Umfeld
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Abtrainingsplan
Abtrainingsplan (detraining program), Konzeption, die Inhalt, zeitliche Abfolge und Verantwortlichkeiten des Abtrainings regelt. Der Abtrainingsplan ist besonders erforderlich, wenn plötzlich aus einer hohen Trainingsbelastung heraus die sportliche Karriere abgebrochen wird (→Dropout). Nach Israel (1993, S.19) reicht eine Reduzierung auf 30% des gewohnten Belastungspensums. Der Abtrainingsplan sollte nicht nach etwa einem Jahr abrupt enden, sondern in…
Chronobiologie
Chronobiologie (chronobiology), Wissenschaft von den Schwankungen der Körperfunktionen im Tagesrhythmus (zirkadianer Rhythmus), wie Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Hormon- und Elektrolytspiegel. →Biorhythmus So wie im normalen Alltag bestimmte Chronotypen (Frühaufsteher = "Lerche", Spätaufsteher = "Eule") zu erkennen sind, so gibt es klare Anzeichen dafür, dass Sportler Sportarten auswählten, die ihrem Chronotyp entsprechen bzw. dass ihre Leistung tageszeitlich…
Determinante
Determinante (determinant), lat. determinare „abgrenzen“, bestimmen“; in der Mathematik ein Ausdruck zur Auflösung linearer Gleichungssysteme. In der Psychologie ein Erleben und Verhalten des Menschen bestimmender Faktor. Im Leistungssport verstehen wir unter Determinanten die endogenen (z.B. Erbanlagen) und exogenen (soziales und gesellschaftliches Umfeld) leistungsbestimmenden Faktoren. Studien zeigten, dass Freizeit- und Sportverhalten bis zu Ernährung und Genussmittelkonsum…
Determination
Determination (determination), lat. determinare „abgrenzen“, bestimmen“; Bedingt- oder Festgelegtsein, in der Biologie das Festgelegtsein eines Teils des Keims für die Ausbildung eines bestimmten Organs, in der Psychologie das Bedingtsein aller psychischen Phänomene durch äußere oder innere Gegebenheiten. Im Streit um die Determination menschlicher Entwicklungsverläufe schlägt das Pendel mal mehr zu „genetisch determiniert“ (Prädisposition) und dann…
Ganztagsschule
Ganztagsschule (all-day school), Schule im Primar- oder Sekundarbereich I, die den Schülern über den Vormittagsunterricht hinaus an mindestens drei Tagen ein ganztägliches Angebot von mindestens 7 Stunden mit einem Mittagessen macht. Die Nachmittagsangebote sollen im konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen ohne zu einem Mehr an „Beschulung“ zu führen. Eher sollte die außerschulische Lebenswelt mit…
Immunsystem
Immunsystem (immune system) aus verschiedenen Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende Funktionseinheit zur Abwehr von Krankheitserregern. Hierzu zählen neben Zellen (wie z.B. Lymphozyten) auch kleine Proteinmoleküle (→Immunglobuline). Durch Stress, wozu auch Überbelastung/-training zu zählen ist, kann die Abwehrbereitschaft geschwächt werden (Immunsuppression). Wenn dem Organismus keine ausreichende Regenerationszeit zur Absenkung des Stresshormonspiegels zur Verfügung steht, kann…
Kälte
Kälte (cold), Mangel an Wärme, bezogen auf die Normaltemperatur. Das Empfinden von Kälte ist relativ („gefühlte Temperatur“). Die Amerikaner haben die Windgeschwindigkeit mit einbezogen und sprechen vom Frostfaktor (chill factor). Neben den üblichen Verhaltensweisen (Kleidung, Heizung) reagiert der Mensch auf Kälte durch Zittern bei niedrigerer Körperkerntemperatur und durch Ansteigen des Ruheumsatzes. →Wassertemperatur Im Training des…
Klima
Klima (climate), griech. klima eigentlich „Neigung (der Erde gegen die Pole hin)“, danach „Himmelsgegend, Gegend, geografische Lage“; Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen der Atmosphäre an einem Ort über einen längeren Zeitraum. Es unterscheidet sich damit vom Wetter hinsichtlich seiner zeitlichen Gültigkeit. In der Arbeitsphysiologie werden Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Temperatur der umgebenden Flächen zu Klima-Summen-Maßen zusammengefasst.…
Kurzbahn
