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Übertraining

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„Überziehen“

„Überziehen“ (overrun; overtrained) →Übertraining, →Überlastung, →Überforderung

Funktionssyndrom

Funktionssyndrom (function syndrome), gemeinsames Auftreten von Krankheitszeichen (Symptomen), die die Funktionalität behindern und zumeist auf Belastbarkeitsstörungen zurückzuführen sind. Bei Schwimmern sind vor allem folgende Syndrome anzutreffen (Fröhner, 2002): Schultergürteldysbalance mit Schultervorstand und Begrenzung des Arm-Rumpf-Winkel-Öffnens; verlängerte Krümmung der Brustwirbelsäule bei weicher Rückenmuskulatur mit steilem Kreuzbein; hohlrunder Rücken mit deutlich muskulären Dysbalancen; legere Ruhehaltung und Haltungsschwäche…

Kreuzschmerzen

Kreuzschmerzen (sacro-iliac pain), im Volksmund „Rücken“, alle Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, des Kreuzbeins und der umgebenden Weichteile, die oft bis in das Bein oder die Leiste ausstrahlen. Die Ursachen sind mannigfaltig, sind aber zumeist auf Störungen des Spannungsverhältnisses von Knochen, Muskeln und Bändern (→Beckenschiefstand, Wirbelsäulenverkrümmung, Senkfuß, muskuläre Dysbalancen) oder degenerative/traumatische Erscheinungen an den Wirbelkörpern…

Neurotransmitter

Neurotransmitter (neurotransmitter), griech. neuron „Sehne, Nerv“ und lat. transmittere „übertragen“; biochemische Substanz, die in der Synapse eines Neurons freigesetzt wird, um ein anderes Neuron oder eine Muskelfaser zu aktivieren. →Transmitter Studien, die den Einfluss körperlicher Belastung auf die Gehirnkonzentrationen von Noradrenalin, Serotonin und Dopamin untersucht haben, zeigen Veränderungen in Synthese und Abbau der Monoamine (organisch-chemische…

Proteinumsatz

Proteinumsatz (protein turnover), Synthese wie Abbau von Proteinen; Die Anpassung an sportliche Belastungen (→Adaptation) erfolgt auf zellulärer Ebene (Zelle), dabei reguliert sich die Zellmasse über den Abbau (→Katabolismus) und Aufbau (→Anabolismus) von Proteinen, die sich zumeist die Waage halten (Fließgleichgewicht). Die normale Proteinumsatzrate beträgt bei einem normalgewichtigen (70 kg) Menschen etwa 4g/kg täglich. Folglich müssen…

Resistenz

Resistenz (resistance), lat. resistentia für „Widerstand“; Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen schädigende Umwelteinflüsse und bestimmte Wirkstoffe (z.B. Antibiotikaresistenz), aber auch Widerstand, Protest von Personen oder Gruppen. Personen mit erhöhter körperlicher und psychischer Belastbarkeit verfügen über mehr Stressresistenz. Sie betrachten die Stresssituation als Herausforderung, die aktivierend und anregend wirkt. →Immunsystem, →Resilienz, →Stress Ein von Kaluza (2015) entwickeltes…

Überforderung

Überforderung (over-load), Summe von Anforderungen, die ein Mensch, eine Institution oder ein System nicht bewältigen kann. Auf den Sport übertragen eine das Leistungsvermögen des Sportlers übersteigende Anforderung im Training oder auch in der Gesamtbelastung durch Schule/Beruf und Training (→Karriere, duale), wobei auch das stützende Umfeld (→Förderung) eine maßgebliche Rolle spielt. Besonders im Nachwuchstraining ist der…

Überlastung

Überbelastung (overloading), über ein erträgliches Maß hinausgehende Belastung, z.B. Knochenbruch bis zum Erschöpfungssyndrom, In der Psychologie spricht man eher von Fehlbelastung/Fehlbeanspruchung. →Übertraining Mit steigendem Trainingsumfang und zunehmendem Alter gehen Überlastungserscheinungen einher, wie muskuläre Dysbalancen, Achillessehnenreizung, Fersensporn, Kniescheibenschmerz oder Stressfraktur. Oft wird zu wenig beachtet, dass Knorpel, Sehnen, Bänder und Knochen eine etwa dreimal längere Anpassungszeit…

Überlastungsschaden

Überlastungsschaden (overuse injury), durch langzeitige Überbelastung ausgelöste Schädigung des Stütz- und Bewegungssystems. Eine Untersuchung amerikanischer Topschwimmer ergab zu 66,3% Schulterbeschwerden (→Schwimmerschulter), 30% Kniebeschwerden (→Schwimmerknie) und 20% Rückenbeschwerden (Hall, 1980). Bei deutschen Kaderschwimmern waren es Anteile von 31,1% (Schulter), 32,4% (Knie) und 15,6% (Rücken), die vor allem auf die sich nach langjährigem Training ergebenden muskulären Dysbalancen…

Überlastungssyndrom

Überlastungssyndrom (overloading syndrome), krankhafter Zustand als Folge mechanischer Überlastung (→Überlastungsschaden), aber auch zunehmend psychischer Fehlbelastung. Bis zu 50% aller Verletzungen im Nachwuchssport sind auf Übertraining (darunter auch Überlastung) zurückzuführen (Dalton, 1992) →Übertrainingssyndrom  

Übertraining

Übertraining (overtraining), „mittel bis länger andauender Leistungsabfall ohne organisch krankhaften Befund und mit zum Teil nur diskreten Beschwerden“ (Rost u.a. 2002), der im Sport zumeist auf ein Missverhältnis zwischen Belastungsumfang und Regeneration zurückzuführen ist, wobei zunehmend die Gesamtbelastung (→Doppelbelastung Schule/Ausbildung und Sport/→Lebensweise) eine Rolle spielt. Typisch ist ein Gefühl des „Ausgebranntseins“ (→“Burnout“, →Fehlbeanspruchung). Objektive Merkmale…

Übertrainingssyndrom

Übertrainingssyndrom (ÜTS) (overtraining syndrome), unter Syndrom versteht man ein durch einen Komplex von Symptomen gekennzeichnetes Krankheitsbild, dessen Ursachen nicht umfassend bekannt sind. Das ÜTS ist dann ein „Komplex subjektiver Beschwerden und objektiven Symptomen infolge eines Übertrainings“ (Kent & Rost1999, S. 430), verbunden mit einem Abfall der sportlichen Leistung. Obwohl eine Objektivierung ohne sportmedizinische Diagnostik (Bestimmung…

Unterforderung

Unterforderung (unterloading), Diskrepanz zwischen Anforderung und individuellem Leistungsvermögen. Im Unterricht /Studium (Hochbegabte) wie im Berufsleben führen permanente Unterforderung, Langeweile und Desinteresse zu Resignation und Krankheit. Die englischen Psychologen Rothlin & Werder (2007) prägten dafür den Begriff „Boreaut“ (Ausgebrannt durch Langeweile) mit ähnlichen Symptomen versehen wie „Burnout“. Im sportlichen Training verstehen wir unter Unterforderung ein Training…