H
172 Einträge
Hyperaktivität
Hyperaktivität (hyperactivity), „ein von Betroffenen nicht hinreichend kontrollierbares, überaktives Verhalten. Ausgehend von innerer Ruhelosigkeit, manifestiert sich Hyperaktivität in der Regel in Form von motorischer Unruhe und "überschießenden Reaktionen“. Hyperaktivität ist symptomatisch für diverse psychische Störungen (z. B. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, bipolare Störung. Depression und Autismus) und auch einige somatische Erkrankungen (z. B. Hyperthyreose, Angelman-Syndrom) (Wikipedia).…
Hyperämie
Hyperämie (hyperemia), griech. hyper "über, mehr"und haipa "Blut"; übermäßige Blutfülle in einem Gefäß oder Körperteil. Durch die Durchblutung fördernde Salbe (z.B. Finalgon) oder starkes Reiben wird eine Hyperämie für eine optimale Blutabnahme (kapillare Blutgasanalyse) erzielt. Zur Nachbehandlung von Sportverletzungen wird die Eistherapie (→Kältebehandlung) angewendet, die eine reaktive Hyperämie im betroffenen Gewebe bewirkt. Dabei kontrahieren zunächst…
Hyperbare Oxygenation
Hyperbare Oxygenation (HBO) (hyperbaric oxygen therapie), Überdruckbeatmung in Druckkammer mit reinem Sauerstoff, die eine Hyperoxie im Organismus bewirkt. Gegenüber dem normalen Atmen werden als Vorzüge der HBO genannt: Kompensation von Formen der Hypoxie, Verlängerung des Weges der effektiven Sauerstoffdiffusion in den Geweben, Erfüllung der metabolischen Anforderungen der Gewebe, Schaffung einer gewissen Sauerstoffreserve. Die Möglichkeiten für…
Hyperextension
Hyperextension (hyperextension), pathologische Überstreckung eines Gelenks Wettkampfschwimmer haben gegenüber Nichtsportlern oder Sportlern anderer Disziplinen eine größere Bewegungsfreiheit im Schultergürtel und im Knöchel sowie eher eine Hyperextension im Kniegelenk. Unterschiede im Bewegungsumfang zwischen Schwimmern verschiedener Schwimmarten wurden nicht festgestellt (Radlinska & Berwecki, 2015). Eine wettkampfgerechte Technik im Schmetterling- und Brustschwimmen (Colman et al. 2000) fördert eine…
Hyperextensionsgerät
Hyperextensionsgerät (hyperextensionsmachine), Gerät (meistens Schrägbank) zur Kräftigung der Rücken-, Gesäß- und hinteren Beinmuskulatur. Häufig genutzt beim Rumpfaufrichten mit fixiertem Becken (back hyperextension oder „hipextension“) als „wirbelsäulenschonende“ Kräftigung der Rückenmuskulatur. auch: Hip-extensionsgerät Video: https://www.muskelaufbau.de/uebungen/rueckentraining/hyperextensions/ - Zugriff 13.08.2019
Hyperlordose
Hyperlordose (hyperlordosis), Beugung über die physiologische Krümmung der Wirbelsäule (→Lordose) im Brust- und Lendenbereich (Hohlkreuz) hinaus als Fehlhaltung, die oft mit schmerzhaften Verspannungen einhergeht. Beim (nichtsportgerechten) Brustschwimmen und Delfinschwimmen ist die Haltung meist zwanghaft, wobei der Kopf aus dem Wasser herausgehalten und eine Hyperlordose der Hals- und Lendenwirbelsäule verursacht wird. Dies bewirkt eine Anspannung der…
Hypermobilität
