Öffnet in einem neuen Tab

Leistungsdiagnostik

172 Einträge

Messgröße

Messgröße →Parameter (→Belastungsmonitoring)

Messplatz

Messplatz (measuring station), computergestützte apparative Verfahren, die Bildinformation und Messwerte vom Bewegungsablauf liefern und unmittelbar zur Rückinformation (→Feedback) genutzt werden.  Mit der stürmischen Entwicklung tragbarer Technologien (Sensoren) verbunden mit dem exponentiellen Wachstum bei der Nutzung und Entwicklung von Computerressourcen wird der Sportler immer mehr selbst zum "Messplatz".  →Messplatztraining, →Weareless Im Schwimmen setzt das Medium Wasser…

Messplatztraining

Messplatztraining (training with measurement systems), Einsatz von Feedback-Verfahren, indem computergestützte Bildinformationen oder Messwerte unmittelbar im Training genutzt werden (Feedbacktraining). →Messplatz Im Schwimmen sind dazu Strömungskanäle hervorragende Trainingsmittel, da sowohl Informationen zur Schwimmstruktur (Schwimmgeschwindigkeit, Frequenz, Zyklusweg, sowie Details über Phasen des Einzelzuges) als auch physiologische Parameter (Sauerstoffaufnahme, Laktat, Puls…) ermittelt werden können, woraus Aussagen zur Bewegungsökonomie…

Mobilisation

Mobilisation (mobilization, mobility), lat. mobilis „beweglich“ und movere „bewegen“; Maßnahmen (→Mobilisationstechniken) in der Pflege (Physiotherapie) zur Verbesserung oder Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit ("mobil machen"). Im Training einmal nach dem Aufwärmen das gezielte Eingehen auf jene Bereiche, die dann beim Training benötigt werden (→Vorbelastung), zum anderen die maximale Ausschöpfung der psycho-physischen Leistungsfähigkeit („gib alles!“), in der Regel…

Muskelleistungsschwelle

Muskelleistungsschwelle (MLS) (muscle performance threshold), Maximum der mechanischen Muskelleistung, das beim Einzelmuskel etwa bei 30-35% der maximalen Last, bei Muskelgruppen etwa bei 50-60% des konzentrischen Lastmaximums liegt (Martin 2001). Die MLS ist in der Leistungs – Last - Kurve (→Hillsche Kurve) der Kulminationspunkt und wird zur Bestimmung der Widerstände für das Schnellkrafttraining nach der Muskelleistungsmethode…

Nachatmung

Nachatmung (post-dive breathing), Verfahren in der Leistungsdiagnostik zur Bestimmung dar Atemgaswerte (→Spirometrie) im Schwimmbecken durch näherungsweise Bestimmung von Funktionswerten (Extrapolation) aus der unmittelbaren Nachbelastungsphase. Diese Methode hat den Vorteil, dass das Schwimmen durch die Apparate nicht beeinflusst wird und damit auch die physiologischen Bedingungen bei Wettkampfgeschwindigkeiten ermittelt werden können. Nach Höltke et al. (2003) erwiesen…

Nachbrennwert

Nachbrennwert/-effekt (EPOC) (excess postexercise oxygen consumption), auch "Afterburn-Effekt". Darunter wird die Sauerstoffmehraufnahme nach Arbeitsende verstanden, in der Sportphysiologie die Mehraufnahme an Sauerstoff über den Ruhebedarf hinaus nach einer körperlichen Belastung. Damit werden Sauerstoffverbrauch in Ruhe, Trainingsdauer und Sauerstoffanforderung der Trainingseinheit (VO2) in Zusammenhang gebracht. Die verschiedentliche Bezeichnung als Sauerstoffschuld ist inkorrekt, da die nachgeatmete Sauerstoffmenge…

Orientierungswert

Orientierungswert (planning target) →Norm  

Parameter

Parameter (parameter), griech. para ‚neben‘ und metron ‚Maß‘; →Kennwert

Pathogenese

Pathogenese (pathogenesis), griech. páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos“ und génesis „Entstehung, Schöpfung, Geburt“; Entstehung und Entwicklung einer Krankheit als Gegensatz zur Salutogenese. Man unterscheidet formale Pathogenese, die danach fragt wie Krankheiten entstehen und kausale Pathogenese, die nach dem warum fragt. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Pathogenese- Zugriff 8.03.21

Photogrammetrie

Sportwissenschaft Photogrammetrie/Fotogrammetrie (photogrammetry), Mess- und Auswerteverfahren, um aus Bildern (Foto/Film) die räumliche Lage oder dreidimensionale Form eines Objektes zu bestimmen, vereinfacht Bildmessung. Auf der Grundlage mehrerer, von verschiedenen Standpunkten aus aufgenommer Bilder nutzt die Photogrammetrie den Parallax-Effekt. "Die digitale Photogrammetrie extrahiert die geometrischen Informationen eines zweidimensionalen Bildes. Mehrere Bilder werden zusammengefasst, um ein dreidimensionales Modell…

