Technik
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Abdruckweg
Abdruckweg (push-off-way), Weg beim Armzug und Beinschlag, bei dem Vortrieb erzeugt wird („nicht abreißen lassen!“), z.B. indem die Hebellänge (→Hebelgesetz) der Arme durch Beugen und Strecken verlängert wird (→Ellenbogen-Vorhalte). Zudem bewegen sich die Hände nicht in einer Geraden nach hinten, sondern mit seitlichen Abweichungen, wodurch das für die einzelnen Schwimmarten typische Zugmuster entsteht. Dabei wächst…
Abschlagschwimmen
Abschlagschwimmen (hand over hand), Variante des Wechselarmzuges, wobei der vorgeschwungene Arm gestreckt verharrt bis der andere Arm ihn einholt und abschlägt (auch: „Hand über Hand-Schwimmen“, „Strecklage“ und abgewandelt →“Front – quadrant - swimming“). Abschlagschwimmen ist sehr gut für das GA-Training geeignet, da es trotz einer relativ langen Gleitphase auf einen kraftvollen Armzug orientiert (→Abdruck) und…
Absprung
Absprung (dive on, takeoff), Sprungvorgang in Sportarten, im Schwimmen die Startphase nach der →Auftaktbewegung mit dem Ziel, eine hohe →Absprunggeschwindigkeit zu erreichen. Der Absprung beginnt mit dem Lösen der Hände und endet mit dem Lösen der Füße vom Startblock bzw. beim Rückenstart von der Beckenwand. Dazu werden die Arme nach vorn (Rückenstart nach hinten) geführt,…
Abwärtsschlag
Abwärtsschlag (downwards kick), Im Schwimmen eine abwechselnde (Kraul, Rücken) oder beidseitige (Delfin) Vertikalbewegung der Beine nach unten als „aktiver Kick bei lockerem Fußgelenk“ (Reischle, 2015), dessen Wirkung von den Oberschenkeln eingeleitet und besonders von der der leicht innenrotierten Fußstellung zur Bewegungsrichtung (→Abdruckfläche) beeinfluss wird. Dabei kann die Antriebswirkung bei den Schlagaktionen mit verschiedenen Antriebskonzeptionen erklärt…
alternierend
alternierend (alternate), lat. alternus = abwechselnd, einer um den anderen; einander ablösend, wechselseitig. Auf den Sport bezogen Wechsel zwischen Bewegungs- oder Belastungsformen. Typisch für zyklische Bewegungen, wo beide Körperseiten in einem ständigen und geregelten Wechsel agieren, z.B. Wechsel der Beine beim Laufen oder der Arme beim Kraulschwimmen. Oder als Wechsel zwischen Schwimmarten innerhalb einer Strecke,…
Amortisationsphase
Amortisationsphase (amortication phase), franz. amortir, ‚tilgen‘; Unter Amortisation versteht man allgemein, dass die Ausgaben wieder eingebracht werden („es kommt ‚raus, was man ‚reingesteckt hat“). In der Bewegungslehre eine Teilphase bei allen Beuge-Streck-Bewegungen mit sofortiger Bewegungsumkehr („Schwungübertragung“ bei Meinel & Schnabel, 2007, S. 107) die Phase der Beugung des Sprungbeines (→exzentrisch) bis zum Absprung/Abstoß (→konzentrisch). Typische…
Anfängerschwimmtechnik
Anfängerschwimmtechnik (first swimming technology for beginners), auch "Erstschwimmart", die in der schwimmerischen Grundausbildung zuerst gelehrte Sportschwimmart. Dazu gibt es noch keine einheitliche Lehrmeinung. Neuerdings empfehlen immer mehr Schwimmlehrer „zunächst die Schwimmbewegung zu entwickeln, die den natürlichen Bewegungsformen des Kindes möglichst nahe kommt“ (DSV -jugend, 2006). Für Durlach (1998) haben Schwimmtechniken in der Anfängerausbildung keinen Platz.…
Anstellwinkel
Anstellwinkel (angle of attitude), Beim Flugzeug der Winkel zwischen der Richtung der anströmenden Luft und der Sehne eines Tragflügels. Beim Skispringen gewährt der Anstellwinkel der Ski den erforderlichen aerodynamischen Auftrieb (optimal bei 35°). Auf das Schwimmen übertragen der Winkel, der durch die Körperlängsachse (→Körperachse) und die Schwimmrichtung (Lage des Schwimmers) oder zwischen Anströmrichtung und einzelner…
