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Methode

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„Munterschwimmen“

„Munterschwimmen“ (wake-up swims), Begriff aus der Schwimmsportpraxis: kurzzeitiges Einschwimmen von 10-15 min am frühen Morgen des Wettkampftages, um zeitiger „in Gang“ zu kommen. Da besonders bei großen Wettkämpfen bereits in den Vorläufen für die Qualifikation die persönliche Bestleistung erforderlich ist, erscheint dieser Tagesrhythmus günstiger. Das Munterschwimmen sollte aber nicht erzwungen werden.

Antritt

Antritt (power cycling; power pedalling), eine Sache beginnen, z.B. ein Amt oder den Dienst. Im Sport die aus dem Radsport übernommene Beschleunigungsphase, wobei der Sportler mit maximaler Willensanstrengung in die Pedale tritt. Im Schwimmen übertragen auf kurze Sprints („Antritte“), wobei die Schwimmgeschwindigkeit besonders explosiv „aus den Beinen“ erhöht wird; auch typisches Element im Wasserball. Um…

Ausdauertraining, polarisiertes

Ausdauertraining, polarisiertes (polarized endurance training), Ein bei Spitzensportlern beobachtetes Trainingsmuster, wonach die Sportler überwiegend bei relativ geringer Intensität trainieren, aber zwischendurch hoch intensive Intervalle einschieben (Wechsel zwischen den Polen „hoher Umfang/wenig intensiv“ und „geringer Umfang/intensiv“). Dabei wird nur relativ im Übergangsbereich (LS) trainiert. Dieses Ergebnis bestätigten Schottische Wissenschaftler mit einer Studie, wonach mit polarisiertem Training…

Beinarbeit

Beinbewegung (kicking), auch: Beinbewegung beim Schwimmen, Einzelbewegung, zyklisch wiederholte gleich- (simultan) oder wechselseitige (alternierende) Aktion der Beine (bei Delfin + Hüfte) zum Vortrieb und zur Stabilisierung der Wasserlage. Die Bedeutung der Beinbewegung für den Vortrieb wird häufig unterschätzt, vor allem, wenn man die Schwimmgeschwindigkeiten vergleicht, die in der Einzelbewegung Arme zu Beine erreicht werden. Dabei…

Belastungsintensität

Belastungsintensität (load intensity), Belastungskomponente, die Stärke des Trainingsreizes als „äußere Belastung“ (→Schwimmgeschwindigkeit, →Last im Krafttraining) oder den Anstrengungsgrad (→Beanspruchungsgrad, →Belastungsgrad) bei der Bewegungsausführung als „innere Belastung“ (physiologische →Beanspruchung) wiedergibt. Die äußere Belastungsintensität wird im Schwimmen in Prozent der Bestleistung beschrieben: z.B. ein Schwimmer hat eine Bestzeit über 100m F in 0:52,00 min und soll 10 x…

Belastungssteigerung

Belastungssteigerung (load increase) →Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung  

Bewegungsanordnung

Bewegungsanordnung (arrangement of the movement) →Bewegungsanweisung  

Bewegungsanweisung

Bewegungsanweisung (motor instruction), „methodische Maßnahme, bei der die Sportler über verbale und/oder nichtverbale (u.a. Bildmaterial) Informationen mit deutlichem Aufforderungscharakter zur Realisierung einer bestimmten Bewegungshandlung und der dabei zu erfüllenden Anforderungen veranlasst werden“ (Röthig & Prohl, 2003, S.85). Die Bewegungsanweisung geht von einem Leitbild aus und hat dabei den durch Wettkampfbestimmungen fixierten Rahmen zu beachten. →deduktives…

Brainstorming

Brainstorming (Ideenfindung), beliebtes wie kritikwürdiges Verfahren zur Ideensammlung, bei der zunächst ohne Kritik frei geäußerte spontane Einfälle gesammelt werden, um darauf aufbauend effektive und kreative Lösungen eines Problems oder einer Aufgabe zu finden. Auch im Lehrbereich des DOSB beliebte Methode, die meistens Zeit und Personen bindet, aber wenig ergiebig ist. Mit einfach „lasst uns mal…

Cardio-Training

Cardio-Training (engl) – „Herz-Kreislauf-Training“, Bezeichnung aus der Fitnessbewegung für Training der Grundlagenausdauer ab 30 Minuten Belastungsdauer in den verschiedensten Ausdauer-Sportarten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren usw., je nach Intensität als  „Fettstoffwechseltraining“ (geringe Intensität) oder Ausdauertraining. Video: https://www.youtube.com/watch?v=gG72VlkqNQw (Zugriff 17.12.2018)

