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Homöostase

Homöostase (homoeostasis), (griech. homoiostásis „Gleichstand“), Zustand des Gleichgewichts offener dynamischer Systeme, aus der linearen Kybernetik von anderen Wissenschaftsdisziplinen übernommen. In der Biologie ist die Anpassung an die Lebensbedingungen einschließlich von Bewegungshandlungen immer auf Erhalten oder Wiederherstellung eines konstanten inneren Milieus gerichtet, die als homöostatische Regulation bezeichnet wird, wie z.B. die Regelung der Körpertemperatur, der Herzfrequenz,…

Hooke’sches Gesetz

Hooke’sches Gesetz (Hooke’s law), physikalisches Gesetz, das die elastische Verformung eines Körpers in Abhängigkeit von der verformenden Kraft beschreibt. Danach gilt für alle elastisch verformbaren Körper und insbesondere für elastische Federn, dass die Längenänderung der einwirkenden Kraft proportional ist. →Elastizität Sportliche Belastungen führen zu elastischen Verformungen von Knochen, Bändern und Sehnen. Im Sinne optimaler Belastungen…

Hörigkeit

Hörigkeit (enslavement), Der Begriff geht auf das Mittelalter zurück (Leibeigenschaft). Man versteht heute darunter eine extreme psychische Abhängigkeit von einer anderen Person bis zur Selbstaufgabe. Indem der Wille der herrschenden Person über die sich unterwerfende Person verfügt, werden die Grenzen von Recht und Moral missachtet, nicht aber bei gegenseitiger Hörigkeit. →Führungsstil Extreme Abhängigkeiten von Sportlerinnen…

Horizontalachse

Horizontalachse (horizontal axis) →Tiefenachse

Horizontalgeschwindigkeit

Horizontalgeschwindigkeit (horizontal velocity), die Geschwindigkeit eines Gegenstandes, dessen Bewegungsbahn parallel zur Erdoberfläche erfolgt. Zusammen mit der Vertikalgeschwindigkeit ergibt die Horizontalgeschwindigkeit die Gesamtgeschwindigkeit. Beim Startsprung besteht die Absprunggeschwindigkeit aus einer horizontalen und einer vertikalen Komponente. Die horizontale Komponente repräsentiert die Schwimmrichtung und beeinflusst stark die Effektivität des Starts. Die Zeitdifferenz zwischen Ertönen des Startsignals und Kopfdurchgang…

Hormone

Hormone (hormones), griech. ὁρμᾶν hormān „antreiben, erregen“; In speziellen hormonproduzierenden Zellen gebildete Wirkstoffe (Peptidhormone, Aminhormone, Steroidhormone), die von den endokrinen Drüsen (z.B. Hypothalamus, Hypophyse, Zirbeldrüse, Schilddrüse, Nebenniere, Eierstöcke, Hoden) produziert und in die Blut- und Lymphbahn abgegeben werden. Ohne selbst verbraucht zu werden lösen sie selbst in kleinsten Mengen biochemische Reaktionen aus, denen physiologische Vorgänge folgen.…

Hub

Hub (lift) →Liftkraft, →Querkraft

Hüftbeugemuskel

Hüftbeugemuskel (m. iliopsoas), von der Vorderseite der unteren Wirbelkörper bis zum oberen Drittel des Oberschenkelknochens verlaufendes Muskeltrio aus Darmbeinmuskel (m. iliacus) sowie großen und kleinen Lendenmuskel (m. psoas major und m. psoas minor), das das Bein hebt (indem es die Hüfte beugt) und die Wirbelsäule stabilisiert. Als tonischer Muskel tendiert der „Iliopsoas“ durch vieles Sitzen…

Hüfte

Hüfte (hip), Körperseite zwischen oberem Beckenrand und Beginn des Oberschenkels, zugleich Kurzbezeichnung für das →Hüftgelenk.  

