Beweglichkeit
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Adduktorengruppe
Adduktorengruppe (des Beines) (group adductorius), lat. adducere – heranführen; Muskelgruppe an der inneren Seite des proximalen (näher zur Körpermitte liegenden) Oberschenkelbeins, die das Bein zur Mittellinie des Körpers bewegen und den Oberschenkel adduzieren: Kammuskel, langer, kurzer und großer Schenkelanzieher, Schlankmuskel usw. Die Adduktorengruppe bewirkt das Vor- und Rückschwingen des Beines und stabilisiert das →Becken (Gleichgewicht!).…
Beweglichkeit
Beweglichkeit (flexibility), "allgemein das Vermögen, unterschiedliche Stellungen und Haltungen einzunehmen, und kann sich damit auf körperliche oder auf geistige Regungen beziehen" (Wikipedia). In der Anatomie das maximale Bewegungsausmaß eines Gelenkes oder funktionell kombinierter Gelenkgruppen (Kent, 1994). →Freiheitsgrade Die Beweglichkeit wird in der Sportwissenschaft einmal den konditionellen Fähigkeiten, zum anderen den koordinativen (motorischen) Fähigkeiten zugeordnet. Grosser…
Beweglichkeit bei Älteren
Beweglichkeit bei Älteren (flexibility with older ones), die Beweglichkeit ist im Alter deutlich eingeschränkt und kann nur durch regelmäßige Dehnübungen auf ausreichendem Niveau gehalten werden. Dabei geht es zunächst um die allgemeine Beweglichkeit (Wirbelsäule, Schulter, Hüfte), die für eine optimale Disponibilität (Verletzungsprophylaxe) erforderlich ist und erst sekundär um die für das Schwimmen benötigte spezifische Beweglichkeit.…
Beweglichkeit, aktive
Beweglichkeit, aktive (flexibility,active), maximales Bewegungsausmaß eines Gelenkes durch eigene Muskelkraft. Die aktive Beweglichkeit wird somit maßgeblich von der Kraft des/der Synergisten und der Entspannungsfähigkeit des/der Antagonisten bestimmt. →muskuläres Gleichgewicht. Bei 10-15jährigen Schwimmern wurden z.B. positive Assoziationen zwischen Beweglichkeit im Schultergelenk (Hypermobilität) und aktiver horizontaler Schulterabduktion gefunden (Junge et al. 2016). Aktive Beweglichkeit ist für die…
Beweglichkeit, allgemeine
Beweglichkeit, allgemeine (flexibility, universally), „normaler Umfang (durchschnittliches Niveau) der Schwingungsweite in den drei großen Gelenksystemen: →Schultergelenk, →Hüftgelenk und →Wirbelsäule“ (Grosser et al. 2004, S.153). →Beweglichkeit Die allgemeine oder normale Beweglichkeit reicht für bestimmte Sportarten nicht aus, so erfordert z.B. die Schwimmtechnik über das normale Maß hinausgehende Bewegungsamplituden im Schulter- und Kniegelenk (→Beweglichkeit, spezifische).
Beweglichkeit, anatomische
Beweglichkeit, anatomische (flexibility, anatomic). synonym mit Gelenkigkeit, theoretisch die Gelenkamplitude bei entfernter Muskulatur. Diese passive Beweglichkeit kann bis zu 90% der anatomischen Beweglichkeit erreichen. →Beweglichkeit
Beweglichkeit, dynamische
Beweglichkeit, dynamische (felxibility, dynamic), übertragen eine Dehnungsform der aktiven Beweglichkeit, indem das Bewegungsausmaß in den Gelenken kurzfristig durch Bewegung (Wippen, Nachfedern, Schwingen) erzielt wird. →Dehnübungen
Beweglichkeit, spezielle
Beweglichkeit, spezielle (felxibility, specific), Beweglichkeit der für eine bestimmte Sportart besonders beanspruchten Gelenke, die in Abhängigkeit von der Schwimmtechnik über das Ausmaß der allgemeinen (normalen) Beweglichkeit hinausgeht. Das betrifft im Schwimmen z.B. das Schultergelenk, das Kniegelenk im Brustschwimmen und unterschiedliche Stellungen der Fußgelenke zwischen Schlagschwimmarten und Brustschwimmen. Chatard et al. (1990) führen besseres Gleitvermögen und…
Beweglichkeit, statische
