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Talent

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Adipositas

Adipositas (obesity, adiposity), lat. adeps „Fett“; „Fettsucht“, extreme Form des → Übergewichts, die mit einem → Body Mass Index über 30 kg/m2 angegeben wird. Wobei besonders athletische Sportler einen BMI > 30 haben können (→ Muskelmasse) ohne im → Körperfettanteil die kritische Grenze zu überschreiten. Adipositas zählt als Risikofaktor für etliche Erkrankungen. Bedenklich ist die…

Aerobier

„Aerobier“ (aerobes), griech. aer „Luft“; eigentlich Mikroorganismen, die ihren Energiebedarf unter Verwendung von Sauerstoff decken. In der Trainingsmethodik scherzhafte Bezeichnung für Athleten mit einer großen aeroben Leistungsfähigkeit. Moskhina et al. (2019) haben das Niveau des Funktionszustandes und die Reservekapazitäten des Organismus der Schwimmer in Abhängigkeit von ihrem bioenergetischen Typ untersucht. Danach unterschieden sie drei Typen:…

Alter, biologisches

Alter, biologisches (age, biological), durch die morphologische und funktionelle Entwicklung bestimmtes Alter (Reifealter), das individuell stark vom kalendarischen Alter abweichen kann. →Körperbauentwicklungsalter (KEA), →Körperbauentwicklungsindex (KEI).

Anforderungsprofil

Anforderungsprofil (requirment profile), Beschreibung erforderlicher Eigenschaften und Merkmale für eine bestimmte Tätigkeit, maßgebliches Element im Personalmanagement (z.B. bei Stellenbeschreibung). Im Sport der Ausprägungsgrad der anzustrebenden Leistungsvoraussetzungen als Ziel einer bestimmten Trainingsetappe.  Das Anforderungsprofil des Schwimmers wird vom Leistungsziel, den dazu erforderlichen Leistungsvoraussetzungen im Verhältnis zu den erworbenen Leistungsvoraussetzungen (→Leistungsdiagnostik) abgeleitet. Es ist damit eine wesentliche…

Anlage

Anlage, Veranlagung (disposition), Erbgut; die in den Chromosomen angelegte Disposition (→Genotyp), bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Die meisten Anlagen bedürfen eines Entwicklungsrahmens, was in den letzten Jahrzehnten besonders durch die Expertiseforschung hervorgehoben wird. So kann sich der veranlagte Schwimmer nicht „outen“, wenn eine Schwimmhalle fehlt. Auf diesem Zusammenhang beruht die Einheit von Erbe und…

Anthropometrie

Anthropometrie (anthropometry), griech. anthropos „menschlich“+ metron „Maß“; Methode zur Erfassung der metrischen Verhältnisse am menschlichen Körper. Die Anthropometrie spielt eine wichtige Rolle zur Quantifizierung morphologischer Veränderungen (→Morphologie) durch das Training, bei Modellbildungen für Körperbewegungen (biomechanische Anthropometrie) und bei der Bestimmung von Körperbautypen/ Konstitutionstypen (→Körperbaumerkmale). Da leistungssportliches Training im Schwimmen vorwiegend in einem Lebensalter stattfindet, in…

Armspannweite

Armspannweite (arm width), Spannweite der in horizontaler Ebene seitwärts ausgestreckten Arme, gemessen wird die Entfernung von Mittelfinger zu Mittelfinger (der Schwimmer steht dabei frontal an einer Wand). Für Schwimmer werden Spannweiten von 101,4 – 102,8% der Körperhöhe angegeben (Fröhner, 2002); bei Topschwimmern konnten schon 115% ermittelt werden. →Eignungsmerkmal, →Talentauswahl, →Anthropometrie, Spanische Wissenschaftler ermittelten bei 13jährigen Schwimmern…

asthenisch

Asthenisch (asthenic), griech. asthenés „bedeutet schwach, kraftlos, matt“; Konstitutionstyp →hypoplastisch  

Begabung

Begabung (gift, talent), angeborene Fähigkeiten (Veranlagung) für überdurchschnittliche Leistungen, die sich aber durch Rückkopplung mit der Umwelt entfalten und verändern (dynamischer Begabungsbegriff). Der amerikanische Psychologe Renzulli (1978) bezeichnet Begabung in seinem „Drei Ringe-Modell“ als Schnittmenge von überdurchschnittlichen Fähigkeiten, hoher Motivation und Kreativität. Während häufig Begabung und Talent noch synonym gebraucht werden, wird inzwischen als Abgrenzung…

Bewegungstalent

Bewegungstalent (motor talent), Veranlagung für Bewegungshandlungen in Sport, Akrobatik und Kunst (Tanz), insbesondere durch ein hohes Niveau koordinativer Fähigkeiten. →Talent  

Desoxyribonukleinsäure (DNA)

