werden zunächst die kleinen motorischen Einheiten (Aα2-Motoneurone) aktiviert, diese besitzen eine niedrige Reizschwelle. Reicht…

Hermeneutik

Hermeneutik (hermeneutics), (griech. hermēneúein ‚erklären‘, ‚auslegen‘, ‚übersetzen‘), Erfassen des Sinns von Aussagen (als Text oder Rede), indem man sich mit den Inhalten einer Aussage auseinandersetzt, wobei eigene Erkenntnisse mit einfließen, auch als Wissenschaft vom Verstehen bezeichnet. Das Ziel ist, die eigene Position zu prüfen, gegebenenfalls zu korrigieren, aber letztlich zu stärken. Hermeneutische Deutungen erfolgen in…

Herz

Herz (heart), muskulöses Hohlorgan und Motor des Herz - Kreislauf-Systems, das mit seiner Pumpenfunktion (→Systole, →Diastole) die Blutversorgung des Organismus gewährleistet. Regelmäßiges Ausdauertraining führt zur Ausbildung des Sportherzens, zur Abnahme der Herzfrequenz in Ruhe und unter Belastung (→Bradykardie) und in der Summe zu einem höheren Blutauswurf (→Schlagvolumen).Der erhöhte systolische Blutdruck vom Schwimmern gegenüber Nichtschwimmern wird…

Herz- Lungen- Wiederbelebung

Herz- Lungen- Wiederbelebung (cardiopulmonary resuscitation), Methode der Wiederbelebung zur angestrebten Erhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen bei einem Verunfallten, ist durch einen (Einhelfer-) oder zwei (Zweihelfer-) Ersthelfer bei Atem- und Herzstillstand anzuwenden, beinhaltet die Atemspende und die Herzdruckmassage in einem festgelegten Rhythmus, die Regeln für die Anwendung legt der European Resuscitation Council (ERC) fest, ist kein Bestandteil rettungssportlicher…

Herz-Kreislaufsystem

Herz-Kreislaufsystem (HKS) (Kreislauf) (heart circulation system), kardiovaskuläres System, Transportsystem, das durch eine Pumpe (→Herz), ein Gefäßsystem (Blutgefäße) und ein Transportmittel (→Blut) die Körperzellen mit den für den Stoffwechsel notwendigen Substanzen sowie Wärme versorgt und Abbauprodukte entsorgt. Sport führt zu einer Ökonomisierung zahlreicher Funktionen des HKS und ist damit ein wichtiger Faktor bei der Verhinderung von…

Herzdilatation

Herzdilatation (cardiac dilatation), meistens pathologische Erweiterung des Herzens oder seiner Innenräume, aber auch als regulative Herzdilatation eine physiologische Anpassung an körperliche Belastungen (→Sportherz). →Herzinsuffizienz

Herzdruckmassage

Herzdruckmassage (cardial massage), Wiederbelebungsmethode, die durch einen Ersthelfer bei Herzstillstand eines Verunfallten anzuwenden ist, die Regeln für die Anwendung legt der European Resuscitation Council (ERC) fest. (Text Harald Rehn)

Herzfrequenz

Herz(schlag)frequenz (heart rate), Anzahl der Herzschläge pro Minute, angegeben in min−1 oder als bpm (beats per minute). Obwohl Herzfrequenz und Puls in der Trainingspraxis synonym gebraucht werden, sind sie nicht identisch. Die Herzschlagfrequenz hängt ab von Alter, Belastung und allgemeinen physischen Leistungsvermögen (Fitness). Sie nimmt im Altersgang ab (von 120 des Neugeborenen bis zu 70…

Herzfrequenzformel

Herzfrequenzformel (heart rate formula), mathematische Aussage zur Bestimmung der optimalen Herzfrequenz im Ausdauertraining, wobei vom bestimmenden Einfluss des Lebensalters auf die Herzfrequenz ausgegangen wird. Die zahlreichen Modelle (→Ausdauertraining der Masters) zeugen von der Unsicherheit in der exakten Bestimmung der anzustrebenden Herzfrequenz im Training, die auf die individuellen Unterschiede zwischen Trainierten und Untrainierten, Männern und Frauen…

Herzfrequenzvariabilität (HRV)

Herzfrequenzvariabilität (HRV) (heart-rate variability), Oszillationen (Schwingungen) der Herzperiodendauer (RR-Intervalle) zur Beurteilung der kardialen autonomen Reaktionslage (Abweichungen von Herzschlag zu Herzschlag). Die HRV ist seit Jahren zur Früherkennung und Prognosebeurteilung pathologischer Prozesse (Myokardinfarkt, Schlaganfall) in der klinischen und intensivmedizinischen Diagnostik etabliert. In der Sportmedizin unterliegt die HRV besonderen Rahmenbedingungen, die noch eine Anpassung der Methode erfordern…

