Test
72 Einträge
Abbruchkriterien
Abbruchkriterien (criteria for stopping the test), Regeln, Maße oder Zeiten, nach denen ein Test nicht mehr gewertet werden kann und deshalb abgebrochen wird. Beispiele: Beim Klimmzug muss das Kinn die Stange berühren, beim Stufentest werden die vorgesehenen Stufen (Geschwindigkeiten) nicht erreicht. Im Interesse der Objektivität eines Tests sind die Abbruchkriterien exakt auszuweisen.
Bewertung
Bewertung (evaluation,rating), Zuordnung einer Person, einer Leistung, einer Bewegungsausführung (→Technikbeurteilung) nach einer Wertskala, die sich im Sport auf die Wettkampfleistung, aber auch auf Teilkomponenten beziehen kann. →Leistungsdiagnostik, →Trainingssteuerung, →Trainingsauswertung, →Talentauswahl, →Potenzialanalyse Die Leistung im Schwimmen ist gut quantifizierbar und anhand von Ranglisten (Bestenlisten und Punkttabellen) bewertbar; in der altersgemäßen Variante mit der "Rudolph-Tabelle". Problematischer ist…
COOPER-Test
COOPER-Test (Cooper-test), sportmotorischer Test im Laufen zur Bestimmung der (für den Schwimmer) allgemeinen Ausdauerfähigkeit ähnlich dem 30 min-Test im Wasser. Zielgröße ist die gelaufene Gesamtstrecke in 12 Minuten. Günstig erweist sich dabei eine Stadionrunde wegen der exakten Messung. Die Mädchen erreichen dabei im Mittel 85% der Leistung der Jungen. Für die verschiedenen Sportarten wurden unterschiedliche…
Dreierhop
Dreierhop (triple hop), Sprungserie zur Kontrolle des horizontalen Sprungvermögens. Der Dreierhop ist ein valider Test, um die Stärke und Leistung der unteren Extremitäten eines Athleten vorherzusagen (Hamilton et al. 2008). Während der Dreierhop in der Regel (z.B. bei „Jugend trainiert für Olympia“) einbeinig oder wechselbeinig mit beidbeiniger Landung durchgeführt wird, hat sich der DSV wegen…
Drop-Jump
Drop-Jump (DJ), Niederhochsprung aus verschiedenen Höhen (20-80 cm, Kinder nicht über 40 cm), wobei es auf die Kontaktzeiten ankommt. Zeiten unter 170 ms zeugen von einem guten reaktiven Kraftniveau. Dabei sind Vorinnervation, Hemmungsphase und muskuläre Reflexaktivität von Interesse. →Sprunghöhe, →Bodenkontaktzeit, → Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) Ausführung: Die Niedersprungbewegung soll von der Unterlage so ausgeführt werden, dass der…
Dynamografie
Dynamografie (dynamography), griech. dynamis "Kraft" und graphein "schreiben, zeichnen"; Methode zur Erfassung physikalischer Kräfte bei sportlichen Bewegungen, deren Ergebnis (→Dynamogramm) wichtige Informationen über das Niveau der sportlichen Technik und der spezifischen Kraft geben kann. Die Dynamografie gestaltet sich im Schwimmen wegen des Mediums Wasser und der komplizierten Bewegungsabläufe als außerordentlich kompliziert. →Dynamometrie Exkurs: "Durch die…
Eichung
Eichung (calibration), mhd. īchen „abmessen, visieren“; Einstellung und Prüfung von Messgeräten oder der Normierung psychischer oder motorischer Tests. →Gütekriterien, →Norm Bei der Anwendung von technischen Geräten im Training, aber vor allem in der Leistungsdiagnostik, müssen die zu messenden Parameter im Rahmen einer festgelegten Fehlergrenze liegen. Beispiele: So darf zum Beispiel die maximale Messabweichung der Leistung…
Eignungsbeurteilung
Eignungsbeurteilung/Eignungsdiagnostik (aptitude test; screening test) →Talentauswahl
Eignungsmerkmal
Eignungsmerkmale (aptitude characteristics), Eigenschaften eines Sportlers, die eine besonders günstige sportliche Entwicklung erwarten lassen. Im Schwimmen von der Leistungsstruktur abgeleitete Merkmale, die im Rahmen einer Talentauswahl diagnostiziert werden. Dabei ist zu beachten, dass neben der aktuellen sportlichen Leistung auch körperbauliche Merkmale sowie motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten (→Technikbewertung) eingeschätzt werden. Ferner sollten diese Merkmale immer in…
Eignungsnorm
Eignungsnorm (standard of aptitude), Richtschnur, wonach eine Person oder Sache für etwas befähigt oder qualifiziert ist. Im Sport zumeist aus der Leistungsdiagnostik ermittelte Sollwerte für die Auswahl in bestimmte Fördergruppen, die sich keinesfalls nur auf die aktuelle Leistung im Schwimmen beschränken, sondern komplex angelegt sein sollten: alle Lagen, kurze und lange Strecken, Einzelbewegung, Beweglichkeit usw.…
Eignungstest
