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Belastungsintensität

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Laktatazidose

Laktatazidose (lactic acidosis) →Azidose  

Laktatbildung

Laktatbildung (lactat build-up), Ergebnis anaeroben Energiestoffwechsels (→Glykolyse), d.h. wenn der Energieumsatz größer ist als durch oxydativen Abbau (→aerob) bereitgestellt werden kann. Das betrifft aber nur größere Mengen an Laktat, denn Laktat – wenn auch in kleineren Mengen – wird immer gebildet (Heck, 1990, S. 39). Eine maßgebliche Rolle spielt hierbei die Muskelfaserstruktur und damit die…

Laktateliminierung

Laktateliminierung (lactate elimination) →Laktatabbau, →Laktateliminierungsrate

Laktateliminierungsrate

Laktateliminierungsrate (lactate elimination rate), Abbau von Laktat pro Zeiteinheit. Nach höherer Laktatkonzentration (> 5 mmol/l) liegt die Rate aus dem Blut bei 0,5 mmol/l/min. Sie ist abhängig von der Höhe des aeroben Umsatzes und der Laktatkonzentration; je höher beide sind, desto größer ist die Eliminationsrate (Heck, 1990, S.40. Diese kann durch aktive Bewegung mit niedriger…

Laktatschwelle

Laktatschwelle (lactate threshold) →Schwelle

Laktattoleranztraining

Laktattoleranztraining (lactate tolerance training) →Stehvermögentraining, →Laktattoleranz

Leistung, kritische

Leistung, kritische (critical performance), Leistung, die über einen bestimmten Zeitraum ohne Ermüdung aufrechterhalten werden kann oder die erträgliche Dauer eines Trainings mit hoher Intensität. Im Schwimmen kritische Geschwindigkeit Exkurs: Im Ausdauersport wird die Zeit bis zur Erschöpfung durch das Verhältnis von Leistung und Dauer bei verschiedenen Belastungsintensitäten bestimmt. Diese Beziehung, die allgemein als "grundlegende bioenergetische…

Met-Con-Training

Met-Con-Training (engl. Metabolic Conditioning/dt. metabolische Konditionierung), aus dem Fitnesstraining übernommen für eine Form des Trainings bei dem sehr intensiv über einen längeren Zeitraum trainiert wird, meist als eine Art Zirkeltraining gestaltet. Durch die  Einbeziehung vieler Übungen und damit Muskelgruppen kann die Intensität des Trainings konstant hochgehalten werden. Im Crossfit wechseln beim MetCon kurze Intensive Trainingsphasen…

Pause, aktive

Pause, aktive (rest, active), aktive Pausengestaltung durch Körperübungen (Gymnastik, Entspannungsübungen) im Arbeitsprozess oder in der Schule. So kann relativ einfach mit kurzen aktiven Pausen muskulären Verspannungen oder Muskelschmerzen entgegengewirkt werden. Im Training von Schwimmern konnten wir im DSSV wie auch russische Kollegen (Gilev et al. 2023) nachweisen, dass bei längeren Pausen aktives Verhalten schneller zur…

Pause, lohnende

Pause, lohnende (rewarding rest interval), Pause im Intervalltraining ohne vollständige Erholung (→„vollständige Pause“), die beendet wird, wenn eine Herzfrequenz von 120 pro Minute unterschritten wird und man sich die nächste Belastung wieder zutraut. Es ist allerdings nicht möglich, einen universell gültigen Herzfrequenzwert festzulegen, denn das Herzfrequenzverhalten ist stark von individuellen Faktoren wie Alter, Veranlagung, und…

Reizschwelle

Reizschwelle (stimulus threshold), notwendige Stärke eines Reizes, um eine Reaktion (Erregung) auszulösen. Die Erkenntnisse gehen auf die Reizstufenregel von ROUX (1850-1924) zurück, wonach unterschwellige Reize wirkungslos bleiben, leicht überschwellige Reize das aktuelle Funktionsniveau erhalten, mittlere und starke Reize physiologische und anatomische Veränderungen auslösen und zu starke Reize die Funktion negativ beeinträchtigen (→Übertraining). Langsam kontrahierende Muskelfasern…

