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Instrumentalisierung (des Sports)
Instrumentalisierung des Sports (instrumentalization of the sport), Fremdbestimmung des Sports, besonders kennzeichnend für totalitäre Regime. Die im Grundgesetz verankerte „freie Entfaltung“ der Bürger erfordert zwar den freien und unabhängigen Sport, der sich in der „Partnerschaft zwischen Staat und Sport“ äußern sollte. Die facettenreiche Entwicklung des Sports und dessen Öffentlichkeitswirkung weckt aber immer mehr politische, wirtschaftliche…
Insuffizienz
Insuffizienz (insufficiency), Gegensatz von lat. sufficere „genügen“; Unzulänglichkeit, Schwäche, in der Medizin die unzureichende Leistung eines Organs oder Organsystems Beispiel: relative Insuffizienz des sympathischen Systems kann eine Ursache des Übertrainings-Syndroms in Ausdauersportarten sein Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Insuffizienz- Zugriff 11.09.2019
Insulin
Insulin (insulin), in den LANGERHANSschen Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildetes „Inselhormon“, das den Blutzuckerspiegel senkt und auf alle Stoffwechselreaktionen wirkt. So wird der Muskulatur vermehrt Glucose bereitgestellt, die Bildung von Glycogen, Fettsäuren und Proteinen erhöht bzw. deren Abbau gehemmt. Durch Ausdauertraining wird der Insulinbedarf der Muskelzellen gesenkt. So nimmt bei Langzeitausdauer-Belastungen die Insulinkonzentration ab, womit…
Integration
Integration (integration), lat. integrare „erneuern, ergänzen, geistig auffrischen“; Einbeziehung, Eingliederung in ein Ganzes. Vielfältig angewandter Begriff in Gesellschafts- und Naturwissenschaften. →Inklusion, →Integration, sensorische Beispiel: Integration von Kraft- und Schnellkraftentwicklung in den langfristigen Leistungsaufbau der Schwimmer Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der gesellschaftlichen Integration. Der Umgang mit verschiedenen Kulturen, insbesondere mit dem Islam brachte die Bundesrepublik…
Integration, sensorische
Integration, sensorische (Sensory processing), lat. integer "unversehrt, ganz" verallgemeinert "in sich geschlossen sein", sensorisch "auf die Sinne bezogen"; Verarbeitung sinnlicher Wahrnehmung durch Ordnen der Sinne zu einem geschlossenen Eindruck, z.B. die „Kooperation“ von Vestibularapparat im Innenohr und den Propriozeptoren als Körperreaktion auf die Schwerkraft. Einfacher gesagt ein neurologischer Vorgang, bei dem das Gehirn empfangene Sinnesreize…
Intellekt
Intellekt (intellect; brain power), lat. intellectus „Erkenntnisvermögen, Einsicht, Verstand“; Denkvermögen →Intelligenz, →Verstand
Intelligenz
Intelligenz (intelligence) , von lat. inter „zwischen“ und legere „lesen, wählen“; unterschiedliche Erklärungsversuche; einmal Bezeichnung für Gruppe von Intellektuellen, in der Psychologie übergeordnet für geistige Leistungsfähigkeit: die Fähigkeit, flexibel und schnell Situationen zu meistern, wobei das Denkvermögen (Intellekt) eine maßgebliche Rolle spielt. →Intelligenz, künstliche Die Intelligenz wird mittels Intelligenztests gemessen, die auf Faktoren wie Sprachvermögen,…
Intelligenz, künstliche
Intelligenz, künstliche (KI) (artificial intelligence), Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst (WIKIPEDIA). Inzwischen dürfen in keinem Statement der Politiker die Begriffe "Klimaschutz" und "künstliche Intelligenz" (Digitalisierung) fehlen. Aber Vorsicht: Solange das menschliche Denken lückenhaft erforscht und verstanden ist, sind denkende Maschinen eine Illusion (s. Exkurs). Eine…
Intelligenzquotient (IQ)
Intelligenzquotient (IQ) (intelligence quotient), Maß der intellektuellen Leistungsfähigkeit als Quotient von Intelligenzalter (IA) zu Lebensalter (LA). Die Ergebnisse sind ohne Kenntnis des zugrundeliegenden Tests und dessen Normierung nicht vergleichbar. Zudem sind die Werte etwa nur zur Hälfte genetisch veranlagt und werden folglich stark von Umweltfaktoren bestimmt (soziales Milieu usw.). Deshalb sollte man den Test nicht…
Intensitätskoeffizient
Intensitätskoeffizient (intensity, co-efficient of), in Zahlen ausgedrücktes Verhältnis der Belastungsintensität zur Belastungsdauer, z.B. im Schwimmen der Anteil an intensivem Trainingsbereich zu den Gesamtkilometern pro Trainingseinheit oder Trainingsabschnitt. Im Gewichtheben das Verhältnis der Gesamtsumme der Last zur Anzahl der Wiederholungen: Mittlere gehobene Hantelmasse (kg x 100) : Wettkampfleistung (Reißen + Stoßen) kg (Zatsyorski & Kraemer, 2006,…
Intensiver Trainingsbereich
