Wende
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Abstoß
Abstoß (push-off), im Schwimmen als Abstoß von der Beckenwand bei Wende, Rückenstart oder als „Abgang von unten“ zu Beginn von Trainingsserien oder Sprints. Der Abstoßwiderstand wird maßgeblich durch die Fläche bestimmt, mit der sich der Schwimmer vom Wasser abdrückt, aber auch von Dauer, Richtung und Länge der Abstoßbewegung. Die EMG -Muster verschiedener Abstoßsituationen im Wasser…
Abstoßgeschwindigkeit
Abstoßgeschwindigkeit (kick-speed, push-off velocity), Geschwindigkeit eines Sportlers bzw. Sportgeräts, die als alleiniges Ergebnis der Abstoßbewegung des Sportlers durch einen Kraftstoß ohne Berücksichtigung bereits vorhandener Geschwindigkeiten (Anlaufen, Anfahren u. a.) erzielt wird (Sport A-Z). Im Schwimmen verstehen wir darunter die Geschwindigkeit des KSP, die am Ende des Abstoßes erreicht wird, wenn die Füße die Wand verlassen.…
Abstoßhöhe
Abstoßhöhe (push-off hight). Abstand vom Setzen der Füße an die Wand bis zur Wasseroberfläche bei der →Wende, die in der Literatur unterschiedlich angegeben wird, zumeist 80-90 cm. Küchler (2015, S.60) dazu: „Der Praktiker kann sich am Wellenbild in der Umgebung des Schwimmers orientieren: keine Welle an der Wasseroberfläche sind ein Hinweis für eine ausreichende →Tauchtiefe…
Aktionsschnelligkeit
Aktionsschnelligkeit (action velocity), Teilfähigkeit der komplexen Schnelligkeit, im Sinne einer schnellen Ausführung einer azyklischen Bewegung (→Bewegungsschnelligkeit). Die Aktionsschnelligkeit ist „dominant energetisch-konditionell determiniert“ (Harre, in Schnabel et al.2008, S. 173). Exkurs: Wie unterschiedlich der Begriff in der Praxis noch gehandhabt wird, davon zeugt der 20m-Lauf als Testverfahren im Schulsport, ergänzt durch Pendellauf, 30 Meter -Lauf und…
Anfangsgeschwindigkeit
Anfangsgeschwindigkeit (v0) (initial velocity), Geschwindigkeit zu Beginn einer Bewegung, z.B. eines Geschosses bei Verlassen der Mündung, oder beim Loslassen im Hammerwurf. Schwimmgeschwindigkeit im Übergang vom Startsprung zur Schwimmlage, die beim Start das 2-3fache der Schwimmgeschwindigkeit „auf der Strecke“ (reine Schwimmgeschwindigkeit) beträgt. Sie wird in der Wettkampfanalyse berechnet als mittlere Geschwindigkeit aus der Differenz zwischen der…
azyklisch
azyklisch (acyclical), im Sport auf nicht kreisförmige, sich nicht wiederholende Bewegungsform bezogen, wie z.B. im Schwimmen der Start oder die Wende. →Bewegung, azyklische
Bewegung, zyklische
Bewegung, zyklische (cyclic movement), sich wiederholender Bewegungsablauf gleichartiger Bewegungen, wobei die jeweiligen Endphase und Vorbereitungsphase direkt ineinander übergehen.Ein Drittel der Wettkampfdisziplinen im Hochleistungssport liegen zyklische Antriebsbewegungen zugrunde (Witt 2008). Bei der Kraul- Armbewegung als alternierend zyklische Bewegung fällt zum Beispiel die Hauptphase des rechten Armes mit der Zwischenphase des linken Armes zusammen und umgekehrt. Die…
Brustwende
Brustwende (Breaststrouke open turn), Wende im Brustschwimmen, auch als Seitfall- oder Kippwende bezeichnet. Die Ausführung wird durch folgende Regeln der Wettkampfbestimmungen eingeschränkt: Bei der Wende und am Ziel hat der Anschlag mit beiden Händen gleichzeitig zu erfolgen, und zwar an, über oder unter der Wasseroberfläche. Der Anschlag mit auf einander liegenden Händen ist nicht erlaubt.…
Delfinwende
Delfinwende (open turn for butterfly) Richtungswechsel an der Beckenwand beim Delfinschwimmen mehrheitlich mit der Kippwende, verschiedentlich auch mit der Rollwende, die aber eine extrem schnelle Drehung voraussetzt.
