Strategie
14 Einträge
„Wettkampfwildwuchs“
„Wettkampfwildwuchs“ (competition uncontrolled growth), umgangssprachlich für die Tendenz der zunehmenden Vielfalt an Wettkämpfen, die besonders Topschwimmer durch Start- und Preisgelder zu einer Vielzahl von Starts verleiten, worunter oft der methodische Aufbau (Rückgang der Leistungsvoraussetzungen) erheblich leidet, zugleich für Topschwimmer bei entsprechender Strategie inzwischen eine gute Einnahmequelle sein kann. →Erfolg, →Trainingsplanung, →Professionalismus Exkurs: Als Trainer…
Marschtabelle
„Marschtabelle“ (march table), auf der Wettkampfstrategie fußender Verlauf von anzustrebenden Zeiten (Zwischenzeiten) und Frequenzen, auf dessen Grundlage Trainer und Sportler mittels intern vereinbarter Zeichen (Finger, Handtuch usw.) kommunizieren. Für die Erstellung eines Zeitplanes sind Trainingsergebnisse und Wettkampfanalysen eine wichtige Grundlage. →Rennstrukturmodell Auf spezifischen Webseiten können Marschtabellen (Pace-Rechner, Tempo-Tabelle, Tempo-Rechner, Zwischenzeitenrechner...) für verschiedene Wettkampf-Distanzen berechnet und…
Renngestaltung
Renngestaltung/Renneinteilung/Rennverlauf (race distribution), Verlauf eines Wettkampfes bezogen auf die Gestaltung von Geschwindigkeit, Bewegungsfrequenz und Zyklusweg in den Teilstrecken sowie im Start-, Wendenbereich und beim Anschlag. Die Daten werden heutzutage bei allen großen Wettkämpfen durch Wettkampfanalysen erfasst. →“Marschtabelle“, →Taktik Die optimale Rennstrategie ist im Schwimmen immer ein Mix aus aktuellem Trainingszustand und Taktik, die letztlich stark…
Rennstrukturmodell
Rennstrukturmodell (race structured model), auf der Grundlage von Wettkampfanalysen erarbeitetes Modell der Wettkampfgestaltung. Nach den Zielzeiten der Sportler wird der Rennverlauf modelliert und davon die Leistungsstruktur bestimmt. Rennstruktur -Verfahren wurden unabhängig voneinander durch den OSP - Hamburg (Rudolph, 1997) und von australischen Sportwissenschaftlern entwickelt (Da Silva 2002). Die Aktualisierung des Programms leidet unter der Tatsache,…
Steuerung
Steuerung (control), allgemein die Beeinflussung von politischen wirtschaftlichen und sonstigen Vorgängen. In der Kybernetik der Vorgang in einem dynamischen System, bei dem eine oder mehrere Größen als Eingangsgrößen (Input), andere als Ausgangsgrößen (Output) nach den Gesetzmäßigkeiten des Systems beeinflussen. Damit ist der Wirkungsweg im Gegensatz zur Regelung nicht fortlaufend geschlossen. Im allgemeinen Sprachgebrauch verwischt inzwischen…
Taktiktraining
Taktiktraining (tactics training), Aneignen taktischen Verhaltens in simulierten oder tatsächlichen Wettkampfsituationen auf der Grundlage von Kenntnissen (→Wettkampfbestimmungen, →Ausschreibungen, →Gegneranalysen, Selbsteinschätzung), taktischen Fähigkeiten (→Wahrnehmung, →Antizipation, →Reaktionsschnelligkeit, →Konzentration) und taktischen Fertigkeiten. Im Sportschwimmen beschränkt sich Taktiktraining vor allem auf das Durchsetzen einer eigenen Rennstrategie (→Renngestaltung, →Marschtabelle) oder auf das situationsbedingte Umschalten („Mitgehen, Zwischenspurt“), einbezogen das Vorlauf- zu…
Teilstrecke
Teilstrecke (section of line; race distances, repeats), zumeist entsprechend der Bahnlänge (25/33,3/50m) bestimmter Teil einer Wettkampfdistanz, wobei bestimmte Teilstrecken laut Wettkampfbestimmungen mit Zwischenzeiten erfasst werden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Unterdistanztrainings. Im Rennverlauf stehen die Teilstrecken in einem bestimmten Verhältnis zueinander (s. Tab.), das durch die sportliche Form, die Länge der Wettkampfstrecke, die Schwimmart…
