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Kind

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Ablösung

Ablösung (pych.) (dissolution of a connection), Auflösung einer seelischen Bindung, einer seelischen Abhängigkeitsbeziehung z.B. von Kindern während der Pubertät von ihren Eltern, die sich durch kritische Distanz äußert. Dabei tritt ein soziales Paradoxon auf, indem das Kind politisch als mündig angesehen wird, aber sozial weiterhin abhängig ist (Davatz, 2016). Das betrifft besonders Schwimmer im Übergang…

ADHS

ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) (attention-deficit hyperactivity disorder - ADHD, deutsch ADHS), auch „Zappelphilipp-Syndrom“. Eine schon im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich primär durch leichte Ablenkbarkeit und geringes Durchhaltevermögen sowie ein leicht aufbrausendes Wesen mit der Neigung zum unüberlegten Handeln, häufig auch in Kombination mit Hyperaktivität, auszeichnet (ohne Hyperaktivität ADS). Etwa 3-10 % aller Kinder zeigen Symptome im…

Akzeleration

Akzeleration (acceleration), lat.  acceleratio „Beschleunigung“; beschleunigte psychische und/oder physische Entwicklung, einmal →phylogenetisch als Vorverlegung des Wachstumsstarts, Beschleunigung des Wachstumsablaufs und absolute Steigerung der Endergebnisse des Wachstums (Bennholdt-Thomson, 1941), auch als säkulare Akzeleration bezeichnet, zum anderen ontogenetisch als Vorverlegung der körperlichen Reife (individuelle Akzeleration), weshalb man auch von Frühentwicklung spricht. Die säkulare Akzeleration ist seit den…

Alter, biologisches

Alter, biologisches (age, biological), durch die morphologische und funktionelle Entwicklung bestimmtes Alter (Reifealter), das individuell stark vom kalendarischen Alter abweichen kann. →Körperbauentwicklungsalter (KEA), →Körperbauentwicklungsindex (KEI).

Ängstlichkeit

Ängstlichkeit (anxiety-opponent), Neigung, bestimmte Anforderungen und Situationen als Gefahr zu erleben und darauf mit „Verteidigungs- oder Fluchtstrategien“ (Müller, in: Schnabel & Thieß,1993) zu reagieren. Die moderne Persönlichkeitspsychologie sieht in der Ängstlichkeit mehr eine Eigenschaft (mehr angeboren) und in der Angst einen Zustand. In der sportpsychologischen Eingangsdiagnostik wird mit sportart-unspezifischen Kurzfragebögen gearbeitet, die die dispositionsbedingte Wettkampfängstlichkeit…

Aufbautraining (ABT)

Aufbautraining (ABT) (build-up training), zweite Ausbildungsetappe im langfristigen Leistungsaufbau mit einer vielseitigen Ausbildung an Land (mindestens ein Drittel) und im Wasser zur Schaffung von Leistungsgrundlagen für das folgende Anschluss- und Hochleistungstraining. Hauptziele sind: Die zunehmende Spezialisierung äußert sich in der stärkeren Hinwendung zum Sportschwimmen, aber noch in seiner ganzen Bandbreite vom Sprintbis zur Langstrecke, um…

Aufholwachstum

Aufholwachstum (catch up growth), beschleunigtes (kompensatorisches) Wachstum bei Heranwachsenden nach einer Phase der Stagnation durch Krankheit oder Mangelernährung. Ferner kann auch zu hohe Belastung (→Stress) das Wachstum einschränken, Sie wirkt auf das Großhirn, das bei der Ausschüttung von Wachstumshormonen eine Rolle spiele. Allerdings sind 95 % der Wachstumsstörungen durch zum Teil noch unbekannte Ursachen bedingt.…

Ausdauertraining (Kinder)

Ausdauertraining bei Kindern (endurance training of children), Training zur Ausbildung von Ausdauerfähigkeiten (→Ausdauer) bei Kindern, hier im Grundlagentraining und Aufbautraining. Im Gegensatz zu früheren Bedenken besonders gegenüber zu langer Belastungsdauer, werden die Probleme heute eher in zu hoher Belastungsintensität oder in der allgemeinen Unterforderung (→Schulsport) gesehen. Ein Vergleich der motorischen Basisfähigkeiten deutscher Schüler über 25…

Bewegungsarmut

Bewegungsarmut (motor retardation) →Bewegungsmangel

Bewegungsdrang

Bewegungsdrang (movement drive; agitation), motorische Unruhe, unwillkürliche, übermäßige Beweglichkeit in bestimmten Entwicklungsphasen (als natürlicher Bewegungsdrang) oder krankheitsbedingt (Manie und andere Geistesstörungen). Der Bewegungsdrang ist offensichtlich genetisch verankert. So sind einige Menschen von Natur aus träge, während andere kaum stillsitzen können, mit den Fingern auf der Tischplatte trommeln, mit dem Fuß wippen oder herumzappeln. Der innere…

