Physiotherapie
48 Einträge
Adduktorengruppe
Adduktorengruppe (des Beines) (group adductorius), lat. adducere – heranführen; Muskelgruppe an der inneren Seite des proximalen (näher zur Körpermitte liegenden) Oberschenkelbeins, die das Bein zur Mittellinie des Körpers bewegen und den Oberschenkel adduzieren: Kammuskel, langer, kurzer und großer Schenkelanzieher, Schlankmuskel usw. Die Adduktorengruppe bewirkt das Vor- und Rückschwingen des Beines und stabilisiert das →Becken (Gleichgewicht!).…
Atemmangeltraining
Atemmangeltraining (lack of breath training) →Hypoxietraining, →Apnoetraining
Bewegungstherapie
Bewegungstherapie (exercise therapy), Bewegung ist eigentlich Therapie an sich, hier als aktive Beanspruchung des Bewegungsapparates zur Behandlung von Erkrankungen und Leiden. Die Bewegungstherapie geht davon aus, dass durch Bewegung die physiologischen Leistungen des Organismus verbessert werden. Sie kann vor allem bei Muskel- und Gelenkproblemen, aber auch bei Leistungsabfall und Müdigkeitszuständen (→Ermüdung) hilfreich sein. In der…
Blockierung
Blockierung/Blockade (block), Funktionseinschränkung eines Gelenks (reversible segmentale Dysfunktion) vor allem bei Wirbelgelenken und der Verbindung Kreuzbein mit Hüftbein (Iliosakralgelenk/ISG-Blockade). Die Blockierung äußert sich in schmerzhafter Bewegungseinschränkung oder Zwangshaltung und einer Verspannung der beteiligten Muskulatur (z.B. „Hexenschuss“ oder "Schiefhals"). Bei eindeutiger Diagnose kann manuelle Therapie hilfreich sein. Es sollte nicht gegen eine schmerzende Barriere behandelt werden.…
Chiropraktik
Chiropraktik (chiropractic), (griech. „mit der Hand tun“), manuelle Therapie: die Behandlung von Störungen am Bewegungsapparat durch Handgriffe. Techniken sind: Traktion, translatorisches Gleiten (→Translation) und Behandlung der Weichteile. Das allgemeine Ziel ist die Normalisierung von Funktionsfähigkeit, Zusammenspiel der Gelenke/Muskulatur, dabei die Linderung bis Beseitigung von Schmerzen. Sie darf nur von dafür spezialisierten Ärzten und Heilpraktikern (→Chiropraktiker)…
Entspannungsbecken
Entspannungsbecken (relaxation pooln, relaxation bath), auch Entmüdungsbecken oder Entspannungsbad, im Sprachschatz der Schwimmer „Suhle“. Kleines Wasserbecken mit erwärmtem Wasser zur Regeneration nach dem Training, das in für den Leistungssport geeigneten Schwimmhallen nicht fehlen darf. Das Becken sollte so groß sein, dass sich eine Trainingsgruppe darin aufhalten kann. Das temperierte Wasser (32°-34°C) kann mit Badezusätzen mit…
Janda-Test
Janda-Test (Janda-test), Muskelfunktionstest auf semiquantitativer Basis, d.h. auf Schätzung (6 Stufen) beruhend und somit viel Erfahrung voraussetzend. Man geht davon aus, dass Muskelumfang und Muskelkraft miteinander korrelieren und somit der Umfang über den Funktionszustand Auskunft gibt. Durch die manuelle Prüfung der Muskelkraft kann ein Physiotherapeut mithilfe mehrerer Tests die Leistungsfähigkeit von Muskelgruppen sehr gut einschätzen und…
Kältekammer
Kältekammer (cold chamber), von Japan übernommene und zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen entwickelte Ganzkörperkältetherapie. Über zwei Vorstufen (-10° und -60° C) nähert man sich der Minimaltemperatur von -110 Grad, wobei schnelle Bewegungen vermieden werden sollten. Die Haut kühlt sich bis auf 5 Grad Celsius ab. Durch Gegenregulation bleibt aber die Körpertemperatur stabil. Durch die Kälte sollen…
