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Kind

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Funktionslust

Funktionslust (Function desire), allgemein "Freude am Funktionieren"; positive Gefühle beim Ausführen gut eingeübter Bewegungen, z.B. Tanz, Ballett, aber auch vollendete Technik im Sport (→Flow) (http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/funktionslust/5439). Damit ist Funktionslust eine Triebfeder im leistungsorientierten Sport als auch für das Geschäftsleben (Wörz & Theiner, 1999). Exkurs: Es wird angenommen, dass das Spiel des Kindes nicht aus Genuss- oder…

Hyperaktivität

Hyperaktivität (hyperactivity), „ein von Betroffenen nicht hinreichend kontrollierbares, überaktives Verhalten. Ausgehend von innerer Ruhelosigkeit, manifestiert sich Hyperaktivität in der Regel in Form von motorischer Unruhe und "überschießenden Reaktionen“. Hyperaktivität ist symptomatisch für diverse psychische Störungen (z. B. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, bipolare Störung. Depression und Autismus)  und auch einige somatische Erkrankungen (z. B.  Hyperthyreose, Angelman-Syndrom) (Wikipedia).…

Infantilismus

Infantilismus (infantilism), lat.infantilis „kindlich“; infantil = kindlich, unreifes Benehmen  1. Beibehalten kindlicher Wesenszüge im Erwachsenenalter bis zur Hilflosigkeit in der Langzeitpflege, 2. kindlicher Zustand des Gesamtorganismus oder seiner Teile im Verhältnis zum Lebensalter (z.B. Zwergwuchs). In der Psychologie als „Form von hemmungslosen, undisziplinierten, emotionalen Verhaltensweisen wie beispielsweise Trotz, Egoismus und Imponiergehabe oder allgemeiner im Fehlen einer…

Integration, sensorische

Integration, sensorische (Sensory processing), lat. integer "unversehrt, ganz" verallgemeinert "in sich geschlossen sein", sensorisch "auf die Sinne bezogen"; Verarbeitung sinnlicher Wahrnehmung durch Ordnen der Sinne zu einem geschlossenen Eindruck, z.B. die „Kooperation“ von Vestibularapparat im Innenohr und den Propriozeptoren als Körperreaktion auf die Schwerkraft. Einfacher gesagt ein neurologischer Vorgang, bei dem das Gehirn empfangene Sinnesreize…

Kinderleistungssport

Kinderleistungssport (high-performance Sports for children), Leistungssport für Kinder im Kindesalter (bis 14 Jahre), im Schwimmen das Grundlagentraining und Aufbautraining betreffend, während Nachwuchstraining noch das Anschlusstraining (Jugendalter) einschließt. Oft auch als Hochleistungssport im Kindesalter bezeichnet, was mit unserer Auffassung von den Trainingsetappen kollidiert, indem wir zwischen Nachwuchstraining und Hochleistungstraining unterscheiden (s. auch Martin et al.1999, S.20).…

Kinderrechte

Kinderrechte (child rights), laut Grundgesetz haben Kinder ab der Geburt (§1 BGB) das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Achtung der Menschenwürde, der Unverletzlichkeit der Person und der Freiheit sowie auf die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen (→Koedukation), weiter ein Namensrecht, Recht auf Staatsangehörigkeit, Eigentums- und Erbrecht. Lt. UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder ein Recht auf…

Kindesalter frühes

Kindesalter, frühes (infancy, early), auch Vorschulalter, Lebensphase im Alter von 4 – 6/7 Jahren und damit im Abschnitt der schwimmerischen Grundausbildung, die sich in der motorischen Ontogenese durch die Vervollkommnung vielfältiger Bewegungsformen und der Aneignung erster Bewegungskombinationen äußert. Kinder sind in diesem Alter wissbegierig und bewegungsfreudig. Die noch wenig entwickelte Konzentrationsfähigkeit bewirkt aber einen häufigen…

Kindesalter, mittleres

Kindesalter, mittleres (infancy,middle), auch frühes Schulkindalter; Lebensphase im Alter vom 6/7. bis 10. Lebensjahr, die durch ein fast ungestümes Bewegungsverhalten gekennzeichnet ist, was sich in einem begeisterten Sportinteresse äußert. Das mittlere Kindesalter sollte genutzt werden, um die nach der Grundausbildung mit dem Wasser vertrauten Kinder für den Leistungssport in seinen Anfängen (→Grundlagentraining) zu gewinnen. Weitere…

Kindesalter, spätes

Kindesalter, spätes (infanyc, late), auch spätes Schulkindalter, Lebensphase im Alter vom 10./11. Lebensjahr bis zum Beginn der Pubertät: 11./12. Lebensjahr bei Mädchen, 12./13. Lebensjahr bei Jungen (Meinel & Schnabel, 2007, S. 248). Das Wachstum verläuft in dieser Zeit sehr differenziert, deshalb sind die Altersgrenzen besonders nach oben nur grob zu ziehen. Da dieser Abschnitt durch…

Kindesmisshandlung

Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch (child abuse), „nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht. (Bast, 1975, nach: Senatsverwaltung Berlin, 2002, S. 6). →Pädophilie Formen der…

