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Hochleistungstraining

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Blockperiodisierung

Blockperiodisierung (strength/power-periodization), Periodisierungskonzept für Schnellkraftsportarten, besonders für Sportler mit Krafteinsatz des Oberkörpers wie z.B. Speer- oder Diskuswerfer (Bartolomei et al. 2014). Hierbei wird im ersten Block über einen Zeitraum von 6-12 Wochen ein Muskelaufbautraining zur Erhöhung der Muskelmasse und Erweiterung des Kraftpotentials und im zweiten Block über 4-6 Wochen ein Training nach der „Methode der…

Bundeskader

Bundeskader (federal squads), von den Sportverbänden berufener und dem Bundesverband (→DSV) und derDeutschen Sporthilfe geförderter Sportler (→A/B/C-Kader). Mit der neuen Leistungssportkonzeption vo 2017 wird folgende Kaderstruktur angestrebt: "Die perspektivreichsten Athleten (aus dem A- und B-Kader) sollen das Prädikat „Olympiakader“ erhalten. Ihre Mitglieder werden – in der Verantwortung der Spitzenverbände – gezielt auf die nächsten Olympischen…

Bundesleistungszentrum

Bundesleistungszentrum (BLZ) (fereral centre for olympic sports) bis 2017 vom Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund/Bereich Leistungssport und den Spitzenverbänden anerkannte Sportstätten mit Unterbringungs- und Verpflegungsmöglichkeiten, in denen zentrale Lehrgangs- und Schulungsmaßnahmen der Spitzenverbände stattfinden. Sie dienten primär der Ausbildung und Förderung von Bundeskadern sowie der Durchführung anderer in die Zuständigkeit von…

Entwicklungskonzeption, individuelle

Entwicklungskonzeption, individuelle (IEK) (developmental concept, individual), langfristige Planung der sportlichen Entwicklung des Sportlers, deren Bedeutung besonders in der Abstimmung der schulisch-beruflichen mit den sportlichen Erfordernissen besteht und die erst ab einem bestimmten Leistungsniveau (ab →AST) sinnvoll erscheint. Die IEK geht damit über den Vierjahresplan hinaus und sollte sich nur auf die Wesenszüge der Entwicklung beziehen.…

Kadernorm

Kadernorm (standard for elite squads), Wettkampfzeit oder Platzierung, deren Erreichen einen bestimmten Kaderstatus gewährleistet. Basiswert ist zumeist für Spitzenkader (A-Kader/B-Kader) ein bestimmter Platz in der Weltbestenliste (z.B. 50. Platz der unbereinigten Weltbestenliste). Mit bestimmten Prozentsätzen werden dann die Kadernormen für die einzelnen Kaderbereiche gebildet, z.B. D/C-Kader = 110 % des Basiswertes (s. http://www.dsv.de/fileadmin/dsv/documents/schwimmen/Amtliches/DSV-Kaderbildungsrichtlinien_Beckenschwimmen_2020.pdf - Zugriff…

Kadersportler

Kadersportler (squad athlete) →Leistungskader, →Kadernorm, →Kadersystem Die Kadersportler des DSV werden entsprechend der Kadernormen benannt: http://www.dsv.de/schwimmen/nationalmannschaft/dsv-kader/ - Zugriff 31.10.2019

Kanaltraining

„Kanaltraining“ (flumen training), umgangssprachlich für Training in der Gegenstromanlage. Das Kanaltraining kann in allen Belastungszonen des Schwimmtrainings durchgeführt werden, wobei sich wegen der Regulierung der Schwimmgeschwindigkeit besonders das Training in den „kleinen intensiven Bereichen“ (→SA, →WA, →S) empfiehlt (Rudolph, 1997). Der Vorteil liegt in der sofortigen Registrierung wesentlicher Parameter der Schwimmstruktur (Frequenz, Schwimmgeschwindigkeit und Zyklusweg)…

Klima

Klima (climate), griech. klima eigentlich „Neigung (der Erde gegen die Pole hin)“, danach „Himmelsgegend, Gegend, geografische Lage“; Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen der Atmosphäre an einem Ort über einen längeren Zeitraum. Es unterscheidet sich damit vom Wetter hinsichtlich seiner zeitlichen Gültigkeit. In der Arbeitsphysiologie werden Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Temperatur der umgebenden Flächen zu Klima-Summen-Maßen zusammengefasst.…

Klimalager

„Klimalager“ (climate camp), umgangssprachlich im Sport Trainingslager, vorrangig im Hochleistungstraining in Mesozyklen mit Aufbau- oder Regenerationscharakter, verbunden mit der Sehnsucht nach wärmender Sonne, aber auch für bestimmte Allergiker (→Allergie) im Frühjahr und Sommer mit der „Flucht vor Pollen“. Eine klare trainingsmethodische Zielstellung sollte aber den Unterschied zu einer Urlaubsreise deutlich machen.

