Methode
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Experimentalgruppe
Experimentalgruppe (experimental's group), auch Versuchsgruppe. Nach definierten Auswahlregeln gebildete Untersuchungsgruppe, die repräsentativ für eine Grundgesamtheit sein sollte und für die die Handlung/Intervention zur Beweisführung (Hypothese) bestimmt ist, im Gegensatz zur Kontrollgruppe. →Experiment, →Population, →Empirische Forschung Beispiel: Um die Wirkung von Intervall-Hypoxietraining auf die körperlicher Belastung im Schwimmen zu ermitteln, absolvierten zwei Probandengruppen (Experimental- und Kontrollgruppe)…
Expertenbefragung
Expertenbefragung (expert questioning), Erlangung genauerer Kenntnisse über ein Problem, zu dem die Grundlagen schon erarbeitet worden sind und suchen nach Lösungsmöglichkeiten, an denen andere schon gearbeitet haben bzw. Erfahrungen sammeln konnten durch die Einbeziehung von Experten. Durch die zahlreichen Lücken der Trainingswissenschaft ist es angebracht, bei der Erarbeitung von Trainingskonzeptionen erfahrene Trainer (Experten) zu beteiligen.…
Feedbacktraining
Feedbacktraining (feedback training) (Kybernetik = Rückkopplung). Die Methode des Feedback hat sich in der beruflichen Fort- und Weiterbildung als auch in unterschiedlichen Arbeitsrealitäten etabliert und wird entsprechend im Internet von seriösen und weniger seriösen Experten zuhauf angeboten. →Spiegelschwimmen Im Sport verstehen wir unter Feedbacktraining „Trainingsverfahren, in denen Informations-Technologien für zusätzliche Rückkopplung an den Sportler oder…
Fehlerkorrektur, indirekte
Fehlerkorrektur, indirekte (faults correction, indirect), Beseitigung des Fehlers durch Veränderungen in Umfeld des Sportlers (veränderte Aufgabenstellung oder Übungsbedingungen). →Fehlerkorrektur, →Fehlerkorrektur, direkte Maßnahmen sind: Einsatz ergänzender Übungen an Land und im Wasser, veränderte Bewegungsaufgabe bei bewusster Bewegungswahrnehmung, Einsatz von Geräten und Übungen zur Schulung des taktilen Empfindens, verändertes Frequenzverhalten und Zurückgehen auf vorangegangene Übungsstufen (Schramm, 1987).…
Fitnessübungen
Fitnessübungen (fitness exercises), Körperübungen zur Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit, in Einheit von konditionellen und koordinativen Fähigkeiten. In der Sportpraxis zumeist Übungen des allgemeinen Kraft- oder/und Ausdauertraining (→Athletik). Da ein großer Teil unserer Schwimmer das allgemeine Krafttraining in Fitnesscentern durchführt und dort die englische Bezeichnung der meisten Übungsformen üblich ist, werden diese in einer Tabelle aufgeführt…
Frequenz-Vortrieb-Verhalten
„Frequenz-Vortrieb-Verhalten“ (frequency-propulsion-performance), Verhältnis zwischen Zugfrequenz und Zyklusweg als wesentliche Kenngrößen der Bewegungsausführung bei definierten Schwimmgeschwindigkeiten. Bewegungsfrequenz und Zyklusweg sind stets ein Ergebnis der Ausprägung und Veränderung von innerzyklischen Technikparametern in Wechselwirkung mit anderen, vor allem konditionellen Leistungsfaktoren (Walther, 1985). Topschwimmer schwimmen verschiedene Geschwindigkeiten bei veränderten Frequenzen, aber annähernd gleichen Zykluswegen (Küchler 2000, Rudolph 2014, Seifert…
Geschwindigkeitsbarriere
Geschwindigkeitsbarriere (velocity barrier), Grenze in der Entwicklung der Schnelligkeit durch Bewegungsstereotype (→ Stereotyp, dynamisch-motorischer). Wiederholtes Schnelligkeitstraining mit gleichen Inhalten, Methoden und Belastungen führt zur Verfestigung der räumlichen und zeitlichen Bewegungsstruktur. Veränderungen sind kaum noch möglich, wenn nicht Trainingsreize gesetzt werden, die dem Sportler fordern, seine Maximalgeschwindigkeit zu überbieten. Oft hilft auch ein Wechsel der Schwimmart,…
Gewandtheitslauf
Gewandtheitslauf (agility run), sportmotorischer Test zur Überprüfung der Gewandtheit (eines Komplexes koordinativer Fähigkeiten), hierbei haben sich Hindernisläufe verschiedenster Art in der Praxis bewährt, die besonders im Nachwuchstraining großen Anklang finden. Als Standard-Test im Schwimmen hat sich der “Kasten-Bumerang-Test“ durchgesetzt. →Hindernisturnen
Gewichtheben
Gewichtheben (weight-lifting), Wettkampfsportart für beide Geschlechter mit dem Ziel, eine möglichst hohe Last (Langhantel) in den Disziplinen Reißen oder Stoßen zur Hochstrecke zu bringen. Die Sportler werden bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen nach Gewichtsklassen (regional nach einem Punktsystem) eingeteilt. Ergebnisse eine Metaanalyse (Morris et al. 2022) unterstützen die Vorstellung, dass ein zusätzliches Gewichthebetraining für die…
Gleiten
Gleiten (gliding), Art der Bewegung bzw. Fortbewegung bei reduzierter Reibung (Gleitreibung) auf einem speziellen Untergrund (Wikipedia). →Gleitfähigkeit Im Schwimmen Strecklage ohne gleichzeitige Antriebsbewegungen bei optimalem (minimalem) Wasserwiderstand infolge geringsten in Vortriebsrichtung projizierten Körperquerschnitts“ (Mertens, in Schnabel & Thieß, 1993, S.346). Dabei hat sich in den Gleitphasen nach Start und Wende die Streckung der Arme nach…