Dauermethode

Dauermethode (duration training method), Methode des Ausdauertrainings zur Verbesserung der Grundlagenausdauer, weshalb große Belastungsumfänge mit relativ niedriger Intensität und langer Belastungsdauer bei Verzicht auf Pausen charakteristisch sind (s. Tab.).     Exkurs: Die Dauermethode ist zwar zur Ausbildung der Grundlagenausdauer unverzichtbar, sollte aber in ihren Anteilen je nach Ausbildungsstand und ab Anschlusstraining (AST) je nach Spezialisierung…

Dauertraining

Dauertraining (continuous training) →Dauermethode  

Dehnübungen

Dehnübungen (stretching exercises), Übungen zur Vergrößerung der Bewegungsreichweite, der maximalen Dehnungsspannung und der kurzfristigen Herabsetzung der Ruhespannung. Aus der Vielzahl der in den letzten Jahren empfohlenen 20 Methoden haben sich fünf in der Dehn- und Stretchingpraxis durchgesetzt: dynamisches Dehnen (DD), statisches Dehnen (SD), AC-Stretching, CR-Stretching und die Verknüpfung von CR- und AC-Stretching. Das dynamische Dehnen…

Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ)

  Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) (Stretch-shortening exercise), Arbeitsweise des neuromuskulären Systems durch Kombination von exzentrischer und konzentrischer Kontraktion. So folgt z.B. beim Niedersprung auf eine kurze exzentrische Phase der Muskulatur (entgegen der Arbeitsrichtung) eine konzentrische Phase. Durch die Voraktivierung wird eine stärkere Muskelspannung und höhere Kraftleistung erreicht. Der DVZ wird dabei maßgeblich von der Elastizität der Sehnen…

Dehnungsgeschwindigkeit

Dehnungsgeschwindigkeit (extension velocity; stretch velocity), hier auf die Geschwindigkeit bezogen, mit der Dehnübungen durchgeführt werden. Die Dehnungsgeschwindigkeit ist je nach Methode unterschiedlich. Während beim aktiv-dynamischen Dehnen eine schwunghafte kontrollierte Ausführung möglich ist, ist die aktiv-statische Methode durch eine langsame Bewegung bis zur Endstellung charakterisiert, die 10-30 sec gehalten werden sollte. Zwischen der Größe des Dehnungsreflexes und…

Dehnungsmethoden

Dehnungsmethoden (stretching exercises) →Dehnübungen

Distanzbereich

Distanzbereich (distance sector), Streckenlänge im Ausdauertraining, die mit der Wettkampfstrecke identisch ist (z.B. 10 x 100B als GA-Serie für einen 100m-Brustschwimmer). Die Bezeichnung mit Distanzbereich setzt eine Spezialisierung auf eine bestimmte Strecke (→Hauptschwimmart) voraus und ist damit dem Hochleistungstraining vorbehalten. →Überdistanzbereich; →Unterdistanzbereich    

Durchhaltefähigkeit

Durchhaltefähigkeit (perseverance) →Stehvermögen

Einsatztraining

Einsatztraining (EST) (one-set training, single-set-training), Krafttraining, bei dem pro Übung ein Satz ausgeführt wird, wobei mehrere Übungen pro Muskelgruppe möglich sind. (Preuss et al. 2006).  →Mehrsatztraining (multiple-set-training) Ob für eine oder mehrere Muskelgruppen, letztlich ob Einsatz- oder Mehrsatztraining besser ist, das wird seit Jahren in der Theorie und Praxis des Krafttrainings kontrovers diskutiert. Eine Überlegenheit…

Einschwimmen

Einschwimmen (warming up), einleitender Teil einer Trainingseinheit oder methodisches Element vor Wettkampfbelastungen mit dem Ziel, den Organismus physisch („erwärmen“ und „mobilisieren“), psychisch („einstimmen“) und motorisch („Wassergefühl“) auf die Belastung im Hauptteil der Trainingseinheit oder die Wettkampfstrecke vorzubereiten. Im Nachwuchstraining gehören grundsätzlich Technikübungen und Schnelligkeitsaufgaben in das Einschwimmen, wenn im Hauptteil bevorzugt Ausdauerfähigkeiten trainiert werden. Während…