Verfügbarkeit, variable (disponibility, variable), dritte und letzte Stufe des motorischen Lernens, wonach „der Lernende die Bewegung auch unter schwierigen und ungewohnten Bedingungen sicher ausführen und jederzeit erfolgreich anwenden kann“ (Meinel & Schnabel, 2004). Die variable Verfügbarkeit ist eine Grundlage sportlicher Meisterschaft und damit ein wesentliches Ziel des Hochleistungstrainings. Hierzu zählen
- die Nutzung individueller körperbaulicher und konditioneller Stärken für eine effektive Schwimmtechnik,
- die Bewegungskonstanz über die gesamte Wettkampfstrecke,
- aber auch die schnelle Anpassungsfähigkeit an veränderte Wettkampf- oder Regelbedingungen.
Dabei sind anzustrebende Automatisierung der Bewegung (→motorischer Stereotyp) als auch die Fähigkeit zur ständigen Vervollkommnung und Anpassung als dialektische Einheit zu verstehen. Eine große Rolle spielen hierbei wettkampfnahes Training (→SA, →WA) und der Wettkampf selbst. Hierbei sollten Aufbauwettkämpfe genutzt werden, um neue Technikvarianten auszuprobieren und zu stabilisieren (Stereotyp, dynamisch-motorischer). Zugleich sollte sich der Schwimmer durch objektive Zusatzinformationen (Film-/Videoaufzeichnungen) mit seiner eigenen Technik und der seiner Konkurrenten auseinandersetzen. Eine wichtige Ergänzung ist auch das ideomotorische Training. →Variabilität