Belastungsintensität
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Belastungspuls
Belastungspuls (load pulse), unmittelbar nach einer sportlichen Belastung gemessene Herzfrequenz. Wenn keine Pulsuhr zur Verfügung steht, werden Zeige- und Ringfinger auf die Halsschlagader gelegt und 15 Sekunden der Puls gemessen und mit vier multipliziert. Besonders bei sehr intensiven Belastungen (Herzfrequenz über 200 Schläge/min) ist die sofortige Messung erforderlich, da die Herzfrequenz bei Hochtrainierten sehr schnell…
Belastungsskala
Belastungsskala, Belastungswahrnehmungsskala (load scale, rating of perceived exertion), quantitative Erfassung der Belastung nach subjektiver Wahrnehmung im Rahmen von Skalierungsverfahren (→Skalierung). So kann z.B. das Belastungsempfinden in einer Skala von 1 („sehr, sehr leicht“) bis 9 („ich kann nicht mehr“) eingestuft werden. Kindgemäße Darstellungen erleichtern die Arbeit mit Belastungsskalen im Nachwuchstraining. →Belastungsmonitoring Wilke & Madsen haben…
Crossfit
CrossFit (Eigenbegriff, im übertragenen Sinne "kreuz und quer-Training", d.h. Mix aus verschiedenen Methoden und Übungen), Trainingsmethode aus der Fitnessbewegung, die zugleich wettkampfmäßig betrieben wird. Sie verbindet Elemente aus dem Gewichtheben, dem Sprint sowie dem Turnen, um besonders Ausdauer und Kraft als auch koordinative Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Gleichgewichtsfähigkeit usw. zu entwickeln. Charakteristisch sind “high intensity, constantly…
Durchschnittsgeschwindigkeit
Durchschnittsgeschwindigkeit (average velocity), Mittel aller Geschwindigkeiten einer Strecke. Im Schwimmen lässt sich die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht einfach aus der Gesamtzeit und der Strecke ermitteln, da durch den Start später mit Schwimmen begonnen und dieses durch die Wenden unterbrochen wird. Deshalb wird als Durchschnittsgeschwindigkeit die reine Schwimmgeschwindigkeit (clean speed) ermittelt. Beispiel (100m Freistil in 1:00 min): Einfache…
Dyspnoe
Dyspnoe (dyspnea), griech. dys ‚schwierig' und pnoe ‚Atmung; Atemnot, zumeist Folge von zu intensiver Belastung (Belastungsdyspnoe), indem die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr ausreicht. Aber nicht zu verwechseln mit der üblichen Atemlosigkeit nach einer „harten Serie“. Atemnot in Ruhe oder bei geringer körperlicher Belastung ist immer abklärungsbedürftig. Wenn eine ungeklärte Dyspnoe, Angina Pektoris, Palpitation, Schwindel,…
Energiezonen
Energiezonen (energy zones), Hier geht es nicht um „Harmonisierung“ oder „Beruhigungs-Massage“, sondern um die Einteilung der Trainingsbelastung auf der Grundlage des Energiestoffwechsels, da Dauer und Intensität der Belastung in enger Beziehung zur Art der Energiegewinnung stehen. Energiezonen erlauben es, im Training einen spezifischen Pfad der Energiewiedergewinnung zu entwickeln und die gewünschten physiologischen Anpassungen zu planen,…
Entwicklungsbereich
Entwicklungsbereich (developmental sector), Trainingsbereich des Ausdauertrainings, der abgeleitet aus der Sportmedizin durch ein Training im aerob-anaeroben Übergangsbereich bis zur oberen Grenze der aerob-anaeroben Stoffwechsellage (→Laktat 3-7 mmol/l) gekennzeichnet ist. Entscheidend ist bei dieser Trainingsform, dass sie zur beschleunigten Entwicklung der aeroben Leistungsgrundlagen führt und gleichzeitig für die Vorbereitung der wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit eingesetzt werden kann (Neumann,…
Harnstoff
Harnstoff (urea), Molekül, Endprodukt des Eiweißstoffwechsels (→Eiweiße), das als Urin ausgeschieden wird (→Urinstatus). Ansteigende Serumkonzentration für Harnstoff verweist auf zu hohe Trainingsbelastung mit ungünstiger Stoffwechsellage. Deshalb wird Harnstoff als Messgröße zur Beurteilung des Niveaus der Aktivierung des Proteinstoffwechsels in mittleren Höhen genutzt. Ruhewerte über 9 mmol/l treten besonders dann auf, wenn die Kohlenhydratvorräte aufgezehrt sind…
Hochintensitätstraining (HIT)
