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Hippocampus
Hippocampus (hippocampus), griech. hippokampos „Seepferdchen“; medial gelegener Teil des Großhirns mit großer Bedeutung für die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Aus der Flut an Informationen werden nicht relevante Strukturen ausgesondert. Das Gehirn bleibt auch noch im Alter veränderbar (Erickson laut einer Pressemitteilung der University of Illinois in Champaign-Urbana, n-tv vom 1.02.2011).…
Hirnrinde
Hirnrinde (cortex), hier: Großhirnrinde (cortex cerebri) als „Zentralcomputer“ des Menschen für die komplexen motorischen Fertigkeiten, die Steuerung unbewusst durchgeführter Bewegungen, die Verarbeitung wichtiger Informationen von den Sinnesorganen für das Feld der Assoziationen (→Denken, →Lernen, →Erinnerung, →Sprache und →Persönlichkeit). →Cortex, →Gehirn, →Prinzip der funktionalen Asymmetrie Inzwischen wird angenommen, dass Erinnerungen nicht im Hippocampus, sondern in der…
Hitze
Hitze (heat), erhöhte Lufttemperatur (> 25°C = Sommertag, > 30° = Hitzetag/Tropentag), die individuell unterschiedlich empfunden wird, wobei Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit eine große Rolle spielen. Optimale Werte liegen bei 20 bis 22 °C und 50 bis 60 % relativer Luftfeuchte. Verbunden mit der globalen Erwärmung treten auch in unseren Breiten zunehmend Hitzewellen auf. Von 1880 bis 2005…
Hitzekollaps
Hitzekollaps (heat collapse), Fehlregulation des für die Blutdruckregulierung verantwortlichen vegetativen Nervensystems, indem durch extreme Erweiterung der Blutgefäße das Blut in den Beinen versackt und dadurch der Blutdruck rasch abfällt. Die so verursachte verminderte Gehirndurchblutung kann zur Bewusstlosigkeit führen. Anzeichen sind: blasse, feuchte, kühle Haut; beschleunigter Herzschlag; Schwindelgefühl („Schwarz vor Augen werden“) bis zur Bewusstlosigkeit. Maßnahmen:…
Hitzschlag
Hitzschlag (heat stroke; thermoplegia), schwerste Form der Schädigung durch Hitze mit erhöhter Körperkerntemperatur. Prophylaktisch sollten ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte zugeführt werden. Akuttherapie: · Flachlagerung in kühler Umgebung · Dosierter Wärmeentzug bis > 38°C · Mit Wasser besprengen · Einwickeln in feuchte Tücher · Gegebenenfalls Plasmaexpander intravenös infundieren · Ständige Kontrolle der Körperkerntemperatur und der Vitalfunktionen…
HMB (Beta-Hydroxy Beta-Methylbutyrat)
HMB (Beta-Hydroxy Beta-Methylbutyrat), Stoffwechselprodukt (Metabolit) aus der Aminosäure Leucin, das Kraftsportler bereits seit den 1990er Jahren als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln verwenden. Scheck (Leistungssport.2/2014) kommt nach Auswertung aktueller wissenschaftlicher Metaanalysen zu dem Fazit, "dass HMB eine wirksame ernährungsbezogene ergogene* Hilfe ist, wobei Untrainierte stärker profitieren als Trainierte. Ein weniger gut trainierter Muskel ist empfänglicher für trainingsbedingte…
Hochintensitätstraining (HIT)
Hochintensitätstraining (HIT) (high intensity training), Krafttraining (→Einsatztraining), bei dem durch die Anwendung von Intensitätstechniken (z.B. 2 s konzentrisch, 1 s isometrisch, 4 s exzentrisch) durchgehend über den Punkt des momentanen Muskelversagens hinaus trainiert wird. Es können pro Muskelgruppe mehrere Übungen durchgeführt werden (Remmert et al. 2005; Preuss, 2006). Angeblich reichen 2 bis 3 Trainingseinheiten pro…
Hochleistungsalter
Hochleistungsalter (top-performance age), Alter, in dem die individuelle sportliche Höchstleistung erreicht und gehalten wird. Es differiert zwischen den Sportartengruppen von 13-15jährigen Turnerinnen bis zu Sportarten wo neben Kondition besonders Erfahrung gefragt ist wie im Segeln. In den meisten Sportarten liegt das Hochleistungsalter zwischen 20 und 30 Jahren. Die Abnahme der maximalen Leistungsfähigkeit ist mit zunehmendem…
Hochleistungssport
Hochleistungssport (elite sport; high-performance sport), synonym mit Spitzensport; letzte und höchste Phase im langfristigen Aufbau des Leistungssportlers, in der die gesamte Trainings- und Wettkampftätigkeit sowie der Lebensstil auf das Erreichen sportlicher Spitzenleistungen („Spitzensport“) ausgerichtet ist. Im Hochleistungssport werden die besten und talentiertesten Sportler als A- oder B-Kader gefördert (→Kadersportler, →OSP, →Sportförderung, →Regionalkonzepte, →Stützpunkttraining). Der moderne…
