Statistik
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Ordinalskala
Ordinalskala (ordinal scale), lat. ordino „ordnen, gründen“, Ermittlung von Rangfolgen nach nicht quantifizierbaren Merkmalsausprägungen, wie z.B. „größer – kleiner“, „häufig – selten - nie“ als vielfach in der soziologischen und psychologischen Sportforschung angewandte Messmethode (Heinemann 1998). →Sportwissenschaft, →Statistik Beispiel: „Sporthäufigkeit“: 33% häufig, 45% selten, 12% nie. Mehr zum Thema: https://de.statista.com/statistik/lexikon/definition/99/ordinalskala/ - Zugriff 22.02.21
Perzentil
Perzentil (percentile), in der medizinischen Statistik die Teilung einer Stichprobe entsprechend ihrer Rangfolge in 100 Teile (0,01 – 0,99). Beträgt z.B. bei der Körperhöhe das 5. Perzentil 1,58m, dann besagt das: 5% der Stichprobe sind bis 1,58m groß. Das 10. Perzentil ist der Wert, den höchstens 10 Prozent der Stichprobe unterschreiten oder erreichen, während 90…
Population
Population (population), lat. populus „Volk“; In der Anthropologie eine durch ihre Entstehungsgeschichte miteinander verbundene Menschengruppe (Bevölkerung). In der Statistik die Grundgesamtheit, eine genau abgegrenzte Menge von Objekten, die Gegenstand sozialer empirischer Untersuchungen ist. Sie ist charakterisiert durch gemeinsame Merkmale wie Geschlecht, Alter, Sportart usw. Mehr zum Thema (Statistik): http://www.mesosworld.ch/lerninhalte/Grund_Stichprob/de/html/unit_DefPopulation.html - Zugriff 17.11.21
Quantifizieren
Quantifizieren (quantifying), lat. quantum „wie viel“, „wie groß“; messen, messbar machen von Menge, Größe, Intensität oder Häufigkeiten. Im Leistungssport spielt die systematische Quantifizierung von Belastungsreizen und Belastungsreaktionen eine bedeutende Rolle. Die zunehmende Digitalisierung eröffnet dabei vielfältige Möglichkeiten, die aber als objektive Kriterien für die Trainingssteuerung kritisch zu hinterfragen sind. So sind Wearables aktuell nur bedingt…
Querschnittsvergleich
Querschnittsvergleich/-untersuchung (cross section comparison), auch Querschnittsstudie, Querschnittdesign. In den Gesellschaftswissenschaften (Psychologie, Soziologie, Pädagogik) der Vergleich von Daten innerhalb einer Population (Statusdiagnostik) zur Überprüfung von Hypothesen oder Zusammenhängen von zwei oder mehreren Merkmalen (bivariate und multivariate Analyse). Gegenüber der Längsschnittuntersuchung kann die Querschnittsuntersuchung nur eingeschränkt Kausalhypothesen überprüfen, da Entwicklungen ausgeschlossen sind. Zudem halten sie oft strengen…
Randomisation
Randomisation (randomization), Begriff aus dem Englischen (random = wahllos, willkürlich), in der Statistik für die Auswahl einer zufälligen Gruppe aus einer Gesamtheit (Zufallsauswahl). →Gütekriterien Die randomisierte kontrollierte Studie (RCT) zählt für experimentelle Studien als "Goldstandard" eines Studiendesigns. Dabei wird unter "kontrolliert" der Einsatz von Experimental- und Kontrollgruppen verstanden. Wissen sowohl der Proband selbst als auch…
Rangliste
Rangliste (ranking) Reihenfolge vergleichbarer Objekte mit bewertender Sortierung (Wikipedia), im Schwimmen Vergleich der Sportler/innen an Hand ihrer Wettkampfzeiten als Bestenlisten.
Rangskala
Rangskala (ranking scale), Sonderform der →Ordinalskala. Hierbei kann jeder Wert nur einmal vergeben werden (z.B. Leistungsvergleich im Sport).
