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Leistungsdiagnostik

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Abbruchkriterien

Abbruchkriterien (criteria for stopping the test), Regeln, Maße oder Zeiten, nach denen ein Test nicht mehr gewertet werden kann und deshalb abgebrochen wird. Beispiele: Beim Klimmzug muss das Kinn die Stange berühren, beim Stufentest werden die vorgesehenen Stufen (Geschwindigkeiten) nicht erreicht. Im Interesse der Objektivität eines Tests sind die Abbruchkriterien exakt auszuweisen.  

Aquatrainer

Aquatrainer (aquatrainer), Unterwasser-Laufband, das sowohl zur Rehabilitation verletzter Pferde, sowie als Trainingsmöglichkeit zur Leistungssteigerung gesunder Pferde eingesetzt wird. Im Schwimmen als AquaTrainer® ein von der Firma COSMED entwickelter Schnorchel für Tests im Schwimmen. In Kombination mit dem mobilen Diagnosesystem K4b² sind Lungenfunktionstests unter den unterschiedlichsten Bedingungen möglich, in Verbindung mit AquaTrainer-Kit bis zur Ergospirometrie-→Analyse im Wasser.…

Arbeit

Arbeit (W) (work), in der Hauptsache zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des Menschen. In der Biomechanik als mechanische Arbeit das Produkt aus Kraft und Weg (W = F∙ s) bei gleicher Richtung, berechnet in Joul (1J = 1Nm). Die Arbeit ist ein Maß der Trainingsbelastung im spezifischen Krafttraining an Armzuggeräten. Neben der Armzugkraft spielt hierbei die Länge…

Atemgasanalyse

Atemgasanalyse (respiratory gas analysis), quantitative Bestimmung der Gase in der Ein- und Ausatmungsluft, d.h. bei jedem Atemzug wird die Sauerstoff- und →Kohlendioxid - Zusammensetzung ermittelt. Das gelingt modernen Geräten ohne Ausbelastung in wenigen Minuten. Aus dem Quotienten von Kohlendioxidabgabe (VCO2) und Sauerstoffaufnahme (VO2) (→Quotient, respiratorischer) kann der Energiestoffwechsel für jeden Probanden individuell ermittelt werden. Weiterführend…

Ausbelastung

Ausbelastung (load, maximum), Kategorie der Arbeitsphysiologie für eine Belastung bis zur subjektiv empfundenen Grenze, in der Leistungsdiagnostik die Ausdehnung einer ansteigenden (progressiven) Belastung bis zur Erschöpfung, im Stufentest maximale Stufe mit dem Ziel, mindestens 95% der Wettkampfgeschwindigkeit zu erreichen verbunden mit einer Herzfrequenz > 190 Schläge/min, einem respiratorischem Quotienten über 1,0 und Laktatwerten > 8…

Beanspruchungsgrad

Beanspruchungsgrad (demand,level of), „Stärke der Inanspruchnahme individueller Leistungsvoraussetzungen“ (Berger & Minow in Schnabel et al. 2008, S. 225) als wesentliche Voraussetzung für die Belastungs-/Beanspruchungsregulation (→Trainingssteuerung). Objektiv kann der Beanspruchungsgrad über physiologische Parameter (→Herzfrequenz, →Laktatkonzentration, →CK-Wert usw.) ermittelt werden, Zur Bestimmung der psychischen Beanspruchung werden im Leistungssport „Eigenzustandsskalen“ (Kleinert, 2002) eingesetzt (→Borg-Skala). In der täglichen Trainingspraxis…

Belastungsabbruchkriterien

Belastungsabbruchkriterien (load abort criteria), festgelegte Werte, nach denen eine Belastung abgebrochen wird 1. im Krafttraining Kriterien, die den Abbruch eines Satzes erfordern. Es werden unterschieden: - submaximale Wiederholungszahl (nach subjektivem Empfinden), - Wiederholungsmaximum (die letztmögliche, vollständig ausgeführte und technisch korrekte Wiederholung), - Punkt des momentanen Muskelversagens (bei Beendigung der Belastung mit konzentrischem Muskelversagen) und - Punkt…

Belastungsmonitoring

Belastungsmonitoring (human-biomonitoring), von Monitoring = Beobachtung, Überwachung, erweitert Dauerbeobachtung eines bestimmten Systems. In der Medizin die systematische Messung der Konzentrationen von Stoffen oder deren Stoffwechselprodukten (→Metaboliten) in human-biologischen Materialien (→Blut, →Serum, Muttermilch, →Harn, Haare, Zähne, Ausatmungsluft, Sektionsmaterial etc.). Mit dem Umwelt-Monitoring wird z.B. die Schadstoffbelastung der Bevölkerung erfasst. Oder denken wir an die Monitore auf…

Beobachtung

Beobachtung (observation), „Wissenschaftliche Beobachtung ist eine geplante und kontrollierte Aufzeichnung von Daten für einen festgelegten Forschungszweck aufgrund visueller bzw. akustischer Wahrnehmungen eines Geschehens (Heinemann1998, S.125). Die Übergänge zu Beobachtungsaufgaben im Training sind fließend. Auch wenn es hier nicht vordergründig um die Lösung wissenschaftlicher Fragestellung geht, so sollte der Trainer doch mit einigen Techniken der Beobachtung…

Beweglichkeit

Beweglichkeit (flexibility), "allgemein das Vermögen, unterschiedliche Stellungen und Haltungen einzunehmen, und kann sich damit auf körperliche oder auf geistige Regungen beziehen" (Wikipedia). In der Anatomie das maximale Bewegungsausmaß eines Gelenkes oder funktionell kombinierter Gelenkgruppen (Kent, 1994). →Freiheitsgrade Die Beweglichkeit wird in der Sportwissenschaft einmal den konditionellen Fähigkeiten, zum anderen den koordinativen (motorischen) Fähigkeiten zugeordnet. Grosser…