Kurzbahn (short course), Wettkampfanlage für Schwimmer mit einer Bahnlänge von 25m, auf der im Winterhalbjahr Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Die FINA wie auch der DSV führen getrennte Rekord- und Bestenlisten nach Kurz- und Langbahn. Wegen der häufigeren Wenden sind die Zeiten auf der Kurzbahn in der Regel besser. Berücksichtigt man, dass Topschwimmer inzwischen…
Lebenskunst
Lebenskunst (hedonism), ein altes, heute beinahe vergessenes Thema der Philosophie; die Möglichkeit und Anstrengung zu einer sinnvollen Lebensführung. Dazu gehört persönliche Gestaltungsfähigkeit der eigenen Lebensumstände. Man nimmt sein Leben in die eigenen Hände und „lässt sich nicht hängen“, was als eine ständige Herausforderung an die Persönlichkeit zu verstehen ist. Um Sport im Kontext der Lebensführung…
Lebensstil, sportgerechter
Lebensstil, sportgerechter (lifestyle, sportive), Art und Weise der Lebensführung, die von materiellen und kulturellen Möglichkeiten des Menschen (sozialem Milieu) abhängt. Für den Leistungssportler zählen zum sportgerechten Lebensstil vor allem eine gesundheitsbewusste Führung und soziale Bindungen, die ihn in seinem Sporttreiben unterstützen. Für den Trainer ist es die Nahtstelle, ob er sich nur als Dienstleister versteht…
Lehrgang
Lehrgang (cours), (lat. cursus); Organisationsform zur Ausbildung einer begrenzten Gruppe mit fest umrissenen Bildungszielen und Zeitrahmen, zumeist als schulische oder berufliche Aus- und Weiterbildung. Mit Lehrgängen (Trainingslager) werden im Leistungssport Sportgruppen (Disziplingruppen, Kadergruppen…) konzentriert gefördert. Das setzt ein Umfeld voraus, das die Realisierung der Lehrgangsziele sichert. Diese Ziele sind aus der Jahresplanung abgeleitet und können…
Leistungsvoraussetzungen, äußere
Leistungsvoraussetzungen, äußere, externale (performance prerequisites, externalogen), Bedingungen im Umfeld des Sportlers, die einen Einfluss auf die Leistung (→Leistungsvoraussetzungen, innere) ausüben, wie Beschaffenheit der Schwimmbahn, des Wassers, der Schwimmbekleidung bis zu klimatischen Bedingungen (→Klima), Einfluss der Gegner usw. Diese liegen nur mittelbar im Einflussbereich des Trainers, sind aber nicht destotrotz von großer Bedeutung. So nutzt die…
Lernen, inzidentelles
Lernen, inzidentelles (incidental learning) (lat. incidere auf etwas fallen, nebenbei anfallen); beiläufiges Lernen (Handeln ohne Lernabsicht) als Gegensatz zum intentionalen Lernen. Zumeist handelt es sich um einen punktuellen Lernmoment. Die Werbung bedient sich dieses Phänomens, dass der Mensch mit und ohne Aufmerksamkeit lernt und schiebt uns im Unterbewusstsein manches unnötige Produkt unter. Beispiel: In einer…
Makrosystem
Makrosystem (nach Bronfenbrenner) (macrosystem), Systemebene nach dem ökosystemischen Ansatz des amerikanischen Psychologen Bronfenbrenner, der die Entwicklung des Menschen als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ versteht (1981, 19). Dabei prägt das Makrosystem die ihm untergeordneten Systeme (Mikro-, Meso- und Exosysteme) und kann als „die…
Massenkommunikationsmittel/Massenmedien
Massenkommunikationsmittel/Massenmedien (mass medium) →Medien
Mesosystem (nach Bronfenbrenner)
Mesosystem nach Bronfenbrenner (meso system according to Bronfenbrenner), Mit seiner sozialen Ökologie der menschlichen Entwicklung versteht der amerikanische Psychologe die Entwicklung als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ (Bronfenbrenner 1981, S.19). Er unterscheidet vier miteinander verknüpfte Lebensbereiche, die die menschliche Entwicklung beeinflussen: Makro-, Meso-,…
Mikrosystem (nach Bronfenbrenner)
Mikrosystem nach Bronfenbrenner (micro system according to Bronfenbrenner), hier als sozialer Erfahrungsraum (→Sozialisation). Mit seiner sozialen Ökologie der menschlichen Entwicklung versteht der amerikanische Psychologe die Entwicklung als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ (Bronfenbrenner 1981, S.19). Er unterscheidet vier miteinander verknüpfte Lebensbereiche, die die…