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Immunschwäche

Immunschwäche, Abwehrschwäche (immune weakness), auch Immundefekt, Immundefizienz, Immuninkompetenz; eine allgemeine Erkrankung des Immunsystems, die sich in Anfälligkeit gegenüber Infekten äußert. So wird bei mindestens drei Infektepisoden pro Jahr von mehr als vier Wochen Dauer von einer Immunschwäche gesprochen (Peter, 1998). Bei einem zellulären Immundefekt sind die Abwehrzellen selbst, bei einem humoralen Immundefekt die Antikörper betroffen.…

Immunsystem

Immunsystem (immune system) aus verschiedenen Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende Funktionseinheit zur Abwehr von Krankheitserregern. Hierzu zählen neben Zellen (wie z.B. Lymphozyten) auch kleine Proteinmoleküle (→Immunglobuline). Durch Stress, wozu auch Überbelastung/-training zu zählen ist, kann die Abwehrbereitschaft geschwächt werden (Immunsuppression). Wenn dem Organismus keine ausreichende Regenerationszeit zur Absenkung des Stresshormonspiegels zur Verfügung steht, kann…

Impfschutz

Impfschutz (immunization protection), spezifische Immunität, die durch Impfung erzielt wird. Es werden aktiver Impfschutz (der Körper erzeugt die Antikörper selbst) und passiver (Antikörper werden übertragen) unterschieden. Schutzimpfungen haben nicht nur eine Wirkung auf die geimpften Personen (Individualschutz), sondern können indirekt auch nicht geimpfte Menschen vor einer Erkrankung schützen, da sie die weitere Verbreitung einer Infektionskrankheit…

Impingementsyndrom

Impingementsyndrom (engl. Zusammenstoß; dt. Engpasssyndrom), eingeschränkte Beweglichkeit im Gelenk →Schwimmerschulter Mehr zum Thema: https://www.netdoktor.de/krankheiten/impingement-syndrom/ - Zugriff 05.09.2019

Imponiergehabe

Imponiergehabe (display), lat. imponere "hineinsetzen"; Begriff für Verhaltensweisen von Tieren, Attraktivität und Stärke zu demonstrieren. Übertragen auf den Menschen, ein Verhalten, um andere zu beeindrucken Imponiergehabe ist besonders anzutreffen, wenn Gegner (oder das andere Geschlecht) beeindruckt werden sollen. Das geht von militärischen Manövern bis zum gockelhaften Aufplustern der Boxer vor dem Kampf, Machtposen der Bodybuilder…

Impuls

Impuls (p) (impulse), (plötzlicher) Antrieb; Erregung, Anstoß; umgangssprachlich „Wucht“, „Schwung“ oder „Schub“. in der Mechanik das Produkt aus Masse und Geschwindigkeit eines Körpers: [p = m (v2 – v1)], gemessen in Newtonsekunden (Ns). Während die Kraft (F) die Beschleunigung verursacht, wird mit dem Impuls der Bewegungszustand erfasst. in der Psychologie „ein spontanes Umsetzen von Handlungen,…

Impuls-Timing-Theorie

Impuls-Timing-Theorie (impulse-timing theorie), Theorie, wonach das motorische Programm als eine Anzahl von Impulsen gesehen werden kann, die in einer bestimmten zeitlichen Folge und einer bestimmten Intensität an die Muskulatur ausgesendet werden. Die Abfolge der Impulse, ihr zeitliches Verhältnis und ihre Intensität zueinander stellen den invarianten Teil des Programms dar. Die Impuls-Timing-Theorie ist theoretische Grundlage und…

Impulserhaltungssatz

Impulserhaltungssatz (impulse preservation, rule of) aus dem Gegenwirkungsgesetz abgeleitetes mechanisches Gesetz, wonach der Gesamtimpuls eines geschlossenen Systems immer konstant bleibt (→Impulsgesetz): :m1 ∙ v1 = constant (m = Masse, v = Geschwindigkeit). →Impulsgesetz Klassisches Beispiel aus der Physik: wenn eine am Faden aufgehängte Stahlkugel an eine ebenso aufgehängte gleiche Kugel stößt, dann fliegt die zweite…

Impulsgesetz

Impulsgesetz (impulse law), in einem nicht abgeschlossenen System ist der Kraftstoß gleich der erzielten Impulsänderung: F • t = m (v2 – v1). NEWTON (1643-1727) leitete aus diesem Zusammenhang von Kraft, Masse und Beschleunigung das „Grundgesetz der Mechanik“ (Dynamisches Grundgesetz, Aktionsprinzip) ab, wobei die Kraft der Quotient aus Bewegungsimpuls [m (v2 – v1)] und Zeit…

