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Haltungsstörung
Haltungsstörung (postural abnormality), pathologische Körperhaltung als unökonomischer Zustand inadäquater Beanspruchung der Muskulatur (Haltungsschwäche) und passiver Strukturen (Haltungsschaden), was zu Schmerzen führen kann. →Haltungsfehler
Hämatokrit
Hämatokrit (HK) (hematocrit), Volumenanteil der roten Blutkörperchen (→Erythrozyten) am Gesamtblut in Prozent = Hämatokritwert (♂ 43-49%, ♀ 37-45%) und damit Ausdruck der Viskosität des Blutes. Geringere Hämatokrit-Werte begünstigen den Gasaustausch, da so die Erythrozyten leichter die Kapillaren passieren. Erhöhte Hämatokritwerte (über 50%) können die Folge von Flüssigkeitsverlust (→Flüssigkeitsbedarf) sein und die Regenerationsfähigkeit (→Regeneration) einschränken. Für…
Hämatom
Hämatom (hematoma), griech. haima "Blut" und témnein "schneiden ,verwunden‘" = Bluterguss. Ansammlung von geronnenem Blut im Gewebe nach unfallbedingten oder operativen Gefäßverletzungen, das zu einer Farbveränderung („blauer Fleck“) oder tiefer liegend zu einer Schwellung führt. Der Abbau kann bis zwei Wochen dauern. Bei den typischen Sportverletzungen entstehen Hämatome meist am betroffenen Gelenk (Sprung-, Handgelenk etc.)…
Hämodynamik
Hämodynamik (hemodynamics), Lehre von den physikalischen Grundlagen des Blutkreislaufs (→ Herz-Kreislaufsystem) analog den Gesetzen der Hydrodynamik bei Beachtung der Fließeigenschaften des Blutes. →Blutdruck, →Puls Exkurs: "Intensive muskuläre Aktivität führt zu einer direkten Abnahme der Durchblutung der Leber. Es kann der Grund für die Hypoxie der Leberzellen werden. Geschädigte Leberzellen sind anfälliger für Hypoxie als normale. Die…
Hämoglobin
Hämoglobin (hemoglobin), roter Blutfarbstoff in den Erythrozyten, an das eiweißartige Häm gebundenes Eisenmolekül, das in der Lage ist, Sauerstoff zu binden (Oxygenierung). Diesen nimmt er in der Lunge auf und transportiert ihn durch die Blutgefäße. Auf dem Rückweg sorgt er für den Abtransport des Kohlendioxids. →Eisen Als normal gelten folgende Hämoglobin-Werte: Frauen: 12 – 16…
Hämoglobinmasse (Hbmass)
Hämoglobinmasse (Hbmass) (haemoglobinmass), mittlere Hämoglobinmasse (mHb je Ery) eines Erythrozyten wird berechnet aus dem Quotienten der Massenkonzentration des Hämoglobins und der Erythrozytenkonzentration im Blut (mHb je Ery = { bHb / CEry } ). Die Hämoglobinmasse kann durch Erythropoetin (Epo) und Hypoxie (→Höhentraining) erhöht werden und steigert so auch die maximale. Sauerstoffaufnahme. Studien mit Radsportlern in der…
Hamstrings
Hamstrings (engl. für ischiocrural muscles) = ischiocrurale Muskulatur, auch Hüftgelenksextensoren , Muskelgruppe auf der Rückseite des Oberschenkels (biceps femoris, semitendinosis, semimembranosis), die das Bein im Knie beugt und mit dem Großen Gesäßmuskel (m. glutaeus) die Hüfte streckt. Sie gewährleisten die Haltung des Rumpfes durch die Kontrolle des Standes des Beckens im Bezug auf die Beine.…
Hand-über-Hand-Schwimmen
„Hand über Hand-Schwimmen“ (hand over hand swimming), Von Engländer Trudgen 1873 entwickelter Schwimmstil („trudgen“), bei dem die Arme aus dem Wasser ähnlich wie beim Seitenschwimmen nach vorn geführt wurden, nur wechselte man stets von einer auf die andere Seite und führte zusätzliche Scherenbeinschläge aus. Also mehr ein Mix von Elementen des Brust- und Kraulschwimmens („Matrosen-,…
Handbewegung
Handbewegung (hand movement), hier auf das Schwimmen bezogen eine Bewegung (→Raumbahn) der Hand als Teil der Armbewegung mit maßgeblichem Anteil am Vortrieb („Wasser fassen“ und „Abdruck“) Untersuchungen im Strömungskanal konnten die Bedeutung des dynamischen Auftriebes für den Antrieb an Handmodellen nachweisen. Dabei wurden mit leicht geöffneten Fingern und abgespreizten Daumen höhere Widerstände beobachtet (Küchler, 2015,…
Handgerät
Handgerät (hand apparatus), Sportgerät (Rhythmische Gymnastik), das vorwiegend in der Gymnastik mit der Hand bewegt wird, wie Seil, Reifen, Ball, Keulen und Band usw., aber allgemein in die funktionelle Gymnastik mit Gerät (Seil, Stab) bis zu Kräftigungsübungen (Medizinball) übernommen wurde. →Trainingsmittel