Hypermobilität (hypermobility), übersteigerte Gelenkbeweglichkeit, die angeboren oder durch Training ausgelöst sein und oft muskulär nicht mehr ausreichend gesteuert werden kann. Beim Kleinkind ist sie noch physiologisch. Wenn Hypermobilität später zu Beschwerden führt spricht man vom Hypermobilitätssyndrom. Dazu neigen Akrobaten („Schlangenmensch“), Turner und Tänzer, die von der Gelenküberbeweglichkeit profitieren. Die pathologisch bedingte, angeborene oder erworbene lokale…
Hyperoxie
Hyperoxie (hyperoxia), griech. hyper "über, mehr" und oxygenium für "Sauerstoff"; erhöhter Sauerstoffpartialdruck der Atemluft (im arteriellen Blut >300 mmHg), im Gegensatz zu Hypoxie. In der Medizin umgesetzt durch künstlicher Beatmung oder in Überdruckkammern (→hyperbare Oxygenation). Akute Sauerstoffatmung erlaubt höhere Belastungsintensitäten im Vergleich zu Training bei normalen Sauerstoff-Partialdruck (Normoxie). Sauerstoffatmung während körperlicher Arbeit verbessert u. a.…
Hyperoxietraining
Hyperoxietraining (hyperoxic training), Training bei Einatmung erhöhter Sauerstoffkonzentration (Hyperoxie). Hyperoxietraining erlaube höhere Belastungsintensitäten im Vergleich zu Training in Normoxie, weil es die Sauerstoffatmung während körperlicher Arbeit verbessert und gleichzeitig den Blutlaktatspiegel und das subjektives Belastungsempfinden reduziert (Zinner & Sperlich, 2019). Mehr zum Thema: Zinner & Sperlich (2019). Auswirkungen des hyperoxischen Trainings auf die menschliche Leistungsfähigkeit.…
Hyperplasie
Hyperplasie (hyperplasia), lat. hyperplasia „übermäßige Zellbildung“; Größenzunahme eines Gewebes oder Organs durch Vermehrung der Zellen (numerische Hypertrophie), im Gegensatz zur Hypertrophie, die auf Größenzunahme der Zelle beruht. Die Hyperplasie ist bis zum frühen Kindesalter an der Zunahme der muskulären Leistungsfähigkeit beteiligt, die im weiteren Lebensverlauf von der Muskelhypertrophie übernommen wird. Zur Frage des Anteils der…
hyperplastisch
hyperplastisch (hyperplastic), lat. hyperplasia „übermäßige Zellbildung“; kräftig, „athletisch“, von Hyperplasie als Größenzunahme eines Organs, Gewebes durch Zellvermehrung, übertragen von Conrad (1963) als ein Pol der Sekundärvariante der Wuchstendenz des Körpers. Gegenpol: hypoplastisch. In den meisten Sportarten wurde die Mischform „leptomorph-metromorph“ nachgewiesen, weshalb dafür der Begriff „sporttypisch“ geprägt wurde (Fröhner & Wagner, 2002). Viele Topschwimmer folgen…
hyperton
hyperton (hypertonic), syn. hypertonisch; griech. hyper und tónos „Spannung, Anspannung“; bedeutet in der Medizin ein erhöhter Blutdruck, ein unphysiologisch erhöhter Muskeltonus, eine Lösung mit höherem osmotischem Druck als ein Vergleichsmedium (Quelle s.u.). →Hypertonie, →Schwimmerhypertonie Exkurs: Nach Langzeitausdauerbelastungen wie Marathon, Triathlon und Langstreckenschwimmen kann es durch übermäßigen Flüssigkeitsverbrauch und die unangemessene Freisetzung von Arginin-Vasopressin (antidiuretisches Hormon)…
Hypertonie
Hypertonie (hypertension), (auch Hypertonus, Hypertension; griech.hyper „über-“ und tónos „Spannung“; Druck- oder Spannungszunahme über die Norm (auch Hypertonus), als arterielle Hypertonie für Bluthochdruck (ab >160/>95 mmHg lt. WHO). In Deutschland ist jeder Zweite ab 50 Jahren betroffen. Hauptursachen: Rauchen, Fehlernährung, Cholesterin, Stress, Bewegungsarmut. Hypertonie ist die wesentliche Ursache für Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzschwäche (www.hochdruckliga.de). Da…
