Vielseitigkeit
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Bewegungsraum Wasser
Bewegungsraum Wasser (motor space water?), Sammelbegriff für vielfältige Bewegungshandlungen im Wasser, aufbauend auf den →Grundfertigkeiten Gehen, Gleiten, Springen, Tauchen, Schweben, Atmen. Besonders Kindern, aber auch Behinderten, erschließt sich im Umgang mit dem Wasser eine neue, faszinierende Welt (z.B. Gefühl der Schwerelosigkeit). Erste Erfolgserlebnisse erhöhen das Sicherheitsgefühl bis zum Erlernen des Schwimmens als Überlebensfaktor. Diese Bewegungsvielfalt…
Ergänzungstraining
Ergänzungstraining (supplementary training), in der Sportpraxis etablierter Begriff ohne wissenschaftlichen Hintergrund, zumeist für allgemeines Training („ergänzend zum spezifischen Training“) verwendet, wie auch Ausgleichstraining oder Alternativtraining. Zudem animiert der Begriff zu einer Unterschätzung der allgemeinen Leistungsgrundlagen. Durch den systematischen langfristigen Leistungsaufbau erübrigt sich der von einer starken Spezialisierung ausgehende Begriff. Die notwendige Komplexität der Leistungsvoraussetzungen erfordert…
Erlebnispädagogik
Erlebnispädagogik (experience pedagogy), (Pädagogik); Bestandteil ganzheitlicher Bildungs- und Erziehungskonzeptionen, der sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt hat. Die Erlebnispädagogik will in Lernprozessen durch die Einheit von physischen, psychischen und sozialen Herausforderungen junge Menschen befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten (handlungsorientiert). →Waldorfpädagogik Erlebnispädagogische Aktivitäten sind z.B. Klettern, Kanu - Fahren, Segeln, die heraus-, aber nicht…
Fahrsport
Fahrsport (driving sports; sliding sports), Sportartengruppe, bei der die Fortbewegung mit Sportgeräten auf festem Untergrund (Straße, Eis, Schnee) oder auf Wasser (→Wasserfahrsport) erfolgt, spezifisch eine Form des Pferdesports (Fahren mit Kutschen und Wagen). Für den Schwimmer sind besonders Sportarten mit Ganzkörperbewegungen zu empfehlen wie Skilanglauf und Rudern, Paddeln, aber auch Radfahren wird zur allgemeinen Ausdauerschulung…
Fitnesstest
Fitnesstest (fitness test), →Testbatterie zur Erfassung gesundheitsrelevanter körperlicher Fähigkeiten durch vorwiegend sportmotorische Tests. In der Schwimmsportpraxis auch als Test zur Überprüfung des „allgemein athletischen Zustands“ bekannt. Typische Testformen sind Coopertest, “Kasten-Bumerang-Test“, Stufentest zur Überprüfung der Ausdauer, Sit-ups, Standdreisprung, Liegestütz sowie Tests zur Überprüfung der Beweglichkeit. Als Testbatterie zusammengefasst werden einige dieser Tests im Nachwuchstraining im…
Flexibilität
Flexibilität (flexibility), lat. flectere „biegen“ oder „beugen“; in Anatomie Gelenkigkeit (→Beweglichkeit); hier Psychologie: Verhaltensweise, das Vermögen, auf veränderte Verhältnisse zu reagieren (→Anpassungsfähigkeit). Die heutige Zeit erfordert im Beruf wie auch in anderen Lebensbereichen, einem Wandel gegenüber aufgeschlossen zu sein, sich schnell umstellen zu können und für Veränderungen bereit zu sein. Exkurs: So schickt der…
Hindernisturnen
Hindernisturnen (obstacle gymnastics), Überwinden von Hindernissen ohne bestimmte Formvorschriften in den Grundformen der menschlichen Bewegung wie Kriechen, Gehen, Laufen, Hüpfen, Steigen, Klettern, Ziehen, Schieben usw. (Baumgarten in Schnabel & Thieß, 1993, S. 392). Durch die Übungsvielfalt werden umfangreiche Bewegungserfahrungen gesammelt. Deshalb ist das Hindernisturnen ein elementarer Bestandteil der allgemeinen athletischen Ausbildung im Nachwuchstraining und bei…
Interferenz
Interferenz (interference), lat. inter „zwischen“ und ferire „sich gegenseitig schlagen“; angewendet in der Physik, Linguistik, Pharmazie im Sinne von Überlagerung. In der Psychologie werden verschiedene Formen der Gedächtnishemmungen als Interferenzen bezeichnet, wenn z.B. bei der Technikvermittlung ein neu zu erlernendes Element mit einem bereits erlernten kollidiert, wodurch Klarheit und Struktur der im Vordergrund stehenden Aufgabe…
Ironman
Ironman (engl.), längste regelmäßig und weltweit ausgetragene Distanz im Triathlon auf kommerzieller Basis, bestehend aus 3,8 km (2,4 Meilen) Schwimmen, 180 km (112 Meilen) Radfahren und 42,195 km (26,2 Meilen) Laufen, direkt hintereinander ausgetragen. Im Rettungssport non stop zu absolvierender Dreikampf, als Wettkampfdisziplin bestehend aus ca. 400 m Schwimmen, ca. 600 m Rettungsbrett- Parcours absolvieren…