Beweglichkeit, statische (flexibility, static), korrekter statisches Dehnen als eine Dehnungsform der passiven Beweglichkeit, bei der eine Gelenkwinkelstellung über einen bestimmten Zeitraum gehalten wird (Gosser et al. 2004). Passiv statisches Dehnen ist die bekannteste Form des Beweglichkeitstrainings, indem zunächst eine an der Schmerzgrenze befindliche Dehnstellung eingenommen und wiederholt bis 10-20 Sekunden gehalten wird. Empfohlen wird das…
Beweglichkeitsreserve
Beweglichkeitsreserve (flexibility reserve), nicht genutzter Randbereich der maximal möglichen Bewegungsweite*, der für eine ökonomische, kraftsparende Bewegungsausführung besonders in zyklischen Sportarten bedeutsam ist, weil dadurch der Dehnungswiderstand und damit der Energieaufwand verringert werden. Wenn jeder Schwimmzyklus bis an die Grenze der individuellen Beweglichkeit geht, dann - ähnlich einem schlecht geölten Motor- erhöht sich der innere Widerstand…
Beweglichkeitstraining
Beweglichkeitstraining (flexibility training), Training zum Erhalt oder zur Verbesserung der Beweglichkeit. Neben der allgemeinen Beweglichkeit ist beim Schwimmer die spezifische (spezielle) Beweglichkeit als Voraussetzung einer optimierten Technik ein Schwerpunkt des Beweglichkeitstrainings. Hauptaufgaben des Beweglichkeitstrainings sind eine Verbesserung: der Dehnbarkeit der die Gelenke umgebenden Körpergewebe einschließlich Gelenkstoffwechsel, der Entspannungsfähigkeit der zu dehnenden Muskeln, der intermuskulären Koordination,…
Beweglichkeitstraining im Alter (Masters)
Beweglichkeitstraining im Alter (Masters) (flexibility training at the age), Training der Beweglichkeit darf im Alter nicht nur in Verbindung mit dem sportlichen Training gesehen werden, denn eine hinreichend entwickelte Beweglichkeit erleichtert dem älteren Menschen wesentlich die Bewältigung vieler Alltagsaufgaben. Zugleich hat sie zusammen mit der Kraft eine präventive Bedeutung gegen mögliche muskuläre Dysbalancen, die damit…
Beweglichkeitstraining im Kindes- und Jugendalter
Beweglichkeitstraining im Kindes- und Jugendalter (flexibility training forchildren and young people), altersabhängiges Training der Beweglichkeit. Wegen der natürlichen, guten Flexibilität ist bei Kindern bis zum 10. Lebensjahr kein Training der Beweglichkeit erforderlich (Meinel, 1960). Die ersten Einschränkungen zeigen sich ab 10 Jahren und es sollte mit spezifischen Übungen begonnen werden. Ab 10-12 Jahren wird die…
Dehnfähigkeit
Dehnfähigkeit (stretchability; stretching capacity), anatomische Grundlage der Beweglichkeit, die elastischen Eigenschaften von Faszien, Bänder, Muskeln, Sehnen oder Gelenkkapsel. Muskeln sollen nach Martin et al. (1991, S.222) um 150-200 % über ihre Ausgangslänge gedehnt werden können; Sehnen nur 5 %. Diese Angaben werden aber widersprüchlich diskutiert, besonders was die Aktivität der Filamente betrifft. Danach trägt Titin…
Dehnübungen
Dehnübungen (stretching exercises), Übungen zur Vergrößerung der Bewegungsreichweite, der maximalen Dehnungsspannung und der kurzfristigen Herabsetzung der Ruhespannung. Aus der Vielzahl der in den letzten Jahren empfohlenen 20 Methoden haben sich fünf in der Dehn- und Stretchingpraxis durchgesetzt: dynamisches Dehnen (DD), statisches Dehnen (SD), AC-Stretching, CR-Stretching und die Verknüpfung von CR- und AC-Stretching. Das dynamische Dehnen…
Dehnung, postisometrische
Dehnung, postisometrische (post-isometric relaxation) →postisometrische Relaxation
Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ)
Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) (Stretch-shortening exercise), Arbeitsweise des neuromuskulären Systems durch Kombination von exzentrischer und konzentrischer Kontraktion. So folgt z.B. beim Niedersprung auf eine kurze exzentrische Phase der Muskulatur (entgegen der Arbeitsrichtung) eine konzentrische Phase. Durch die Voraktivierung wird eine stärkere Muskelspannung und höhere Kraftleistung erreicht. Der DVZ wird dabei maßgeblich von der Elastizität der Sehnen…