Resistenz

Resistenz (resistance), lat. resistentia für „Widerstand“; Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen schädigende Umwelteinflüsse und bestimmte Wirkstoffe (z.B. Antibiotikaresistenz), aber auch Widerstand, Protest von Personen oder Gruppen. Personen mit erhöhter körperlicher und psychischer Belastbarkeit verfügen über mehr Stressresistenz. Sie betrachten die Stresssituation als Herausforderung, die aktivierend und anregend wirkt. →Immunsystem, →Resilienz, →Stress Ein von Kaluza (2015) entwickeltes…

Resynthese

Resynthese (resynthesis), Begriff aus der Signalanalyse und der Physiologie, dort die Energiegewinnung in der Muskelzelle (→ATP-Resynthese). Der Muskel erhält seine Energie durch die Spaltung von Adenosintriphosphat. Dieses muss fortwährend erneuert (resynthetisiert oder wiederaufgebaut) werden. Das erfolgt anaerob-alaktazid, anaerob-laktazid, über aerobe Glykolyse oder Fettverbrennung. „Die anaerobe ATP-Resynthese ist im Zytoplasma lokalisiert. Hingegen erfolgt die aerobe ATP-Resynthese…

Ruhelaktat

Ruhelaktat (resting lactate rate), der von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängige Laktatspiegel im Blut in Ruhe. In der Leistungsdiagnostik wird nicht nur das maximale Laktat bewertet, sondern vor allem die maximale Laktatbildungsrate als Differenz von maximalem Nachbelastungslaktat zum Ruhe- oder Ausgangslaktat bei Berücksichtigung der Belastungszeit (Mader & Allmer, 1996). Die Angaben zum Ruhelaktat sind in der…

Schweiß

Schweiß (sweat, transpiration), griech. hydros „Schwitzen“; Flüssigkeit der Schweißdrüsen, die zu 99% Wasser, dazu Kochsalz und Harnstoff enthält. Schwitzen ist als Kühlsystem des Körpers eine Folge körperlicher Belastungen.  Bei mittlerer Belastung verliert der Körper etwa 0,5-1 Liter Schweiß pro Stunde. Beim Hawai Ironman haben Triathleten bis zu 27 Liter Schweiß ausgeschieden. Kinder und Jugendliche haben…

Tonnenideologie

„Tonnenideologie“ (“more-is-better" ideology), in der Wirtschaft die Massenproduktion von Gütern unabhängig von deren Qualität und Nachfrage. Das ist aber nicht nur ein Wesensmerkmal der Planwirtschaft, sondern kann auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen angetroffen werden, wenn z.B. Wissenschaftler untereinander mit der Anzahl von Veröffentlichungen konkurrieren. Der Begriff steht in der Trainingspraxis für das einseitige Streben nach…

Trainingspuls

Trainingspuls (training pulse), Herzfrequenz pro Minute während der Trainingsbelastung im Gegensatz zum Ruhepuls. Während Pulsmessungen während des Schwimmens früher ungenau waren, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Pulsuhren, die beim Schwimmen die Herzfrequenz übertragen können. Ein Brustgurt zeichnet die Herzfrequenzdaten beim Schwimmen auf, die auf eine kompatible Uhr außerhalb des Wassers in Reichweite des…

Wiederholtraining

Wiederholtraining (repetition training) →Wiederholungsmethode  

Wiederholungsmethode

Wiederhol(ungs)methode (repetition method; repeat sets), Trainingsmethode zur Ausbildung von spezieller Ausdauer, Kraft oder Schnelligkeit, die durch die Wiederholung von Serien mit hoher bis maximaler Intensität gekennzeichnet ist und deshalb relativ lange („vollständige“) Pausen erfordert. Diese sollten aktiv gestaltet werden (z.B. 6 x 25m S + 75m Ko, ab 3 min; 3 x 100 dazwischen 400…