Jogging
Jogging (jog = „trotten“), gesundheitsbetontes Laufen nach dem Grundsatz „lang und langsam“ im Bereich der Belastungszonen 1-2. Für Übergewichtige (BMI >30) wegen der hohen Gelenkbelastung nicht empfohlen. Joggen ist für Schwimmer mehr als Kompensation zum Wassertraining oder intensiven Landeinheiten, weniger aus physiologischen Gründen zu empfehlen, da mit Schwimmen als Ganzkörperbewegung größere Effekte erreicht werden, es…
Kanusport
Kanusport (canoeing), Fahrt mit speziellen Booten (Kanu), die durch den Einsatz von Paddel („paddeln“) fortbewegt werden. Wegen ähnlicher Zugphasen wie beim Schwimmen, der hohen Kraftanforderungen an den Schultergürtel und die Armmuskulatur sowie der Zugarbeit im Medium Wasser, ist Kanusport ein sehr gutes „Ergänzungstraining“ für Schwimmer und besonders für Trainingslager zu Beginn des Trainingsjahres (1. Makrozyklus)…
Kasten-Bumerang-Test
„Kasten-Bumerang-Test“, motorischer Test zur Überprüfung des allgemeinen koordinativen Leistungsstandes (→Gewandtheit) in Form eines durch Geräteaufbau und Wegstrecken eindeutig definierten Hindernislaufes, der u.a. auch von der Polizei als Eignungstest übernommen wurde. Im DSV ist dieser Test im Rahmen des Mehrkampfes/Landesvielseitigkeitstests zur Ermittlung der allgemeinen physischen Leistungsfähigkeit ausgeschrieben. Durchführung: Ausgangsstellung ist der Stand vor einer Matte. Der…
Kinästhesie
Kinästhesie (kinesthesia; kinesthesis), griech. kineō „bewegen, sich bewegen“ und aisthēsis „Wahrnehmung, Erfahrung“; Bewegungsempfinden, Wahrnehmung von Bewegungen, speziell Muskelkontraktionen, Gewicht und Lage des Körpers bzw. von Körperteilen im Raum durch Propriozeptoren, Hautrezeptoren und dem Vestibularapparat“ (Kent & Rost, 1996, S.201). →Wassergefühl, →Sonifikation Beispiel: Ein Vergleich der Delfin-Beinbewegung im Kanal und im Becken zeigte, dass Schwimmer ihre…
Kleine Spiele
Kleine Spiele (children’s games), Gruppe von Bewegungsspielen ohne einheitliches und verbindliches Regelwerk obwohl sie zumeist in Wettkampfform an Land oder im Wasser durchgeführt werden. Sie eignen sich wegen der leicht verständlichen Abläufe, den vielfältigen Bewegungsanforderungen, des Wettkampfgedankens und der Spielfreude besonders für das Nachwuchstraining. Man unterscheidet Singspiele, Laufspiele, Ballspiele, Kraft- und Gewandtheitsspiele. Es ist ein…
Körpererfahrung
Körpererfahrung (body experience), Komplex aller mit dem eigenen Körper im Zusammenhang stehenden Wahrnehmungen, als unmittelbar körperbezogene Kompetenz ein Schlüsselbegriff der Psychomotorik. Die Vermittlung von Körpererfahrung setzt eine Konzentration auf viele Sinnesebenen voraus, was am besten durch ein vielseitiges Bewegungsangebot gesichert wird, aber auch indem die Aufmerksamkeit auf wichtige Sachverhalte gelenkt wird (Werten, Verarbeiten, Einordnen von…
Landesvielseitigkeitstest
Landesvielseitigkeitstest (Land-Versatility-Test), Test des DSV zur Überprüfung von Leistungsvoraussetzungen im Nachwuchsbereich, im Einzelnen zur - körperlichen Eignung (Körperhöhe, Körpergewicht und BROCA-Index), (Achtung! Eignung ist nicht gleich Talent) Schwimmleistung (je nach AK 25-100m-Strecken in allen Lagen und 400-800m Kraul), Beinbewegung (25m) sowie Delfinkicks (15m) und Gleittest (7,5m), Technik (visuell durch Trainer), Grundschnelligkeit (15m) zu allgemeinen Kraftfähigkeiten…
Lauf
Lauf (running), 1. Als „Laufsport“ natürliche Sportart des Menschen, bereits bei den Olympischen Spielen der Antike von Kurzstrecken bis zum „Botenlauf“ (Marathon) ausgetragen. Inzwischen fester Bestandteil der Leichtathletik und zugleich zahlreicher Laufveranstaltungen im Breitensport und Freizeitsport ("Lauf dich gesund").. Im Training der Schwimmer Bestandteil des Trainings mit allgemeinen Mitteln an Land, wobei auf Laufbahnen oder…
Lauf-ABC
Lauf-ABC (running basics), auch "Laufschule"; aus der Leichtathletik übernommene Übungsfolge zur Kräftigung der Laufmuskulatur, die auch in das allgemeine Krafttraining des Schwimmers übernommen wurde. Dazu gehören folgende Übungen: Fußgelenkarbeit, Kniehebelauf, Anfersen, Hopserlauf, Sprunglauf, Wechselsprünge, Springen auf einem Bein, Mehrfachsprünge, Überkreuzlaufen. Diese Übungen werden in der Gruppe im Kreis ausgeführt oder als größere Belastung auch im…