Ratingskala
Ratingskala (rating scale), von engl. rating "Bewertung, Einschätzung". Antwortformat zur Erfassung rangbasierter Aussagen von Befragten, die häufig auf einer ungeraden Skala (3/5/7) zwischen Extremen (Zustimmung/Ablehnung) entscheiden. Der mittlere Wert (3 oder 5) steht für „weiß nicht, unentschieden“. Sie können verbal, numerisch oder grafisch verankert sein. →Schätzskala Um die individuell wahrgenommene Beanspruchung einer sportlichen Belastung zu…
Regression
Regression (regression), lat. regredi „umkehren, zurückgehen“; allgemein ein Zurückbilden (z.B. von Tumoren), Zurückweichen (z.B. der Front) bis zur Fehlfunktion bei Software (Wikipedia). Für den Sport relevant als statistisches Verfahren und in der Psychoanalyse: In der Statistik die Darstellung der Abhängigkeit von Variablen (z.B. zwischen der Armzugkraft (→dynamische Maximalkraft) und der Schwimmgeschwindigkeit über 50m Freistil), die…
Regressionsgerade
Regressionsgerade (regression line), auch Regressionslinie, lineare Regression; grafische Darstellung einer linearen Regression, d.h. einer auf der Regressionsgleichung beruhenden Linie im Koordinatensystem zur Veranschaulichung der Beziehung zwischen zwei Variablen (x, y). Mehr zum Thema: Video: https://www.youtube.com/watch?v=osPwkFkYvNc - Zugriff 11.11.22 Lineare Regression: https://datatab.de/tutorial/lineare-regression - Zugriff 11.11.22
Regressionskoeffizient
Regressionskoeffizient (regression coefficient), bei einer linearen Regression bezeichnet der Koeffizient a den Abstand vom Schnittpunkt der Regressionslinie mit der Ordinate vom Koordinationsursprung, der Koeffizient b die Steigung der Regressionslinie. →Regression Allgemein sieht die Regressionsgleichung der einfachen linearen Regression mit unstandardisierten Koeffizienten so aus: Der Regressionskoeffizient gibt dabei an, um wie viele Einheiten der Wert des…
Reliabilität
Reliabilität (reliability), lat. reliabel „zuverlässig“; Zuverlässigkeit; neben Objektivität und Validität eines der drei wesentlichen Gütekriterien. Die Reliabilität besagt, dass die Wiederholung eines Tests (Re-Test) unter gleichen Bedingungen bei gleichen Probanden zu demselben Ergebnis gelangt. Die Messgenauigkeit wird durch den Realitätskoeffizienten bestimmt. →Testauthentizität Beispiel: In den Ausdauersportarten sind Laktatmessungen grundsätzlicher Bestandteil der Trainingssteuerung. Oft werden aber…
Schätzskala
Schätzskala (estimational scala), Schätzverfahren aus der empirischen Sozialforschung, wonach Eigenschaften eines Gegenstandes oder das Verhalten von Personen/Gruppen nach drei- bis siebenstufigen Zuordnungsskalen (Ratingskala) eingestuft werden (z.B. sehr gut – gut - normal – schlecht - sehr schlecht). Da der Ausprägungsgrad eines beobachteten Verhaltens eingeschätzt wird, ist das Verfahren sehr subjektiv belastet (s. Kampfrichterurteile). Um den…
semiquantitativ
semiquantitativ (semiquantitative), Messverfahren, das auf Schätzung beruht (z.B. Yanda-Muskelfunktionstest): leicht / mäßig / deutlich / stark erhöht (oder vermindert). →Skalierung Beispiele: Die Einstufung von Behinderungen erfolgt z.B. nach der Expanded Disability Status Scale, von der Stufe „0“ (gesund) bis „19“ (Tod). Der Stuhlgang kann nach Bristol-Stuhlformen-Skala klinisch nach 7 Typen bewertet werden. Mithilfe der semiquantitativen…
Signifikanz
Signifikanz (significance), lat. significare „bezeichnen“; allgemein für eine bedeutsame Sache/Begebenheit; in der Statistik für die Sicherheit des Informationsgehaltes einer Messung, indem geprüft wird, ob das Ergebnis mehr zufällig (nicht signifikant) oder nicht zufällig (signifikant) auftritt. →Gütekriterien Die Ergebnisse von Nullhypothesen-Signifikanztest (NHST) werden stark von der Stichprobengröße beeinflust. Da große Stichproben eher den Freizeitsport und kleine…
Skalierung
Skalierung (scaling), lat. scalae ‚Leiter‘,,Treppe‘; allgemein Zuordnen nach Größe; In der Statistik Messen oder Schätzen von Tatbeständen, die selbst nicht numerisch bestimmt sind zur Quantifizierung empirischer Befunde. Die Indikatoren müssen auf einer wissenschaftlichen Theorie (→Hypothese) basieren, sollten das Wesentliche des Forschungsgegenstandes erfassen und die Gütekriterien eines Tests erfüllen. Grundformen sind: Ordinalskalen (Rangskalen wie z.B. Schulnoten),…
Soll-Ist-Vergleich
Soll-Ist-Vergleich (debit:credit comparisation), auch Abweichungsanalyse, in der Buchführung die Differenz zwischen Ist- und Sollkosten zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit (neudeutsch: Controlling). Auf den Sport übertragen eine Kontrollform der Trainingsplanung, indem die Abweichungen der Ist-Werte von denen der Soll-Werte bestimmt werden, wie z.B. bei der Trainingsdatendokumentation. Soll: Ist-Vergleiche finden aber auch im Rahmen von Bewegungshandlungen auf den…
Standard
Standard (standard), aus dem Englischen = Maßstab, Norm, Richtschnur, Leistungs- und Qualitätsniveau (MEYERS Lexikon). In der Sportwissenschaft oft in Kombination mit anderen Begriffen: u.a. Standardabweichung, Standardbicarbonat, Standardfehler, Standardserie, Standardtrainingsprogramm. In der Zeitschrift für Sportmedizin wird regelmäßig der aktuelle Kenntnisstand in Form sportmedizinischer Standards dargestellt.