Anströmfläche
Anströmfläche (A) (area; surface), Fläche eines Körpers (Stirnfläche), gegen die ein Fluid (Wasser, Luft) anströmt. →Widerstandsbeiwert Übertragen auf den Schwimmer, die Fläche des Schwimmers, die dem anströmenden Wasser entgegensteht und folglich den Strömungswiderstand (Fw) maßgeblich beeinflusst, der sich proportional der Anströmfläche verhält. Mit dem schon im 18. Jahrhundert vom Namensgeber Bernoulli beschriebenen Bernoulli-Prinzip lässt sich…
Antriebskonzeption
Antriebskonzeption (drive conception), Plan oder Programm zur Fortbewegung von Gegenständen, zum Beispiel die Antriebskonzepte im Autobau (Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb). Grundlegende Anschauung zur Fortbewegung des Schwimmers bei Beachtung der hydrodynamischen Gesetzmäßigkeiten. Zunächst nahm man an, dass dazu die zum Antrieb erforderlichen Körperteile möglichst geradlinig und entgegengesetzt zur Schwimmrichtung eingesetzt werden sollten (→konventionelles Antriebskonzept). Später wurde in…
Aquatrainer
Aquatrainer (aquatrainer), Unterwasser-Laufband, das sowohl zur Rehabilitation verletzter Pferde, sowie als Trainingsmöglichkeit zur Leistungssteigerung gesunder Pferde eingesetzt wird. Im Schwimmen als AquaTrainer® ein von der Firma COSMED entwickelter Schnorchel für Tests im Schwimmen. In Kombination mit dem mobilen Diagnosesystem K4b² sind Lungenfunktionstests unter den unterschiedlichsten Bedingungen möglich, in Verbindung mit AquaTrainer-Kit bis zur Ergospirometrie-→Analyse im Wasser.…
Armbewegung
Armbewegung (arm movement; arm motion), hier auf Schwimmen bezogen: Teil der Gesamtbewegung, die alternierend (Kraul, Rückenkraul) oder synchron (Brust, Delfin) erfolgt. Die Armbewegung beginnt mit einer Stützphase (→„Wasserfassen“). Auf diese folgt die Druckphase, die den wesentlichen Vortrieb erzeugt. In der Rückholphase werden die Arme wieder in die Ausgangslage geführt. Bis auf die Rückholphase in Kraul,…
Armkreisstart
Armkreisstart (circular backswing start), Variante des Hochstarts, wonach die Arme in der Ausgangsstellung nach vorn gehalten und mit dem Startimpuls zunächst kreisförmig zurückgeführt werden. Dadurch kann die Auftaktbewegung vorverlagert werden, was besonders beim Staffelwechsel genutzt wird (s. Abb.).
Atemfrequenz
Atemfrequenz (respiratory rate, breathing frequency), Zahl der Atemzüge pro Minute, die beim Erwachsenen in Ruhe bei 12-16, bei Kindern zwischen 16 – 25 Atemzügen/min liegt und unter Belastung bis zu 60 ansteigen kann. Sie ist individuell sehr unterschiedlich und hängt u.a. vom Trainingszustand ab. Bei Belastungen wird durch Veränderungen des Säure-Basen-Status (→Azidose) zunächst das Atemzentrum…
Atemrhythmus
Atemrhythmus (breathing rhythm), Wechsel zwischen Ein- und Ausatmung mit starker Auswirkung auf die Ökonomie der Atmung. Im Schwimmen ist das besonders problematisch, weil die Atmung dem →Bewegungsrhythmus untergeordnet ist. Außerdem benachteiligt die Atmung besonders im Kraul- und Schmetterlingsschwimmen die Wasserlage. Deshalb wird sie mit abnehmender Streckenlänge reduziert bis ganz weggelassen (z.B. 50m Freistil/Schmetterling). Mit zunehmender…
Audiomotorik
Audiomotorik (audiomotor system), lat. audio „ich höre“ + motor „Beweger“; auf Klangvorstellungen beruhende Motorik. Audiomotorik beschreibt innerhalb der Resonanzlehre das Verhältnis und die Synchronisation von Hören und Bewegen. Die Muskulatur selbst wird musikalisch, d.h. sie reagiert direkt und in jeder gewünschten Dosierung auf gehörte Klänge. Die Möglichkeiten der Audiomotorik im Sinne der Fortschreibung der sportwissenschaftlichen…