Kältetherapie
Kältetherapie (cryotherapie), Verfahren der physikalischen Medizin, indem kalte Stoffe (Wasser, Eis) durch ihre schmerzlindernde Wirkung und Einschränkung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Heilung genutzt werden. Bekanntes Beispiel sind die KNEIPPschen Anwendungen. →Kältekammer Sportler nutzen die Kältekur zur Leistungsverbesserung und Regeneration (Joch et al. 2002), ohne dass sie zu unerlaubten Mitteln greifen müssten. Neben der Kältekammer (→Ganzkörperkältetherapie) werden…
Kalzium
Kalzium (Ca) (calcium), Mineralstoff von großer Bedeutung für den Körperbau (99% in Knochen und Zähnen) und dessen Funktion, besonders im Rahmen der Erregungsbildung am Skelettmuskel (Ca++) sowie generell für die Durchlässigkeit der Zellwände (→Diffusion). Es sollten täglich 800 mg aufgenommen werden (Milch und deren Produkte, Fisch, Geflügel, Gemüse, Nüsse, Vollkornbrot). Akuter Kalziummangel ist wegen der…
Kühlung
Kühlung (refrigeration), in der Technik „Entwärmung“, „in der Medizin der lokale Wärmeentzug in einem Körperbezirk durch Kontakt mit einem Kälteträger, z.B. einem Umschlag, einem Wickel oder einer Packung“ (Quelle s.u.). So wird zur Behandlung und Beseitigung von Schulterschmerzen bei Schwimmern, die in den meisten Fällen von einer Überlastung der Rotatorenmanschette herrühren, Kühlung (Eis) empfohlen (https://www.iat.uni-leipzig.de/datenbanken/iks/sponet/Record/3029144…
Kyphose
Kyphose (kyphosis), griech. kyphos "Buckel"; pathologische Form für verstärkte (dorsale) Krümmung der Wirbelsäule (Rundrücken) als Folge von Bewegungsmangel (Haltungsfehler), chronischer (sportbedingter) Fehlhaltung oder Wachstumsstörung der Wirbelkörper (morbus Scheuermann). →Osteochondrose Die sportartspezifische Belastung im Schwimmen führt häufig durch die innerrotarische und adduktorische Bewegung der Arme gegen den Wasserwiderstand zu einer Kyphose (Dalichau & Scheele, 2001). In…
Lendendarmbeinmuskel
Lendendarmbeinmuskel (m. iliopsoas), zweiteiligiger Muskel, einmal als Lendenmuskel von den Lendenwirbeln bis zum kleinen Rollhügel des Oberschenkelknochens, zum anderen als Darmbeinmuskel von der Darmbeinschaufel zum gleichen Ansatz. Er ist der stärkste Beuger des Spielbeines (Bein ohne Bodenkontakt) im Hüftgelenk und somit der beim Gehen, Laufen und Springen am meisten beanspruchte Muskel. Er ist aber auch…
Lumbago
Lumbago (lumbago; low back pain) lat. lumbus "Lende"; →Kreuzschmerz (“Hexenschuss”)
Massage
Massage (massage), „Mechanische Behandlung von Körperteilen durch Reiben, Kneten, Klopfen usw.“ (Kent & Rost, 1994, S.261), die Erfahrung erfordert und deshalb dem Physiotherapeuten vorbehalten bleibt, da unsachgemäße Massage zu Schäden führen kann. Mit der Massage wird der Muskeltonus beeinflusst und die Durchblutung verbessert. Ferner wird sie bei Störungen im Bereich des Bewegungsapparates angewandt. Je nach…
Medi-Taping
Medi-Taping (engl.), „Heilpflaster“. Aus der japanischen Medizin („KINESIO-Taping) weiterentwickeltes Verfahren der physikalischen Therapie zur Behandlung von muskulär bedingten Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Dazu werden eigens dafür entwickelte elastische Tapes (Bänder/Pflaster) mit speziellen Anlegetechniken verwendet, um. die Muskelfunktion zu verbessern sowie Gelenkkinematik, Lymphabfluss und Schmerzregulation zu unterstützen. Medi-Taping wird zunehmend auch im Sport als Alternative zu Schmerzmitteln…