Didaktik
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E-Learning
E-Learning (engl. electronic learning = „elektronisch unterstütztes Lernen“ oder einfach „elektronisches Lernen“, Bezeichnung für Lernformen, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Vorstellung (Präsentation) und Verteilung/Umsetzung (Distribution) von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation eingesetzt werden (Kerres, 2001). Die Einführung von E-Learning in die Trainerausbildung erweist sich als schwierig und weist sehr unterschiedliche Fortschritte…
Fehlerkorrektur, indirekte
Fehlerkorrektur, indirekte (faults correction, indirect), Beseitigung des Fehlers durch Veränderungen in Umfeld des Sportlers (veränderte Aufgabenstellung oder Übungsbedingungen). →Fehlerkorrektur, →Fehlerkorrektur, direkte Maßnahmen sind: Einsatz ergänzender Übungen an Land und im Wasser, veränderte Bewegungsaufgabe bei bewusster Bewegungswahrnehmung, Einsatz von Geräten und Übungen zur Schulung des taktilen Empfindens, verändertes Frequenzverhalten und Zurückgehen auf vorangegangene Übungsstufen (Schramm, 1987).…
Ganzlernmethode
Ganzlernmethode (whole-learning method), Vorgehensweise vom Ganzen zu den Teilen (Gegensatz: Teillernmethode, Zergliederungsmethode), z.B. beim Lesen wird erst das Wort als Ganzes im Bild erfasst und nicht Buchstabe für Buchstabe, wobei die meisten Studien mit der Ganzheitsmethode keine besseren Resultate nachweisen als synthetische Verfahren. Die Meinungen unter den Pädagogen sind kontrovers. Beim Erlernen der Schwimmarten verkürzt…
Instruktion
Instruktion (instruction), lat. instruere „vorbereiten, unterweisen, unterrichten, anweisen“, Partizip instructus; Handlungsanweisung mit den Merkmalen: aktivierte Sinnesmodalität, Inhalte, formale Gestaltung und Ziel, auch synonym mit „Unterrichten“ gebraucht. So wird z.B. das direkte Unterrichten in der Pädagogik als „direkte Instruktion“ bezeichnet, ein anspruchsvolles Unterrichtskonzept, das sich von „Frontalunterricht“ und „lehrerzentriertem Gespräch“ unterscheidet. Indem das Erlernen und Vervollkommnen…
Körpersprache
Körpersprache (body language), auch „nonverbale Kommunikation“; Teil der menschlichen Kommunikation, der sich nicht nach den konventionalisierten Regeln einer gesprochenen Sprache ausdrückt, sondern durch Gestik, Mimik oder Körperhaltung. Nach einer amerikanischen Studie ist für den Gesamteindruck, den man auf seinen Gesprächspartner ausübt, das Wort nur zu 7 %, der Tonfall zu 38 % und die Körpersprache zu 55 %…
Lehrmethode
Lehrmethode (auch Unterrichtsmethode) (teaching method; insrtuctional method), Verfahren der Unterweisung und Anleitung in der Ausbildung vom Schüler bis zum Erwachsenen. Nach Einsiedler (1981) werden drei sich durch verschiedene Grade der Strukturierung und Aktivierung der Lernenden auszeichnende Lehrverfahren unterschieden: Zur Verbesserung sportlicher Techniken gibt es zwei vorherrschende Lehrmethoden, einmal das klassische „Einschleifen“ (Nachmachen und wiederholen bis…
Lehrplan
Lehrplan (curriculum), verbindliche und schriftlich ausgearbeitete Vorgabe zur Unterrichtsgestaltung, die für die Schulen in die Zuständigkeit der Bundesländer fällt. Ein Lehrplan enthält (nach WIKIPEDIA, 2016): die Lehrziele, eine Zusammenfassung der Lehrinhalte, Art und Anzahl der Lernerfolgskontrollen (z. B. mündliche oder schriftliche Prüfungen), wobei diese häufig auch in sogenannten Prüfungsordnungen gesondert behandelt werden, eine Liste der Grundlagenliteratur…
Lehrverfahren, analytisch-synthetisches
Lehrverfahren, analytisch-synthetische (teaching procedure, analytic-synthetic), Lehrmaßnahmen, bei denen der Lerngegenstand in spezifische Teileinheiten untergliedert wird, die zunächst isoliert geübt werden (z.B. Einzelbewegung Beine oder Arme) und erst im weiteren Lernprozess zu einem Ganzen (Gesamtbewegung) zusammengesetzt werden (Wiemeyer, 2003). →Lehrmethoden.