Bezugsperson

Bezugsperson (reference person), Person, zu der eine besondere Gefühlsbindung („Urvertrauen“) besteht. „Die Bindung an eine Bezugsperson ist der erste tiefgreifende emotionale Prozess, der das Gehirn eines Neugeborenen beeinflusst, und diese Erfahrung ist grundlegend, da Emotionen auch an allen späteren Lernprozessen beteiligt sind. Die emotionale Bindung eines Kleinkinds zu seinen Eltern hat also eine hohe Bedeutung…

Bindung

Bindung (attachment), in der Entwicklungspsychologie eine langanhaltende, konstante und emotionale Beziehung zu einem anderen Menschen. Nach der Bindungstheorie handelt es sich um ein menschliches Grundbedürfnis, das besonders in den ersten Jahren durch die Mutter-Kind-Beziehung geprägt ist. Kleinkinder brauchen Eltern und andere enge Bezugspersonen, um mit Spannungen wie Angst oder Schmerzen umgehen zu können. Emotionale Entwicklung…

Body-mass-Index

Body-mass-Index (BMI), geht zurück auf den →KAUP-Index (Deutschland 1922) und bewertet das Körpergewicht im Verhältnis zur Körperhöhe: BMI = Körpergewicht (kg) : Körperhöhe2 (m)   Der BMI wird als „akzeptables Maß für die Gesamtkörperfettmasse“ beschrieben. „Er hat sich von den zahlreichen Indizes (s. oben), welche die Relation von Körpergewicht und Körperhöhe zueinander bestimmen, über alle…

Breitenwachstum

Breitenwachstum (width growth), auch appositionelles (über Anlagerung, Schichtung) Wachstum; das sich hauptsächlich auf die Knochen beschränkt, indem die Rindenschicht an den vorhandenen Knochen neue Knochensubstanz anlagert (perichondrale →Ossifikation). Folglich ist Breitenwachstum nicht identisch mit Adipositas. Das Breitenwachstum verläuft in der Ontogenese zeitlich versetzt zum Längenwachstum: die erste Phase liegt zumeist im Kleinkindalter (0-4 Jahre), die zweite…

Broken home

Broken home („zerrüttete(s) Familie/Elternhaus“) in der Sozialpsychologie Bezeichnung für instabile Familienverhältnisse, die sich negativ auf die Kinder auswirken können. Obwohl die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien über den Einfluss von broken homes vor allem auf die Kriminalitätsbelastung von Jugendlichen im Vergleich zu vollständigen Familien uneinheitlich sind, zeigt der Trend, dass Kinder aus instabilen Familien häufiger zu Kriminalität…

Chlorid

Chlorid (Cl) (chloride), Salz der Salzsäure, das zusammen mit Natrium den Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert und als Bestandteil der Magensäure die Verdauung beeinflusst. Bei Cl-Mangel kommt es zu Störungen der Magensäureproduktion, niedrigem Blutdruck, schnellem Puls oder erhöhtem pH-Wert im Blut. und Durchfall. Chlorid ist im Kochsalz, gesalzenen Lebensmitteln und Mineralwasser enthalten. Sportliche Aktivität führt zu…

Entwicklungsabschnitt

Entwicklungsabschnitt (development stage) →Entwicklungsphase

Entwicklungsalter

Entwicklungsalter (developmental age), Alter im Verhältnis zur körperlichen und geistigen Entwicklung des Mittels Gleichaltriger. Abweichungen von diesem Mittel verweisen auf eine Spät- oder Frühentwicklung (→Akzeleration oder → Retardation). Ermittelt wird das Entwicklungsalter durch anatomisch-physiologische und psychologische Testverfahren. Dabei ist zwischen Normalität, Abweichung und Pathologie nicht immer leicht zu unterscheiden. →Entwicklungsphasen, →Entwicklungsetappe, →Körperbauentwicklungsalter, →biologisches Alter, →Entwicklungsauffälligkeit…

Entwicklungsbeschleunigung

Entwicklungsbeschleunigung (accelerated development) →Akzeleration  

Epiphysenschluss

Epiphysenschluss (closure of the growth plate), Abschluss der knöchernen Verbindung der Epiphyse (Synostose) als Kriterium für abgeschlossenes Längenwachstum, das bei Mädchen zwischen 16-18 (20) Jahren und bei Jungen zwischen 18-21 (23) angegeben wird. Während man früher durch frühzeitiges Krafttraining eine Störung des Epiphysenschlusses propagierte, hat sich die Auffassung dazu geändert. Danach schädigt ein fachgerecht durchgeführtes…