Impulsivität

Impulsivität (impulsivity), lat. impulsus "Anstoß, Einfluß", auch Leichtfertigkeit; nicht eindeutig definierter Handlungsantrieb; beschrieben als spontane Handlung, ohne in dem Moment die Folgen zu bedenken, aber auch Lebendigkeit. Zunächst als normales und alltägliches Verhalten wird Impulsivität problematisch, wenn sie mit den Normen menschlichen Zusammenlebens kollidiert. Im Denken kann sie zu voreiligen Schlüssen und Entscheidungen führen. Besonders…

in vitro

in vitro (lat. „im Glas“), außerhalb des lebenden Organismus stattfindende Vorgänge, z.B. Experimente im Reagenzglas. Gegensatz →in vivo

in vivo

in vivo (lat. „im lebendigen“), im lebenden Organismus stattfindende Vorgänge, z.B. die klinische Prüfung von Experimenten in der 2. und 3. Phase. Gegensatz →in vitro

Inaktivitätsatrophie

Inaktivitätsatrophie (atrophy, caused by inactivity), durch Ruhigstellung (Bettruhe, Gipsverband…), aber auch durch überlangen Trainingsausfall bedingter Schwund von Muskeln und Geweben (→Degeneration). Histologisch wurde besonders eine Rückbildung der Muskelfasern vom Typ II gefunden. Ohne entsprechende Reize nimmt die Muskelfaseratrophie ab dem 25. Lebensjahr stetig zu (Gisler, 2011). Auch psychische Störungen in Verbindung mit fehlender Aktivität können…

Index

Index (index), lat. index „Zeigefinger, Anzeiger, Kennzeichen, Titel, Verzeichnis“; vielfache Bedeutung, hier statistische Messziffer oder Zahlenverhältnis, wie z.B. in der Anthropometrie der Rohrer-Index oder in der Biomechanik der Stroke-Index. →Statistik

Indikation

Indikation (indication), lat. indicare „anzeigen“= „Heilanzeige“: Grund oder Anlass für eine für den Patienten sinnvolle Maßnahme. So sollten zum Beispiel rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel bei Leistungssportlern nur bei ärztlicher Indikation eingesetzt werde. Gegensatz: →Kontraindikation Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Indikation Zugriff 06.09.2019

Indiskretion

Indiskretion (indiscretion), lat. indiscretio, „Rücksichtslosigkeit“; Verletzen der Verschwiegenheit und die Weitergabe von Informationen an Personen, für die diese nicht bestimmt sind (Wikipedia). Durch das enge Vertrauensverhältnis (→Vertrauen) in der Trainer-Sportler-Beziehung im Hochleistungssport führt Indiskretion zu einem starken Vertrauensbruch. Besonders gegenüber den Medien ist Zurückhaltung geboten. Ferner sollte der Trainer seinen Arbeitsvertrag kennen, da gegebenenfalls Betriebsgeheimnisse…

Individualisierung

Individualisierung (individualization), von lat. individuum „Unteilbares, ‚Einzelding“; in der Soziologie der Übergang des Menschen (→Individuum) von der Fremd- zur Selbstbestimmung. Der deutsche Philosoph und Pädagoge Herbart erklärte bereits 1807, dass die Verschiedenheit der Köpfe beim Lernen in Gruppen Differenzierung unverzichtbar macht. Das setzt voraus, den Schüler nicht als Objekt zu sehen, sondern als Subjekt zu…

Individualsportart

Individualsport (individual sport), Sportart, die vorrangig auf Leistungen einzelner Sportler basiert, im Gegensatz zu Mannschaftssportarten. Schwimmen ist vorrangig Individualsportart, kann aber auch entsprechend des Wettkampfmodus als Mannschaftssport ausgeübt werden (z.B. DMS).  

individuelle Schwelle

Individuelle Schwelle (individual threshold) → Schwelle

Individuum

Individuum (individual), lat.individuum „Unteilbares, Einzelding“; der einzelne Mensch in seiner Einzigartigkeit. Mit dem Individuum befassen sich Soziologie (Individuum und Gesellschaft), Philosophie (Anthropologie), Sozialpsychologie (Individuum und soziales Umfeld), Rechtswissenschaft (individuelle und kollektive Interessen) usw. →Individualisierung, →Ich Statistische Vergleiche orientieren oft an einem idealen Durchschnittssportler, den es in Wirklichkeit nicht gibt. In einer Gruppe 12jähriger kann biologisch…