Statistik
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Biometrie
Biometrie (biometry), griech. bíos „Leben“ und métron „Maß; Lehre von der Anwendung mathematisch-statistischer Methoden auf die Mess- und Zahlenverhältnisse der Lebewesen und ihrer Einzelteile. Biometrie wird vor allem im Zusammenhang mit mathematischer Vermessung und Statistik in der Medizin und Biologie und somit auch in der Sportwissenschaft, z.B. in der Talentforschung verwendet (→Talent). Von besonderer Bedeutung…
Index
Index (index), lat. index „Zeigefinger, Anzeiger, Kennzeichen, Titel, Verzeichnis“; vielfache Bedeutung, hier statistische Messziffer oder Zahlenverhältnis, wie z.B. in der Anthropometrie der Rohrer-Index oder in der Biomechanik der Stroke-Index. →Statistik
Korrelation
Korrelation (correlation), Begriff aus der Statistik, der die Beziehung (Zusammenhang) zwischen zwei Variablen (z.B. zwischen der Sprungkraft und Sprunghöhe als positive Korrelation, zwischen der Armzugkraft und der Schwimmzeit als negative Korrelation) beschreibt. Die Intensität der Beziehung wird durch den Korrelationskoeffizienten (r) ausgedrückt, der zwischen +1 und -1 liegt, wobei Null auf keinen Zusammenhang und 1,0…
Kraft, mittlere
Kraft, mittlere (force, mean value of), „Mittelwert von zeitlich veränderlichen Kräften für einen bestimmten Zeit- oder Wegabschnitt." (Möser in Schnabel & Thieß, 1994, S. 484). Bei Stößen im Sport, z.B. einem Aufsprung oder Abstoß, können die dabei auftretenden mittleren Kräfte direkt mit einer Kraftmessplatte oder einem Beschleunigungssensor gemessen werden oder indirekt über die Geschwindigkeitsänderung und…
kumulativ
kumulativ (cumulative), lat. cumulare „häufen“; sich anhäufend, steigernd; z.B. gebräuchlich in der Physiologie (z.B. Anhäufung von Laktat) oder in der Trainingsdokumentation (Summierung von Trainingsdaten).
Längsschnittvergleich
Längsschnittvergleich/-untersuchung (profile comparison), Forschungsmethode zur Entwicklung/ zum Verhalten derselben Person oder Gruppe zu verschiedenen Zeitpunkten unter vergleichbaren Voraussetzungen und Verfahren. Gegensatz: →Querschnittsvergleich Im Schwimmen der Vergleich von Daten zeitlich unterschiedlicher Tests, z.B. von KLD-Ergebnissen vom Frühjahr zum Sommer, oder zum gleichen Zeitpunkt verschiedener Jahre. Mit dem Längsschnittvergleich kann die Entwicklung einzelner konditioneller Fähigkeiten, schwimmtechnischer Parameter…
Leistungsprognose
Leistungsprognose (performance prognosis), „wissenschaftlich begründete Aussage von möglichen sportlichen Leistungen zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt“ (Schnabel & Thieß, 1993, S.541). →Prognose Im Schwimmen werden auf der Grundlage der bisherigen Entwicklung mittels mathematischer Trendberechnungen (→Trend) die Zielzeiten für einen Olympiazyklus (→Olympiade) ermittelt. Oftmals bietet sich als optimale Lösung die lineare Regression an (Rudolph, 2001; Tillinger et…
Leistungsstruktur
Leistungsstruktur (performance structure), hier als Begriff aus der Sportwissenschaft, der „innere Aufbau der sportlichen Leistung aus bestimmten Elementen und ihren Wechselbeziehungen“ (Schnabel et al. 2008, S.45). Mit dieser Definition soll das Verständnis des Trainers geweckt werden, dass es im Training nicht um ein schematisches Ausbilden einzelner isolierter Fähigkeiten geht, sondern dass diese in ihrer gegenseitigen…
Messfehler
Messfehler (measurement error), Messabweichung, In der Messtechnik die Abweichung eines gemessenen vom wahren Wert einer Messgröße, definiert als Differenz Messwert minus Referenzwert (Empfehlung, Norm). Im Sport können die Ursachen für Messfehler mannigfaltig sein. Misst z.B. ein Trainer die Zeit eines Schwimmers, dann kann er den Anschlag verzögert wahrnehmen, zu zeitig oder zu spät stoppen oder…
Mittelwert
Mittelwert (mean value), in der Statistik die Durchschnittsbildung von Zahlenwerten (arithmetisches Mittel). Liegen von einem Merkmal n Beobachtungen vor, errechnet sich der Mittelwert der Stichprobe als Aus der Leistungsdiagnostik im Schwimmen wie auch in anderen Sportarten ist bekannt, dass nur Ausnahmeathleten, die bei den Leistungsvoraussetzungen deutlich über die Mittelwerte herausragen, den Anschluss an die Weltspitze…
Netz, neuronales
Netz, neuronales (neural network), vom Neutronennetz des menschlichen Gehirns abgeleitetes Modell, um dessen Funktionsweise besser zu verstehen (→Neurophysiologie). Zugleich dient es als künstliches neuronales Netz zur Lösung konkreter Anwendungsprobleme in der Statistik, Wirtschaftswissenschaft und Technik. Neuronale Netze zeichnen sich durch ihre Lernfähigkeit aus. Sie können eine Aufgabe anhand von Trainingsbeispielen erlernen, ohne dazu programmiert werden…
Norm
Norm (standard), lat. norma „Richtschnur, Maßstab, Regel, Vorschrift“; 1. verbindliche Regel des Zusammenlebens (soziale N.); 2. Sollgröße im Sinne der Regel des Durchschnitts (= normal), die empirisch bzw. statistisch aus Tests (→Leistungsdiagnostik) ermittelt (statistische Norm) oder von Topsportlern oder theoretischen Modellen abgeleitet (ideale Norm) werden. Normwerte sind eine wichtige Grundlage der Trainingssteuerung, da so über…
Normalverteilung
Normalverteilung (normal distribution), ein ursprünglich von Carl Friedrich Gauß (1777-1855) zur Beschreibung von Messfehlern entwickeltes Verteilungsmodell für „kontinuierliche Zufallsvariablen“, auch Gaußsche Kurve genannt. Sie unterstellt eine symmetrische Verteilungsform in Form einer Glocke, bei der sich die Werte der Zufallsvariablen in der Mitte der Verteilung konzentrieren und mit größerem Abstand zur Mitte immer seltener auftreten. Die…
Nullhypothese
Nullhypothese (H0) (null hypothesis), in der Statistik die Annahme, dass zwischen den Mittelwerten zweier Stichproben kein statistisch nachweisbarer Unterschied besteht, wenn z.B. die Testergebnisse einer Kadergruppe sich nach einer längeren Trainingsphase von denen des Ausgangstests nicht gesichert (signifikant) unterscheiden. Damit bezeichnet die Nullhypothese die Gleichheit von Sachverhalten, d.h. zwischen den Testergebnissen oder Gruppen besteht kein…
Nutrition
Nutrition (nutrition) →Ernährung, lat. nutrio „säugen, ernähren, aufziehen“; Prozess der Aufnahme von Nährstoffen. Als Public Health Nutrition (PHN) eine noch recht junge Teildisziplin der Gesundheits- und Ernährungswissenschaften, die Elemente der Medizin, der Epidemiologie, der Soziologie und der Statistik mit den klassischen Ernährungswissenschaften kombiniert (WIKIPEDIA). →Wettkampfernährung