Trainingsorganisation
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Aufstellungsform
Aufstellungsform (toeing the lines), Ordnungsform, Anordnung der Sportler im Rahmen zueinander, zum Trainer, zur Trainingsstätte und zum Trainingsablauf. Sie muss ein übersichtliches, der Aufgabenstellung angemessenes und gesichertes Training gewährleisten. Während die Formen beim Wassertraining, dass zumeist in Bahnen, seltener im ganzen Becken (z.B. →Querbahntraining) stattfindet, durch die Umstände eingeschränkt und ungebunden (Haufen oder Rudel)…
Band, laufendes
Band, laufendes (swimming in circles), Organisationsform des Schwimmtrainings für Gruppen, indem die Sportler hintereinander im „Rechtsverkehr“ schwimmen (vom Startblock aus auf der durch Schwimmleinen abgetrennten Bahn rechts hin und links zurück). Durch exakte Abgangszeiten, z.B. 5 sec zum Vordermann, kann bei einer relativ gleich starken Gruppe verhindert werden, dass sich die Sportler ständig „ins Gehege“…
Benimmregeln beim Schwimmtraining
„Benimmregeln“ beim Schwimmtraining (swim training etiquette), Für einen reibungslosen Ablauf beim Schwimmtraining haben sich international einige Regeln durchgesetzt wie: Beobachten und kommunizieren; Rechts schwimmen und links überholen, schnellere Schwimmer vor allem an der Wende vorbeilassen; Wenden links von der Bahnmitte; Pausieren rechts an Wende/Leine; höchste Aufmerksamkeit beim Schwimmen mit Paddles/Flossen. Wenn genug Platz vorhanden ist,…
Biorhythmus
Biorhythmus (biorhythm), „Lebensrhythmus“, in Zyklen oder Phasen sich wiederholende physiologische Abläufe, wovon der Schlaf-Wach-Rhythmus wohl das typischste Beispiel ist („innere Uhr“). Wikipedia Die vom Biorhythmus hervorgerufenen Formschwankungen im Tagesablauf sollten zumindest im Hochleistungstraining bei der Lage der Trainingseinheiten und Wettkampfabschnitte beachtet werden. Andererseits kann dieser Biorhythmus auch trainiert werden. So sollte sich der Schwimmer in…
Disziplingruppe
Disziplingruppe (event-group), Zusammenfassung von mehreren Disziplinen mit gemeinsamen Merkmalen. Im Schwimmen bieten sich zwei Ebenen an, einmal nach Schwimmart (z.B. Brustschwimmer von 50 m bis 200 m-Strecken), zum anderen nach Streckenlänge (Gruppe der Sprinter oder Langstreckler bis Freiwasserschwimmer). Eine solche Differenzierung empfiehlt sich aber erst ab Anschlusstraining und ist ein Mittel zur Intensivierung des Trainings. →Disziplin,…
Frontalbetrieb
Frontalbetrieb (frontal order), Organisationsform des Trainingablaufs, bei der alle Sportler zur gleichen Zeit gleiche Aufgaben erfüllen. Der Vorteil liegt in der schnellen und einfachen Organisation, der Überschaubarkeit, der Beeinflussung der gesamten Trainingsgruppe. Nachteilig wirkt sich die begrenzte individuelle Einflussnahme und Förderung selbstständiger Aktivitäten der Sportler aus. Beispiel (Video) aus dem Turnunterricht: https://www.youtube.com/watch?v=KhiB7rlDISU (Zugriff 24.04.2019)
Gruppengröße
Gruppengröße (group size), Anzahl der Mitglieder einer Gruppe. Nach wirtschaftspsychologischen Studien nehmen mit der Gruppengröße auch die Prozessverluste zu. Die Kapazität und Fähigkeiten die weitere Mitglieder einbringen, erhöhen den Koordinationsaufwand, erschweren die Kooperation und verringern Zufriedenheit und Zusammenhalt im Team (Gully, Devine & Whitney, 1995). Über die optimale Klassengröße an Schulen gibt es (wieder einmal)…
Gruppentraining
Gruppentraining (group training), Training in der Gruppe (Trainingsgruppe) als typische Organisationsform im Schwimmtraining, die sowohl ökonomisch (ein Trainer für mehrere Sportler, Auslastung der Wasserfläche) als auch vor allem pädagogisch-psychologisch begründet ist (Kraft der Gemeinschaft). Mit zunehmender Spezialisierung muss der Trainer lernen, differenzierte Trainingsaufgaben zu stellen (Kurz-, Mittel-, Langstreckler) ohne den Zusammenhalt der Gruppe (→Gruppenkohäsion) zu…
Kampftraining
Kampftraining (fighting training), auch Trainingskampf, wettkampfnahe Trainingsform, indem der Trainingspartner die Rolle des Gegners übernimmt. Da viele talentierte Schwimmer oft in ihren Vereinen konkurrenzlos sind, ist es besonders eine Aufgabe der Landes- und Bundesstützpunkte, leistungsstarke Schwimmer im Sinne des Kampftrainings gemeinsam trainieren zu lassen. Eine abgewandelte Form (z.B. bei Schwimmern mit unterschiedlicher Leistungsstärke) ist das…