Physical working capacity

Physical working capacity (PWC) (engl.), Parameter zur Bewertung der Arbeitskapazität (working capacity) in Watt auf dem Fahrradergometer, normiert auf eine bestimmte Herzfrequenz, z.B. 130/150/170 Schlägen/min. Damit kann die submaximale Leistungsfähigkeit beurteilt werden ohne eine Ausbelastung zu fordern oder zu erreichen, eine besonders unter klinischem Aspekt bevorzugte Methode. Üblich ist die Angabe der PWC pro Kilogramm…

Psychodiagnostik

Psychodiagnostik, psychologische Diagnostik (psychodiagnostics), Teilgebiet der Psychologie zur Diagnostik von interindividuellen Differenzen menschlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen. Es geht hierbei nicht um Intelligenz, Motive, Interessen oder das Leistungsverhalten (Leistung) an sich, sondern die Intelligenz- oder Leistungsunterschiede zwischen Individuen oder Gruppen von Individuen, z.B. Schulklassen oder Berufsgruppen, klinischen Probanden und Angehörigen eines definierten Krankheitssyndroms (https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/diagnostik/3360 - Zugriff…

Puls

Puls (pulse), lat. pellere „schlagen, klopfen“; pulsum; Druckwelle, die durch Kontraktion des Herzens (→Systole) sich rhythmisch über die Arterien fortpflanzt und so die Blutversorgung bis zur Peripherie sichert (→Herzfrequenz). Der Puls kann an jeder Arterie, die nah zur Körperoberfläche liegt, gemessen werden. Für den optimalen Puls gibt es fortlaufend neue Empfehlungen, von der einfachen Regel…

Pulsfrequenz

 Pulsfrequenz (pulse rate) →Puls

Pulsuhr

Pulsuhr (pulse monitors), Gerät zur Messung der Herzfrequenz (→Puls) und deren Variabilität. “Neben der Anzeige der Herzfrequenz bieten unterschiedliche Modelle die unterschiedlichsten Funktionen. Beginnend mit dem Alarm beim Überschreiten der Zielzone, über die Kalorienberechnungsfunktion hin zum Höhen-, Temperatur- oder Geschwindigkeitsmesser sowie Belastungsmesser (Wattmesser) können je nach Geschmack alle nötigen Informationen für ein effektives Ausdauertraining abgerufen…

Quantifizieren

Quantifizieren (quantifying), lat. quantum „wie viel“, „wie groß“; messen, messbar machen von Menge, Größe, Intensität oder Häufigkeiten. Im Leistungssport spielt die systematische Quantifizierung von Belastungsreizen und Belastungsreaktionen eine bedeutende Rolle. Die zunehmende Digitalisierung eröffnet dabei vielfältige Möglichkeiten, die aber als objektive Kriterien für die Trainingssteuerung kritisch zu hinterfragen sind. So sind Wearables aktuell nur bedingt…

Quotient, respiratorischer

Quotient, respiratorischer (RQ) (respiratory quotient), spiroergometrische Messgröße, Verhältnis der Kohlendioxid (CO2)-Ausscheidung zur Sauerstoff (O2)-Aufnahme mit einem Ruhewert bei 0,8. Der RQ liegt bei Kohlehydratverbrennung etwa bei 1,0, bei reiner Fettverbrennung bei 0,7. Er ist somit ein Maß für die Zusammensetzung der verwendeten Brennstoffe. Bei der Bildung von Laktat wird zusätzlich durch die Übersäuerung CO2 aus…

Referenzpunkt

Referenzpunkt (reference point; basing point), Bezugspunkt, mit dessen Hilfe Daten aus unterschiedlichen Koordinatensystemen auf ein gemeinsames System transformiert werden. Bei Maschinen oder Geräten dient der Referenzpunkt zur Eichung und Kontrolle des Messsystems. Das bedeutet, dass nach dem Einschalten der Maschine die Referenzpunkte aller Achsen angefahren und so die Achsen geeicht werden, um Messsystem und Steuerung…

Ruhelaktat

Ruhelaktat (resting lactate rate), der von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängige Laktatspiegel im Blut in Ruhe. In der Leistungsdiagnostik wird nicht nur das maximale Laktat bewertet, sondern vor allem die maximale Laktatbildungsrate als Differenz von maximalem Nachbelastungslaktat zum Ruhe- oder Ausgangslaktat bei Berücksichtigung der Belastungszeit (Mader & Allmer, 1996). Die Angaben zum Ruhelaktat sind in der…