Kindeswohl

Kindeswohl (best interests of the child), unbestimmter Rechtsbegriff, dem die elterliche Sorge und Verantwortung zugrunde liegt (§ 1627 BGB). Diese erstreckt sich auf folgende Merkmale (nach Remschmidt & Mattejat, 2010: Körperliche und psychische Gesundheit, störungsfreie Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit, weitgehende Freiheit von Belastung, Angst und Konflikten, Entwicklung und Aufrechterhaltung interpersonaler und emotionaler Beziehungen, Familie…

Kindgemäßheit

Kindgemäßheit (child suitability), kindgerecht; Der Begriff „Kindgemäßheit“ ist weit gesteckt und nicht exakt definiert, da „eine Annäherung an diesen nicht eindeutig präzisierbaren Begriff nur situativ und kasuistisch möglich“ sei. Folglich ermöglicht allein die Bezugnahme auf die jeweilige konkrete Handlungssituation eine sinnvolle Debatte über Kindgemäßheit. (Rosenberger, 2004, S.10). Pädagogisches Leitprinzip bleibt dabei die Orientierung am Kind,…

Kindheit

Kindheit (childhoot; infancy), Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Übergang in das Jugendalter (Beginn der Pubertät), aber biologisch wegen der unterschiedlichen Wachstumsverläufe schwer einzugrenzen, rechtlich bis Vollendung des 14. Lebensjahres, Um die Entwicklungsaufgaben (→Wachstum, →Lernen) bewältigen zu können ist das Kind frei von der Verantwortung des Erwachsenen (Beruf, →Familie). Durch den Einfluss der Medien (→Gewalt,…

Kleinkindalter

Kleinkindalter (infant age), Lebensabschnitt der kindlichen Entwicklung vom 1.-3. Lebensjahr, in dem sich das Kind bereits vielseitige Bewegungsformen aneignet. Da Kinder erst ab dem dritten Lebensjahr in Gruppen (Kindergarten) organisiert sind, sind sie im Rahmen von „Mutter und Kind“ - Kursen an den Bewegungsraum Wasser zu führen. Viele Schwimmbäder und -vereine bieten solche Wassergewöhnungskurse als…

Krafttraining bei Kindern

Krafttraining bei Kindern (strengh training with children), Da Krafttraining Rumpf und Gelenke stabilisiert, ist es bereits im Nachwuchstraining mit altersgerechten Übungen unerlässlich (65% der Kinder sind haltungsschwach). Im Hochleistungstraining ist es ein fester Bestandteil der athletischen Ausbildung; während es im Nachwuchstraining über Jahrzehnte umstritten war. Kraftfähigkeiten sind aber elementarer Bestandteil der Bewegungsleistung und haben somit…

Längenwachstum

Längenwachstum (growth in length), Wachstum in vertikaler Richtung. In der Ontogenese des Menschen charakterisiert durch Wachstumsphasen, die zeitlich zum Breitenwachstum versetzt verlaufen: die erste Phase liegt zumeist im frühen Schulkindalter (→erster Gestaltwandel), die zweite während der Pubertät. In diesen Phasen wachsen vor allem die Wirbelsäule und die Epiphysenfugen der Ex­tremitäten, angeregt durch das Wachstumshormon Somatropin.…

Minderjährigkeit

Minderjährigkeit (nonage), Rechtszustand einer Person bis zum Eintritt der Volljährigkeit (in Deutschland mit 18 Jahren). Der Minderjährige steht unter besonderem Schutz und hat eingeschränkte Rechte und Pflichten. So haftet er bis zur Erreichung der Volljährigkeit nur, soweit er sein Unrecht einsehen kann. Im Sport können Minderjährige ab 16 Jahre als Übungsleiter tätig sein, wenn sie…

Ödipuskomplex

Ödipuskomplex (Ödipus komplex),  auf FREUD zurückgehende Kennzeichnung frühkindlicher Beziehungen, die sich bei den Kindern in einer Liebe zum gegengeschlechtlichen Elternteil äußern (bei Mädchen →Elektrakomplex). Danach bestehen bei Jungen zwischen 3. und 5. Lebensjahr sexuelle Neigungen gegenüber der Mutter, die danach verdrängt werden (Latenzphase). Nichtbewältigung kann im Erwachsenenalter zu Neurosen führen. Die Theorie von FREUD ist umstritten,…

Pädiatrie

Pädiatrie (pediatrics), griech. Paidiatriké „die kinderärztliche [Kunst]“, Kinderheilkunde, als Lehre von der Entwicklung des kindlichen und jugendlichen Organismus, heute abgelöst von der Bezeichnung Kinder- und Jugendmedizin. In der Öffentlichkeit ist das Verhältnis zum Hochleistungstraining im Kindesalter immer noch gespalten. Die Spanne geht von Kinderarbeit bis zum Symbol nationaler Identifikation. Leistungstraining im Kindesalter ist aber eine…

Phantasie

Phantasie/Fantasie (imagination), griech. phantasía – „Erscheinung“, „Vorstellung“; Vorstellungsvermögen, Einbildungskraft, eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. Ohne Kreativität ist das "Schneller, Höher und Weiter" des Leistungssports nicht möglich, würden sportliche Techniken und Trainingsmethoden nicht weiterentwickelt. Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Albert Einstein). Phantasie ist unerlässlich für konzeptionelle Arbeit, sollte aber immer einen „Draht“…