Lehrgang
Lehrgang (cours), (lat. cursus); Organisationsform zur Ausbildung einer begrenzten Gruppe mit fest umrissenen Bildungszielen und Zeitrahmen, zumeist als schulische oder berufliche Aus- und Weiterbildung. Mit Lehrgängen (Trainingslager) werden im Leistungssport Sportgruppen (Disziplingruppen, Kadergruppen…) konzentriert gefördert. Das setzt ein Umfeld voraus, das die Realisierung der Lehrgangsziele sichert. Diese Ziele sind aus der Jahresplanung abgeleitet und können…
LHTL
LHTL („live high, train low“), Abkürzung für Variante des Höhentrainings „oben schlafen, unten trainieren”, →Höhenschlaf
Mannschaftskapitän
Mannschaftskapitän (team captain), „Vertreter und Repräsentant einer Sportmannschaft“ (→Mannschaft“) (Schnabel, 1993, S.558), der vom Team gewählt werden sollte. Seine Autorität wird neben kreativem Handeln (→Kreativität) durch die Einbindung in Leitungsstrukturen des Vereins/Verbandes bestimmt. So hat der Mannschaftssprecher der Nationalmannschaft im Schwimmen Sitz im zuständigen Fachausschuss . Sozialpsychologische Untersuchungen im Sport zeigen, dass neben sozialer Kompetenz…
Mobilität, soziale
Mobilität, soziale (mobility), Wechsel in eine andere soziale Position, der horizontal (Wechsel in eine andere Sportart), vertikal (Auf- oder Abstieg) oder territorial (Ortswechsel) erfolgen kann. Mobilität ist besonders im Trainerjob eine wichtige Voraussetzung, da langfristige Anstellungsverhältnisse Mangelware sind. Aber auch der Leistungsschwimmer muss bestehende Interaktionssysteme aufgeben, wenn im Interesse seiner sportlichen Karriere ein Wechsel zu…
Ordnungsform
Ordnungsform (drill formation), lt. Deutschem Rechtswörterbuch Verfassung, Ordnungszustand. In der Methodik des Sportunterrichts und Trainings die räumliche Beziehung der Sportler untereinander (Aufstellungsform) einschließlich der Haltungs- und Bewegungsvorschriften. Durch Ordnungsformen kann der Trainingsbetrieb reibungsloser laufen, sie sollten aber auf ein Minimum beschränkt bleiben (z.B. Abgangsformen, Richtungswechsel) und nicht in „SPIESSchen Drill“ ausarten. →Organisation des Trainings Typische…
Organisation des Trainings
Organisation des Trainings (training, organization of), planmäßige Gestaltung des Trainings und dessen Rahmenbedingungen, inkl. Zeitplan. Ausgehend von der trainingsmethodischen und pädagogischen Zielstellung sollte der Ablauf des Trainings schon vorher “im Kopf” durchgespielt werden, sonst kann es zu unliebsamen Überraschungen kommen (z.B. Schwimmbretter werden von einer anderen Gruppe genutzt; es steht nur eine Bahn zur Verfügung).…
Organisationsform
Ordnungsform (drill formation), lt. Deutschem Rechtswörterbuch Verfassung, Ordnungszustand. In Unternehmen ist die Organisationsform durch zahlreiche individuelle und situative Gegebenheiten bestimmt (z.B. nach betrieblicher Funktion, ein- oder mehrdimensional). Im Training wie im Sportunterricht verstehen wir darunter die räumliche Beziehung der Sportler untereinander (Aufstellungsform) einschließlich der Haltungs- und Bewegungsvorschriften. Durch Ordnungsformen kann der Trainingsbetrieb reibungsloser laufen, sie…
Paralympisches Jugendlager
Paralympisches Jugendlager (Paralympic Youth Camp), Internationales, integratives Jugendcamp am Rande der Paralympischen Spiele (→Paralympics), um Nachwuchssportlern die Paralympische Idee näherzubringen. Es wird durch die →DBSJ organisiert. (verfasst von D. Paschke)
Partnerübung
Partnerübung (partner exercise), mit einem Partner durchgeführte Körperübung, besonders in der Gymnastik zur Kraft- und Beweglichkeitsschulung sowie zur Unterstützung beim Erlernen technischer Elemente (→Techniktraining). Partnerübungen sind eine große Hilfe in Trainingslagern, bei denen es an Geräten mangelt. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu den allgemeinen Krafttrainingsprogrammen, haben aber den Nachteil, dass die Belastungsintensität nicht genau…
Pause, vollständige
Pause, vollständige (incomplete rest interval), Im Intervalltraining eine Pause mit annähernd vollständiger Erholung, indem bei passivem Verhalten die Parameter von Atmung, Herz-Kreislauf und Stoffwechselsystem in die "Ausgangslage“ zurückgehen. Vollständige Pausen (> 3 min) sollen bei intensiven Serien einen Abfall der Schwimmgeschwindigkeit verhindern (BZ 5 und 7/8). Gegensatz →lohnende Pause