Hypertrophie
Hypertrophie (hypertrophie), lat. hypertrophia „Überernährung"; Größenzunahme eines Gewebes oder Organs durch Zellvergrößerung bei gleicher Zahl an Zellen nach dem Prinzip „Mehr vom Gleichen“ im Gegensatz zur →Hyperplasie. (ROCHE Lexikon, S. 833). Gegenteil: →Hypotrophie Hypertrophie wird erreicht durch funktionelle Trainingsbelastung oder hormonelle Beeinflussung (→Anabolika). Beim Krafttraining scheint die bei der Muskelarbeit entstehende Spannung die Hypertrophie auszulösen. Sie…
Hypertrophiemethode
Hypertrophiemethode (hypertrophy method), lat. hypertrophia "Überernährung"; in der Medizin die Größenzunahme eines Organs oder Gewebes durch Zellvergrößerung (ROCHE Lexikon, S. 833).→Hypertrophie Im Sport eine Form des Maximalkrafttrainings, auch als „Methode der erschöpfenden submaximalen Krafteinsätze“ bezeichnet. Charakterisiert durch konzentrisch-gleichmäßige Arbeitsweise, mittlere bis submaximaler Intensität (→Last 60-90%), langsame bis zügige Bewegungen, bis zur zeitweiligen lokalen Muskelerschöpfung (20-30…
Hyperventilation
Hyperventilation (hyperventilation), griech. ὑπέρ hypér „über“ und lat. ventilare „fächeln“; über den Bedarf hinausgehende Zuführung an Atemluft, oft als Folge von psychischer Erregung oder Krankheiten; therapeutisch im Rahmen von Atmungsübungen eingesetzt. Gegensatz: →Hypoventilation Vor einer willkürlichen Hyperventilation vor längeren Tauchstrecken (→Tauchen) wird inzwischen abgeraten, da die damit verbundene respiratorische Alkalose zum hypoxiebedingten Verlust des Bewusstseins…
Hypnose
Hypnose (hypnosis), griech. hypnos "Schlaf"; „durch Suggestion herbeigeführte, weitgehend auf den sozialen Kontakt mit der Person des Hypnotiseurs verengte Bewusstseinsänderung, die in physiologischer Hinsicht mehr einem partiellen Wachsein als einem Schlafzustand gleicht“ (Meyers Lexikon 1999). Das durch Varieté – Hypnotiseure in Misskredit gebrachte Verfahren wird erfolgreich durch qualifizierte Psychotherapeuten allgemein zur Behandlung von Ess-Störungen, Angstzuständen,…
Hypochonder
Hypochonder (hypochondriac), griech,. hypo für "unter" und chondros "Rippen" = "unter den Rippen, wo man das Gemüt vermutete; Mensch, der sich unbegründet Krankheiten einbildet („eingebildeter Kranker“) und zu übersteigerter Selbstbeobachtung neigt. Das geistige Rüstzeug dazu liefert die Weltgesundheitsorganisation, indem Gesundheit als ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen…
Hypoglykämie
Hypoglykämie (hypoglycemia), griech. hypo "unter" und glykys "süß" (Zucker); Absinken des Blutzuckerspiegels unter Normalwerte durch unzureichende Kohlenhydratvorräte verursacht durch Stoffwechselerkrankungen (Diabetes), falsche Ernährung oder körperliche Überforderung („Mann mit dem Hammer“ oder „Hungerast“). Hypoglykämie führt zu Koordinations- und Muskelschwächen, Schweißausbrüchen bis zur Verwirrung, in schweren Fällen Verlust des Bewusstseins. Diese Gefahr besteht besonders, wenn der Blutzuckerspiegel…