Herzgröße, absolute

Herzgröße, absolute (absolute heart size), Die Herzgröße wird in der Regel als absolutes oder relatives (körpergewichtsbezogenes) Herzvolumen angegeben und kann röntgenologisch oder echokardiografisch bestimmt werden. Die normale Herzgröße beim männlichen und weiblichen Geschlecht liegt bei 10 - 12 (Grauzone bis 13) und 9 - 11 (Grauzone bis 12) ml/kg Körpergewicht. Ein oberer Grenzwert von 20…

Herzhypertrophie

Herzhypertrophie (cardiac hypertrophy), strukturelle Anpassung des Herzens an Ausdauerbelastungen (→Sportherz), die im Gegensatz zu pathologischen Herzvergrößerungen zu einer vergrößerten Leistungsfähigkeit führt. Die Herzhypertrophie hängt stark von der genetischen Veranlagung und dem Belastungsmaß ab, wobei die Trainingsintensität besonders wirksam ist. Das betrifft aber nur etwa 15% der Leistungssportler (Kindermann, 2014). Durch die Herzhypertrophie erhöht sich das…

Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz (cardiacinsufficiency), Unvermögen des Herzens, den Organismus unter Belastung (Belastungsinsuffizienz) oder in Ruhe (Ruheinsuffizienz) mit Blut zu versorgen oder den venösen Rückfluss aufzunehmen. Nach den Richtlinien der New York Heart Association wird die Herzinsuffizienz in vier sogenannte NYHA-Stadien eingeteilt: Stadium I: Beschwerdefreiheit, normale körperliche Belastbarkeit Stadium II: Beschwerden bei stärkerer körperlicher Belastung Stadium III: Beschwerden…

Herzleistungsquotient

Herzleistungsquotient (cardiac output quotient), Quotient aus Herzvolumen und maximalem Sauerstoffpuls, dem eine gesicherte Beziehung zwischen Herzgröße und maximaler Sauerstoffaufnahme bei gesunden Menschen zugrunde liegt. Er dient angeblich zur Beurteilung des Trainingszustandes (Röthig & Prohl2003, S. 253). Diese Aussage wird aber später relativiert, indem die Größe des Herzleistungsquotienten weniger die körperliche Leistungsfähigkeit beurteile, aber zwischen einem…

Herzminutenvolumen (HMV)

Herzminutenvolumen (HMV) (cardiac minute volume), ausgeworfene Blutmenge des Herzens pro Minute, beim Erwachsenen in Ruhe ca 3-5 l/min, bei Trainierten bis 30l/min unter höchster Belastung („Herzauswurfleistung“).  Das HMV kann in der klinischen Praxis nur indirekt mit verschiedenen Verfahren, von der Echokardiografie bis zu Kernspinnuntersuchungen ermittelt werden.  →Herzzeitvolumen Physiologisch verbessert ein Ausdauertraining die Leistungsfähigkeit über eine…

Herzminutenvolumen-Index

Herzminutenvolumen-Index (cardiac minute volume index), auch Herzindex: Quotient aus Herzminutenvolumen (HMV) und Körperoberfläche. Als Normalwerte für den Herzindex werden in der Literatur 2,5 bis 4 (l/min)/m2 angegeben. Die Grenzwerte des Herzindex liegen bei Erwachsenen zwischen 1,2 und 5,5 mm/min (nach WIKIPEDIA)..

Herzmuskelentzündung

Herzmuskelentzündung (myocarditis), akut oder chronisch verlaufende Entzündung des Herzmuskels mit relativ unspezifischen Symptomen und deshalb oft verkannt oder mit grippalem Infekt verwechselt, offensichtlicher wenn Extrasystolen oder Brustschmerzen auftreten. Schlimmstenfalls Schockzustand bis →Herzrhythmusstörungen. Mit Grippe oder anderer Infektion mit Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit ist Bettruhe angesagt, da der Herzmuskel beteiligt sein .könnte. Körperliche Belastungen, so auch Sport,…

Herzquotient

Herzquotient (cardiac quotient) Quotient aus Herzvolumen (in ml) u. Körpergewicht (kg); beim Erwachsenen 1:150†“200 (http://www.tk-online.de/rochelexikon/ro15000/r15821.000.html - Zugriff 08.07.2019)