Hüfteinsatz

Hüfteinsatz (hip action), aktive Bewegung der Hüfte zur Unterstützung einer Bewegungshandlung, Lage und Einsatz der Hüfte sind im Schwimmen sowohl für die Wasserlage als auch für den Vortrieb (besonders bei der Delfinbewegung) bedeutsam. Bereits in der Grundausbildung sollte die Rolle der Hüfte erspürt werden (z.B. Körperdrehung um 45° durch alleinigen Hüfteinsatz), um letztlich durch Stabilisierung…

Hüftgelenk

Hüftgelenk (hip joint), dreiachsiges Kugelgelenk, gebildet vom Kopf des Oberschenkelknochens und der Pfanne des Hüftbeins mit weitem Bewegungsradius: →Beugung, →Streckung, →Abduktion, →Rotation und →Zirkumduktion (Kreiselbewegung). Wichtigste Funktion des Hüftgelenkes ist das Tragen des eigenen Körpergewichts. Das führt besonders bei Übergewicht zu frühzeitigen Verschleißerscheinungen (Hüftarthrose). Im Sport werden sehr hohe Belastungen durch die vorgeschalteten „Stoßdämpfer“ (Fuß-,…

Hüftgeschwindigkeit

Hüftgeschwindigkeit (hipvelocity), Parameter der Biomechanik, der die Zeit des Verlaufs der Hüfte (als Fixpunkt) in der Zeit beschreibt. Im Schwimmen zumeist als horizontale Hüftgeschwindigkeit aus der Bewegung der Hüfte während eines Zyklus (innerzyklische Hüftgeschwindigkeit) bei Bild/Filmanalysen berechnet. Zum "Abkratzen/Ablesen" von relativ stabilen Körperpunkten haben wir uns im Schwimmen als Ganzkörperbewegung auf "ruhende Pole" zu konzentrieren.…

Hüftlendenmuskel

Hüftlendenmuskel (iliopsoas m.) →Lendendarmbeinmuskel, →Hüftbeugemuskel  

Humor

Humor (humour), noch weitgehend unerklärtes Phänomen, das oft zu sehr auf „zum Lachen erregen“ beschränkt ist („Humor ist, wenn man trotzdem lacht“). Erweitert ist Humor eine Einstellung, Konflikten und Herausforderungen gelöst und mit komisch - freudiger Stimmung zu begegnen und damit zumeist erfolgreicher als inszeniertes unangemessenes Verhalten. Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns…

Hungerast

„Hungerast“ oder „Mann mit dem Hammer“ („hitting the wall“) →Hypoglykämie

Hydration

Hydra(ta)tion (engl. Hydration) = Wasseranlagerung, übertragen →Flüssigkeitsbedarf/-zufuhr  

Hydrierung

Hydrierung (hydrogenation), in der Chemie die Hinzufügung von Wasserstoff an andere Elemente oder Verbindungen. Gegenteil: →Dehydrierung

Hydrodynamik

Hydrodynamik/ Fluiddynamik (hydrodynamics), Teilgebiet der Strömungslehre, das sich mit strömenden Flüssigkeiten und Gasen befasst. Die Hydrodynamik ist von grundsätzlicher Bedeutung für die Biomechanik des Schwimmens durch die Beachtung der äußeren Kräfte (Schwerkraft und statischer Auftrieb) und der die Fortbewegung beeinflussenden Brems- und Antriebskräfte. Der Schwimmer muss lernen, den Wasserwiderstand zu verringern (→Wasserlage, →Technik) und zugleich…

Hydrogencarbonat

Hydrogencarbonat (hydrogen carbonate), Substanz des Puffersystems, das den pH-Wert im Blut anhebt und dadurch einer Azidose entgegenwirkt. Für den Sportler hat sich die Zufuhr von Hydrogencarbonat (Mineralwasser) als Säure-Puffer zur besseren Regeneration bewährt, Nach intensiveren Belastungen kann so der Säure-Basen-Haushalt wieder ausgeglichen werden. Das Mineralwasser sollte dann mehr als 1.500 Milli-Gramm Hydrogencarbonat pro Liter aufweisen.…

Hydrostatik

Hydrostatik (hydrostatics), Teilgebiet der Strömungslehre, das sich mit dem Gleichgewicht der Kräfte in ruhenden Flüssigkeiten befasst, im Gegensatz dazu Hydrodynamik. Der Wasserdruck nimmt pro 10 Meter (m) Tiefe um ungefähr 1 bar zu und ist nur von der Flüssigkeitstiefe und der Dichte der Flüssigkeit abhängig und nicht von der Größe der Fläche (hydrostatisches Paradoxon). Dabei ist der…