Hochleistungstraining (HLT)
Hochleistungstraining (HLT) (high-performance training), letzte Etappe im langfristigen Leistungsaufbau nach dem Anschlusstraining, die auf das Erreichen sportlicher Höchstleistungen in einer Spezialdisziplin ausgerichtet ist. Im Schwimmen ist es in der Regel ein Zeitraum von 10 Jahren, der in drei Phasen untergliedert werden kann (s. dazu Tabelle am Beispiel der Entwicklung von 38 Weltrekordlern/innen): Anschluss an das…
Hochvolumiges Training (HVT)
Hochvolumiges-Training/ Volumentraining (HVT) (high volume training), Sammelbegriff für unterschiedliche Konzepte des Mehrsatz –Krafttrainings. Es ist durch ein hohes Trainingsvolumen bei mindestens drei Sätzen pro Übung charakterisiert. Pro Muskelgruppe können mehrere Übungen durchgeführt werden. →Satztraining, Mit dem „Überschwappen“ des Hochintensiven Trainings (HIT) in den Ausdauersport wurde immer wieder der Gegensatz zum Volumentraining betont, was bis zur…
Hockstart
Hockstart (squat start), Startvariante im Schwimmen, bei der unmittelbar nach Verlassen des Startblocks die Beine angehockt werden. Wenn sich der Körper abwärts bewegt, werden die Beine gestreckt. Durch den so verursachten Rotationsimpuls (→Rotation) wird steiler eingetaucht, was besonders für längere Tauchphasen von Interesse ist. International hat sich aber mehr der Bückstart durchgesetzt. →Start Mehr…
Höhenkaskade
„Höhenkaskade“/Höhenkette (altitude training cascade), Begriff aus der Praxis des Höhentrainings, wonach bei wiederholter Durchführung von Trainingslehrgängen unter Höhenbedingungen im Sinne der Belastungssteigerung die Höhe zunimmt, z.B. Lehrgang in Davos (1560m NN), Lehrgang Belmeken (2000m NN), Lehrgang Toluca (2700 NN). Ebenso sollte im langfristigen Aufbau vorgegangen werden, niedrigere Höhe mit Einstieg in das Höhentraining im Anschlusstraining…
Höhenschlaf (LHTL)
Höhenschlaf (LHTL) („live high, train low“), Begriff aus der Diskussion um die optimale Höhenanpassung, hier die Kombination von Höhenaufenthalt (auch simuliert) und Training unter N.N., um den komplizierten Anpassungsprozessen im Training zu entgehen und gegebenenfalls Gelder (Reisekosten usw.) zu sparen. Die ersten positiven Ansätze gehen auf Studien von Levine & Stray-Gunderson, (1997) und Bae, Hag…
Höhentraining
Höhentraining (altitude training), Training in mittleren Höhen, das seit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Mexiko 1968 im Hochleistungstraining vor allem der Ausdauersportarten genutzt wird. Dabei werden mittlere Höhen (2000 – 2500m NN) bevorzugt. Für die Spitzenschwimmer Deutschlands (zunächst vorrangig die der DDR) ist Höhentraining seit der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 1968 als…
Höhentraining, künstliches
Höhentraining, künstliches (hypoxie training, artificial), Training unter künstlichen Höhenbedingungen in Unterdruckkammern oder durch Gasgemisch. Der Einsatz hypoxiegestützten Trainings ermöglicht: natürliches Höhentraining besser vorzubereiten (Vorakklimatisation, „Höhenkaskade“), den Höheneffekt nach einem Höhentrainingslager länger zu halten, die Regeneration nach hohen Wettkampfbelastungen im Sinne eines aeroben Zwischentrainings wirksam zu unterstützen und verletzte Sportler beschleunigt an das benötigte Ausdauerniveau heranzuführen…
Höhentraining, natürliches
Höhentraining, natürliches (altitude training), Training in mittlerer Höhe, wobei Schwimmer 2000 – 2500m bevorzugen (und an Vorhandensein sportgerechter Schwimmhallen gebunden). Gegenüber den anderen Varianten ("oben schlafen und unten trainieren" bzw. umgekehrt) ist das traditionelle Höhentraining (Live High-Train High) nach wie vor die am häufigsten verwendete Methode im Schwimmen (Truijens & Rodriguez, 2011). →Höhentraining Land…
Homöopathie
Homöopathie (homeopathy), griech. homøopati „gleiches oder ähnliches Leiden‘; auf den Vorstellungen des deutschen Arztes Hahnemann (1755-1843) fußende alternativmedizinische Behandlungsmethode. Eine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirkung homöopathischer Arzneimittel ist bis heute wissenschaftlich nicht bewiesen. In einigen Fällen ist eine solche Behandlung mit Risiken verbunden, besonders wenn sie sich als Alternativmedizin zur Schulmedizin („entweder : oder“) versteht.…