„intensiver Trainingsbereich“ (intensive training range) in der Trainingspraxis der Schwimmer üblicher Sammelbegriff für die intensiven Ausdauerbereiche (→GAII, → SA, →WA) und die Schnelligkeit oder Belastungszonen 4-8. Der Anteil des intensiven Trainingsbereichs liegt im Hochleistungstraining zwischen 12-20% der absolvierten Schwimmkilometer. →Intensivierung, →Training, polarisiertes Mehr zum Thema: Rudolph, K. (2008). Belastungszonen - Problemzonen? DSTV-Reihe, Bd. 29, 34-41
Intensivierung
Intensivierung (intensification, increase), lat.intendere „anspannen, spannen, die Aufmerksamkeit auf etwas richten“; Verstärkung, Vertiefung, Steigerung, Hebung Im Training ist die Erhöhung der intensiven Anteile der Trainingsübungen, wie des spezifisches Krafttrainings an Land oder der intensiven Anteile des Wassertrainings (→intensiver Trainingsbereich) die wesentliche Grundlage der Belastungssteigerung (→Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung). Im Ausdauertraining wird zudem die Elektromyostimulation…
Intention
Intention (intention), lat. intendere „sein Streben auf etwas richten“; Absicht, in der Psychologie die inhaltliche Ausrichtung oder Beziehung auf etwas; zentraler Übergang auf dem Weg vom Wünschen zum Handeln (http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/intention/7289, Zugriff am 13.09.16). So wird auch unter intentionaler Erziehung eine aus Erziehungszielen abgeleitete pädagogische Handlung verstanden. →Gerichtetheit
Interaktion
Interaktion (interaction), lat. aus inter „zwischen“ und actio „Handlung“; wechselseitiges Einwirken von Akteuren oder Systemen, z.B. die Interaktion zwischen Hand und Wasser beim Schwimmen. Als soziale Interaktion Kontaktaufnahme bzw. Umgang oder Verbindung von Menschen (einzeln oder Gruppen, auch zwischen Mensch und Tier) als eine wesentliche Grundlage der Sozialisation. Soziale Interaktion betrifft immer beide Seiten, im…
Interdisziplinarität
Interdisziplinarität (interdisciplinarity), „die Eigenschaft einer Wissenschaft, Ansätze, Denkweisen oder zumindest die Methoden einer anderen Fachrichtung zu nutzen“ (Wikipedia). Interdisziplinarität ist ein besonderes Anliegen der Trainingswissenschaft als integrative Wissenschaft. Eine Reihe sportwissenschaftlicher Disziplinen wie Sportmedizin, Sportbiomechanik, Sportmotorik, Sportpsychologie, Sportpädagogik, Sportgeschichte, Sportsoziologie, Sportphilosophie (Sportethik) haben sich etabliert und in gut funktionierenden nationalen und internationalen wissenschaftliche Organisationen zusammengeschlossen.…
Interesse
Interesse (interest), lat.: inter „zwischen, inmitten“ und esse „sein“; vielfältig genutzter Begriff (Woxikon verweist auf 245 Synonyme in 26 Synonymgruppen). In der Psychologie Aufmerksamkeit, Neigung gegenüber einer Sache oder Person. Interessen sind als Bestandteil der Einstellungen Orientierungs- und Richtpunkte für das Verhalten und Handeln (→Motivation, intrinsische). Das Interesse für Tätigkeiten ist Voraussetzung zum Erlernen von…
Interferenz
Interferenz (interference), lat. inter „zwischen“ und ferire „sich gegenseitig schlagen“; angewendet in der Physik, Linguistik, Pharmazie im Sinne von Überlagerung. In der Psychologie werden verschiedene Formen der Gedächtnishemmungen als Interferenzen bezeichnet, wenn z.B. bei der Technikvermittlung ein neu zu erlernendes Element mit einem bereits erlernten kollidiert, wodurch Klarheit und Struktur der im Vordergrund stehenden Aufgabe…
Internalisierung
Internalisierung (internalisation), lat. internus „innen befindlich“, „Verinnerlichung“; in der Sozialpsychologie die Verinnerlichung von Auffassungen, Werten und Normen anderer sowie die Übernahme der zugedachten Rolle in der Gesellschaft (→Sozialisation). →Geschlechterrollen, →Motivation, extrinsische, →Konformität Im organisierten Sport akzeptieren die Teilnehmer bestimmte Spielregeln (Wettkampfbestimmungen, Ausschreibungen, Satzung) und machen sie sich zu eigen (Verinnerlichung). Ihre Einhaltung stärkt die Selbstbestätigung,…
Internat
Internat (boarding school), lat. internus, „im Inneren befindlich, vertraulich“; einer Unterrichts- oder Lehreinrichtung angeschlossene Wohneinrichtung für Schüler oder Studenten. Eltern schicken ihre Kinder ins Internat, weil der lange Schulweg unzumutbar ist (→Wegezeiten), sie aus Zeitmangel fremde Obhut beanspruchen (z.B. Ortswechsel der Eltern, Scheidung), sie vom pädagogischen Konzept der Einrichtung überzeugt sind (z.B. Waldorfschule), ihr Kind…