Hochintensitätstraining (HIT) (high intensity training), Krafttraining (→Einsatztraining), bei dem durch die Anwendung von Intensitätstechniken (z.B. 2 s konzentrisch, 1 s isometrisch, 4 s exzentrisch) durchgehend über den Punkt des momentanen Muskelversagens hinaus trainiert wird. Es können pro Muskelgruppe mehrere Übungen durchgeführt werden (Remmert et al. 2005; Preuss, 2006). Angeblich reichen 2 bis 3 Trainingseinheiten pro…
Intensitätskoeffizient
Intensitätskoeffizient (intensity, co-efficient of), in Zahlen ausgedrücktes Verhältnis der Belastungsintensität zur Belastungsdauer, z.B. im Schwimmen der Anteil an intensivem Trainingsbereich zu den Gesamtkilometern pro Trainingseinheit oder Trainingsabschnitt. Im Gewichtheben das Verhältnis der Gesamtsumme der Last zur Anzahl der Wiederholungen: Mittlere gehobene Hantelmasse (kg x 100) : Wettkampfleistung (Reißen + Stoßen) kg (Zatsyorski & Kraemer, 2006,…
Intensiver Trainingsbereich
„intensiver Trainingsbereich“ (intensive training range) in der Trainingspraxis der Schwimmer üblicher Sammelbegriff für die intensiven Ausdauerbereiche (→GAII, → SA, →WA) und die Schnelligkeit oder Belastungszonen 4-8. Der Anteil des intensiven Trainingsbereichs liegt im Hochleistungstraining zwischen 12-20% der absolvierten Schwimmkilometer. →Intensivierung, →Training, polarisiertes Mehr zum Thema: Rudolph, K. (2008). Belastungszonen - Problemzonen? DSTV-Reihe, Bd. 29, 34-41
Intensivierung
Intensivierung (intensification, increase), lat.intendere „anspannen, spannen, die Aufmerksamkeit auf etwas richten“; Verstärkung, Vertiefung, Steigerung, Hebung Im Training ist die Erhöhung der intensiven Anteile der Trainingsübungen, wie des spezifisches Krafttrainings an Land oder der intensiven Anteile des Wassertrainings (→intensiver Trainingsbereich) die wesentliche Grundlage der Belastungssteigerung (→Prinzip der Steigerung der Trainingsbelastung). Im Ausdauertraining wird zudem die Elektromyostimulation…
Intervallmethode, intensive
Intervallmethode, intensive (interval method, intensive), Intervallmethode zum Training im aerob-anaeroben Übergangsbereich bis zur anaeroben Ausdauer (→SA-Training) mit geringeren Belastungsumfängen (kleineren Serien und Teilstrecken) , aber höherer Belastungsintensität (→Schwimmgeschwindigkeit, →Widerstände/ Last an der Schwimmbank), zu deren Sicherung die Pausenlänge bis zu 1 min erweitert wird. Ziel der intensiven Intervallmethode ist: „Entwicklung und Erweiterung der anaerob -…
Intervalltraining
Intervalltraining (intermittent training; interval training), lat. intervallum "Zwischenraum, Abstand, Pause"; Trainingsbelastung nach der Intervallmethode, die auf zwei primären Mechanismen beruht: einer erhöhten maximalen Sauerstoffaufnahme und einer erhöhten Kapazität für den oxidativen Metabolismus in der Skelettmuskulatur aufgrund einer Zunahme der Mitochondrien (Gibala 2020). Im Intervalltraining des Schwimmers gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten: a. nach der Teilstreckenlänge (Beispiel…
Krafttraining, geschwindigkeitsbasiertes
Krafttraining, geschwindigkeitsbasiertes (velocity-based training; VBT), Krafttrainingsmethode ohne erschöpfende Wirkung. Der Trainingssatz wird beendet, wenn die mittlere konzentrische Bewegungsgeschwindigkeit unter ein bestimmtes zuvor festgelegtes Niveau fällt, obwohl noch wenige weitere Wiederholungen bis zur Erschöpfung möglich wären. Dieses Vorgehen ist vor allem für Schwimmen interessant, da das traditionelle Krafttraining bis zum Wiederholungsversagen (one-repetition maximum) nicht zwangsläufig zu…
Laktat-Steady-State, maximales (maxLass)
Laktat-Steady-State, maximales (maxLass), (lactat steady-state, maximal), Fließgleichgewicht; „Die höchste Belastungsintensität, bei der Laktatbildung und Laktatelimination über einen Belastungszeitraum von wenigstens 25 min gerade noch im Gleichgewicht stehen (oder das Laktat im Blut nur gering ansteigt: 1 mmol//l in den letzten 20 min der Belastung)“ (De Marees 1992, S. 419). Das maxLass liegt im Mittel bei…