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Leistungsdiagnostik

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Test

Test (test), „Wissenschaftlich begründete Untersuchungs- oder Kontrollmethode zum Kenntnisgewinn in einem Gegenstandsbereich, über den bereits grundlegende Aussagen (Gesetzmäßigkeiten) vorliegen“ (Thieß, in Schnabel & Thieß, 1993, S 844). So ermöglicht der Deutsche Motorik-Test (DMT) die Messung und Bewertung motorischer Fähigkeiten von 6-18 jährigen Kindern und Jugendlichen (http://www.sport.kit.edu/dmt/) . Im Leistungssport werden sportmotorische Tests vor allem zur…

Testbatterie

Testbatterie (test battery), Zusammenstellung verschiedener Tests mit dem Ziel, die Zuverlässigkeit der Aussagen zu erhöhen. So ist z.B. eine Anzahl relativ heterogener Einzeltests notwendig, um alle Komponenten der Intelligenz zu erfassen. Mittels Testbatterien werden in der Psychologie entwicklungsrückständige Schulanfänger, geistig behinderte Kinder, sprachlich Behinderte (→Behinderung) usw. beurteilt. →Testprofil In der Komplexen Leistungsdiagnostik des Schwimmverbandes wird…

Trainingsdokumentation

Trainingsdokumentation (TD) (training documentation), auch Trainingsprotokollierung. Systematische und geordnete Aufzeichnung wesentlicher Daten des absolvierten Trainings. Das Problem besteht in der objektiven Erfassung der Belastung (→Trainingsprotokoll) ohne in einer Flut an Informationen zu ersticken, wie es beim so genannten Trainingstagebuch zumeist geschieht. Deshalb ist die Kategorisierung der wichtigsten Trainingsbereiche eine Voraussetzung der TD und ihrer computergestützten…

Trainingswissenschaftler

Trainingswissenschaftler (training scientists), Sportwissenschaftler, der sportliche Leistungen (im Training und Wettkampf) sowie deren Bedingungen analysiert, beschreibt, begründet und überprüft. Die Trainingswissenschaftler beraten zumeist an den OSP die Kadersportler. Sie sind in der Regel spezialisiert als Biomechaniker oder Trainingsmethodiker in einer Sportart oder sportartübergreifend (z.B. Sprung-, Kraft-, Beweglichks-Diagnostik. Zunehmend sind Trainingswissenschaftler in Theorie und Praxis von…

Übergangsbereich, aerob-anaerober

Übergangsbereich, aerob-anaerober (a.a.ÜB) (aerobic-anaerobictransition), →aerob-anaerobe Ausdauer. Klassifizierung des Ausdauertrainings nach der Laktatkonzentration, wobei als „Übergang“ der Bereich zwischen Laktat 2 (aerobe Schwelle) und 4 mmol/l (anaerobe Schwelle) definiert wurde. „Der a.a.ÜB ist ein komplexer Funktionszustand und betrifft nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch andere Funktionssysteme. Aus praktischen Gründen wird zur Bestimmung des a.a.ÜB der Laktatmessung…

Unterwasserfenster

Unterwasserfenster (underwater window), in Schwimmbecken oder Strömungskanälen eingebaute Fenster zur Beobachtung der Unterwasserphasen der Schwimmtechnik, optimal gekoppelt mit Aufnahmetechnik (→Messplatz), die sofort über Wasser (Leinwand oder Monitor in der Schwimmhalle) wiedergegeben werden kann.

Vertikalsprung

Vertikalsprung (vertical jump), senkrechter Sprung aus dem Stand ohne (→squat jump) oder mit Ausholbewegung (→countermovement-jump) zur Messung der Sprungkraft. Test in der Leistungsdiagnostik des DSV.   Mit einer Studie unterstreicht Balsalobre-Fernández (2026) das Potenzial einer neuartigen KI-App zur Echtzeitmessung des Conter-movement-Sprung (CMJ-h). Angesichts des Charakters dieser Untersuchung sind jedoch weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die beobachteten…

Videotechnik

 Videotechnik (video technique), „elektronische Verfahren zur Aufnahme, Übertragung, Bearbeitung und Wiedergabe von bewegten Bildern sowie ggf. des Begleittons“ (WIKIPEDIA) mit großer Bedeutung für die rückgekoppelte visuelle Wahrnehmung (Feedback). Im DSSV/DSV wird seit den 1970iger Jahren die klassische Videozeitmessung zur Analyse von Schwimmwettkämpfen eingesetzt. „Dabei werden vordergründig Durchgangszeiten an festgelegten Messstellen oder bei Einnahme bestimmter Körperhaltungen…

Weltrangliste

Weltrangliste (world ranking), Liste der aktuellen Weltbestleistungen, getrennt nach Kurz- und Langbahnzeiten. Zugangsvoraussetzungen zur Aufnahme in die Weltrangliste ist eine nachgewiesene Leistung bei offiziellen Wettkämpfen. Die Weltrangliste kann eingesehen werden unter http://www.fina.org/content/swimming-world-ranking. Bei behinderten Schwimmern (Behindertenschwimmen) muss die Zeit der Limitzeit des IPC entsprechen, die vom IPC veröffentlicht wird.

Wettkampfanalyse

Wettkampfanalyse (competition analysis), Erhebung von Wettkampfparametern mittels verschiedener Untersuchungsmethoden. Im Schwimmen wird bevorzugt die Videozeitmessung beim Wettkampf eingesetzt. Mit mehreren Kameras werden die für die Analyse relevanten Bereiche während des Wettkampfes erfasst und mittels Computerprogrammen folgende Parameter ermittelt: Zeiten und Geschwindigkeiten für den Start, Zwischenzeiten (Splits), Wende Zielabschnitt (finish) Frequenzen, woraus der Zyklusweg berechnet wird.…

Wettkampflaktat

Wettkampflaktat (competition lactate) maximale Laktatauslenkung nach Wettkämpfen, die nach Geschlecht, Streckenlänge und Disziplin (→Muskelfaserstruktur) differiert.  Das Mittel im Schwimmen liegt bei den 100/200m Strecken zwischen 14-15 mmol/l und fällt mit zunehmender Streckenlänge ab. Die Schwimmerinnen bilden im Mittel 2 mmol/l Laktat weniger.

Zweckbindungsgrundsatz

Zweckbindungsgrundsatz (appropriation principle), Teil des Datenschutzes, wonach Daten nur zu dem Zweck verwendet werden dürfen, zu dem sie erhoben wurden (§14/1 BDSG). Unter dieses Gesetz fällt auch der Umgang mit Daten aus dem Leistungssport (Leistungsdiagnostik, Trainingsdokumentation, Ergebnisse sportmedizinischer und sportpsychologischer Untersuchungen). Die Verarbeitung personenbezogener Daten für einen anderen Zweck ist dann zulässig, wenn eine Rechtsvorschrift…