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Kind

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Präpubertät

Präpubertät (prepuberty), lat. pubertas „Geschlechtsreife“ und prae „voraus, vor“; Entwicklungsetappe, die mit dem ersten Reifungsstadium der äußeren Genitale beginnt und durch einen Längenwachstumsschub gekennzeichnet ist, der in der angloamerikanischen Literatur als „adolescent growth spurt“ bezeichnet wird, eigentlich aber während der Präpubertät beginnt und seinen Gipfel in der Pubertät erreicht. Nach einer Studie an 8675 deutschen…

Rechte des Kindes

Rechte des Kindes (children's rights movement) →Kinderrechte

Regellernen

Regellernen (rule learning), Lerntheorie nach Gagne (1965), wonach Wissen (definiert als Ketten von Begriffen) vorhanden sein muss, um Regeln zu erlernen, d.h. die Zusammenhänge zu verstehen. Folgt man den Ergebnissen der Gehirnforschung, dann ist unser Gehirn nicht für das reine Faktenlernen, sondern für das Prinzipien- oder Regellernen optimiert (http://www.irwish.de/Site/Biblio/Spitzer/Lernen.htm - Zugriff 4.11.22). Beispiel: ein Kind…

Scheidungskinder

„Scheidungskinder“ (children of divorced parents), Kinder, deren Eltern in Scheidung leben oder geschieden sind. Von der Trennung ihrer Eltern waren 2015 rund 150.000 Kinder und Jugendliche betroffen (SZ.de, 27.04.2015). die meisten im Alter von 3-13 Jahren. Scheidungskinder sind anfälliger für körperliche und seelische Störungen, häufig depressiv. Besonders problematisch ist, wenn sie sich Schuld an der…

Schulfähigkeit

Schulfähigkeit (school ability), Voraussetzungen eines Kindes, den Bildungsgang der Schule zu bewältigen. Dazu zählen Sozialverhalten, körperliche, psychische, emotionale, sprachliche und geistige Entwicklung (→Leistungsvoraussetzungen), die Bereitschaft des Kindes zum Schulbesuch, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen, Bereitschaft und Fähigkeit zur Übernahme von Aufgaben. Eine allgemein gültige Definition von „Schulfähigkeit“ gibt es nicht. Es gibt auch keine für alle Schulen allgemeingültigen…

Schulkindalter, frühes

Schulkindalter, frühes (sub-teenage, early) →Kindesalter, mittleres

Schulkindalter, spätes

Schulkindalter, spätes (sub-teenage,late) →Kindesalter, spätes

Schulreife

Schulreife (school readiness), das Konzept „Schulreife“ gilt unter den meisten Experten als überholt und man spricht heute von Schulfähigkeit, obwohl auch dieser Begriff nicht allgemeingültig definiert ist.

Selbstbildung

Selbstbildung (self education), selbstorganisierender Charakter der Bildung und damit das Herz aller Bildung. Selbstbildung geht davon aus, dass der Mensch nicht gebildet wird, sondern sich selbst bildet. In dem Sinne sind Kinder grundsätzlich unbelehrbar. Kinder bemühen sich vom ersten Tag ihres Lebens, die Welt zu erschließen; sie bilden sich mit allen Sinnen. Bewegung und Körpererfahrung…

Trotzalter

 Trotzalter (defiant age) typische →Trotzphase  (Autonomiephase) im Alter von 2-4 (3-5) Jahren, Nervtöter in der Schwimmausbildung.. "Ein Trotzanfall ist mit einer durchgebrannten Sicherung zu vergleichen." (http://www.familie.de/kind/trotzphase-trotz-bei-kindern-626166.html)

Überbehütung

Überbehütung (over protecting), überzogene beschützende Haltung gegenüber dem Kind, wodurch der Erfahrungsraum des Heranwachsenden eingeschränkt wird und die Entwicklung von eigenen Fähigkeiten, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit erschwert wird (Psychologisches Wörterbuch 2004). Man tut dem Kind keinen Gefallen, wenn man ihm alle Steine aus dem Weg räumt. Schon von Anfang an sollten Grenzen gezogen werden, d.h.…