Lehrverfahren, deduktives
Lehrverfahren, deduktives (teaching procedure, deductive), lat. Deductio „Abführen, Fortführen, Ableitung“; Lehrmaßnahme, die durch starke Eingriffe des Lehrenden (Trainers) gekennzeichnet ist. Der Trainer instruiert, korrigiert und legt die Lernhilfen fest (Wiemeyer, 2003). Das deduktive Lehrverfahren ist normgeleitet und umfasst folgende Schritte: Vormachen, Vorzeigen, Beschreiben/Erklären, Bewegungsanweisung, Bewegungshilfe, Bewegungskorrektur, Üben variables Anwenden (Grössing, 2001). →Lehrmethoden Beispiel: "Meine Kinder…
Lehrverfahren, ganzheitliches
Lehrverfahren, ganzheitliches (teaching procedure, holistic), →Ganzlernmethode, Ganzheitsmethode
Lehrverfahren, induktives
Lehrverfahren, induktives (teaching procedure, inductive), lat. inducere „herbeiführen, veranlassen, einführen“; übertragen "schülerzentriert": Lehrmaßnahme, die von der Bewegungsaufgabe ausgeht und versucht, das selbstständige und „selbstentdeckende“ Suchen des Sportlers nach Lösungen für die Bewegungsaufgabe zu aktivieren (Wiemeyer, 2003). Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ ist das induktive Lehrverfahren im Gegensatz zum deduktiven Lehrverfahren nicht…
Lernen, differenzielles
Lernen, differenzielles (DL) (differential learning), (lat. differentia „Verschiedenheit, Unterschied); Bewegungslernen kann als gezielte und extern unterstützte Ausbildung zentralnervöser Bewegungsprogramme oder auch als Selbstorganisationsprozess verstanden werden. Das differenzielle Lernen ist ein aus der Systemdynamik (Kugler, Kelso & Turvey, 1982) und Synergetik (Haken, 1964) abgeleiteter Lernansatz, wonach es gelingt, durch konstruktiven Einfluss von Schwankungen auf die Entwicklung…
Lernen, explizites
Lernen, explizites (explicit learning), (lat. explico „beschreiben, erklären“), auch deklaratives Lernen (lat. declaratio „Erklärung“), die bewusste Aufnahme von Informationen, die in der Großhirnrinde gespeichert und bewusst wie aktiv wieder abgerufen werden können. Das betrifft sowohl semantische (Wissens-) als auch episodische (Erinnerungs-) Inhalte. →Episode Absichtliches (zielgerichtetes) und somit bewusstes Lernen, das auf der Beschreibung einzelner Schritte…
Lernen, kognitives
Lernen, kognitives (cognitive learning), Lernen durch Einsicht, d.h. Lernen auf der Grundlage der kognitiven (auf Erkenntnis beruhenden) Fähigkeiten. Nach der kognitiven Lerntheorie von Köhler & Wertheimer liegen dem Lernen durch Einsicht sechs Phasen zugrunde: Auftauchen des Problems - Motivation entsteht durch Unterschied von Ist und Soll (Ziel) Probierverhalten - Ausprobieren bekannter und bewährter Handlungsstrategien Umstrukturierung…
Lernen, problembasiertes
Lernen, problembasiertes/problemorientiertes (POL) (problem-based learning/PBL), didaktisches Vorgehen als Lernform zur gezielten Erarbeitung von Lerninhalten durch die Kombination von Diskussion in der Gruppe und Selbststudium. Ausgangspunkt ist eine Problemstellung oder ein Fallbeispiel, wobei nicht das Ergebnis im Vordergrund steht, sondern die Strategie, wie das Problem gelöst wird. Diese Lernform ist damit sehr praxisnah. Der Lehrer tritt…
Lernen, programmiertes
Lernen, programmiertes (programmed learning), auch programmierte Instruktion, programmierte Unterweisung; selbsttätige Aufnahme von Wissensstoff anhand von kleinen, immer wieder durch Rückfragen und Erfolgskontrollen überprüften Lernschritten. Dabei ist der zu erlernende Stoff zu gliedern und jede Stufe ist mit einer Zielvorgabe zu versehen, mit entsprechenden Realisierungskriterien (→Soll-Ist-Vergleich) und sollte vom Einfachen zum Komplizierten gehen. Zumeist auf Lehralgorithmen…
Lernen, reflexives
Lernen, reflexives (reflex learning), Lernweise, die über das Verarbeiten und bewusste Reflektieren von Erfahrungen erfolgt, die in der praktischen Tätigkeit gemacht werden. Man spricht deshalb auch von Erfahrungslernen. Besonders problematische, herausfordernde Tätigkeiten fördern das reflexive Lernen. Das Prinzip des "lebenslangen Lernens" gilt besonders für den Trainer im Leistungssport mit seiner dynamischen Entwicklung. Nur wenn er…
Lernen, variables
Lernen, variables (variable learning), als zielgerichtete Variation (Variation der Bewegungsausführung und Übungsbedingungen) die wichtigste Methode zur Ausprägung und Vervollkommnung koordinativer Fähigkeiten (Schnabel et al. 2008, S. 303). →Variabilität Besonders im Nachwuchstraining erfordern sowohl die mit dem Wachstum sich verändernden Körperbaumerkmale der Sportler, die verschiedenen Schwimmarten und Disziplinen als auch die sich stetig verändernden Umweltbedingungen ein…
Lernphase, motorische
Lernphase, motorische (motor learning phase), charakteristischer Abschnitt im Lernprozess, der durch eine bestimmte Qualität des Wissens und Könnens mit fließenden Übergängen charakterisiert ist. Die verschiedenen Modelle in Pädagogik und Psychologie gehen vom natürlichen Lernprozess aus, in dem offene und geschlossene Phasen bzw. weitere und engere Fragestellungen miteinander wechseln. Roth (1970) klassifiziert z.B. sechs Stufen: Stufe…