Kippwende
Kippwende (kip-turn), auch Seitfallwende, weitläufigste Form der Wendenausführung, die vor allem im Brust- und Delfinschwimmen angewandt wird, im Kraulschwimmen bei Anfängern bzw. im Breitensport und zumeist im Training (bei Kraul nicht immer gern gesehen). Im Gegensatz zur Rollwende erfolgt die Richtungsumkehr mit Handkontakt. Die Kippwende sollte vor der Rollwende erlernt werden, da sie einfacher ist und…
Kraulwende
Kraulwende (freestyle turn), Rollwende im Kraulschwimmen auf der Grundlage der Wettkampfbestimmungen, die lediglich besagen, dass der Schwimmer „beim Wenden bzw. beim Zielanschlag im Freistilschwimmen die Wand mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren (muss)“ (§ 126/2). Auf dieser Grundlage hat sich international die „Kraulrollwende“ oder Saltowende (freestyle flip turn) durchgesetzt. Ohne Schwimmgeschwindigkeit zu verlieren, wird…
Messplatz
Messplatz (measuring station), computergestützte apparative Verfahren, die Bildinformation und Messwerte vom Bewegungsablauf liefern und unmittelbar zur Rückinformation (→Feedback) genutzt werden. Mit der stürmischen Entwicklung tragbarer Technologien (Sensoren) verbunden mit dem exponentiellen Wachstum bei der Nutzung und Entwicklung von Computerressourcen wird der Sportler immer mehr selbst zum "Messplatz". →Messplatztraining, →Weareless Im Schwimmen setzt das Medium Wasser…
Prinzip der optimalen Tendenz im Beschleunigungsverlauf
Prinzip der optimalen Tendenz im Beschleunigungsverlauf (principle of the optimum tendency in accelerative dynamics), Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges, biomechanisches Prinzip, das den zweckmäßigen Beschleunigungsverlauf bei unterschiedlichen Zielstellungen beschreibt. Soll z.B. ein Beschleunigungsweg in kürzester Zeit zurückgelegt werden, dann müssen die größten Beschleunigungskräfte am Anfang der Beschleunigungsphase wirken (z.B. Stoß im Boxen, Fechten), soll die größte…
Reaktivitätsindex (RI)
Reaktivitätsindex (RI) (reactivity quotient), In der Psychologie als interpersoneller Reaktivitätsindex ein veröffentlichtes Messwerkzeug zur mehrdimensionalen Beurteilung von Empathie. In der Biomechanik das Verhältnis von Flughöhe zu Stützzeit, so sollte bei jedem Drop-Jump (Tief-hoch-Sprung) ein möglichst hoher Reaktivitätsindex angestrebt werden (Güllich & Schmidtbleicher, 1999). →Dehnungs- Verkürzungs-Zyklus Auf die Wende im Schwimmen übertragen wäre es das Verhältnis…
Rollwende
Rollwende (flip turn), schnellste Wendentechnik, die voraussetzt, dass laut Wettkampfbestimmungen im Freistil- und Rückenschwimmen die Wand nur mit einem beliebigen Körperteil berührt werden kann (auch „tiefe Wende“, „Saltowende“). →Wende Die Rollwende wird wie folgt ausgeführt (Text und Aufnahmen von Petra Wolfram, OSP Hamburg/Schleswig-Holstein): Typische Fehler im Bewegungsablauf der Rollwende (nach Küchler, 2015, S. 73): *japanische…
Rückenwende
Rückenwende (backstroke turn), Wende im Rückenschwimmen, die im Sportschwimmen zumeist als Rollwende (rollover backstroke turn) durchgeführt wird. Die Wettkampfbestimmungen erlauben dabei relativ viele Freiheiten in der Bewegungsausführung, da der Schwimmer seit 1991 die Wand nur noch mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren muss. Nach einigen Unklarheiten über das Anschwimmen bei der Rückenwende hat die…
Schmetterlingswende
Schmetterlingswende (open turn for butterfly), auch Seitfall- oder Kippwende. Wende im Delfinschwimmen, deren Ablauf durch die Wettkampfbestimmungen geregelt ist, indem der Schwimmer in Brustlage gleichzeitig mit beiden Händen anschlagen muss und nach jeder Wende einen oder mehrere Beinschläge und einen Armzug ausführen kann, wobei Beinschläge unter Wasser in Seitenlage gestattet sind. Es ist dem Schwimmer…
Schnelligkeit, azyklische
Schnelligkeit, azyklische (speed capacity, acyclic), →azyklische Bewegungsschnelligkeit, Form der Komplexschnelligkeit bei azyklischen Bewegungen. →Schnelligkeit Beispiel: Start und Wende beim Schwimmen = Aktionsschnelligkeit
Seitfallwende
Seitfallwende (kip turn; open turns for the butterfly and breaststroke) →Kippwende