Händigkeit
Händigkeit (handedness), zumeist angeborene Überlegenheit einer Hand bei Kraft- und Geschicklichkeitsanforderungen, die in bestimmten Sportarten wie Tennis, Fechten oder Boxen von taktischer Bedeutung ist. Im übertragenen Sinne kann man auch von „Füßigkeit“ sprechen, z.B. im Fußball. Wir wissen aber nicht genug darüber, was genau einen Händigkeitsphänotyp ausmacht. Die Forschung über die Ursprünge manueller Asymmetrien und…
Handlung
Handlung (action), Aufgabenbewältigung; bewusste, zielgerichtete und zeitlich begrenzte Aktivität des Menschen. Die Handlung des Menschen ist begründbar und damit rational. Dementsprechend ist er für sein Verhalten verantwortlich. Das Handlungskonzept dient in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, so auch in der Psychologie, als Bezugsobjekt der Neuorientierung. Psychisches entwickelt sich im und aus dem Handeln. Die handlungstheoretische Betrachtungsweise stützt sich…
Handlungsfähigkeit, individuelle
Handlungsfähigkeit, individuelle (actional capacity, individual), Fähigkeit, die eigenen Leistungsvoraussetzungen anforderungsspezifisch sicher, variabel und zuverlässig einzusetzen. Äußerlich sichtbarer Ausdruck ist die Handlungskompetenz. In den sportdidaktischen Diskussionen nimmt das Konzept der Handlungsfähigkeit einen sehr breiten Stellenraum ein. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung der physischen Voraussetzungen für das Sporttreiben-Können, sondern um den Sinn des Sporttreibens…
Handlungskompetenz
Handlungskompetenz (action competence), „Fähigkeit des Einzelnen sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten (www.wikipedia.de). →Trainerkompetenz Handlungskompetenz ist ein Leitziel der Trainerausbildung. Sie verknüpft Wissen, Können und Verhalten in Bezug auf ein erfolgreiches, ganzheitliches Handeln miteinander. Handlungskompetenz schließt Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Methoden- und Vermittlungskompetenz sowie strategische Kompetenz ein…
Handlungsorientierung
Handlungsorientierung (actional orientation), im weiten Sinne praxisbezogenes und praktisches Lernen, weil alles Lernen Handeln ist. Indem Handeln zum Unterrichtsprinzip erhoben wird, erwächst daraus der Anspruch, dass die Schüler selbsttätig werden und den Wert der Unterrichtsinhalte für Leben und Handeln erfahren. Für das sportliche Training sind besonders Handlungsorientierungen mit höherem Verallgemeinerungsgrad von Bedeutung (→Trainingsprinzipien). Psychische Komponenten…
Handlungsphasen
Handlungsphasen (actional phases), als Verlaufsmodell der Motivation hat sich das Rubikonmodell der Handlungsphasen von Heckhausen & Gollwitzer (1987) bewährt, das Kernbegriffe der Motivationspsychologie und Begriffe für die zugehörigen Bewusstseinslagen einschließt. Nach diesem Modell werden einzelne Handlungsschritte in vier formelle Phasen eingeteilt: Abwäge-, Planungs-, Handlungs- und Bewertungsphase. Nitsch (2000) gliedert eine Handlung in die drei Phasen…
Handlungsregulation
Handlungsregulation (action regulation), in der Psychologie die Regelung von Handlungsabläufen in den Teilschritten: Erkennen, Bewerten, Entscheiden, Erleben, Streben, Kontrollieren und Behalten. Sie fußt auf folgenden Prämissen (Handlungsregulationstheorie): Der Mensch setzt sich mit seiner Umwelt auseinander und verändert sie. Die Umweltbedingungen bestimmen Handeln mit und nicht allein Denken und Reagieren. Menschliches Handeln vollzieht sich immer in…
Handwurzelknochen
Handwurzelknochen (carpal bones), acht kleinere Knochen, die die Beweglichkeit des Handgelenkes sichern. Bei Kindern findet man zwischen den Mittel- und Endstücken die aus Knorpel bestehenden Wachstumsfugen (Epiphysenfugen), die im Wachstumsverlauf verknöchern. In der Kinderorthopädie verwendet man deshalb die Röntgenaufnahme der Hand als aussagekräftiges diagnostisches Hilfsmittel zur Ermittlung der Gesamtkörpergröße, den Abschluss des Längenwachstums und zur…