Desoxyribonukleinsäure (DNA) (deoxyribonucleic acid), Grundtyp der Nucleinsäuren mit der molekularen Struktur einer Strickleiter und damit materielle Basis der Gene (einzelne, verdichtete DNA-Moleküle, Chromosomen) in denen die Erbinformationen gespeichert sind. Die Gene codieren genetische Informationen, die Aufbau und Organisation des Organismus beeinflussen. Sie enthalten „Baupläne“ für Proteine oder Moleküle, die bei der Proteinsynthese oder der Regulation…

Determination

Determination (determination), lat. determinare „abgrenzen“, bestimmen“; Bedingt- oder Festgelegtsein, in der Biologie das Festgelegtsein eines Teils des Keims für die Ausbildung eines bestimmten Organs, in der Psychologie das Bedingtsein aller psychischen Phänomene durch äußere oder innere Gegebenheiten. Im Streit um die Determination menschlicher Entwicklungsverläufe schlägt das Pendel mal mehr zu „genetisch determiniert“ (Prädisposition) und dann…

Disposition

Disposition (disposition), auf das lateinische dispositio (Anordnung) zurückgehender Begriff, der von den verschiedensten Wissenschaften unterschiedlich gebraucht wird, so u.a. in der - Medizin – für bestimmte Krankheiten anfällig sein, Philosophie - das Vermögen, etwas zu tun oder zu erleiden, Wirtschaft: - Entscheidung, die als Auftrag in den Produktionsablauf mit eingeht Psychologie – angeborene oder erworbene…

Eignung

Eignung (aptitude), besondere Tauglichkeit für eine bestimmte Tätigkeit Unter Eignung verstehen wir im Leistungssport „einen sportartspezifisch strukturierten Komplex von Fähigkeiten und Voraussetzungen, den ein Sportler für das Erreichen von hohen Leistungen in der ausgewählten Sportart benötigt“ (Kupper, 1976). (→Veranlagung, →Talent, -Talenterkennung, -Talentsichtung, - Talentsuche, -Talentprognose) Das betrifft übrigens im Sport Aktive wie Trainer und Funktionäre.…

Eignungsbeurteilung

Eignungsbeurteilung/Eignungsdiagnostik (aptitude test; screening test) →Talentauswahl  

Eignungsmerkmal

Eignungsmerkmale (aptitude characteristics), Eigenschaften eines Sportlers, die eine besonders günstige sportliche Entwicklung erwarten lassen. Im Schwimmen von der Leistungsstruktur abgeleitete Merkmale, die im Rahmen einer Talentauswahl diagnostiziert werden. Dabei ist zu beachten, dass neben der aktuellen sportlichen Leistung auch körperbauliche Merkmale sowie motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten (→Technikbewertung) eingeschätzt werden. Ferner sollten diese Merkmale immer in…

Eignungsnorm

Eignungsnorm (standard of aptitude), Richtschnur, wonach eine Person oder Sache für etwas befähigt oder qualifiziert ist. Im Sport zumeist aus der Leistungsdiagnostik ermittelte Sollwerte für die Auswahl in bestimmte Fördergruppen, die sich keinesfalls nur auf die aktuelle Leistung im Schwimmen beschränken, sondern komplex angelegt sein sollten: alle Lagen, kurze und lange Strecken, Einzelbewegung, Beweglichkeit usw.…

Eignungstest

Eignungstest (aptitude test; screening test), Verfahren zur Überprüfung der Eignung für eine bestimmte Tätigkeit. Im Sport für eine Sportart oder Disziplin. Dabei ist zu entscheiden zwischen Tests die etwas über einen aktuellen Trainingszustand aussagen und Tests, die vor allem eine Entwicklung aufzeigen (→Längsschnitt) und damit (wenn auch bescheiden) prognosefähig sind. Zudem sollte man sich immer…

Erbanlage

Erbanlage/Erbgut (genetic trait; hereditary factor), „die auf den Genen beruhende Potenz eines Organismus zur Ausbildung bestimmter Merkmale“ (ROCHE-Lexikon, 1987) oder einfach gesagt, Eigenschaften und Fähigkeiten, die die Vorfahren mit auf den Weg gegeben haben. Indem körperliches Wachstum und Reifung stark von den Erbanlagen mitbestimmt werden, werden zugleich Möglichkeiten und Grenzen des sportlichen Talents aufgezeigt. Dabei…

Erwartungsdruck

Erwartungsdruck (weight of expectation), Diskrepanz zwischen zumeist von außen auferlegten Zielen und Ansprüchen und den persönlichen Erwartungen, die zu Verkrampfungen, Übersteuerungen bis Denkblockaden führen kann. "Die Zahl der zeitlich (nahezu) parallel gestellten und unter Zeit- und inhaltlichem Erwartungsdruck zu lösenden Probleme hat in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen und erfasst immer mehr Altersgruppen und Gesellschaftsbereiche"…