Trainingskonzeption
Trainingskonzeption (training concept), lat. conceptio von concipere „auffassen, erfassen, begreifen, empfangen, sich vorstellen“; grundsätzliche und umfassende Orientierung zur Trainingsgestaltung über mittel- und langfristige Zeiträume, z.B. als trainingsmethodische Grundkonzeption oder Nachwuchskonzeption. Die Trainingskonzeption ist die Basis für die Rahmentrainingspläne der einzelnen Ausbildungsetappen und wird durch die sportpolitisch-strategische Zielstellung des Verbandes bestimmt. →Trainingssteuerung, →Trainingsplanung,
Trend
Trend (trend), Entwicklungsrichtung, die z.B. bei Vorliegen von Daten (Wettkampfzeiten) wie im Schwimmen statistisch berechnet werden kann (Trendkurven, →Leistungsprognose). Für den Trainer ist es wichtig Trends wahrzunehmen, aber am Maßstab seiner Erfahrungen zu filtern. Viele Kollegen "springen auf jeden Zug auf" zum Leidwesen einer kontinuierlichen Trainingsmethodik. Oft werden auch "alte Hüte" unter neuem Namen angeboten…
Verlierer
Verlierer (loser), erfolglose oder im Wettbewerb unterlegene Person oder Insitution. Gegenteil: Gewinner Im Sport ein im Wettkampf unterlegener Athlet, umgangssprachlich abwertend für Wettkampfversager gebraucht. Die meisten „Verlierertypen“ haben ein besonders schwaches Selbstbewusstsein. Um das aufzuwerten empfehlen Psychologen: die Wahrnehmung auf die eigenen Stärken lenken, die eigene Situation kritisch zu analysieren, bevor man sich mit anderen…
Vorgabe
Vorgabe (handicap; default; start), allgemein eine Richtlinie mit festgelegten Grenzen (→Norm), klar formuliertes (Nah-)→Ziel, Im Schwimmtraining die vorgegebene Zeit für eine Strecke oder Abgangszeit (z.B. „ab aller 3 Minuten“) oder bei „Vorgaberennen“ (Handicap) ein Zeitvorsprung, der vom folgenden Sportler einzuholen ist.
Wettkampfkonzeption
Wettkampfkonzeption (competitive concept), Im engeren Sinne „Handlungsplan zur Realisierung des vorgenommenen Wettkampfziels unter Berücksichtigung der sportlichen Gegner und der Wettkampfbedingungen“ (Mathesius, in Schnabel & Thieß, 1993, S.959), im weiteren Sinne Unmittelbare Wettkampfvorbereitung als eigenständiger Zyklus. Im Schwimmen können zwei unterschiedliche Konzeptionen unterschieden werden, einmal die Dominanz der Mannschaftsleistung bei Unterordnung der individuellen Leistung (→Mannschaftsmeisterschaft, →Länderkampf)…
Wettkampfverhalten
Wettkampfverhalten (competition behaviour), Verhalten des Sportlers am Wettkampftag (erweitert) bzw. im Wettkampf (eng). Für das Verhalten vor und nach dem Wettkampf geben Berzins & Shmitt (bei Gmünder, 1988) folgende Hinweise: Stress vermeiden, flexibel sein, nicht herumstehen, Schuhe anziehen, genug Wasser trinken (→Flüssigkeitsbedarf), vorsichtig sein mit Massage (wenn nicht gewöhnt), immer einschwimmen (bis 30 min vor…
X-Faktor
„x-Faktor“ (x-factor), hier geht es nicht um eine namensgleiche Musikshow oder Computerspiele, sondern um einen von Counsilman (1980) übernommenen Begriff aus der Managerausbildung, der dort nur ungenau beschrieben werden konnte. Counsilman versteht darunter die Fähigkeit die „Spreu vom Weizen“ zu trennen und empfiehlt: „Sie müssen die wichtigen Dinge erkennen können und an ihnen intensiv arbeiten;…