Umgangsrecht

Umgangsrecht (handling right), Begriff aus dem Familienrecht (§ 1684 BGB), wonach minderjährige Kinder und Eltern das Recht haben, miteinander in Kontakt zu bleiben, was in besonderen Fällen auf Dritte (Großeltern, Geschwister usw.) ausgedehnt werden kann. →Sorge, elterliche Mehr zum Thema: Untersuchungsbereicht des Instituts für Demoskopie Allensbach https://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Abach_Trennungseltern_Bericht.pdf

Unterhaltsrecht

Unterhaltsrecht (maintenance law), gesetzliche Regelung (§ 1601 bis § 1615 BGB) der Unterhaltspflichten. So haben Kinder einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Elternteil, der keine Betreuung leistet. Lebt also beispielsweise das Kind bei der Mutter, so hat das Kind einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Vater. Die Höhe des Unterhaltsanspruchs ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle. Bei volljährigen Kindern…

Verhaltensauffälligkeit

Verhaltensauffälligkeit, Verhaltensstörung (behavior disturbance), abweichendes Verhalten von der Norm, wobei nicht jede Abweichung als Verhaltensauffälligkeit einzustufen ist, sondern erst Auffälligkeiten über einen längeren Zeitraum (mindestens 3, juristisch 6 Monate) bei Beachtung der Faktoren, die zur Verhaltensauffälligkeit führen. Das können vorübergehende Entwicklungsphasen bei Kindern (→Trotzverhalten), Hirnorganstörungen, Traumata, Fehler in der Erziehung oder soziale Verwahrlosung sein. Der…

Vorschulalter

Vorschulalter (preschool age) →frühes Kindesalter  

Wachstumskurve

Wachstumskurve (growth curve), Grafische Darstellung der Entwicklung des Wachstums eines Heranwachsenden im Verhältnis des Wachstumsverlaufs Gleichaltriger in einem Koordinatensystem nach Perzentilen. In dieses Diagramm trägt man die aktuelle Körperhöhe und Körpermasse ein und kann so die persönliche Wachstumsentwicklung des Kindes erkennen, besonders wenn die Messungen in größeren Zeitabständen wiederholt werden. Wachstumskurven sind ein wichtiges Hilfsmittel…

Wertorientierung

Wertorientierung (value orientation), „Fähigkeit des Menschen, gesellschaftliche und individuelle Tätigkeiten sowie ihre unterschiedlichen Ergebnisse zu erkennen und zu werten“ (Kuhnke & Sperling in Schnabel & Thieß, 1993, S. 948). Sie sind Ausdruck der Bedeutsamkeit, die den Eigenschaften zur Bedürfnisbefriedigung beigemessen werden. Wertorientierungen stehen damit in enger Wechselwirkung zu den Motiven, werden aber nur unter bestimmten…

Wettkampf, kindgerechter

Wettkampf, kindgerechter (competition, suitable for children), der Belastungsverträglichkeit und dem Ausbildungsstand angepasste Wettkampfform im Wasser und/oder an Land im ersten Abschnitt der Schwimmausbildung, die laut WB (Teil A, §2) nach den Richtlinien der jeweiligen DSV-Fachausschüsse für Kinder unter acht Jahren ausgerichtet werden. Neben den DMS sind „Kindgerechte Wettkämpfe“ Dauerbrenner zu den Tagungen der Fachsparte Schwimmen…

Wirbelsäule

Wirbelsäule (WS) (spina column), Grundpfeiler des Stützapparates, der aus 33-34 knöchernen Segmenten (Wirbeln) besteht. Schon die aufrechte Haltung und erst recht sportliche Bewegungen stellen hohe biomechanische Anforderungen an die WS. Dabei muss sie einerseits starr (Haltung, Schutz) und andrerseits beweglich (beugen) sein. Das ist nur durch die physiologischen Schwingungen und eine Verspannung möglich, die oft…

Zuwendung

Zuwendung (allowance; grant), im Haushaltsrecht eine Leistung der öffentlichen Hand; in der Sozialpsychologie die „allgemeine und umfassende Bezeichnung für das Fundament sozialer Beziehungen und menschlicher Kommunikation durch signalisiertes Interesse und Aufmerksamkeit“ (Gymnich, 2005). Zuwendung ist die Basis eines Vertrauensverhältnisses (→Vertrauen) zwischen Trainer und Sportler. Kinder benötigen ein besonderes Maß an Zuwendung für eine gesunde Entwicklung,…