Leistungsdiagnostik, zentrale

Leistungsdiagnostik, zentrale (performance diagnostics, centralized), Durchführung der Leistungsdiagnostik für Kadersportler unter Verantwortung des Dach- oder Landesverbandes an zentralen, dafür qualifizierten Einrichtungen (z.B. OSP, Bundesstützpunkt, Landesleistungszentrum). Der DSV führt pro Trainingsjahr zwei bis drei zentrale KLD durch, die für A-C-Kader verbindlich sind und in Hamburg, Leipzig und Heidelberg (Jugend) durchgeführt werden. Die zentrale Leistungsdiagnostik sollte zu…

Stadium der variablen Verfügbarkeit

Stadium der variablen Verfügbarkeit (stage of the variable availability) →variable Verfügbarkeit  

Steueraktiv

Steueraktiv (control active), Zusammenschluss von Cheftrainer, Heim(Vereins)trainer, Sportarzt, Psychologe und Trainingswissenschaftler zur Steuerung des Trainings im Hochleistungssport (Reiß & Meinelt, 1985), das als “Trainer-Berater-System“ in einigen Sportverbänden überlebt hat. Nach den Olympischen Winterspielen 2014 hat sich zur Trainingssteuerung in den Dachverbänden die Bezeichnung Kompetenzteam durchgesetzt. Dieses setzt sich aus dem jeweiligen Bundestrainer, Spezialtrainer, Sportmediziner, Physiotherapeut,…

Tapering

Tapering (tapering), engl. „zuspitzen“, übertragen „Formzuspitzung“, zwei bis dreiwöchige Trainingsphase vor wichtigen Wettkämpfen, vergleichbar mit dem Mesozyklus „Leistungsausprägung“ (→Unmittelbare Wettkampfvorbereitung). Die Dauer des Tapering hängt von Umfang und Intensität des absolvierten Trainings, der Anzahl und Verteilung der Starts sowie dem Alter und der Spezialisierung ab, wobei besonders zwischen Sprinter und Langstreckler zu differenzieren ist. Allgemein…

Trainingsplan, individueller (ITP)

Trainingsplan, individueller (training program, individual), Konzeption zur Trainings- und Wettkampfgestaltung des Kadersportlers im Anschlusstraining und Hochleistungstraining auf der Grundlage des Rahmentrainingsplanes (→Vierjahresplanes) des Dachverbandes. Im Mittelpunkt steht die für die Erreichung des Leistungszieles erforderliche Belastungsgestaltung bei Beachtung der Einheit von Sport und Schule/Studium oder Beruf (→Karriere, duale) und dem Primat der Persönlichkeit des Sportlers. Der…

Verfügbarkeit, variable

Verfügbarkeit, variable (disponibility, variable), dritte und letzte Stufe des motorischen Lernens, wonach „der Lernende die Bewegung auch unter schwierigen und ungewohnten Bedingungen sicher ausführen und jederzeit erfolgreich anwenden kann“ (Meinel & Schnabel, 2004). Die variable Verfügbarkeit ist eine Grundlage sportlicher Meisterschaft und damit ein wesentliches Ziel des Hochleistungstrainings. Hierzu zählen die Nutzung individueller körperbaulicher und…

Vierjahresplan

Vierjahresplan (four-year-plan), hier sind nicht die auf einen Auftrag Hitlers zurückgeführte nationalsozialistische Wirtschaftsprogrammatik oder Elemente sozialistischer Planwirtschaft gemeint. In der Trainingswissenschaft verstehen wir unter einem Vierjahresplan den Rahmentrainingsplan des Dachverbandes über den Zeitraum eines Olympiazyklus. Ausgehend von der Prognose der Zielzeiten zu den angestrebten Olympischen Spielen werden im Schwimmen die Teilziele und die methodischen Schritte…