Guidance
Guidance (engl.), „Anleitung, Führung, Beratung“, in der Sozialpsychologie Oberbegriff für vielseitige, differenzierte Fürsorge- und Sozialarbeit, die vor allem als Beratung und Therapie speziell institutionalisiert sind (Roche Lexikon,2004, S- 384). Es handelt sich um Verfahren bei der Vermittlung von Handlungen, wonach durch mechanische, visuelle oder akustische Hilfsmittel die Bewegungsausführung so gelenkt wird, dass sie nicht vom…
Halbkniebeuge
Halbkniebeuge (semi-squat), Übung zur Kräftigung der Beinstreck-Muskulatur, aus einer Kniebeuge (Beugewinkel von 90°) als Übung im Krafttraining des erwachsenen Sportlers, wobei je nach Last (Scheibenhantel), Wiederholungszahl und Bewegungstempo entweder in Richtung Maximalkraft, Schnellkraft oder Kraftausdauer gearbeitet werden kann. Bei größeren Lasten ist ein Lendengurt und die Führung der Hantelstange (→Hantel) zu empfehlen.→Langhantel In der Halbkniebeuge können…
Haltearbeit
Haltearbeit (static work; sustained holding), im Bau Arbeit bei dauernder Anspannung der Muskulatur (statische Arbeit). Im Sport vor allem im Krafttraining die "Versteifung" der Gelenke in einer bestimmten Körperstellung, z.B. beim Halten einer Last oder Druck (Krafteinsatz) gegen einen nicht nachgebenden Widerstand (isometrisches Krafttrainuing). Die Muskelkontraktion führt also nicht zu einer Körperbewegung. →Kontraktionsform
Herzspitzenstoß
Herzspitzenstoß (apax beat), tastbarer Schlag der Herzspitze während der Systole am Brustkorb (in der Regel zwischen 5. und 6. Rippe), der von vielen Schwimmern zur Messung der Herzfrequenz ertastet wird. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Herzspitzensto%C3%9F - Zugriff 11.07.2019
Hilfestellung
Hilfestellung (assistance), im Sport Sicherheitsmaßnahme des Lehrers/Trainers zur Verhinderung von Unfällen und Verletzungen bei bei der Ausübung sportlicher Handlungen der ihnen anvertrauten Schüler/Sportler. „Einbezogen ist dabei auch eine langfristige Erziehung der Sportler zu einer selbstständigen Hilfeleistung im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die aktive Bewegungshilfe ist durch das direkte Eingreifen des Helfers in den Bewegungsvollzug gekennzeichnet. Diese…
Hochvolumiges Training (HVT)
Hochvolumiges-Training/ Volumentraining (HVT) (high volume training), Sammelbegriff für unterschiedliche Konzepte des Mehrsatz –Krafttrainings. Es ist durch ein hohes Trainingsvolumen bei mindestens drei Sätzen pro Übung charakterisiert. Pro Muskelgruppe können mehrere Übungen durchgeführt werden. →Satztraining, Mit dem „Überschwappen“ des Hochintensiven Trainings (HIT) in den Ausdauersport wurde immer wieder der Gegensatz zum Volumentraining betont, was bis zur…
Höhenkaskade
„Höhenkaskade“/Höhenkette (altitude training cascade), Begriff aus der Praxis des Höhentrainings, wonach bei wiederholter Durchführung von Trainingslehrgängen unter Höhenbedingungen im Sinne der Belastungssteigerung die Höhe zunimmt, z.B. Lehrgang in Davos (1560m NN), Lehrgang Belmeken (2000m NN), Lehrgang Toluca (2700 NN). Ebenso sollte im langfristigen Aufbau vorgegangen werden, niedrigere Höhe mit Einstieg in das Höhentraining im Anschlusstraining…
Höhenschlaf (LHTL)
Höhenschlaf (LHTL) („live high, train low“), Begriff aus der Diskussion um die optimale Höhenanpassung, hier die Kombination von Höhenaufenthalt (auch simuliert) und Training unter N.N., um den komplizierten Anpassungsprozessen im Training zu entgehen und gegebenenfalls Gelder (Reisekosten usw.) zu sparen. Die ersten positiven Ansätze gehen auf Studien von Levine & Stray-Gunderson, (1997) und Bae, Hag…
Höhentraining, künstliches
Höhentraining, künstliches (hypoxie training, artificial), Training unter künstlichen Höhenbedingungen in Unterdruckkammern oder durch Gasgemisch. Der Einsatz hypoxiegestützten Trainings ermöglicht: natürliches Höhentraining besser vorzubereiten (Vorakklimatisation, „Höhenkaskade“), den Höheneffekt nach einem Höhentrainingslager länger zu halten, die Regeneration nach hohen Wettkampfbelastungen im Sinne eines aeroben Zwischentrainings wirksam zu unterstützen und verletzte Sportler beschleunigt an das benötigte Ausdauerniveau heranzuführen…
Hypertrophiemethode
Hypertrophiemethode (hypertrophy method), lat. hypertrophia "Überernährung"; in der Medizin die Größenzunahme eines Organs oder Gewebes durch Zellvergrößerung (ROCHE Lexikon, S. 833).→Hypertrophie Im Sport eine Form des Maximalkrafttrainings, auch als „Methode der erschöpfenden submaximalen Krafteinsätze“ bezeichnet. Charakterisiert durch konzentrisch-gleichmäßige Arbeitsweise, mittlere bis submaximaler Intensität (→Last 60-90%), langsame bis zügige Bewegungen, bis zur zeitweiligen lokalen Muskelerschöpfung (20-30…