Bewegungsanalyse

Bewegungsanalyse (movement analysis), „Sammelbegriff für Verfahren zur Erfassung, Zergliederung und Erklärung von (sportlichen) Bewegungen unter bestimmten Interessen oder nach bestimmten Methoden (Aufgabenanalysen, Ordnungsanalysen, Strukturanalysen, Leistungs- und Optimierungsanalysen, →funktionale Bewegungsanalyse usw). (Göhner, in Röthig & Prohl, 2003, S.84). →Bewegungsanalyse, funktionale, →Technikanalyse Vereinfacht ausgedrückt –wird im Schwimmen die  Antriebsleistung hauptsächlich durch physische Komponenten erhöht (z. B. Training…

Bewegungsbeschreibung

Bewegungsbeschreibung (movement, description), verbale oder schriftliche Darstellung eines Bewegungsablaufs, auch morphologische Bewegungserfassung. "Nur was wir in Worte und dementsprechend in Gedanken fassen können, ist wirklich zur Erkenntnis geworden" (Meinel & Schnabel 2007, S. 72). Im Schwimmen wird in den meisten Lehrbüchern der räumliche Verlauf beschrieben, wobei man von bestimmten „Ereignissen“, Knotenpunkten oder Phasen der Bewegung…

Bildmischung

Bildmischung (image mixing), Zusammenführen unterschiedlicher bildlich erfasster Bewegungsausführungen in einem Bild, um Unterschiede in der Bewegungsausführung (Vergleich im Quer- oder Längsschnitt) zu verdeutlichen, verstärkt durch Kopplung der Kamera an einen Computer. →Bewegungsbeobachtung, →Computergrafik, →Technikanalyse Schwimmbewegungen finden in zwei verschiedenen Medien statt. Die Armbewegung setzt sich z.B. aus einer Überwasser- und einer Unterwasserphase zusammen. Beide sind aber…

Biofeedback

Biofeedback – Training (BFT) (biofeedback training), „biologische Rückmeldung“, Verfahren, kaum bewusste Körperfunktionen (Blutdruck, Herzschlag, Gehirnaktivität) optisch darzustellen und so die Auswirkungen psychotherapeutischer Verfahren (→Entspannungsverfahren) sichtbar zu machen, um eine wünschenswerte Verhaltensänderung des Patienten zu unterstützen (Psychologisches Wörterbuch 2004). Der Sportler erhält eine objektive (weil sichtbare oder hörbare) Rückmeldung über seinen Entspannungszustand und kann somit bestimmte…

Blutabnahme

Blutabnahme (blood sampling), Gewinnung von Blut mittels Saugpipette an Fingerbeere, Ohrläppchen oder bei größeren Mengen aus oberflächlichen Venen des Unterhautgewebes, am besten eignen sich die Venen des Unterarms. In der Leistungsdiagnostik Abnahme von Kapillarblut aus dem stark durchbluteten (hyperämisierten) Ohrläppchen zur differenzierten Untersuchung (z.B. Laktatmessung). Da inzwischen selbst im Breiten- und Freizeitsport mit Laktatanalysern gearbeitet…

Blutbild

Blutbild (blood count; hemogram), Befunde des peripheren Blutes bezüglich seiner Bestandteile (→Erythro-, Leuko-, Thrompo-, Retikulozyten). Am kleinen Blutbild erkennt der Arzt, ob es erste Hinweise auf eine Erkrankung gibt (Infektion, Blutarmut, Entzündung). Mit der sportmedizinischen Grunduntersuchung werden neben dem kleinen Blutbild (Kassenleistung) weitere Parameter erfasst, die für die Belastbarkeit des Sportlers aussagekräftig sind: Kleines Blutbild:…

Blutdruck

Blutdruck (blood pressure), Kraft, die durch die Pumpleistung des Herzens das Blut gegen den Gefäß- und Viskositätswiderstand zirkulieren lässt. Der Blutdruck ist sehr unterschiedlich und geht vom arteriellen Blutdruck in den Arterien des Kreislaufs (120 mm Hg) bis zu 25 mmHg in Venen und Kapillaren (Niederdrucksystem). Der arterielle Blutdruck schwankt zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck…

Bodenkontaktzeit

  Bodenkontaktzeit (ground contact time), Stützzeit beim Nieder-Hochsprung (→drop-jump), die als Ausdruck elementarer azyklischer Schnelligkeit mit Kontaktmatten gemessen wird. →Sprungkraft, →Leistungsdiagnostik

BORG-Skala

BORG-Skala, numerische Skala von 1-20 (bzw. 1-10) zur Erfassung des →Anstrengungsempfindens. Der Sportler nennt während der Test-/Wettkampfbelastung eine Zahl, die das Ausmaß der Anstrengung beschreibt. Die Bandbreite geht von „sehr, sehr leicht“ bis „sehr, sehr anstrengend, geht nicht mehr“. Das einfache, aber effektive Verfahren wird zur Trainingsberatung empfohlen (Löllgen 2004, S. 299), ersetzt aber nicht…

Chronofotografie

Chronofotografie (chronofotography), griech. Χρόνος „Zeit“; Hochgeschwindigkeitsfotografie zur Aufnahme schneller →Bewegungen. Mit der Chronofotografie können Bewegungsphasen erfasst werden, die durch das menschliche Auge nicht mehr wahrgenommen werden. Die Methode ist in der Leistungsdiagnostik weitgehend durch digitale Videotechnik abgelöst worden. Im Gegensatz zur Serienfotografie (z.B. Bildserie Kraulschwimmen) ruht bei der Chronofotografie das Filmmaterial und wird mehrfach belichtet.…