Eignungstest (aptitude test; screening test), Verfahren zur Überprüfung der Eignung für eine bestimmte Tätigkeit. Im Sport für eine Sportart oder Disziplin. Dabei ist zu entscheiden zwischen Tests die etwas über einen aktuellen Trainingszustand aussagen und Tests, die vor allem eine Entwicklung aufzeigen (→Längsschnitt) und damit (wenn auch bescheiden) prognosefähig sind. Zudem sollte man sich immer…
Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM)
Einer-Wiederholungs-Maximum (EWM) (one-repitition maximum), die Last, die gerade noch einmal mit maximalem Kraftaufwand und vollem Bewegungsumfang bewältigt werden kann (→Maximalkraft, dynamische). Es wird über die Versuch-und-Irrtum-Methode ermittelt und etwa nach drei bis fünf Versuchen erreicht (Braith et al. 1993). Das EWM wird als Ausgangsgröße zur Berechnung der Belastungsintensität z.B. im Kraftausdauer-Training herangezogen. Während auf der…
Eingangsuntersuchung, sportmedizinische
Eingangsuntersuchung, sportmedizinische (entrance check, sport.medical), sportmedizinische Untersuchung, die nach der Terminologie des DOSB für Landeskader(D) verpflichtend ist und an lizenzierten Untersuchungszentren/-stellen durchgeführt wird. Eigentlich gebietet sich eine Eingangsuntersuchung für jeden, der ein leistungssportliches Training aufnimmt, vom Nachwuchsathleten bis zum Masterschwimmer. Die Inhalte orientieren sich an der sportmedizinischen Grunduntersuchung, sollten aber mindestens eine Funktionsüberprüfung von Herz/Lunge…
Entwicklungsdiagnostik
Entwicklungsdiagnostik (development diagnostics), Komplex von Vorgehensweisen zur frühzeitigen Identifikation und Beschreibung von Entwicklungsabweichungen und Entwicklungsdefiziten, zur Aufdeckung der Ressourcen eines Kindes und zur Feststellung und Spezifikation von Förder- und Therapiebedarf (www.entwicklungsdiagnostik.de). Neben einer Anamnese (Risiken im Schwangerschafts- und Geburtsverlauf, Verhaltens- und Temperamentsmerkmale, häusliches Umfeld) begründet sich die Entwicklungsdiagnostik auf Tests und davon abgeleitete Normwerte. Indem…
Fahrradergometer
Fahrradergometer (bicycle ergometer), spezielles für die medizinische Funktionsdiagnostik entwickeltes Ergometer mit dem die Leistung in Watt gemessen wird. Die Bedingungen sind einheitlich geregelt (DIN 13405). Das Fahrradergometer wird in Verbindung mit EKG-Geräten und Blutdruckmessungen zur allgemeinen Gesundheitsbeurteilung der Sportler (→Grunduntersuchung, sportmedizinische) eingesetzt. Die Belastung erfolgt als Stufentest und ist durch den Bundesausschuss Leistungssport standardisiert vorgegeben.…
Feldtest
Feldtest (field test), Test unter den spezifischen Bedingungen der Sportart, wobei die gegenüber dem Labortest auftretenden Störgrößen (Wetter, Strömung usw.) in modernen Schwimmhallen oder im Strömungskanal gering sind (→Stufentests). →Feldforschung „Die Spezifik solcher Untersuchungen und deren mögliche Komplexität heben gewisse Ungenauigkeiten in der Standardisierung äußerer Bedingungen fast auf, vor allem dann, wenn deren Einfluss auf…
Fitnesstest
Fitnesstest (fitness test), →Testbatterie zur Erfassung gesundheitsrelevanter körperlicher Fähigkeiten durch vorwiegend sportmotorische Tests. In der Schwimmsportpraxis auch als Test zur Überprüfung des „allgemein athletischen Zustands“ bekannt. Typische Testformen sind Coopertest, “Kasten-Bumerang-Test“, Stufentest zur Überprüfung der Ausdauer, Sit-ups, Standdreisprung, Liegestütz sowie Tests zur Überprüfung der Beweglichkeit. Als Testbatterie zusammengefasst werden einige dieser Tests im Nachwuchstraining im…
Gütekriterien
Gütekriterien (qualitative criteria), Merkmale, die die Sicherheit (Wissenschaftlichkeit) eines Tests (→Testauthentizität) beschreiben und die zumeist mit statistischen Verfahren bestimmt werden. Man unterscheidet Haupt - Gütekriterien (→Objektivität, →Reliabilität und →Validität) und Neben - Gütekriterien (Wirtschaftlichkeit, Nützlichkeit, Normierung und Vergleichbarkeit). Durch die enge Bindung zur Sportpraxis dominieren in der Trainingswissenschaft empirische Methoden. Besonders Erkenntnisse aus dem Hochleistungssport…
Intelligenzquotient (IQ)
Intelligenzquotient (IQ) (intelligence quotient), Maß der intellektuellen Leistungsfähigkeit als Quotient von Intelligenzalter (IA) zu Lebensalter (LA). Die Ergebnisse sind ohne Kenntnis des zugrundeliegenden Tests und dessen Normierung nicht vergleichbar. Zudem sind die Werte etwa nur zur Hälfte genetisch veranlagt und werden folglich stark von Umweltfaktoren bestimmt (soziales Milieu usw.). Deshalb sollte man den Test nicht…